DE497245C - Einrichtung zur Umsteuerung von Turbinenlokomotiven - Google Patents

Einrichtung zur Umsteuerung von Turbinenlokomotiven

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DE497245C
DE497245C DEM98668D DEM0098668D DE497245C DE 497245 C DE497245 C DE 497245C DE M98668 D DEM98668 D DE M98668D DE M0098668 D DEM0098668 D DE M0098668D DE 497245 C DE497245 C DE 497245C
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DE
Germany
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gear
turbine
shaft
reversing
locomotives
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DEM98668D
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I A Maffei A G
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K15/00—Adaptations of plants for special use
    • F01K15/02—Adaptations of plants for special use for driving vehicles, e.g. locomotives
    • F01K15/025—Adaptations of plants for special use for driving vehicles, e.g. locomotives the vehicle being a steam locomotive

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structure Of Transmissions (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Umsteuerung von Turbinenlokomotiven Es ist bekannt, daß bei der Verwendung von Dampfturbinen als Antrieb für Lokomotiven verschiedeneHilfseinrichtungen nötig sind, um die Mängel auszugleichen, die infolge der Eigenart der Dampfturbinen im Lokomotivbetrieb auftreten.
  • In erster Linie handelt es sich hierbei um den Übergang von Vorwärts- auf Rückwärtsfahrt oder umgekehrt, weil die Drehrichtung der Turbine nicht ohne weiteres umkehrbar ist. Bisher war man daher gezwungen, eine Rückwärtsturbine mit a11 ihren Nachteilen, welche z. B. in hohem Dampfverbrauch und geringer Leistung bei Rückwärtsfahrt, hohem Lüfterverlust bei Vorwärtsfahrt bestehen, einzubauen, oder man versuchte, um diesem Übelstand abzuhelfen, beispielsweise Vorwärts- und Rückwärtsturbine in verschiedene Gehäuse einzubauen und die Turbine mit Kupplungen zu versehen, um je nach der gewählten Fahrtrichtung die eine oder andere Turbine ausschalten zu können, oder bei anderen bekannten Ausführungsformen ein- und ausschwenkbare Zahnräder in die Zahnradgetriebe einzubauen, welche sowohl eine Vorwärts- als auch eine Rückwärtsfahrtder Lokomotive ermöglichen sollten, ohne daß die Turbine ihre Umlaufrichtung verändern mußte.
  • Diesen Einrichtungen haften aber noch zahlreiche Mängel an, die zum Teil darauf beruhen, daß bei Verwendung von Lokomotiven mit Schlepptender ein grundlegender Unterschied zwischen Vorwärts- und Rückwärtsfahrt besteht, da bei Rückwärtsfahrt derartigerLokomotiven die vorschriftsmäßige, zulässige Höchstgeschwindigkeit nur höchstens halb so groß sein darf wie bei der Vorwärtsfahrt. Diese Eigenart bedingt aber für Turbinenantrieb der bisher bekannten Bauarten bei Rückwärtsfahrt nur die halbe Umdrehungszahl .der Turbine gegenüber der bei Vorwärtsfahrt der Lokomotive erforderlichen, was wirtschaftlich sowie technisch Nachteile, insbesondere hinsichtlich des Dampfverbrauchs und der Leistung ides Fahrzeuges, zur Folge hat.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt nun eine besondere Bauart für durch Turbinen angetriebene Lokomotiven zugrunde, durch welche die geschilderten übelstände und Nachteile beseitigt werden sollen.
  • Die Erfindung besteht darin, daß durch Umschaltung eines stets im Eingriff befindlichen Umsteuergetriebes das Übersetzungsverhältnis zwischen Turbinenwelle und Triebrädern bei Rückwärtsfahrt gegenüber dem bei Vorwärtsfahrt erheblich vergrößert ist. Es ist bei der vorliegenden Bauart insbesondere dem Umstand Rechnung getragen, daß bei Tenderlokomotiven, trotz der geringen zulässigen Höchstgeschwindigkeit bei Rückwärtsfahrt, die Umdrehungszahl der Turbine gleich oder annähernd gleich derjenigen bei Vorwärtsfahrt sein kann.
  • Es wird also erfindungsgemäß eine Kraftanlage geschaffen, die eine Verbesserung der bisherigen Turbinenlokomotiven insofern bedeutet, als der Dampfverbrauch der Lokomoth-e bei Vorwärts- und Rückwärtsfahrt auf wirtschaftlicher Höhe bleibt.
  • Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt: Abb. i einen senkrechten Schnitt durch die Umsteuerungsvorrichtung, Abb. :2 und 3 eine schematische Ansicht der Umsteuerung bei Vorwärts- und Rückwärtsfahrt gemäß der Erfindung, Abb. 4 einen senkrechten Schnitt einer Ausführungsform der Umsteuerungsanordnung in Verbindung mit einer Rutschkupplung.
  • In Abb. i bedeutet A die Turbine zum Antrieb der Lokomotive, B das auf der Turbinenwelle sitzende Kitzel und C das zugehörige große Zahnrad. Dieses Rad ist auf der Welle D gelagert, welche auf ihrem entgegengesetzten Ende ein kleines Zahnrad Q trägt, das beispielsweise mittels der vorgesehenen Stangen G in starrer Verbindung mit der Gabel T kraftschlüssig auf dem in der Welle sitzenden Keil H hin und her verschoben werden kann. Das Zahnrad Q ist auf seiner einen Stirnseite mit Klauen J ausgerüstet, welche mit Klauen der zu einem Topf ausgebildeten hohlen Hauptritzelwelle K in Eingriff gelangen können. Das topfförmige Ende ist außerdem mit einer Innenverzahnung S ausgebildet. Die Kupplung des kleinen Zahnrades Q mit dem Zahnkranz S wird durch Planetenräder F erreicht, welche in dem Käfig E gelagert sind. Der Käfig E trägt ferner die Klauen L, welche mit entsprechenden Klauen des Lagerkörpers all in Eingriff gelangen; der Käfig ist auf dem Zahnrad Q fest gelagert und nimmt jeweilig an dessen Verschiebung teil.
  • Zur Erläuterung des Erfindungsgedankens ist in Abb. a beispielsweise die Wirkungsweise der Umsteuerung bei Vorwärtsfahrt schematisch dargestellt. Das kleine Zahnrad Q wird mittels der Stangen G in Pfeilrichtung verschoben, so daß die Klauen J zum Eingriff kommen. Die hohle Hauptritzelwelle K ist nunmehr unmittelbar mit der Welle D gekuppelt; somit arbeiten die Hohlwelle K, Käfig E und kleines Zahnrad Q mit derselben Geschwindigkeit und gleichartigem Drehsinn wie die Welle D. Die Planetenräder F stehen in bezug auf das kleine Zahnrad Q und den Innenzahnkranz S still, das Getriebe ist somit ausgeschaltet. Die Kraftübertragung von der Welle D erfolgt durch den Keil H auf das Rad Q, durch die in Eingriff stehenden Nocken J gleichzeitig auf die Hauptritzelwelle K. Diese Kraft überträgt sich nunmehr auf ein zweites Über- setzungsgetriebe, bestehend aus dem Kitzel IV und dem Blindwellenzahnrad 0, auf den Kurbelzapfen P sowie die Treibräder der Lokomotive (s. Abb. i). _ Diese Einrichtung ergibt den Vorteil, .daß die Zahnräder des Wendegetriebes bei Vorwärtsgang, d. h. bei der größten Betriebsdauer, nicht in Tätigkeit sind und die Übertragung der Leistung unmittelbar durch die Klauenkupplung erfolgt. -Die Wirkungsweise des Planetengetriebes wird durch Abb. z veranschaulicht: Das kleine Zahnraid Q, fest verbunden mit dem Käfig E und den Planetenrädern F, wird mittels der Zugstange G in Pfeilrichtung verschoben, so daß die Klauen L zum Eingriff kommen; der Käfig E ist sodann mit dem Lagerkörper 17 fest gekuppelt. Erst jetzt treten die Planetenräder F in Tätigkeit. Sie wälzen sich auf dem kleinen Zahnrad Q und dem Innenzahnkranz S des Blindwellentopfes ab. Der Drehsinn der Hauptritzelwelle K ist nun, in bezug auf die Welle D, entgegengesetzt. Die Lokomotive ist damit von Vorwärts- auf Rückwärtsfahrt umgesteuert.
  • Wählt man bei dieser Ausführungsform die Radien der Innenverzahnung S des Blindwellentopfes und des kleinen Rades Q derart, daß durch das Verhältnis (s. Abb. i) die niedrigere Umdrehungszahl der =Hauptritzelwelle bei Rückwärtsfahrt ganz oder annähernd ausgeglichen wird, so wird dadurch erreicht, daß sowohl bei Vorwärts- als auch bei Rückwärtsfahrt die Welle D sowie die Antriebsturbine A annähernd die gleichen Umlaufzahlen haben, trotzdem die Geschwindigkeiten der Lokomotive wesentlich verschieden sind.
  • Gemäß der Erfindung erfolgt die Umsteuerung mittels der Zugstange G in Verbindung mit der Gabel T. Es können aber auch. andere Vorrichtungen verwendet werden, wie eine Ausführungsart beispielsweise in der Abb. d. dargestellt- ist.
  • An Stelle der Stangen G und Gabeln T tritt eine mit der Welle D gleichaxiale Stange U, welche durch eine Bohrung der Welle D an einen Ouerkeil W angreift, der in eine Ausdrehung X des kleinen Rades Q eingesetzt ist. Durch Einstellung der Stange U in Pfeilrichtung wird das Verschieben des Rades Q und somit auch das Eingreifen der Klauen T oder L entsprechend der jeweils gewählten Fahrtrichtung erreicht.
  • Es ist selbstverständlich auch möglich, die Klauenkupplung durch Reibungskupplungen, die hydraulisch, mechanisch oder elektrisch (Magnetkupplung) eingestellt werden, zu ersetzen. Damit die Kraftanlage gegen etwa auftretende Überbeanspruchungen geschützt ist, wird erfindungsgemäß eine Rutschkupplung V vorgesehen (s. Abb, q.), welche die Übertragung unbeabsichtigt großer Drehmomente verhindert. Für die Wirkqng dieser Rutschkupplung ist es nicht erforderlich, dieselbe im Wendegetriebe einzubauen, sie kann an beliebiger Stelle im Kraftfluß, beispielsweise an einem der Zahnräder, untergebracht sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI: Vorrichtung zur Umsteuerung von Turbinenlokomotiven auf Vorwärts- und Rückwärtsgang, dädurch gekennzeichnet, daß durch Umschaltung eines stets im Eingriff befindlichen Umsteuergetriebes das Übersetzungsverhältnis zwischen Turbinenwelle und Triebrädern bei Rückwärtsfahrt gegenüber dem bei Vorwärtsfahrt vergrößert ist.
DEM98668D 1927-03-08 1927-03-08 Einrichtung zur Umsteuerung von Turbinenlokomotiven Expired DE497245C (de)

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