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Münzgasmesser In Mietshäusern, wo mehrere Mieter eine gemeinsame Waschküche
benutzen, kann das Bedürfnis auftreten, Gas in der Waschküche gegen automatische
Einkassierung des Kaufpreises zur Verfügung zu stellen. Gewöhnliche Münzgasmesser
eignen sich aber nicht ohne weiteres für diesen Zweck, weil sie das Verhältnis der
verschiedenen Benutzer untereinander nicht zu regeln vermögen. Wirft z. B. der eine
Benutzer A zehn Münzen ein, verbraucht aber nur Gas für sieben Münzen, so hat der
folgende Benutzer B das Gas für drei Münzen zur Verfügung und müßte nun mit A abrechnen;
Streitigkeiten wären die selbstverständliche Folge. Andererseits kann den Benutzern
auch nicht zugemutet werden, die folgende Münze immer erst nach Verbrauch der vorhergehenden
einzuwerfen, denn dann wäre jedesmal die Gaszufuhr durch den Münzgasmesser schon
gesperrt, bevor die Notwendigkeit des Einwurfes einer weiteren Münze bemerkt würde,
und der Benutzer müßte die Flamme so oft von neuem anzünden wie er Münzen am Waschtage
verbraucht.
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Es ist bereits eine Einrichtung vorgeschlagen worden, die es ermöglicht,
einen gewissen Vorrat an Münzen einzulegen, aber die am Ende des Waschtages unverbrauchten
wieder herauszunehmen. Hierbei wird beim Herausnehmen jeder Münze das von ihr bereits
vorwärts geschaltete Vorgabewerk um .den ihr entsprechenden Betrag zurückgestellt.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß die Vorratsmünzen vor ihrer Einwirkung
auf das Vorgabewerk in einem Behälter gesammelt werden, der einen ausschwenkbaren
Wangenteil hat, welcher in ausgeschwenkter Stellung allen unverbrauchten Münzen
auf einmal den Weg ins Freie eröffnet. Lediglich die Münzen, welche zur Lieferung
von Gas schon in Anspruch genommen sind, sind dem Zugriff des Benutzers entzogen.
Auf diese Weise ist die jedesmalige Unterbrechung des Gasstromes nach dem Verbrauch
einer Münze vermieden, und eine Abrechnung der verschiedenen Benutzer untereinander
ist überflüssig; jeder nimmt die von ihm eingeworfenen und unverbraucht gebliebenen
Münzen heraus. Höchstens der Rest einer angebrauchten Münzeinheit steht dem folgenden
Benutzer zur Verfügung, was aber - weil zu geringfügig - nicht mehr berücksichtigt
zu werden braucht.
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In der zugehörigen Zeichnung ist der hier in Betracht kommende Teil
eines Münzgasmessers in einer von vielen möglichen Ausführungsformen dargestellt,
und zwar in Abb. i in Vorderansicht, in Abb. z in Schnittansicht nach Linie
x-x.
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An einem Hebel b, welcher von der Welle c getragen wird, ist das Hebelgestänge
des Ventils d aufgehängt. Neben dem Hebel b
befindet sich der Geldkanal
Z zur Aufschichtung .der Münzen m. Der Geldkanal wird einerseits begrenzt durch
die festen Wangenteilen und o und den beweglichen Wangenteil f, andererseits durch
den unteren Hebelteil g und die feste Wange p. Zieht man die
bewegliche
Wange f, welche um die Welle h
drehbar gelagert ist, seitlich heraus,
dann fallen alle Geldstücke .bis auf die, welche sich in der Arbeitstasche befinden,
d. h. die Lage in, und m, haben, wieder heraus. Mit dem Hebel b ist ein Nocken
i, welcher die Hebelschwingungen mitmacht, fest verbunden. Der Hebel b und
damit auch das Ventilgestänge und das Ventil d werden gesteuert durch die Exzenterscheibe
a, welche durch das Zählwerk in Pfeilrichtung ihren Antrieb erhält. Die Exzenterscheibe
besitzt an ihrer niedrigsten Stelle einen winkligen Einschnitt q, in den
-der Hebel b hineinfällt und dadurch den Schluß des Ventiles herbeiführt.
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Denkt man sich nun zunächst das Ventil geschlossen und den Geldkanal
l mit Münzen angefüllt. Die erste Münze kann nicht ganz nach unten gleiten, da sich
der untere Teil g des Hebels davorlegt. Erst wenn man durch Anheben des Hebels k
in der angedeuteten Richtung diese Münze nach unten drückt, schiebt sich dadurch
der Hebel b seitwärts und öffnet das Ventil.
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Der Hebel k fällt durch Gewicht- oder Federkraft wieder in seine Ursprungslage
zurück und gibt dadurch den nachfolgenden Münzen den Weg frei. Diese Zuhilfenahme
des Hebels k ist aber nur zum Öffnen des Ventils erforderlich, nicht auch zum Offenhalten,
wenn die nachfolgende Münze an die Stelle der verbrauchten tritt.
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Durch das Öffnen des Ventils strömt Gas durch den Apparat, und die
Exzenterscheibe a dreht sich. Der Hebel b wird durch die Exzenterscheibe a immer
mehr angehoben und gibt mit seinem Schenkel g allmählich die erste Münze ml frei.
Er hält aber durch den mit ihm verbundenen Nocken i die nächstfolgende Münze m2
so lange fest, bis der Hebel b die Anfangsstellung des Anhebens wieder erreicht
hat; alsdann fällt die genannte Münze m, in die Tasche herab, die übrigen Münzen
rücken nach, indem der Nocken i wieder aus der Münzenbahn herausschwenkt.
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So kann ohne Unterbrechung Gas abgenommen werden, und währenddessen
können weitere Münzen nach Belieben eingeworfen werden. Erst wenn keine Münze mehr
nachfällt, schließt das Ventil.
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Der Verbraucher ist aber jederzeit in der Lage, die unverbrauchten
Münzen wieder aus dem Geldkanal herauszunehmen, indem er den beweglichen Wangenteil
f mittels der Handhabe r seitwärts schwenkt. In der dargestellten Ausführungsform
wären es alle Münzen von m. ab aufwärts, die dabei herausfallen würden. Es wäre
also außer der schon angebrauchten Münze ml auch noch die Münze m., für den Verbraucher
A verloren und käme dem Verbraucher B zugute. Das ist aber kein Schaden,
da sich dieser Einsatz immer wieder auf den Nachfolger, sozusagen zwangsläufig,
überträgt. In einer anderen Ausführungsform könnte man übrigens auch die Münze m2
noch herausnehmbar einrichten.