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Rechenmaschine für die ballistischen Korrekturen beim Luftfahrzeugabwehrschießen
Bisher sind die ballistischen Korrekturen so ermittelt worden, daß man sie aus einer
Versuchsgruppe von Schüssen berechnete oder - hauptsächlich bei der Feldartillerie
-aus einem Tabellensystem ablas.
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Wo man mechanische Geräte benutzte, waren dieselben nur sehr unvollkommen
und ungenau.
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Für das Luftfahrzeugabwehrscliießenkommt eigentlich keines von diesen
Verfahren in Betracht; denn diese Korrekturen verändern sich mit der Lage des beweglichen
Zieles. und es erscheint als notwendig, sie ununterbrochen mit einer Rechenmaschine
zu ermitteln.
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Diesen Vorteil, die Geistesarbeit zu ersparen und automatisch ztt
rechnen. hat die Rechenmaschine nach der Erfindung, die die notwendigen Berichtigungen
genau angibt und vom gewöhnlichen Soldaten bedient werden kann. Dabei ist die Rechenmaschine
ein mechanisch einfaches Gerät, in dem keine Ungenauigkeit durch den toten Gang
der Bestandteile entstehen kann.
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Die gegebenen Grundangaben sind: b der barometrische Druck. z die
atmosphärische Temperatur, a die Anzahl der bisher verfeuerten Schüsse. y die Flughöhe
des Zieles, M die Entfernung des Zieles, v, die Anfangsgeschwindigkeit. Die
gesuchten Berichtigungen kann man für jede beliebige ballistische oder geometrische
Grundangabe herstellen. Die modernen Methoden der äußeren Ballistik ergeben, daß
die Berichtigungen sämtlich Funktionen der Veränderungen der Grundangaben des ballistischen
Koeffizienten sind und daneben von der Lage des Zielpunktes abhängen.
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a sei noch die Luftdichte und y die Erhöhung.
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Durch die Tages- und ballistischen Einflüsse werden die Veränderungen
Aa und Apo bewirkt. Die entsprechenden Berichtigungen, z. B. die Erhöhung Ag, oder
die der Zielhöhe Ay können in der Form der Produkte geschrieben werden.
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J4'i = !,P W't (1'I@, Y). @@Pa = @ vo @'a @M@ y) n) @Yi = 1
# f @M. w)# JY2 = VO f2 (M, y) (2)
wobei und f die Funktionen der Punktlage
des Zieles sind, wenn dieselbe durch die Koordinaten M und y bestimmt ist.
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Die Gesamtberichtigungen 1.#cpoder 2;,^#y sind dann algebraische Summen
der Berichtigungen nach der Gleichung i und Die Funktion J und f kann man durch
ein bekanntes Rechenverfahren leicht auswerten und in der Form von Kurvensystemen
darstellen. Die Veränderung der Grundangaben L1a und AvD werden folgendermaßen ermittelt:
Die
Luftdichte ist durch die Gleichung gegeben
| __ o,465 - b (3). |
| -f- t |
| 273 |
| Weiter folgt: |
| .@@ - o -- (4), |
wobei c, die schußtafehnäßige Angabe ist. Die Anfangsgeschwindigkeit vo kann man
als eine Funktion der Abnutzung des Rohres, d. h. der Anzahl der verfeuerten Schüsse
und der Pulvertemperatur darstellen: VO = a.
(a, t) (5)@ wobei a die Anzahl
der verfeuerten Schüsse, t die Pulvertemperatur bezeichnet. Die letztere Angabe
wird entweder durch Temperaturabmessung in dem Munitionsunterstand genau erhalten,
oder man wendet als t die atmosphärische Temperatur an, die vor etwa 5 Stunden gemessen
wurde, weil sich die Pulvertemperatur, wie aus der Praxis bekannt ist, um dieses
Zeitintervall verspätet. Daraus folgt: wo =
von - Zo (6). wobei vot die normale,
als Grundangabe der Schußtafel gelegte Anfangsgeschwindigkeit bezeichnet.
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Die angeführten Gleichungen sind folgenderweise mechanisch dargestellt:
Die Gleichungen r oder a, dann 3 sind durch die dreiachsigen kolinearen Nomogramme
dargestellt, indem die Hauptachsen durch Bewegungsschrauben und die nomographischen
Geraden durch Hebel ersetzt sind. Die entsprechenden Funktionen # und j sind, wie
gesagt, in der Form von Kurvensystemen eingeführt, wobei eine von ihren rechtwinkeligen
Achsen zum Gebrauche auf der kolinearen Nebenachse eine bestimmte Transformation
erleidet. Diese Kurvensysteme sind auf einer gemeinschaftlichen Platte D, angebracht,
die sich in der Funktion von r11 bewegt. Die Kurven sind in y (Zielhöhe) bezeichnet.
Durch das Drehen der Schraube lt, wird die Mutter ml und mit ihr der Zeiger!, auf
der Skala um den gegebenen barometrischen Stand verschoben. Durch das Drehen der
Schraube ft_ wird die Mutter m2 so lange verschoben, bis der Hebel p1 auf der Temperaturskala
die gegebene Zahl festlegt. Dadurch ist die Mutter m2 um die entsprechende Veränderung
Aa im Verhältnis zum Faden v, verschoben worden. Dieser Faden stellt die Nebenachse
des weiteren Nomogrammes dar. Die Platte Dl wird um das gegebene M in den Längsnuten
drl und dr... verschoben. Durch das Drehen der Schraube h3 wird die Mutter m3 verschoben,
wobei der Hebel ,z1 so lange gedreht wird, bis derselbe mit der gegebenen Höhenkurve
auf dem Faden. vl zum Schnittpunkt gebracht wird. Dadurch ist auch die an die Mutter
% angelenktG Stange- k gis. Abb. 2) um die erste Tei;lbericlitigung verschoben worden.
Die Stange h trägt auf der tiberseite die Skala der ganzen Berichtigung.
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Die Platte D2 trägt das Kurvensystem nach der Gleichung 5. Man verschiebt
sie in ihren Nuten und die gegebene Anzahl der verfeuertcai Schüsse. Dann
verschiebt man durch Drehen der Schraube h¢ den Zeiger i2 auf die Kurve der gegebenen
Pulvertemperatur. Endlich dreht man die Schraube ltä und verschiebt die Mutter
m5, bis der Hebel auf den Faden v2 mit der Kurve der gegebenen Zielhöhe zum
Schnittpunkt gebracht wird. Dadurch ist die Mutter m5 und weiter der Zeiger i3 um
die zweite teilweise Berichtigung verschoben worden. Es leuchtet ein, daß der Zeiger
i3 auf der Skala der Stange h die Gesamtberichtigung angibt.
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Die mechanische Durchführung ist durch den Querschnitt A-B klargemacht.
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Der Hebel p1 ist einfach, die Hebel w1 und 7r2 sind dagegen gabelförmig.
In dieser Gabel bewegt sich die Platte D@l in den Nuten drl und &2. Alle Hebel
sind außerdem mit einer Einrichtung zum Beseitigen des toten Ganges der Bolzen in
den Hebeln versehen. Die Backe C, die mit der Ausnehtnung irn Hebel die Nut für
den Mutterbolzen liefert, ist durch zwei Spiralfedern z, und z2 gegen den Hebel
gepreßt und bewegt sich im Verhältnis zu demselben immer in der Achsengeraden.
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Das Gerät ist noch durch eine Einrichtung g zum Ablesen der Tempierungsberichtigung
vervollständigt.
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Diese Berichtigung kann "-\s geschrieben werden @. - A . EAb
(7), wobei A einen Versuchskoeffizienten, Ab die Veränderung des barometrischen
Standes und E die Tempierung bezeichnet. Die letzte kann wieder geschrieben werden:
a = y (MI y) Die Gleichung 5 ist durch ein kolineares Nomogranwa dargestellt, die
Gleichung 6 dagegen durch ein Kurvensystem. Die Platte Dl trägt dasselbe. Der Faden
v3 ist die Nebenachse des Nomogrammes. Der Läufer tt verschiebt sich, durch die
Stange-, angetrieben mit der Mutter ml um den barometrischen Stand b, also im Verhältnis
zum Faden v3 um Ab. Dreht man die Schraube h6, so verschiebt sich die Mutter ms
so lange, bis man den Hebel p2 auf dem Faden v3 mit der
Kurve der
gegebenen Zielhöhe zum Schnittpunkt bringt.
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Der Zeiger 1r gibt auf der Skala, die auf v angebracht ist, die gewünschte
Berichtigung an.