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Druckwerk an Meß- und Zapfvorrichtungen für feuergefährliche Flüssigkeiten
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung an Meß- und Zapfvorrichtungen für
feuergefährliche Flüssigkeiten zum Abdrukken der abgezapften Flüssigkeitsmengen
auf Karten o. dgl., wobei mit dem Zählwerksantrieb ein fortschaltbares Druckwerk
lösbar gekuppelt ist, das in Abhängigkeit von der Ausführung des Druckvorganges
durch einen bei seiner Fortschaltung aufgezogenen Kraftspeicher selbsttätig in die
Nullstellung zurückgeführt wird. Die an ,diesem Druckwerk einstellbaren Liter- und
Preiszahlen sind natürlich nach oben begrenzt. Findet ein Verkauf statt, der die
einstellbaren Höchstzahlen überschreitet, dann müssen die Zahlen des Verkaufs in
zwei Stufen abgedruckt werden, und zwar müssen bei Erreichung .der Endstellung zunächst
die dann eingestellten Höchstzahlen abgedruckt und dadurch gleich die Rückstellung
des Druckwerks v eranlaßt werden, worauf nach beendetem Zapfvorgang die Zahlen der
restlichen Flüssigkeitsabgabe abzudrucken sind. Es kann nun bei Unaufmerksamkeit
des Verkäufers vorkommen, daß er die Erreichung der Endstellung des Druckwerks übersieht
und weiterzapft, so daßdann das Druckwerk über seine Endstellung hinausgedreht wird.
Eine solche Weiterdrehung des Druckwerks hat naturgemäß zur Folge, daß der zwischen
der End- und der Nullstellung vorgesehene Anschlagstift, welcher zur Begrenzung
der Rückdrehung des Druckwerks in die Nullstellung dient, abgebrochen und dadurch
das Druckwerk unbrauchbar wird. Bei dem den Gegenstand ider vorliegenden Erfindung
bildenden verbesserten Druckwerk ist die Gefahr .einer solchen Beschädigung des
Druckwerks beseitigt. Nach der Erfindung ist einerseits das Druckwerk so eingerichtet,
daß es nach Einstellung der höchsten möglichen Zahlen noch um etwa eine Schaltung
weitergedreht werden kann, oder mit anderen Worten, der höchste einstellbare Wert
liegt um etwa einen Schaltbetrag vor der Erndstellung des Druckwerks. Anderseits
ist eine Vorrichtung vorgesehen, welche bei der Weiterschaltung,des Druckwerks über
die Höchstzahlen hinaus, d. h. bei Drehung des Druckwerks in seine Endstellung,
die Kupplung zwischen Druckwerk und Zählwerksantrieb selbsttätig löst und dadurch
die Rückführung des Druckwerks in die Nullstellung veranlaßt. Auf diese Weise ist.
wie ersichtlich, eine Schaltung des Druckwerks über die Endstellung hinaus unmöglich
gemacht, so daß ein Abbrechen der zur Begrenzung der Rückdrehung,des Druckwerks
dienenden Anschläge ausgeschlossen ist.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes,
und zwar zeigen: Fig. i eine Vorderansicht des Druckwerks mit teilweisem senkrechtem
Schnitt durch das dieses Werk umschließende Gehäuse und Fig.2 einen senkrechten
Querschnitt nach der Linie 2-a der Fig. i.
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Das Druckwerk besteht im wesentlichen aus einer am Umfang mit den
Liter- und Preiszahlen
versehenen Typenwalze n und- einer darunter
angeordneten exzentrischen Druckwalze p, die mittels eines auf ihrer Welle o sitzenden
Handhebels q gedreht werden kann. Zwischen Typenwalze zz und Druckwalze p enthält
das Gehäuse auf seiner Vorderseite einen Schlitz x zum Einschieben der zu bedruckenden
Karten.
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Die Typenwalze zz sitzt auf einer Welle m, die durch eine ausrückbare
Kupplung i, h mit einer Zwischenwelle h verbunden ist, welche (las Druckwerk
mit dem Zählwerksantrieb verbindet. Die Kupplung steht unter Wirkung einer Einrückfeder
y, sie kann entgegen dieser Feder durch einen winkligen Stellhebel s ausgerückt
werden. Mit diesem Hebel s wirkt ein auf der Welle o der Druckwalze p befestigtes
Exzenter u derart zusammen, daß die Kupplung i, h in Abhängigkeit von der
Ausführung des Druckvorganges selbsttätig ausgerückt wird. Auf der Welle in der
Typenwalze zz ist eine Drehfeder v angeordnet, die bei der Schaltung der Typenwalze
iz aufgezogen wird und dazu dient, die Walze zz nach Lösung der Kupplung
i, h selbsttätig in die Nullstellung zurückzudrehen.
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Die höchsten an der Typenwalze einstellbaren Zahlen, beispielsweise
5o Liter mit zugehöriger Preiszahl, sind nicht unmittelbar neben der :Nullstellung
angeordnet, sondern zwischen Null und der Höchstzahl ist ein Zwischenraum vorgesehen,
dessen Größe ungefähr dem Betrage einer Schaltung der Typenwalze za entspricht.
Die Walze n kann somit nach Einstellung der Literzahl 5o noch um etwa einen Schaltbetrag
gedreht werden, bevor die Endstellung erreicht ist. An einem mit der Typenwalze
n sich drehenden Teil, und zwar im gezeichneten Beispiel an -der auf der Welle in
befestigten Kupplungshälfte k. ist ein Nocken 3 vorgesehen, der auf seiner in der
Schaltrichtung der Walze n vorn liegenden Seite eine Schrägfläche besitzt. Mit diesem
Nocken3 wirkt das-:obere Ende einer in einer Hülse q. senkrecht geführten Stange
5 zusammen; deren unteres Ende auf den einen Arm 6 eines an einem Böckchen 8 des
Gehäusebodens gelagerten doppelarmigen Hebels 6, 7 sich stützt. Auf dem anderen
Arm 7 dieses Hebels ruht eine ebenfalls in einer Büchse 9 senkrecht geführte Stange
io, deren oberes Ende unter den Ausrückhebel s der Kupplung geführt ist. Sobald
-der Nocken 3 an der Kupplungshälfte k ,die Stange 5 abwärts schiebt, wird .unter
Vermittlung des doppelarmigen Hebels 6, 7 die Stange io aufwärts bewegt. Deren oberes
Ende nimmt dabei den Ausrückhebel s der Kupplung mit, wodurch die Kupplung i, k
ausgerückt wird. Der Nocken 3 ist nun mit Bezug auf -die Typenwalze n so angeordnet,
@daß die beschriebene Bewegung des Gestänges 5, 6, 7, io in dem Augenblick stattfindet,
wo die Typenwalze iz von der höchsten einstellbaren Zahl in ihre Endstellung bewegt
wird. Damit das Ausrückender Kupplung i, k beschleunigt erfolgt, sind -die
Arme des Hebels 6, 7 ungleich lang, und zwar besitzt der unter Vermittlung der Stange
io auf .den Ausrückhebel s der Kupplung einwirkende Hebelarm 7 eine größere Länge
als der unter Vermittlung -der Stange 5 mit dem Nocken 3 zusammenwirkende Arm 6.
Die Arbeitsweise ist folgende: Beim Abzapfen von Flüssigkeit wird durch die jedesmal
zwecks Entleerung eines Meßgefäßes stattfindende Drehung des Umschalthahnes der
Meßvorrichtung neben den Zählwerken gleichzeitig auch die Typenrolle n des Druckwerks
weitergeschaltet und damit am Druckwerk die der jeweils entnommenen Flüssigkeitsmenge
entsprechenden Drucktypen eingestellt. Nach beendetem Zapfvorgang wird eine zur
Aushändigung :an den Käufer bestimmte Karte durch den Schlitz x in das Druckwerk
eingeführt und dann der Hand-_ Nebel q gedreht. Dabei werden zunächst die eingestellten
Drucktypen auf der Karte abgedruckt, worauf die Kupplung i,-h -gelöst und die Typenwalzen
selbsttätig in die Nullstellung- zurückgedreht wird.
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Überschreitet -die zu verkaufende Flüssigkeitsmenge die am Druckwerk
einstellbaren Höchstzahlen, dann muß bei Erreichung der Endzahlen des Druckwerks
ein Abdruck der eingestellten Typen auf einer Karte erfolgen, worauf das Druckwerk
wieder in die Nullstellung zurückkehrt. Das Druckwerk wird dann für den restlichen
Verkauf erneut geschaltet, 'worauf schließlich am Ende des Zapfvorganges derRestbetrag
abgedrucktwird. Übersieht der Verkäufer, daß beim Zapfvorgang die höchsten einstellbaren
Drucktypen erreicht sind, dann wird bei der auf die Einstellung-dieser Typen folgenden
Schaltung der Typenwalze n unter Vermittlung des Nokkens 3 und des Hebelgestänges
5, 6, 7, io die Kupplung i, h selbsttätig ausgerückt, so daß das Druckwerk
auch ohne vorherigen Abdruck -der eingestellten Zahlen in die Nullstellung zurückkehrt.
Damit ist, wie ersichtlich, einer Beschädigung des Druckwerks vorgebeugt. -Der zur
selbsttätigen Auslösung der Kupplung i, h bei Erreichung der Endstellung
der Walze iz dienende Nocken 3 kann im Zusammenwirken mit dem oberen Ende der Stange
5 gleichzeitig zur Begrenzung der Rückdrehung ,der Typenwalzen in die Nullstellung
dienen, so daß sich die Anordnung besonderer Anschläge für diesen Zweck erübrigt.
Dabei wird vorteilhaft das obere Ende der Stange 5
durch Anbringung
einer Kopfplatte 5a verbreitert, so daß die etwa radial stehende hintere Fläche
des Nockens 3 an die Platte 5a stößt, wenn die Druckwalzen ihre Nullstellung erreicht.
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Natürlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf das dargestellte
Beispiel, vielmehr sind mancherleiAbänderungen möglich. Insbesondere könnte der
2"Tocken 3 statt an der Kupplungshälfte k auch an einem anderen mit der Typenwalzen
sich :drehenden Teil oder auch an der Typenwalze selbst angebracht werden. Ferner
könnte das Hebelgestänge 5. 6. 7, io durch ein anderes geeignetes Übertragungsgetriebe
ersetzt werden. Schließlich könnte die Entfernung der höchsten Druckzahlen von der
Nullstellung auch größer sein als ein Schaltbetrag der Typenwalze.