DE491008C - Verfahren zur Messung sehr hoher Widerstaende - Google Patents

Verfahren zur Messung sehr hoher Widerstaende

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DE491008C
DE491008C DEST39947D DEST039947D DE491008C DE 491008 C DE491008 C DE 491008C DE ST39947 D DEST39947 D DE ST39947D DE ST039947 D DEST039947 D DE ST039947D DE 491008 C DE491008 C DE 491008C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R27/00Arrangements for measuring resistance, reactance, impedance, or electric characteristics derived therefrom
    • G01R27/02Measuring real or complex resistance, reactance, impedance, or other two-pole characteristics derived therefrom, e.g. time constant
    • G01R27/025Measuring very high resistances, e.g. isolation resistances, i.e. megohm-meters

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Other Investigation Or Analysis Of Materials By Electrical Means (AREA)

Description

  • Verfahren zur Messung sehr hoher Widerstände Das Hauptpatent betrifft eine Einrichtung zur Messung sehr hoher -Widerstände oder Ionisierungsstärken, bei der dem zu messenden Widerstand ein Kondensator parallel geschaltet ist und ein Gerät von der Kondensatorspannung beeinflußt ist, das die Rufladung des Kondensators bis zu einem bestimmten Potential bewirkt, nach dessen Erreichung sich dieser über den '\Viderstand bis zu einem bestimmten niedrigen Potential entlädt, worauf der Ladestromkreis wieder geschlossen wird, derart, daß die Zahl der Entladungen in der Zeiteinheit ein Maß für die Größe des Widerstandes gibt. Auch ist bereits :eine Anordnung bekannt, bei der die wiederholte Rufladung der Steuerelektrode der bei diesen Anordnungen meist verwendeten Elektronenröhren aus einer eigenen Stromquelle erfolgt und in den gesteuerten Anodenstromkreis ein auf die Stärke des Gleichstromes ansprechendes Meßgerät geschaltet ist, das durch Kontaktgebung das Anlegen einer besonderen Spannung an das Gitter und damit das zeitweilige Sperren der Elektronenröhren für den Anodenstrom bewirkt.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, bei welchem statt einer besonderen Batterie.zur periodischen Verriegelung des Gitters ein eigener Kondensator verwendet -wird,-der aus der vorhandenen Anodenbatterie periodisch mit der vollen oder einer verringerten Spannung aufgeladen wird; mit Hilfeeines Relais wird dieser Kondensator kurzzeitig mit seinem negativen Pol an das Gitter der Elektronenröhre gelegt. Auf diese- Weise wird eine besondere Stromquelle für diese Verriegelung erspart, die Fehlerquellen werden vermindert, die Apparatur wird vereinfacht und deren Betriebssicherheit erhöht.
  • Ferner hat es sich in manchen Fällen als vorteilhaft erwiesen, die Elektronenröhre nicht dauernd, sondern nur kurzzeitig derart an Spannung zu legen; daß das längste Zeitintervall zwischen diesen kurzen Einschaltezeiten gleich oder kleiner ist als der infolge des Stromabflusses über den zu messenden hohen Widerstand betragende periodische Zeitraum. Diese Anordnung hat den Zweck, die "Isolationsverluste in der Elektronenröhre,. welche infolge der Erwärmung -oder durch Ionisierung besonders im Quetschfuß dieser Röhre meist auftreten; auf ein unschädliches Maß herabzudrücken.
  • Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Anordnung des Gitterkondensators, derart, daß beim öffnen des Relaiskontaktes der Selbstinduktionsstoß der Relaisrichtung eine wesentliche höhere- Augenblicksspannung liefert -.als - die Spannung aus der Anodenbatterie und diese höhere Spannung oder ein Teil derselben den Verriegelungskonckersator auflädt. Es kann daher z. B. auch eine Doppelgitterrühre mit kleiner Anodenspannung benutzt werden, und es geschieht dann die Verriegelung des Gitterkondensators. auch mit der erforderlichen, durch den SelUstinduktionsstoß bedingten höheren Spannung.
  • Eine weitere Ausführungsform gemäß der Erfindung besteht darin, daß eine Glimmröhre (Edelgassicherung oder sonst eine Vorrichtung, die Edelgas in einem bestimmten niedrigen Zündpotential und eine Erdallkalikathode :enthält) in Reihe mit einer @eigenen Stromquelle und einem Relais an Punkte der Anordnung vorzugsweise im Anodenkreis angeschlossen wird, zwischen denen ein. möglichst großer induktiver Spannungsabfall auftritt, so daß die Glimmröhre nur bei Erreichung oder Überschreitung der Zündspannung, also nur vorübergehend, stromleitend ist. Der Anodenstromkreis ist gegen die zusätzliche Stromquelle bis auf die Zeiten, in denen der in der Röhre zustande kommende Anodenstrom, die Glimmröhre vorübergehend leitend macht, vollkommen unterbrochen.
  • Weiter wird :erfindungsgemäß, um magnetische Störungen des Röhrenisolationaxness,exs durch die beim Betriebe neuzeitlicher Röntgenröhren verwendeten Hochspannungsgleichrichter, oder allgemein, um Hochfrequenz, schwingungen von der Apparatur fernzur; halten, die Ionenkammerzuleitung der ganzen Länge nach und zweckmäßig auch, der Röhrenisolationsmesser selbst mit einer Eisenpanzerung, wie sie z. B. bei Hochfrequenzm@eßbrücken bekannt ist, versehen. Diese hat den Zweck, die von den erwähnten. Hochfrequenzerzeugern ausgehenden, insbesondere elektromagnetischen Einwirkungen auf die Anordnung, deren Auftreten etwa dadurch erklärt werden kann, daß die Ionenkammer als Antenne wirkt, auszuschließen.
  • Die Erfahrung hat gezeigt, daß durch diese magnetischen Störungen die Wirksamkeit der Apparatur vollkommen unterbunden wird, trotzdem die Ionenkammerzuleitung zum Gitter selbst ausgezeichnet isoliert ist. Wird hingegen der beschriebene Eisenschutz verwendet, dann wird die schädliche Einwirkung, insbesondere auch des Magnetfel@-es jeder in der Nähe befindlichen Hochfrequenzwelle, restlos beseitigt.
  • Schiießli,ch ist Gegenstand der Erfindung eine Anordnung, bei welcher der zu prüfende Widerstand statt parallel zum Gitterkondensator, parallel zum Verriegelungskoztdensator gelegt ist. Dadurch wird die Verriegelungsspannung in Beziehung zu der Größe des zu messenden Widerstandes gebracht und auf diese W-e herabgesetzt. Nach dieser Methode können auch vergleichsweise kleine Widerstände aus der Zahl der periodischen Stromimpulse verläßlich gemessen werden.
  • In Abb. t ist eine AusführungsmögÄfchkeit der Erfindung dargestellt, wobei, der Verriegelungskondensator C2 aus der vollen Anodenbatterie bzw. aus einem Teil. derselben gespeist wird. In Abt. 2 ist eine Anordnung wiedergegeben, bei der der Kondensator durch den Selbstinduktionsspannungsstoßdes Relais R2 aufgeladen wird.
  • Abb,. 3 zeigt die Anwendung einer Glimmlampe oder Röhre in Verbindung mit einem elektromagnetischen Relais.
  • Bei der Anordnung nach Abb,. i sind die Üffnungskontakte i bis 6- sowie der Kontakt 9, i o im Ruhezustand geschlossen, und nur die Kontakte 7, 8 und i o, i i sind geöffnet. Demzufolge erhält das Zählwerk dauernd Ruhestrom, der negative Pol der Heizstromquelle ist ständig mit der einen Belegung des, Gitterkondensators Cl zusammengeschaltet: und über den Kontakt 3, ¢ mit dem urisolierten, geerdeten Pol des zu messenden Widerstandes D verbunden; die eine Belegung des Verriegelungskondensators C2 erhält aus der bei E entsprechend -eingestellten Anodenbatterile! über den Kontakt 5, 6 eine positive Rufladung, während die andere Belegung über den Kontakt i o, 9 mit der Heizbatterie des Glühfadeüs der Elektränenrähre verbunden ist, Wird die Heiz- und Anodenbatterie eingeschaltet, dann entsteht ein Anodenstromstoß in der Röhre, der zur Folge hat, daß das Relais R1 angezogen wird und den Kontakt A schließt; dadurch wird auch das Relais R2 angezogen, das die Kontakte i, 2, 3, 4, 5, 6 und @9., 1 o öffnet und die Kontakte 7, 8 und i q, i i schließt. Hierdurch wird zunächst der eine Pol des zu messenden hohen Widerstandes D bei Kontakt 4 und der aus der Anodenbatterie über E und die Kontakte 5, 6 und 9, io aufgeladene Verriegelungskondensafor C2 beidpolig abgeschaltet und dessen negativ aufgeladene Bewegung über den Kontakt io, i i am den Gitterpol des Kondensators Cl gelegt, während die positiv aufgeladene Belegung über den Kontakt 7,8 an die Kathode angelegt und solcherart die Röhre verriegelt wird.
  • Der Ruhestrom des Zählwerkes wird bei dem Kontakt i, z unterbrochen, wodurch das Zählwerk beispielsweise um einen Zahn weitergerückt wird. Dadurch, daß wähnend der Rufladung des Kondensators Cl aus dem> Kondensator C2 der Kontakt 4, 3 unterbrochen ist, wird der Gitterkondensator Cl, unbekümmert um die Größe des zu messenden hohen Widerstandes- (oder der Kapazität) D immer auf den vollen Spannungswert aufgeladen. Bezeichnet V2 die kleinere Spannung am Kondensator Cl, während V1 die ursprüngliche höhere Spannung bezeichnet, dann gilt bekanntlich wobei e die Basis der natürlichen Logarithmen, t die Entladungszeit, R der zu messende Widerstand und C die Kapazität des Gitterkondensators Cl ist. Falls der zu messende Widerstand, wie bisher üblich, dauernd an dem Kondensator Cl liegt, würde sich V1 nach Maßgabe des Widerstandes R ändern, was zur Folge hätte, daß die Beziehung zwischen den periodischen Stromimpulsen und dem zu messenden Widerstand nach einer logarithmischen Kurve verläuft.
  • Erfindungsgemäß wird aber der Gitterkondensator immer nur bei abgeschaltetem Widerstand, daher stets auf den nämlichen Spannungswert aufgeladen. Es gilt daher aus der obigen Formel woraus hervorgeht, daß die Entladezeit t eine rein lineare Funktion von R geworden ist.
  • Dadurch, daß im Anodenkreis der Röhre ein Relais R1 nur mit einem einzigen Kontakte -A enthalten ist, während, wie vorstehend- beschrieben, alle übrigen Kontaktumschaltungen in das kräftiger dimensionierte Relais ,f22 verlegt sind, ist eine möglichst große Betriebssicherheit der ganzen Anordnung gewährleistet.
  • Die Röhre V kann z. B., um uner@vünschte Iönenbildungen in derselben auszuschließen, auch zwei Gitterenthalten und infolgedessen zweckmäßig nur mit 7 Volt Anodenspannung versorgt werden. Eine beispiAsweise Ausführungsform einer solchen Schaltung für Ein- bzw. Zweigitterröhren zeigt Abb. z, die sich von Abb. i im wesentlichen nur dadurch unterscheidet, daß die Verriegelung des Gitters nicht über den Verriegelungskondensator C2 durch die Spannung der Anodenbatterie, sondern durch den beim Öffnen des Kontaktes A entstehenden Selbstinduktionsspannungsstoß des Relais R2 und zweckmäßig über das Potentiometer P erfolgt.
  • Wie bei der Schaltung nach Abb. i, muß auch hier zuerst der Kontakt A durch das Relais R1 und der Kontakt 4, 5 durch das Relais R2 geöffnet und dann erst der Kontakt 3, 4 geschlossen werden, so daß der Widerstand D während des Aufladens des Kondensators Cl abgeschaltet ist. Die übrige Wirkungsweise .entspricht der in Abb. i dargestellten Anordnung.
  • Die hier beschriebene Erfindung in einer Anordnung, die wirksam in Blei und Eisen abgeschirmt ist, hat sich beispielsweise auch zur Messung und Aufschreibüng von Röntgendosismengen als besonders günstig erwiesen.
  • Abb. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform zur betriebssicheren Betätigung der Anordnung, bei der das Relais unmittelbar im Anodenkreis erspart wird. Die an sich bekannte Eigenschaft einer Glimmröhre G bzw. Edelgassicherung mit Alkali und einem Edelgase u. dgl. nur oberhalb einer bestimmten Zündspannung stromleitend zu sein, wird hier benutzt. Eine solche Glimmröhre G wird zwischen Punkte möglichst großen induktiven Spannungsabfalles, beispielsweise an den Transformator C, geschaltet und schließt die Batterie B. und das Relais U1 übler den Transformator T, so oft durch den Stromstoß dieser Transformator eine Spannung aufweist, die oberhalb. der Zündspannung der Glimmröhre G liegt. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß ein hochempfindliches und daher nicht immer betriebssicheres Relais im Anodenkreis der Verstärkerröhre vermieden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Messung sehr hoher Widerstände nach Patent 371 061, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung des Gitterkondensators einer Elektronenröhre durch einen besonderen Kondensator geschieht, der mit der vollen oder verringerten Spannung der vorhandenen Anodenbatterie periodisch aufgeladen wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektronenröhre nur periodisch und kurzzeitig unter Strom gesetzt wird, derart, daß das längste Zeitintervall zwischen diesen Stromimpulsen bzw. Einschaltezeiten gleich oder kleiner ist, als der infolge des Stromabflusses über den zu messenden hohen Widerstand betragende Zeitraum ausmacht. 3. Verfahren zur Messung s°hr hoher Widerstände nach Patent 371 o61, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verriegelung des Gitterkondensators .eine durch einen Selbstinduktionsstoß erzeugte Augenblicksspannung dient, die bei Betätigung der Kontakte in einem Relais entsteht, das von der vorhandenen Anodenbatterie gespeist wird. 4. Einrichtung zur Ausübung der Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei Stellen möglichst großen induktiven SpannungSabfalles derselben eine Glimmröhre, vorzugsweise eine Edelgassicherung oder sonst eine VorxIchtung, die Edelgas und eine Kathode zweckmäßig mit Erdalkali enthält, mit eitler besonderen Stromquelle zur Betätigung eines Relais derart geschaltet ist, daß diese Glimmröhre bei Erreichung oder Überschreitung der Zündspannung stromleitend ist und das Relais zum Ansprechen bringt. 5. Einrichtung zur Ausübung der Verfahren nach den Ansprüchen r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitung von dem zu messenden Widerstand zum Gitterkondensator und dieser selbst mit den angeschlossenen Teilen der Schaltung zum Schutze gegen magnetische Störungen durch Hochfrequenzerzeuger eisengepanzert sind. 6. Einrichtung= zur Ausübung der Verfahren nach den Ansprüchen r .bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zu prüfende Widerstand parallel zum Verriegelungskondensatör liegt.
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