DE493444C - Rechenmaschine fuer die ballistischen Korrekturen beim Luftfahrzeugabwehrschiessen - Google Patents

Rechenmaschine fuer die ballistischen Korrekturen beim Luftfahrzeugabwehrschiessen

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DE493444C
DE493444C DEH104187D DEH0104187D DE493444C DE 493444 C DE493444 C DE 493444C DE H104187 D DEH104187 D DE H104187D DE H0104187 D DEH0104187 D DE H0104187D DE 493444 C DE493444 C DE 493444C
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Description

  • Rechenmaschine für die ballistischen Korrekturen beim Luftfahrzeugabwehrschießen Bisher sind die ballistischen Korrekturen so ermittelt worden, daß man sie aus einer Versuchsgruppe von Schüssen berechnete oder - hauptsächlich bei der Feldartillerie -aus einem Tabellensystem ablas.
  • Wo man mechanische Geräte benutzte, waren dieselben nur sehr unvollkommen und ungenau.
  • Für das Luftfahrzeugabwehrscliießenkommt eigentlich keines von diesen Verfahren in Betracht; denn diese Korrekturen verändern sich mit der Lage des beweglichen Zieles. und es erscheint als notwendig, sie ununterbrochen mit einer Rechenmaschine zu ermitteln.
  • Diesen Vorteil, die Geistesarbeit zu ersparen und automatisch ztt rechnen. hat die Rechenmaschine nach der Erfindung, die die notwendigen Berichtigungen genau angibt und vom gewöhnlichen Soldaten bedient werden kann. Dabei ist die Rechenmaschine ein mechanisch einfaches Gerät, in dem keine Ungenauigkeit durch den toten Gang der Bestandteile entstehen kann.
  • Die gegebenen Grundangaben sind: b der barometrische Druck. z die atmosphärische Temperatur, a die Anzahl der bisher verfeuerten Schüsse. y die Flughöhe des Zieles, M die Entfernung des Zieles, v, die Anfangsgeschwindigkeit. Die gesuchten Berichtigungen kann man für jede beliebige ballistische oder geometrische Grundangabe herstellen. Die modernen Methoden der äußeren Ballistik ergeben, daß die Berichtigungen sämtlich Funktionen der Veränderungen der Grundangaben des ballistischen Koeffizienten sind und daneben von der Lage des Zielpunktes abhängen.
  • a sei noch die Luftdichte und y die Erhöhung.
  • Durch die Tages- und ballistischen Einflüsse werden die Veränderungen Aa und Apo bewirkt. Die entsprechenden Berichtigungen, z. B. die Erhöhung Ag, oder die der Zielhöhe Ay können in der Form der Produkte geschrieben werden.
  • J4'i = !,P W't (1'I@, Y). @@Pa = @ vo @'a @M@ y) n) @Yi = 1 # f @M. w)# JY2 = VO f2 (M, y) (2) wobei und f die Funktionen der Punktlage des Zieles sind, wenn dieselbe durch die Koordinaten M und y bestimmt ist.
  • Die Gesamtberichtigungen 1.#cpoder 2;,^#y sind dann algebraische Summen der Berichtigungen nach der Gleichung i und Die Funktion J und f kann man durch ein bekanntes Rechenverfahren leicht auswerten und in der Form von Kurvensystemen darstellen. Die Veränderung der Grundangaben L1a und AvD werden folgendermaßen ermittelt: Die Luftdichte ist durch die Gleichung gegeben
    __ o,465 - b (3).
    -f- t
    273
    Weiter folgt:
    .@@ - o -- (4),
    wobei c, die schußtafehnäßige Angabe ist. Die Anfangsgeschwindigkeit vo kann man als eine Funktion der Abnutzung des Rohres, d. h. der Anzahl der verfeuerten Schüsse und der Pulvertemperatur darstellen: VO = a. (a, t) (5)@ wobei a die Anzahl der verfeuerten Schüsse, t die Pulvertemperatur bezeichnet. Die letztere Angabe wird entweder durch Temperaturabmessung in dem Munitionsunterstand genau erhalten, oder man wendet als t die atmosphärische Temperatur an, die vor etwa 5 Stunden gemessen wurde, weil sich die Pulvertemperatur, wie aus der Praxis bekannt ist, um dieses Zeitintervall verspätet. Daraus folgt: wo = von - Zo (6). wobei vot die normale, als Grundangabe der Schußtafel gelegte Anfangsgeschwindigkeit bezeichnet.
  • Die angeführten Gleichungen sind folgenderweise mechanisch dargestellt: Die Gleichungen r oder a, dann 3 sind durch die dreiachsigen kolinearen Nomogramme dargestellt, indem die Hauptachsen durch Bewegungsschrauben und die nomographischen Geraden durch Hebel ersetzt sind. Die entsprechenden Funktionen # und j sind, wie gesagt, in der Form von Kurvensystemen eingeführt, wobei eine von ihren rechtwinkeligen Achsen zum Gebrauche auf der kolinearen Nebenachse eine bestimmte Transformation erleidet. Diese Kurvensysteme sind auf einer gemeinschaftlichen Platte D, angebracht, die sich in der Funktion von r11 bewegt. Die Kurven sind in y (Zielhöhe) bezeichnet. Durch das Drehen der Schraube lt, wird die Mutter ml und mit ihr der Zeiger!, auf der Skala um den gegebenen barometrischen Stand verschoben. Durch das Drehen der Schraube ft_ wird die Mutter m2 so lange verschoben, bis der Hebel p1 auf der Temperaturskala die gegebene Zahl festlegt. Dadurch ist die Mutter m2 um die entsprechende Veränderung Aa im Verhältnis zum Faden v, verschoben worden. Dieser Faden stellt die Nebenachse des weiteren Nomogrammes dar. Die Platte Dl wird um das gegebene M in den Längsnuten drl und dr... verschoben. Durch das Drehen der Schraube h3 wird die Mutter m3 verschoben, wobei der Hebel ,z1 so lange gedreht wird, bis derselbe mit der gegebenen Höhenkurve auf dem Faden. vl zum Schnittpunkt gebracht wird. Dadurch ist auch die an die Mutter % angelenktG Stange- k gis. Abb. 2) um die erste Tei;lbericlitigung verschoben worden. Die Stange h trägt auf der tiberseite die Skala der ganzen Berichtigung.
  • Die Platte D2 trägt das Kurvensystem nach der Gleichung 5. Man verschiebt sie in ihren Nuten und die gegebene Anzahl der verfeuertcai Schüsse. Dann verschiebt man durch Drehen der Schraube h¢ den Zeiger i2 auf die Kurve der gegebenen Pulvertemperatur. Endlich dreht man die Schraube ltä und verschiebt die Mutter m5, bis der Hebel auf den Faden v2 mit der Kurve der gegebenen Zielhöhe zum Schnittpunkt gebracht wird. Dadurch ist die Mutter m5 und weiter der Zeiger i3 um die zweite teilweise Berichtigung verschoben worden. Es leuchtet ein, daß der Zeiger i3 auf der Skala der Stange h die Gesamtberichtigung angibt.
  • Die mechanische Durchführung ist durch den Querschnitt A-B klargemacht.
  • Der Hebel p1 ist einfach, die Hebel w1 und 7r2 sind dagegen gabelförmig. In dieser Gabel bewegt sich die Platte D@l in den Nuten drl und &2. Alle Hebel sind außerdem mit einer Einrichtung zum Beseitigen des toten Ganges der Bolzen in den Hebeln versehen. Die Backe C, die mit der Ausnehtnung irn Hebel die Nut für den Mutterbolzen liefert, ist durch zwei Spiralfedern z, und z2 gegen den Hebel gepreßt und bewegt sich im Verhältnis zu demselben immer in der Achsengeraden.
  • Das Gerät ist noch durch eine Einrichtung g zum Ablesen der Tempierungsberichtigung vervollständigt.
  • Diese Berichtigung kann "-\s geschrieben werden @. - A . EAb (7), wobei A einen Versuchskoeffizienten, Ab die Veränderung des barometrischen Standes und E die Tempierung bezeichnet. Die letzte kann wieder geschrieben werden: a = y (MI y) Die Gleichung 5 ist durch ein kolineares Nomogranwa dargestellt, die Gleichung 6 dagegen durch ein Kurvensystem. Die Platte Dl trägt dasselbe. Der Faden v3 ist die Nebenachse des Nomogrammes. Der Läufer tt verschiebt sich, durch die Stange-, angetrieben mit der Mutter ml um den barometrischen Stand b, also im Verhältnis zum Faden v3 um Ab. Dreht man die Schraube h6, so verschiebt sich die Mutter ms so lange, bis man den Hebel p2 auf dem Faden v3 mit der Kurve der gegebenen Zielhöhe zum Schnittpunkt bringt.
  • Der Zeiger 1r gibt auf der Skala, die auf v angebracht ist, die gewünschte Berichtigung an.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Mechanische Rechenmaschine der ballistischen Berichtigungen, dadurch gekennzeichnet, daß die prrturbierenden Größen, wie Änderung der Luftdichte und der Anfangsgeschwindigkeit, mittels durch Transportschrauben verschilebbarer Schraubenmuttern eingestellt werden, wobei auf den Schraubenmuttern gelagerte Hebel die nomographischen Geraden vorstellen und zum Schnittpunkte mit Kurven gleicher Höhe oder gleicher Zieldistanz auf unterliegenden Fäden gebracht werden.
  2. 2. Mechanische Rechenmaschine der ballistischen Berichtigungen, dadurch gekennzeichnet, daß die ballistischen Kurvensysteme, die zu verschiedenen Einzelberichtigungen gehören, auf einer und derselben verschiebbaren Platte angebracht sind, wobei die Platte um die Zielhöhe oder Zieldistanz verschoben wird.
  3. 3. Mechanische Rechenmaschine der ballistischen Berichtigungen, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den Schraubenmuttern gelagerten Hebel nochmals auf Schraubenmuttern gelagert sind und durch die Verschiebung derselben das Einstellen auf die Schnittpunkte mit den ballistischen Kurven eirfolgt, wobei die zweiten Schraubenmuttern um die bürechnete Einzelberichtigung verschoben werden. ¢. Mechanische Rechenmaschine der ballistischen Berichtigungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftdichtenänderung durch Verschieben einer Schraubenmutter erhalten wird, die einen auf ihr gelagerten Hebel trägt, der auf der gegebenen Temperatur zum Schnittpunkte mit der Temperaturskala gebracht wird, wobei der Hebel nochmals auf einer Schraubenmutter gelagert ist, die um den gegebenen Barometerdruck verschoben worden ist.
DEH104187D 1924-11-10 1925-11-10 Rechenmaschine fuer die ballistischen Korrekturen beim Luftfahrzeugabwehrschiessen Expired DE493444C (de)

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