DE493100C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung aktiver Kohle aus Holz - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung aktiver Kohle aus Holz

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DE493100C
DE493100C DEW73982D DEW0073982D DE493100C DE 493100 C DE493100 C DE 493100C DE W73982 D DEW73982 D DE W73982D DE W0073982 D DEW0073982 D DE W0073982D DE 493100 C DE493100 C DE 493100C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/342Preparation characterised by non-gaseous activating agents
    • C01B32/348Metallic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung aktiver Kohle aus Holz Die Erfindung betrifft die Herstellung aktiver hohle, z. B. zum Entfärben von Zucker oder zum Absorbieren von Gasen oder Lösungsmitteln. bei der außer einem sehr guten Kohlepräparat auch die nützlichen Destillationsprodukte gewonnen werden. Hierzu wird fein verteiltes, mit Calciumacetat imprägniertes Holz in ununterbrochener Schicht durch eine Retorte geführt und hierbei allmählich und gleichmäßig innrer höher erhitzt, wobei vor seiner Entfernung die Erhitzung bis auf mindestens t ooo° C getrieben wird, die Destillationsdämpfe jedoch bei einer niedrigen Temperatur, die zweckmäßig etwa q.50° C nicht übersteigt, aus der Retorte abgezogen werdet" Es ist sogar günstig, schon bis etwa 25o" C gegen 9o % der Gesamtdestillate abzuziehen und den Rest während der weiteren Steigerung der Temperatur bis auf 36o° C, worauf dann die Temperatur auf iooo° C oder höher gebracht wird.
  • Bei diesem Verfahren gewinnt man nicht nur eine vorzügliche Kohle, sondern auch die durch die Zersetzung des Holzes und des angewandten Calcittmace@ats entstehenden flüchtigen Produkte, wobei -man noch den besonderen Vorteil erreicht, daß an Stelle des im allgemeinen entstehenden, im Destillat unlöslichen Teeres Kreosotöle gewonnen werden; die Destillation wird also ohne die übliche vorgängige Erzeugung von im Destillat unlöslichem Teer ausgeführt. Ferner wird das zur Imprägnierung des Holzes verwendete Cal.ciumacetat unter Bildung von Aceton und höheren Ketonen zersetzt, die zusammen mit den Destillaten- aus dem Holz wieder gewonnen werden, so daß man eine besondere Destillation für die Wiedergewinnung des Acetons nach dem üblichen Verfahren der trockenen Destillation erspart.
  • Bei Ausführung des Verfahrens wird das Imprägnieren in bekannter Weise vorgenommen, indem das Holz, z. B. in Form von Drehspänen, einer wäßrigen Lösung von Calciumacetat ausgesetzt oder zusammen mit dem trockenen Salz gemahlen wird; gewünschtenfalls kann das Imprägnieren durch Erhitzest beschleunigt werden. Das imprägnierte Holz wird. zweckmäßig in noch feuchtem Zustande, nach einer geeigneten Düstillierblase oder Retorte gebracht und durch diese in ununterbrochener Schicht hindurchgeführt, wobei es allmählich und gleichmäßig erhitzt wird und die Destillationsdämpfe bei einer etwa q.50° C nicht übersteigenden Temperatur aus der Retorte entfernt werden. Die Temperatur wirddann entweder in dieser Retorte weiter auf iooof C oder höher erhitzt, oder das Material wird ununterbrochen von der ersten Retorte in eine zweite geleitet, in der es vor seiner Entladung auf mindestens iooo° C gebracht wird. In letzterem Falle kann die erste Retorte auf konstanter Temperatur gehalten werden. Sie kann ferner unter Vermittlung eines flüssigen bzw. geschmolzenen, hitzeübertragenden Mittels durch die Abhitze der zweiten Retorte erhitzt werden; aber auch wenn nur eine Retorte verwendet wird, kann diese unter Vermittlung eines flüssigen bzw. geschmolzenen, hitzeübertragenden Mittels erhitzt werde., damit eine möglichst gleichmäßige Erhitzung bewirkt wird; diesem Zweck dient auch feine Verteilung des Materials.
  • Einen zur Ausführung des Verfahrens geeigneten Apparat zeigt Abb. i im Längsschnitt; Abb. a ist ein Querschnitt nach der Linie A-A der Abb. i und Abb. 3 ein Querschnitt nach der Linie B-B der Abb. i. .
  • Der Apparat enthält zwei waagerechte Destillati:onsblasen a und b, von denen die eine ein wenig oberhalb der andern und hinter dieser angeordnet ist. Die erste Blase a enthält ein Gehäuse, innerhalb dessen zwei Förderorgane c und d angeordnet sind, die mit je einer äußeren Schraubennut von etwas roher Ausführung so versehen sind, daß sie zwei gleichsinnige Schrauben bilden. Die beiden Förderorgane laufen in Lagern und drehen sich in gleicher Richtung, wobei die zugehörigen Schraubenrippen zwischeneinandergreifen und das imprägnierte Material als Schicht von einem am einen Ende der Blase angeordneten Aufgabetrichtere nach dem am andern Ende befindlichen Auslaß t fördern. Dieser Auslaß steht mit dein Gehäuseeinlaß der zweiten Blase b in Verbindung, die ihrerseits mit zwei gleichsinnigen, schraubenförmig genuteten inneren Förderorganeng und h versehen ist.
  • Unterhalb der Blase b ist ein Heizbrenner i angeordnet. In dem Gehäuse k aus feuerfestem Stoff werden die heißen Verbrennungsprodukte erst um die Blase b herum und dann um eine Ummantelung m der Blase a geleitet. Diese Ummantelung enthält ein Gehäuse, das das Gehäuse der Blase a teilweise umgibt, wie Abb.2 zeigt, und geschmolzenes Blei aufzunehmen vermag. Schließlich entweichen die Verbrennungsprodukte durch einen in der Nähe des Aufgabetrichters angeordneten Kamin n.
  • Die Blase a weist zweckmäßig eine größere Länge auf als die Blase b und dient zur Durchführung der ersten Stufe des Verfahrens. Das Destillat verläßt die Retorte zur Rückgewinnung über die Röhre o. Es können auch weitere Röhren zwischen dem Eintrittspunkt und der in Abb. i gezeigten Röhre o vorgesehen sein, damit nach Wunsch verschieden zusammengesetzte :Destillate abgeleitet werden können.
  • Nach seinem Durchgang durch die Blase a wird das Material durch den Auslaß f in die Blaseb eingeführt, die auf hohe Temperatur (über iooo" C) erhitzt ist. Sie wird bei p entleert. Durch irgendwelche bekannten Mittel wird die Oxydation des jetzt aktivierten Kohlenprodukts tunlichst verhindert.
  • Um die erzeugte Kohle von Asche und Calciumcarbonat zu befreien, wird sie mit Essigsäure, Iiolzessig oder Salzsäure und dann mit Wasser gewaschen; darauf wird sie getrocknet.
  • Der Methylalkohol, das Aceton usw., die von der Destillation in der Blasea herrühren, werden auf irgendeine bekannte Weise abgetrennt und gereinigt. Der Holzessig wird zweckmäßig auf Graukalk verarbeitet, der seinerseits zum Imprägnieren einer weiteren Holzmenge verwendet werden kann, die zur Herstellung von aktiver Kohle nach vorliegendem Verfahren .benutzt wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung aktiver Kohle, bei dem fein verteiltes, mit Calciumacetat imprägniertes Holz in ununterbrochener Schicht durch eine Retorte geführt und dabei allmählich und gleichmäßig immer höher bis auf mindestens i ooo° C erhitzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Destillationsdämpfe bei einer niedrigen, zweckmäßig etwa ¢50° C nicht überschreitenden Temperatur aus der Retorte abgezogen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Material ununterbrochen von der Destillationsretorte zu edier zweiten Retorte geleitet wird, in der die Temperatur des Materials auf mindestens iooo° C gebracht wird.
  3. 3. Apparat zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch i; bestehend aus zwei Retorten, durch die das Material ununterbrochen und gleichmäßig hintereinander geleitet wird, wobei die erste Retorte durch ein flüssiges oder geschmolzenes, hitzeübertragendes Mittel mit der Abbitze aus der I-Teizquelle der zweiten Retorte erhitzt wird.
DEW73982D 1926-03-19 1926-10-21 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung aktiver Kohle aus Holz Expired DE493100C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0100601A1 (de) * 1982-07-02 1984-02-15 Sumitomo Heavy Industries, Ltd Verfahren zur Aktivierung von Petrolkoks
WO1992013106A1 (fr) * 1991-01-21 1992-08-06 Amco Anstalt Procede utilisant un produit catalyseur destine a ameliorer le bilan thermique et les gaz du haut-fourneau

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0100601A1 (de) * 1982-07-02 1984-02-15 Sumitomo Heavy Industries, Ltd Verfahren zur Aktivierung von Petrolkoks
WO1992013106A1 (fr) * 1991-01-21 1992-08-06 Amco Anstalt Procede utilisant un produit catalyseur destine a ameliorer le bilan thermique et les gaz du haut-fourneau

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