DE497352C - Einrichtung zum ununterbrochenen Betriebe mehrerer Elektrooefen hintereinander zum Zwecke der Gewinnung von Eisen und Stahl unter Verwendung ein und der-selben elektrischen Ausruestung - Google Patents

Einrichtung zum ununterbrochenen Betriebe mehrerer Elektrooefen hintereinander zum Zwecke der Gewinnung von Eisen und Stahl unter Verwendung ein und der-selben elektrischen Ausruestung

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DE497352C
DE497352C DEW66200D DEW0066200D DE497352C DE 497352 C DE497352 C DE 497352C DE W66200 D DEW66200 D DE W66200D DE W0066200 D DEW0066200 D DE W0066200D DE 497352 C DE497352 C DE 497352C
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B7/00Heating by electric discharge
    • H05B7/02Details
    • H05B7/10Mountings, supports, terminals or arrangements for feeding or guiding electrodes
    • H05B7/109Feeding arrangements

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Einrichtung zum ununterbrochenen Betriebe mehrerer Elektroöfen hintereinander zum Zwecke der Gewinnung von Eisen und Stahl unter Verwendung ein und derselben elektrischen Ausrüstung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum ununterbrochenen Betriebe mehrerer Elektroöfen hintereinander zum Zwecke der Gewinnung von Eisen und Stahl unter Verwendung ein und derselben elektrischen Ausrüstung.
  • Die wirtschaftlichen Nöte der gegenwärtigen Zeit erheischen größte Ersparnis auf dem Gebiete der Wärme- und Kraftwirtschaft und vollste Ausnutzung vorhandener metallurgischer und maschineller Anlagen.
  • Beim Betriebe eines ;einzelnen Elektroofens können diese Grundsätze nicht vollkommen befolgt werden, weder bei festem, noch bei flüssigem Einsatz.
  • Bekanntlich erfordert das Abkippen der fertigen Charge, besonders wenn dies, wie häufig bei Grauguß oder Stahlguß, nicht auf einmal in eine große Pfanne, sondern in mehrere Scherenpfannen nach und nach erfolgt, weiter das Ausflicken des Herdes und der Seitenwände nach jeder Charge, vor allen Dingen das Einsetzen des festen Einsatzes von Hand und die sonstigen Vorbereitungen für eine neue Charge eine geraume Spanne Zeit, während welcher die elektrische Anlage und auch der mechanische Ofenteil, soweit er sich auf die Lichtb:ogenelektrodenhalter, Reguliervorrichtung usw. erstreckt, unausgenutzt brach liegt. Auch bei Einsatz flüssigen Materials aus einem Vorschmelzofen, wie z. B. bei der Herstellung von Elektrograuguß durch Raffination von flüssigem Kupolofeneisen im Elektroofen, entstehen bei Vorhandensein nur eines Elektroofens große Betriebspausen; denn die Kupolofenabstiche erfolgen in häufigen kurzen Zeitabschnitten und nicht nach einer so großen Spanne Zeit, wie sie zur Raffmation im Elektroofen erforderlich ist. Auch erfolgen sie meist nicht in so großer Menge, wie es dem Fassungsvermögen des Elektroofens entspricht.
  • Beim Zusammenarbeiten nur eines Elektroofens mit einem oder mehreren Kupolöfen müßte deshalb der Elektroofen nach dem Abstich längere Zeit ohne Strom brach liegen, um die verschiedenen Kupolofenabstiche bis zu einer vollständigen Füllung aufzunehmen. Eine Erhitzung der Teilabstiche des Kupolofens im Elektroofen ist nicht angängig, denn diese würde den Gesamtprozeß unwirtschaftlich machen.
  • Erfindungsgemäß wird nun auf einfache Weise der Betrieb zweier oder mehrerer elektrischer Öfen hintereinander unter Verwendung und ständiger Ausnutzung nur einer .einzigen elektrischen Ausrüstung mit ihrer Regulieranlage, Elektrodenhaltern usw. durchgeführt. Dies erreicht man dadurch, daß die einzelnen Ofenkörper ortsfest angeordnet bleiben, daß dagegen die elektrische Ausrüstung, nämlich die einzelnen regelbaren Elektroden mit Aufhänge- und Regelvorrichtung, mit einem Fortbewegungsmechanismus und mit biegsamen Zuleitungen derart versehen ist, daß die Elektroden frei, d. h. einzeln regelbar, über den verschiedenen Öfen bewegbar sind, damit sie ohne weiteres, d. h. ohne Lösung oder Umschaltung der Stromleitung und ohne Umkuppelung der Regeleinrichtung jeweils in denjenigen Ofen eingeführt werden können, der unter Strom genommen werden soll. Der Mechanismus der Fortbewegung der Elektroden kann in bekannter Weise entweder durch einen frei über die einzelnen C>fen führbaren Elektrodenhaltersatz oder durch ausschwenkbare Anordnung, ähnlich ude die eines ausschwenkbaren Auslegers, an einem Drehkran bewirkt werden.
  • Man hat vorgeschlagen, zwei Ofenkörper des bekannten Elektrostahlofens, Bauart :-.Nathusius«, auf eine Drehscheibe oder eine Schiebebühne zu setzen, um diese abwechselnd unter die ortsfesten Elektrodenhalter oder vor den Kupolofen zu bringen.
  • Während der .eine Ofen vor dem Kupolofen steht und nach und nach durch die Kupolofenabstiche angefüllt wird, soll der zweite unter Strom sein und das Einsatzgut raffinieren.
  • Die Anordnung von schweren metallurgischen Öfen auf Drehscheiben oder Schiebebühnen ist aus folgenden Gründen inngeeignet: Die Anordnung derart schwerer Öfen auf einer Drehscheibe oder Schiebebühne bietet mannigfache bauliche Schwierigkeiten. Es besteht weiterhin die Gefahr, da.ß eilmal eine Charge durch den Boden des Ofens b 1t, was bei metallurgischen Öfen immer einmal vorkommen kann; dann ist der ganze Bewegungsmechanismus der Dreh- und Schiebebühne gestört. Ferner hat die Anordnung zweier Öfen auf einer kleinen Bühne den Nachteil, daß sie außerordentlich nahe beieinander stehen müssen, so daß besonders im Sommer das Arbeiten an diesen Öfen zur Qual wird. Schließlich ist die Drehbühne oder Schiebebühne mit ihrem komplizierten Bewegungsmechanismus sehr kostspielig.
  • Man hat auch schon vorgeschlagen, bei elektrischen Öfen die Elektrodenhalter, welche die Elektroden tragen, an Laufrollen anzuordnen, die auf Schienen; laufen, so daß die Elektroden in gerader Linie zunächst über einen und dann über eineng anderen Ofen biewegt werden. können. Es handelt sich hierbei jedoch um Öfen, die nicht zum Schmelzen. von Eisen und Stahl, sondern von Erzen 'Bauxit) dienen. Dort sind die Vorgänge ganz anderer Art als diejenigen, bei denen es sich um das Schmelzen von Eisen und Stahl handelt. Hierbei wird nämlich mit reiner Lichtbogenbeheizung gearbeitet, d. h. ,es muß das Elektrodenende immer ¢ bis 6 cm über der Beschickung - beim flüssigen Einsatz dem Eisenbad, beim festen Einsatz dem Schrott - gehalten werden, damit sich ein freier Lichtbogen bilden kann, der als Haupt-oder alleinige Wärmequelle dient. Beim Erzeinschmelzen läßt man hingegen die Elektroden in die Beschickung hineinragen, so daß keine reine Lichtbogenbeheizung, sondern eine gemischte" Lichtbogen- und Widerstandsheizung in der Beschickung selbst vor sich geht. Hierbei kommt es also auf eine -genaue Einstellung der Elektroden nicht so sehr an. Die Elektroden werden deshalb auch nicht einzeln reguliert, sondern gleichzeitig. Oft werden auch ganze Elektrodenbündel in die Beschickung versenkt.
  • Eine derartige Vorrichtung wäre zum Schmelzen von Eisen und Stahl unbrauchbar, denn hier muß je nach den Widerstandsverhältnissen im Bad, in der Schlacke oder im Schrott, jede einzelne Elektrode reguliert, d. h, gehoben oder gesenkt und genau eingestellt werden können.
  • Im übrigen hat man bei den erwähnten Öfen bekannter Art nicht wie im vorliegenden Falle nur eine elektrische Ausrüstung - Transformatoren, Schaltanlage; Zuleitungen, Reguliervorrichtungen -- für mehrere ortsfeste Öfen verwendet, worin ein wesentliches Vorteil der Anordnung gemäß der Erfindung zu :erblicken ist, sondern es werden dort vielmehr für die verschiedenen Ofen zwar dieselben Elektroden mit ihren Haltern und die mechanischen Einrichtungen zum Heben und Senken derselben über mehrere Öfen gefahren, jedoch mehrere Tranßforinatosen mit den erforderlichen Zuleitungen usw. zur Anwendung gebracht. _ Schließlich hat man auch vorgeschlagen, Elektroden durch ausschwenkbare-.Ausleger zu bewegen, jedoch lediglich zu dem Zwecke raschen Auswechselns der - Elektroden, und zwar an ein und demselben Ofen, Erfindungsgemäß werden also mehrere ortsfeste Öfen. mit einer einzigen, besonders gestalteten :elektrischen Ausrüstung versehen, damit der eine Ofen unter Strom steht, wähsend der zweite ausgebessert und beschickt wird und umgekehrt, so daß dadurch die eingangs .erwähnten verlustreichen Pausen vermieden werden. und der Betrieb ununterbrochen verläuft.
  • Im nachfolgenden werden Ausführungsarten des Verfahrens der Erfindung beispielsweise, und zwar mit Bezugnahme auf Nathusiusofenanlagen, mit zwei elektrischen Öfen erläutert.
  • Hierbei sind zwei auf Ständern in einem Stalilformgußtragring kippbar gelagerte Ofenkörperortsfest angeordnet, und nur ein Satz der leicht transportablen Elektrodenhalter wird jeweils von, einem .über, den anderen Ofen gebracht. Die über Rollen an Seilen hängenden leichten Elektrodenhalter sind bei den bekannten Nathusiusöfen mittels Kettenzüge und Laufkatzen auf Auslegern hin und her ziehbar eingerichtet.
  • Durch parallele Anordnung dieser Ausleger oder durch ausschwenkbare Anordnung derselben, ähnlich. wie die .eines ausschwenkbaren Auslegers an einem Drehkran, kann man mit Leichtigkeit die Elektrodenhalter in wenigen Augenblicken von einem Ofen über den anderen ziehen. Da die Stromzuführung von dem Transformator über Kupferschienen, d. h. von einem ortsfesten Anschluß mittels biegsamer Kupferlamellen erfolgt, passen sich diese der Bewegung der Elektrodenhalter ohne weiteres an.
  • In der beiliegenden Zeichnung stellt Abb. i eine Ofenanlage mit parallelen Auslegern für die Elektrodenhalter in senkrechtem Schnitt dar, Abb. z eine Draufsicht auf die Einrichtung gemäß Abb. i.
  • Abb.3 zeigt eine Ofenanordnung mit ausschwenkbaren Auslegern für die Elektrodenhalter in senkrechtem Schnitt, Abb. q. eine Draufsicht auf die Einrichtung nach Abb. 3.
  • Während also Ofen I im Betrieb und unter Strom ist und die Elektrodenhalter E1und E2 über ihm hängen, ist der Ofen II ohne Elektrodenhalter und wird für die nächste Charge vorbereitet, d. h. ausgeflickt, der feste Einsatz eingebracht usw. Hierbei werden natürlich vorteilhaft die Elektrodenhalter durch Deckel oder eine ähnliche einfache und leicht abhebbare Einrichtung abgedeckt bzw. die Türen dicht abgeschlossen, um Wärmeverluste zu vermeiden.
  • Sobald die Charge im Ofen I fertig ist, wird der Strom ausgeschaltet, die Elektroden aus dem Ofen herausgezogen und die Elektrodenhalter Ei und E2 mittels Kettenzüge I( und Laufkatzen B auf den Auslegern A über den inzwischen für die nächste Charge fertiggemachten Ofen II in die auf den Abbildungen punktiert angedeutete Lage gebracht, in den Ofen hineingesenkt, worauf der Strom sofort wieder eingeschaltet werden kann. Die als Kupferlamellen Ui und U2 gedachte Stromzuführung zu den Elektrodenhaltern paßt sich der Bewegung derselben von selbst an.
  • Bei Anwendung von ausschwenkbaren Auslegern werden nach Fertigstellung der Charge und Ausschaltung des Stromes nur die Elektroden aus dem Ofen I herausgezogen, wie beim Elektrodenhalter E1 in der Abb. 3 angedeutet, dann werden die Ausleger Al, A2 und A3, welche um die Punkte Wl, W2 und W3 über der Mitte der Regulierwinden W dr>-hbar angeordnet sind, über den Ofen II geschwenkt und in die in Abb. 4. punktiert angedeutete Lage gebracht. Die Elektroden werden in den Ofen gesenkt, und der Strom kann sofort wieder eingeschaltet werden.
  • Das Arbeiten mit flüssigem Einsatz ist in Abb. z und Abb. q. dargestellt. 0 deutet den Kupolofen an. Mittels der Rinne Ri bzw. R2 kann das Kupolofeneisen .entweder in den Ofen l oder Ofen II geleitet werden.
  • Wird im Ofen I raffiniert, so leitet man das flüssige Kupolofeneisen in den Ofen II. Während Ofen I raffiniert, nimmt Ofen II die in mehreren kurzen Zeitabschnitten entfallenden Abstiche des Kupolofens, der wirtschaftlich bekanntlich nur kontinuierlich betrieben werden kann, auf.
  • Durch entsprechende Betriebseinteilung läßt sich unschwer erreichen, daß, sobald die Raffination in Ofen I beendet ist, auch der Ofen I1 mit flüssigem Kupolofeneisen angefüllt ist. Die Elektroden werden dann von Ofen I über den Ofen II gebracht, und die elektrische Anlage, die Elektrodenhalter und Reguliervorrichtung können nach einigen Augenblicken wieder in Betrieb genommen werden.
  • Die höhere Wirtschaftlichkeit -der gesamten Anlage durch die dauernde Ausnutzung derselben und die Wärmeersparnis durch den fast ununterbrochenen Betrieb sind ins Auge fallend.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCIi.: Einrichtung zum ununterbrochenen Betriebe mehrerer Elektroöfen hintereinander zum Zwecke der Gewinnung von Eisen und Stahl unter Verwendung ein und derselben elektrischen Ausrüstung, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Ofenkörper ortsfest angeordnet sind, während die elektrische Ausrüstung, nämlich die einzeln regelbaren Elektroden mit Aufhänge- und Regelvorrichtung, mit einem Fortbewegungsmechanismus und mit biegsamen Zuleitungen derart versehen ist, daß die Elektroden frei über den verschiedenen Ofen bewegbar sind, damit sie ohne Lösung oder Umschaltung der Stromzuleitungen und ohne Umkuppelung der Regeleinrichtung in denjienigen Ofen eingeführt werden können, der jeweils unter Strom genommen werden soll, während an dem anderen stromlosen Ofen Nebenarbeiten, wie Abgießen, Ausflicken und Neubeschicken, vorgenommen werden.
DEW66200D 1924-05-16 1924-05-16 Einrichtung zum ununterbrochenen Betriebe mehrerer Elektrooefen hintereinander zum Zwecke der Gewinnung von Eisen und Stahl unter Verwendung ein und der-selben elektrischen Ausruestung Expired DE497352C (de)

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