DE498997C - Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher Seidenfaeden - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher SeidenfaedenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
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Description
- Vorrichtung zur Herstellung künstlicher Seidenfäden Die Erfindung betrifft die Herstellung künstlicher Seide nach dem Streckspinnverfahren. Für die'Erfindung kommt ein Streckspinnverfahren in Frage, bei welchem das Strecken durch Abzug der Fäden von außen erfolgt, und bei welchem in bekannter Weise das Spinngefäß mit keinem unteren Teil in die Fällflüssigkeit eintaucht. Die Herstellung gleichmäßiger Fäden bereitet hier noch immer gewisse Schwierigkeiten, die in der Hauptsache darauf zurückzuführen sind, daß mit der zunehmenden Festigung der Fäden deren Oberflächenreibung gegenüber der Fällflüss!igkeit immer stärker wird und schließlich am Auslaßende des Spinngefäßes die von den Fäden mitgerissene Flüssigkeit verhältnismäßig starke Strömungen und Wirbel entstehen läßt. Für den Erhalt eines gleichmäßig gesponnenen Fadens sind diese heftigen Strömungen und Wirbel sehr von Nachteil, und um diesen Mangel zu beseitigen, wird erfindungsgemäß das Spinngefäß im unteren Teil mit einer allmählichen, z. B. trompetenförmigen Erweiterung versehen. Beim Spinnen speziell mit zwei Flüssigkeiten wird außerdem das Spinngefäß mit einer oberen Einschnürung und im Anschluß hieran mit einem sich nach oben erweiternden kegelstumpfförmigen Ansatz versehen. Der Zweck dieser Maßnahme ist, die für die Gleichmäßigkeit der Fäden nachteilige Unruhe da, wo beide Flüssigkeiten zusammenkommen, möglichst abzugleichen.
- Mit Bezug auf die Zeichnungen stellen dar: Abb. i eine Vorrichtung speziell zum Spinnen mit nur einer Fällflüssigkeit, Abb. 2 eine Vorrichtung speziell zum Spinnen mit zwei Flüssigkeiten.
- Mit Bezug auf Abb. i bezeichnet i das Spinngefäß, 2 einen Trog, in dessen Flüssigkeit das Spinngefäß i mit dem unteren Ende eingetaucht ist, 3 'den Zulauf der Fällflüssigkeit und q. ein sogenanntes Wehr zum Ablauf überschüssiger Fällflüssigkeit.
- Erfindungsgemäß ist das Spinngefäß i unten trompetenförmig erweitert. Zur Begründung dieser Maßnahme diene folgendes: Die Fäden, welche hier von außen abgezogen werden, reißen bekanntlich im Spinngefäß i eine gewisse Menge Fällflüssigkeit mit, was an Hand der eingezeichneten Pfeile wohl ohne weiteres nachgeprüft werden kann. Je mehr sich die Fäden festigen, um so mehr Flüssigkeit reißen sie mit sich. Die Strömung wird also am unteren Ende des Spinngefäßes am stärksten, so daß hier eine verhältnismäßig große Menge Flüssigkeit vom Trog 2 an den Innenwandungen des Spinngefäßes i sich in Richtung nach oben in das Spinngefäß hineinzieht. Wäre der Querschnitt des Spinngefäßes unten genau so groß wie oben, so kann die Flüssigkeit aus dein Trog a als Ersatz für die von den Fäden nach unten mit fortgerissene Flüssigkeit mit einer der Abzugsgeschwindigkeit des Fadens entsprechenden Geschwindigkeit an den Innenwandungen des Spinngefäßes nicht nachströmen. Die Folgen sind ungleichmäßige Strömungen und Wirbelungen; die ein gleichmäßiges Spinnen der Fäden sehr beeinträchtigen. Indem erfindungsgemäß das Spinngefäß unten trompetenförmig erweitert wird, werden die Strömungen ausgeglichen und die Wirbelungen auf ein Minimum reduziert. Im übrigen gibt die nach oben gehende allmähliche Verjüngung des Spinngefäßes i volle Gewähr dafür, daß sich die an den Innenwandungen nach oben gerichtete Strömung der mit den Fäden nach unten gerichteten Strömung gleichmäßig anpaßt.
- Beim Spinnen mit zwei Flüssigkeiten wird das Spinngefäß i am unteren Ende so wie bei der oben beschriebenen Ausführung geformt, oben aber ungefähr da, wo beide Flüssigkeiten zusammentreffen, reit einer Einschnürung 5 und im Anschluß hieran mit einem sich nach oben erweiternden kegelstumpfförmigen Ansatz 6 versehen. Da, wo die beiden Flüssigkeiten aüfeinandertreffen, entsteht bekanntlich immer eine größere Unruhe, weshalb das Spinngefäß erfindungsgemäß so eingeschnürt ist, daß die an den Innenwandungen des Spinngefäßes nach oben führende Strömung der unteren Fällflüssigkeit ganz sanft nach unten umgelenkt wird. Der sich nach oben erweiternde kegelstumpfförmige Ansatz 6 erzeugt dabei noch eine gewisse Ejektorwirkung auf die abwärts gerichtete Strömung der mehr oder weniger erschöpften Fällflüssigkeit außerhalb der Streckzone.
- Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind die Spinngefäße konstruktiv verhältnismäßig einfach. Gegenüber anderen Streckspinnverfahren, bei denen mit nach unten zu konisch eingezogenen Spinngefäßen gearbeitet wird, haben sie außerdem noch den Vorteil, daß sie den Fäden an den Innenwandungen nirgends eine Reibung bieten.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Herstellung künstlicher Seidenfäden, die durch Abzug der Fäden von außen gestreckt werden, mit einem in die Fällflüssigkeit eintauchenden Spinngefäß, -dadurch gekennzeichnet, daß das die Fällflüssigkeit enthaltende, sich von oben. nach unten erweiternde Gefäß im unteren Teil trompetenförmig erweitert ist. a. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das mit zwei Fällflüssigkeiten versehene Gefäß mit einer oberen an der Trennungslinie der Fällflüssigkeiten liegenden Einschnürung (5) versehen ist, an die sich ein nach oben erweiternder kegelstumpfförmiger Ansatz (6) anschließt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB498997X | 1927-07-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE498997C true DE498997C (de) | 1930-05-31 |
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ID=10453935
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEB137621D Expired DE498997C (de) | 1927-07-15 | 1928-05-27 | Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher Seidenfaeden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE498997C (de) |
-
1928
- 1928-05-27 DE DEB137621D patent/DE498997C/de not_active Expired
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