DE492193C - Hollaender fuer Papierstoffbereitung - Google Patents

Hollaender fuer Papierstoffbereitung

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DE492193C
DE492193C DEW76070D DEW0076070D DE492193C DE 492193 C DE492193 C DE 492193C DE W76070 D DEW76070 D DE W76070D DE W0076070 D DEW0076070 D DE W0076070D DE 492193 C DE492193 C DE 492193C
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grinding roller
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21DTREATMENT OF THE MATERIALS BEFORE PASSING TO THE PAPER-MAKING MACHINE
    • D21D1/00Methods of beating or refining; Beaters of the Hollander type
    • D21D1/02Methods of beating; Beaters of the Hollander type
    • D21D1/14Beaters with one beater roll and with vertical stuff circulation canal

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description

  • Holländer für Papierstoffbereitung Gegenstand der Erfindung ist ein hauptsächlich für die Herstellung von Papierstöff aus Holzfasern bestimmter Holländer der Gruppe, wo der Trog in der Bewegungsrichtung des Papierstoffes beweglich ist, um den Antrieb des Holländers zu erleichtern, der besonders beim Vermahlen von dickflüssigem Papierstoff durch dessen Reibung gegen die Wände und den Boden des Troges eine beträchtliche Arbeit erfordert.
  • Die Erfindung kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß der Trog als eine die Mahlwalze und das Grundwerk umschließende Trommel mit waagerechter Achse ausgebildet ist. Hierbei kann der Trog entweder durch eine äußere Antriebvorrichtung oder selbsttätig infolge der Bewegung des Papierstoffes bewegt werden, und die Maschine kann sowohl unterbrochen als auch fortlaufend arbeiten.
  • In den Zeichnungen. - sind einige Ausführungsformen der Erfindung schaubildlich dargestellt. Dabei zeigt: Abb. i einen Holländer im Querschnitt nach einer Ausführungsform der Erfindung, Abb. :! denselben Holländer im Längsschnitt, Abb.3 seinen Holländer im Querschnitt nach einer anderen Ausführungsform, Abb. q. diesen Holländer im Längsschnitt, Abb. 5 einen Einzelteil der letzten Ausführungsform in senkrechtem Schnitt, Abb.6 denselben Einzelteil in waagerechtem Schnitt, Abb.7 einen Holländer im Querschnitt nach einer dritten Ausführungsform, Abb.8 einen Einzelteil dazu im Schnitt nach der Schnittlinie A-A in Abb. p, Abb.9 eine weitere Ausführungsform des Holländers für fortlaufende Arbeit im Querschnitt, Abb. i o diesen Holländer im Längsschnitt sowie Abb. i i und i z Einzelteile der letzten Ausführungsform.
  • In allen Abbildungen sind dieselben Bezugszeichen für die gleichen oder entsprechenden Teile gebraucht.
  • In den Zeichnungen bezeichnet i den Trog des Holländers, der sich von den bisher bekanntem Ausführungen der Holländer dadurch unterscheidet, daß er als eine Trommel mit annähernd waagerechter Achse ausgebildet ist. Die Trommel kann in beliebiger Weise gelagert sein, wenn nur die Bedingung erfüllt wird, daß sie um ihre Achse drehbar ist. In den in Abb. i, a, 9, 1o veranschaulichten Ausführungsformen ist die Trommel auf Rollen z gelagert, deren Tragböcke auf dem Fußboden oder auf beliebigen Fundamenten ruhen, wobei der- Trommelmantel mit Schienen oder anderen zweckmäßigen Versteifungen um seine Außenfläche versehen werden kann. In Abb. rh sind die beiden Seitenböden 3 2 der Trommel mit zentralen Hohlzapfen 320 verhältnismäßig großen inneren Durchmessers und mit auf Lagerböcken 2io angebrachten Rollenlagern zum Tragen der Trommel versehen. Ähnliche Vorrichtungen. gehören auch zu den Ausführungsformen in Abb.3 und 7. Diese Einzelteile sind dort jedoch nicht gezeigt, um clie Anhäufung von Linien zu vermeiden.
  • In der drehbaren Trommel i ist eine Mahlwalze 3 mit im wesentlichen denselben Eigenschaften wie die Mahlwalze der bekannten üblichen Holländer untergebracht. Einige Abänderungen diesen gegenüber sind im folgenden näher beschrieben. Die Walze 3 sitzt auf einer waagerechten Welle 4, die an den Enden von Lagern 5 getragen wird, die in beliebiger Weise unterstützt sein können.. Die Welle 4 ist mit einer Riemenscheibe zum Drehen der Mahlwalze 3 versehen.
  • Unter der Mahlwalze 3 liegt das Grundwerk 7. Dieses Grundwerk kann in derselben Weise wie bei den gewöhnlichen Holländern ausgeführt sein, ist aber in der Ausführungsform nach Abb. 9 und io, wie später beschrieben, etwas abgeändert. Das Grundwerk,7 muß im Verhältnis zu der Walze 3 derart angebracht sein, daß der Zwischenraum 9 zwischen dem Grundwerk und der Walze je nach dem Grade der Stoffbearbeitung einreguliert werden kann. In Abb. 1, 2, 3, 4 und 7 ist diese regulierbare Vorrichtung dadurch veranschaulicht, daß das Grundwerk 7 unbeweglich von den Säulen 2 io unterstützt wird und die Lager 5 der Mahlwalze 3 an zwei Hebeln 34 angebracht sind, deren. eines Ende drehbar auf einer Säule 34o liegt und deren entgegengesetztes Ende von einem Drahtseil. 354 o. dgl. getragen wird, das um eine Seilscheibe 351 verlegt und an dem freien Ende mit eirein Gegengewicht 35 belastet ist. Die Seilscheibe 35i kann vermittels einer Kurbel 353 und Zahnräder 352 gedreht werden. Eine Säule 35o trägt die Seilscheibe 35i und Zahnradiibertragung 352 und folglich auch die entsprechenden Enden des Hebels 34 und die Mahlwalze 3. Bein Drehen der Seilscheibe 351 mittels der Kurbel 353 kann. die Walze 3 im Verhältnis zu dem Grundwerk 7 für die Einstellung des Zwischenraumes q nach Bedarf heruntergelassen oderemporgehoben werden.
  • In Abb. i ist das Ablaufende 8 des Grundwerkes 7 bis zu einer -gewissen Höhe über dem Einlaufende io hochgehoben und die Spalte 9 zwischen der Mahlwalze und dem Grundwerk gegen das Ende 8 etwas erweitert. In derselben Abbildung sowie in Abb. ä und 7 liegt die Walzenwelle 4 annähernd in der Achsenlinie der Trommel i, in den Abb. 3, 4, 9 und io dagegen exzentnsch zu der Achsenlinie der Trommel. Öffnungen zwischen der Welle 4 und dem Hohlzapfen 320 erlauben die Zuführung des zu bearbeitenden Papierstoffes in die Trommel, wobei in Abb. 2 ein Trichter 15 für diesen Zweck gezeigt ist.
  • In den Abb. 3 und 7 ist ein abnehmbarer Deckel 13 in dem Mantel der Trommel i für die Beschickung gezeigt und in den Abb. i, 2, 3, 4 und 7 an anderer Stelle des Mantels ein zweiter abnehmbarer Deckel 14 für das Ablassen des fertiggemachten Erzeugnisses angedeutet, das durch den Ablauf i 4o im Fußboden abgeleitet wird.
  • In. Abb.9 und io sind die Seitenböden 32 durch schmale Flanschen 32d ohne Hohlzapfen 32o ersetzt, so daß die größeren Teile i', i" der Seitenböden offen sind, um den freien Zugang des Stoffes zur und den Abgang aus der Trommel zu ermöglichen, wobei der Zugang durch ein Rohr 15o in. der Nähe des Bodens der Trommel an der linken Seitenöffnung i; und der Ablauf durch ein Rohr i 5 i an der rechten Seitenöffnung, i" etwas über dem. Böden der Trommel erhöht stattfinden kann, wie im folgenden ausführlicher beschrieben wird.
  • In Abb. 4 ist eine Riemenscheibe 33 auf dem einen Hohlzapfen 32o zum Drehen der Trommel i gezeigt, und es können gleichartige Vorrichtungen auch für die übrigen Ausführungsformen angeordnet werden. Beispielsweise können in Abb. 9 und io die zwei Rollen 2 an der einen Seite der Trommel i auf einer gemeinsamen Welle 331 angebracht werden, welche .an dem dinen Ende mit einer Riemenscheibe 330 versehen. ist, die durch einen Riemen vom einem Motor angetrieben werden kann und dadurch :die Trommel i im selben Sinne wie die Mahlwalze 3 dreht.
  • In Abb. 3 und 4 ist die Wand der Trommel i in der Nähe der Seitenböden 32 innen mit Reihen von Schaufeln 16 versehen. An dem Einlaßende f o des Zwischenraumes 19 mündet ein Trichter 17, der ein Zuführungsgefäß für den Papierstoff bildet, der mittels der Schaufeln 16 emporgehoben und 'in den Trichter 17 befördert wird. Ein Schieber 25 im unteren Teil des Trichters 17 kann die Ausflußmenge aus dem Trichter in den Zwischenraum 9 einstellen und dadurch die Flüssigkeitssäule des Stoffes 26 im Trichter 1!7 regeln. Der Trichter 17 ist mit Leitblechen 18 versehen, so daß der Päpierstoff von den zwei entgegengesetzten Seiten der Trommel i mittels .der Schaufeln 16 in dar Mitte auf die Mahlwalze abgegeben und dadurch gut gemischt wird. Diese Durchmischung kann noch besser mit Hilfe der in Abb. 5 und 6 gezeigten Vorrichtung durchgeführt werden, worin die Leitbleche 18 durch zwei schräge Kanäle 22 ersetzt sind, die einander kreuzen und je an einer Tasche 21 im Oberteil des Trichters 17 sitzen, so daß, der von der linken Seite der Trommel i kommende Papierstoff an dem rechten Teil der Mahlwalze 3 gespeist wird, und umgekehrt.
  • In Abb. 7 und 8 sind die Schaufeln 16 und der Trichter 17 durch Leitbleche 17' und 17" ersetzt, von welchen das erstere unweit der Mantelwand in einer gewissen Entfernung vom höchsten Punkt der Trommel i mit einem gegen die Stromrichtung umgebördelten, schneideähnlichen Rand 3o beginnt und sich quer über die Trommel oberhalb der Walze 3 fortsetzt, um weiter unten unweit der Mantelwand zu enden, während das andere Leitblech i.7" ganz wie das erstgenannte mit einem umgebördelten schneideähnlichen Rand ;1 unweit des Mantels und etwas unterhalb des Randes 3o des Leitbleches 17' anfängt und bis zum Einlaufende i o der Spalte g unterhalb der Walze 3 verläuft. Der Rand 30 ist etwas weiter von der Mantelwand entfernt als der Rand 31 aus dem im folgenden erörterten Grunde. Aus dem Ablaufende des Grundwerkes 7 ragt ein anderes Leitblech 29 Heraus, das eine Leitkurve bildet und unterhalb des Endes des Leitbleches 17' endet. Keines der Leitbleche 17', 17" und 29 macht die Drehung der Trommel i mit, sie sind vielmehr mit Hilfe zweckmäßiger, - in dein Zeichnungen nicht dargestellter Vorrichtungen. unbeweglich festgehalten, deren Ausführung selbstverständlich ist. Ähnliche Leitbleche 17', 17" und 29 sind in den Abb. 9 und io vorgesehen, die sich jedoch von den obenerwähnten unterscheiden, wie im folgenden näher beschrieben werden soll.
  • Die Wirkungsweise der Apparate wird in derselben Reihenfolge, wie die Ausführungsformen in den Abbildungen vorkommen, beschrieben. In Abb. i und 2 hat die Trommel i keine besondere l'--ntriiebsvorrichtung und ist zentrisch zu der Mahlwalze 3 angeordnet, die mittels eines Ri2inens und der Riemenscheibe 6 von irgendeüi,-m Motor getrieben wird.
  • Nachdem der Papierstoff durch passenden Wasserzusatz flüssig in die Trommel i durch den Trichter 15 in einer Höhe bis zur Unterkante der Mahlwalze 3 eingelassen ist, wobei gegebenenfalls der Deckel 14 vorher geschlossen werden muß, wird die Mahlwalze in dem Sinne in Drehung versetzt, wie der Pfeil in Abb. i zeigt. Dadurch wird der Papierstoff in die Spalte 9 zwischen die Walze und das Grundwerk hineingebracht, wie es bei den Holländern üblicher Bauform bekannt ist, wobei er etwas über die normale Flüssigkeitsoberfläche infolge des erhöhten Grundwerkendes 8 steigt. Diese Hebung der Flüssigkeit an der hinteren Seite der Mahlwalze ruft eine Kraft hervor, die genügt, um die Papierstoffflüssigkeit rückwärts zum Eintrittsende i o des Zwischenraumes (D zu treiben, wie der Pfeil in dem unteren Teil der Abb. i zeigt. Durch die Reibung zwischen dem Papierstoff und dem Mantel der Trommel i nimmt die Trommel, deren Drehung durch die Rollen 2 erleichtert wird, an der Bewegung des Stoffes im Sinne des letztgenannten Pfeiles teil, d. h. entgegengesetzt zur Drehung der Mahlwalze 3.
  • In der in Abb.3 und 4 gezeigten Ausführungsform wird die Trommel i von einem Motor mittels :eines Riemens auf der Riemenscheibe 33 angetrieben, wobei ihre Drehrichtung durch einen Pfeil an der linken Seite in Abb.3 angegeben ist, während die Mahlwalze 3, wie schon erwähnt, sich im entgegengesetzten Sinne dreht, wie durch den Pfeil oberhalb der Walze 3 in Abb. 3 angedeutet ist. Die Drehung der Trommel bewirkt, daß die Schaufeln 16 Teilmengen des Papierstoffes vom Boden der Trommel auffangen und nach oben bringen, um sie in den Trichter 17 bzw. in die in Abb. 5 und 6 gezeigten Taschen a i abzugeben.- Von diesem Trichter bzw. Taschen gelangt der Papierstoff bei i o in den Zwischenraum 9 zwischen der Mahlwalze und dem Grundwerk und wird dabei in bekannter Weise bearbeitet und danach in den Hauptraum der Trommel auf der Hinterseite der Walze ausgelassen. Die Vorteile dieser Ausführungsform liegen darin, daß ;einerseits die Flüssigkeitssäule 26 im Trichter den statischen Druck erhöht und folglich die Geschwindigkeit des Stoffes beim Durchgang zwischen der Walze und dem Grundwerk vermehrt, wodurch die Leistung der Maschine vergrößert wird, während andererseits die schiefen Leitbleche 18 bzw. die schiefen und einander kreuzend-en Kanäle a2 eine besonders gute Wirkung hinsichtlich der Mischung des Papierstoffes haben, wodurch ebenfalls die Leistung der Maschine erhöht wird.
  • In Abb. 7 und 8 sind die Mahlwalze 3 und die Trommel i im selben Sinne angetrieben. Die Drehgeschwindigkeit der Trommel ist untrer Berücksichtigung der Konzentration und des spezifischen Gewichtes der Papierstoffflüssigkeit derart :eingestellt, daß der Papierstoff im Beharrungszustand eine ziemlich dünne Schicht 27 um die Mantelfläche der Trommel unter Ausscheidung von Wasser infolge der Zentrifugalkraft, bildet. Dabei entsteht eine andere Schicht 28 aus verhältnismäßig reinem Wasser innerhalb der schwereren Papierstoffschicht 27. Die Leitbleche 17', 17" sind so angebracht, daß der umgebördelte Rand 3o des Leitbleches 17' die reine Wasserschicht 28 auffängt und das Wasser rückwärts quer über die Trommel leitet, so daß es gerade dort abgelassen wird, wohin der Papierstoff, von dem gebördelten Rand 31 des anderen Leitbleches 17" aufgefangen, mit Hilfe des Leitbleches 29 nach dem Durchgang durch den Zwischenraum 9 zwischen der Mahlwalze 3 und dem Grundwerk 7 geleitet wird.
  • Aus Äbb.8 ist zu ersehen, daß das Leitblech 'Y' etwas schmaler als die Trommel i ist, so daß es nur in den mittleren Teil 27' der Papierstoffschycht 29 hineingreift, während das andere Leitblech 17' im wesentlichen, dieselbe Bir*e wie die Trommel i hat. Eine Mischung des Stoffes wird folgUch an den Ablaufenden der Leitbleche 17' und 29 erreicht. Es ist vorteilhaft, die Leitbleche, 17' und 17" einstellbar auszuführen, so daß ihre Eintauchtiefe in die Schichten 27 und 28 nach der Konzentration der Schichten verändert werden kann, wovon der gute Erfolg der Arbeit abhängig ist.
  • Die beschriebenen Ausführungsformen des Holländers müssen zum Stillstand gebracht werden, sobald ,der Papierstoff fertig ist, damit der Stoff nach Abnehmen des Deckels i q. in den Ablauf 14o abgelassen und eine neue Füal.ung ;eingebracht werden kann.
  • Die in Abb. 9 bis 12 veranschaulichte Ausführungsform hat im Gegensatz dazu leine ununterbrochene Arbeitsweise und braucht weder für die Füllung noch für das Ablassen zum Stillstand gebracht werden. Der zu bearbeitende Papierstoff strömt durch das verhältnismäßig enge Rohr i 5o an der linken Seite unweit des Bodens in die Trommel ein, wobei der Stoffstrom während der Drehung der 'Trommel ununterbrochen bleibt. Es ist zweckmäßig, die Trommel i mit der Mahlwalze 3 und dem Grundwerk 7 verhältnismäßig länger als in den vorher beschriebenen. Ausführungsformen zu machen, wobei die arbeitenden Teile der Mahlwalze und des Grundwerkes an verschiedenen Stellen der Länge entlang verschieden ygebaut sind.. Dies hat den Zweck, den Stoff beim Durchgang zwischen der Walm und dem Grundwerk in verschiedener Weise zu bearbeiten, und zwar derart, daß auf dem ersten Teil der Walze und des Grundwerkes die vorbereitende Behandlung des Stoffes stattfindet und auf den übrigen Teilen der Länge die weitere Behandlung in steigendem Grade erfolgt., Für diesen Zweck ist die Mahlwalze 3 in festen Lagern 5 angebracht, während das Grundwerk 7 in eine Mehrzahl von Stufen unterteilt ist.
  • In der Zeichnung. Sind vier solche Stufen angegeben und mit 7a, 7b, 7c bzw. 7(l bezeichnet (Abb. 12). Jede dieser Stufen wird von einer unabhängigen Einstellvorrichtung getragen, die in beliebiger Weise ausgeführt werden kann und in der Zeichnung mischt gezeigt ist, weil sie nicht zur Erfindung gehört. Die Einstellvorrichtungen müssen aber so ausgeführt sein, daß jede Stufe des Grundwerkes 7 in ihrer Stellung der Mahlwalze gegenüber und unabhängig von den übrigen Stufen nachgestellt werden kann..
  • Eine weitere Anordnung für denselben Zweck besteht darin, daß die Maschine so ausgeführt ist,. daß der Papierstoff durch das Rohr i 5o in Form eines verhältnismäßig engen Strahles eintritt, der vom Einlauf-,ende i' bis Ablaufende i" der Trommel i an dem Mantel entlang einen einer Schraublinie ähnlichen Weg macht, wobei der Papierstoff bei jeder Umdrehung die Mahlwalze und das Grundwerk im wesentlichen unter Beibehaltung der engen Strahlform passiert. Durch diese Vorrichtung muß jeder Teil des Papierstoffes alle ;die verschiedenen Stufen des Grundwerkes und der Mahlwalze durchlaufen, und sämtliche Stoffteile werden in einer und derselben Maschine sehr gründlich ununterbrochen bearbeitet. Die stclrraubeiiförmige Bewegung des Stoffes wird dadurch erreicht, da,ß das Leitblech 2.9 an der Ablaßseitie des Grundwerkes enge Rinnen aufweist, jede Rinne von etwa derselben Breite wie der vom Eintrittsrohr i5o austretende Stoffstrahl. Die Rinnen liegen schief zur senkrechten mittleren Schnittfläche der Maschine, derart, daß das Ablaufende jeder Rinne des Grundwerkes etwa in die Ebene des Einlaufendes der nächstliegenden Rinne zu liegen kommt. Die großen Seitenöffnungen i', i" der Trommel i bewirken, daß nur eine verhältnismäßig dünne Papierstoffschicht in der Trommel, d. h. nicht tiefer wie die Breite der Flanscheu 32a, vorhanden sein kann. Beim Drehen nimmt die Trommel i diese Schlicht unter dem Einfluß der Reibung zwischen dem Mantel und dem Papierstoff mit, wobei die Stoffschicht aus den engen einzelnen Strahlern gebildet wird, welche aus den schiefen Rinnen des Leitbleches 29 heraustrefiena Weil aber keine Scheidewände an dem Mantel vorhanden sind, fließen die Strahlen etwas ineinander, was jedoch in bezug auf die Gesamtwirkung der Reibung und der Zentrifugalkraft praktisch ohne Bedeutung ist.
  • Besser auseinandergehalten werden aber die Stoffstrahlen, wenn der Mantel mit niedrigen Flanschen oder Ringscheiben 171, wie 'm Abbp i i angedeutet, versehen ist, wodurch Rinnen 170 derselben Breite wie die Rinnen des Leitbleches 2i9 gebildet werden. Es ist nicht notwendig, daß die Rinnen 170 schief verlegt sind, sondern sie können parallel zu der radialen Quersehnittsflä:che der Trommel i ausgeführt sein.
  • Die letzte Rinne des Leitbleches 29 steht in Verbindung mit dem Ablaufröhr 151, Leitbleche 17', 17" mit im wesentlichen denselben Eigenschaften wie die entsprechenden Leitbleche in Abb.7 sind vorgesehen, wovon das obere Leitblech 17' in ein Sammelgefäß 172 mündet, welches an der Ablaufseite der Trommel i mit einem Ablauf 173 versehen ist. Das Leitblech 1T greift in die Wasserschicht 28 am Mantel der Trommel ein und leitet das aufgefangene Wasser in das Gefäß 172 herüber, von wo das Wasser entweder in die Trommel i zurückgeführt oder durch das Rohr 173 abgeleitet werden kann, falls im letzten Falle eine höhere Konzentration des Stoffes erwünscht wird. Das Leitblech 17" greift in die Stoffschicht 27 ein und leitet diese in den Zwischenraum g zwischen der Mahlwalze und dem Grundwerk abt Die arbeitenden Teile der Mahlwalze 3 und des Grundwerkes an der ersten Stufe 7a mögen nach hinten gerichtet sein, um sanfter auf den Papierstoff einzuwirken. Die arbeitenden Teile der nächsten Stufe der Mahlwalze und des Grundwerkes sind für wirksamere Arbeiten eingerichtet, und die letzte Stufe für noch schärfere Bearbeitung 'des Stoffes. Der durch das Einlaßrohr i 5o am linken Ende der Trommel i zugeführte Papierstoff verläßt deshalb die Trommel am rechten Ende durch das Ablaßrohr z 5 i nach einer außerordentlich durchgreifenden Bearbeitung von dem mildesten bis zu dem schärfsten Grade. Der Holländer kann während des ganzen Arbeitstages ununterbrochen. arbeiten, ohne wegen des Einfüllens oder Ablassens des Stoffes zum Stillstand .gebracht werden zu müssen, und der Papierstoff kann in ein und demselben Holländer fertigbearbeitet werden, wodurch wesentliche Kosteen und Arbeit erspart werden.
  • Bauliche Veränderungen können selbstredend vorgenommen werden, ohne daß die Grundgedanken der Erfindung verlassen werden. So können beispielsweise die Schaufeln in Abb. 3 und q. auf einem besonderen Gerüst angebracht sein, das drehbar ist, wobei die Trommel i entweder unabhängig davon drehbar oder stillstehend angeordnet sein kann. In manchen Fällen ist es auch vorteilhaft, der Trommel i des dauernd arbeitenden Holländers eine Kegelform oder -eine solche Gestaltung zu geben, daß die Mantelerzeugende eine krumme oder !gebrochenee Linie bildet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i; Holländer für Papierstöffb
    tung, dadurch gekennzeichnet, daß die Mahlwalze und dass Grundwerk von dein als eine um eine waagerechte Achse drehbare Trommel (i) ausgebildeten Troge umschlossen sind, 2. Holländer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen der Trommel (i) und der Mahlwalze (3) im wesentlichen parallel sind. 3., Holländer nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (i) gegenüber der Mahlwalze (3) drehbar ist. q.. Holländer nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ohne besondere Antriebsvorrichtungen versehene Trommel. (i) ihre Drehbewegung dadurch erhält, daß der Schwerpunkt des Inhalts infolge der Bewegung der Mahlwalze exzentrisch zur Drehachse verlegt wird und dadurch die Trommel (i) einseitig belastet. 5. Holländer nach Ansprüchen z bis 3 mit Mitnehmern oder Schaufeln. zum Empoxtheben des Papierstoffes über den in der Trommel vorhandenen natürlichen Flüssigkeitsspiegel, dadurch gekennzeichnet, daß ein vor der Mahlwalze (3) angeordneter, ungefähr trichterförmiger Leitapparat (17) an sich bekannter Art in seinem verengten Ablauf (i o) mit einer Reguliervorrichtung (25) versehen ist. 6. Holländer nach Anspruch q., gekennzeichnet durch eine an sich bekannte erhöhte Schwelle (8) des Grundwerkes (7) hinter der Mahlwalze (3), zum Zweck, das für die selbsttätige Drehung der Trommel erforderliche Drehmoment zu schaffen. 7. Holländer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeln (16) in zwei konaxialen Kreisen an beiden Seitenböden (32) der Trommel (i) angeordnet sind, den Mittelteil der Trommel frei lassend, und daß die Einfüllöffnung des Trichters (17) mit Leitblechen (18) versehen ist, die in an sich bekannter Weise seitwärts gerichtet sind, um den von den Schaufelkreisen in den Trichter (17) geschütteten Papierstoff abzulenken und dadurch besser zu mischen. B. Holländer nach Ansprüchen i bis 3, gekennzeichnet durch ein Leitblech (17"), welches in gewünschter Tiefe in die Papierstoffschicht (27) hineingreift, die bei gewisser Drehgeschwindigkeit der durch äußere Kraft angetriebenen Trommel (i) an deren Mantel entsteht, und den dadurch aufgefangenen - Stoff zum Grundwerk (7) leitet. g. Holländer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Leitblech (17") noch ein Leitblech (17') angebracht ist zum Auffangen der verhältnismäßig reinen Wasserschicht (28), die sich innerhalb der schwereren Papierstoffschicht (27) bildet. io. Holländer nach Ansprüchen 8 und g, gekennzeichnet durch ein Leitblech (29) hinter dem Grundwerk (7), um den vorn der Mahlwalze gelangten Papierstoff zu verteilen. i i. Holländer nach Ansprüchen 8 bis i o, dadurch gekennzeichnet, daß.dashinter dem Grundwerk angeordnete Leitbladh (2, 9) und unter Umständen. auch das stoffabliebende Leitblech (17") mit verhältnismäßig .engen Rinnen versehen sind, die gegen die senkrechte mittlere Schnittfläche der Mahlwalze derart schräg verlaufen, daß der wegen der Einwirkung der Reibungs- und Zentrifugafkräfte an der Drehung teilnehmende Papierstoff veranla.ßt wird, zwischen der Mahlwalze (3) und dem Grundwerk (7) in Farm enger Strahlen durchzugehen, die dank der schrägen Stellen der Rinnen schrittweise und annähernd schraubenformähnlich von dem einen Ende der Mahlwalze (3) bis zum andern versetzt werden. 12. Holländer nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß. die Trommel (i) an der inneren Mantelfläche mit niedrigen Flanschen oder Ringscheiben (171) in solchen Entfernungen voneinander versehen ist, daß die rinnenförmigen Zwischenräume (17o) zwischen den Flanschen (171) in Breite, Anzahl und axialer Lage den Rinnen des Leitbleches (29) entsprechen, zum Zweck, den Stoff in seiner Bewegung von der Ablaßseite zu der Zu-1aßsseite des Grundwerkes zu leiten und dadurch die Mischurig der in verschiedenem Grade behandelten Papierstoffstrahlen zu vermeiden. 13. Holländer nach Ansprüchen i i und 12, der an dem eineu Ende der Ivfahlwahe mit einem Zuflußrohr für den Zulaß frischen, unbearbeiteten Papierstoffes versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Zuflußrohres (i 5o)_ der Breite der im Leitblech (29) vorgesehenen Rinnen bzw. der Breite der Zwischenräume (17o) angepaßt ist, so daB dem Papierstoff beim Eintritt in den Holländer sogleich die beabsichtigte Strahlform gegeben wird. 14. Holländer nach Anspruch i i, dadurch. gekennzeichnet, da.ß die Lage der Drehachse der Mahlwalze (3) gegenüber der Drehachse der Trommel (i) unveränderlich ist, während die Stufen (7a, 7b, 7`) des Grundwerkes (7) gegenüber der Mahlwalze je für sich unabhängig voneinander verstellt werden können. 15. Ausführungsform des Holländers nach Anspruch i i, dadurch gekennzieichnet, -daß die Auslaßseite (i") der Trommel (i) größeren Durchmesser hat als die Eintrittsseite (1') und die Erzeugende des Mantels beliebige Form, z. B. die einer geraden, krummen oder.gebrochenienLinie, haben kann, um. die schraubenförmige Bewegung des Mahlstoffes nach der Auslaßseite hin zu erleichtern, wobei die Rinne des Leitbleches -_(29) unter Umständen weggelassen werden kann. 16. Abänderung des Holländers nach Ansprüchen i und 5, dadurch gekennzeichnet, da.ß die Trommel (i) stillstehend ist und die Schaufeln (16) um die Achse der Mahlwalze (3) drehbar sind.
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