DE500227C - Verfahren zur Herstellung von Gussstuecken durch mit Gasdruck betriebene Spritzgussmaschinen unter Verwendung mehrerer verschieden hoher Treibmitteldruecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gussstuecken durch mit Gasdruck betriebene Spritzgussmaschinen unter Verwendung mehrerer verschieden hoher Treibmitteldruecke

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DE500227C
DE500227C DEF60278D DEF0060278D DE500227C DE 500227 C DE500227 C DE 500227C DE F60278 D DEF60278 D DE F60278D DE F0060278 D DEF0060278 D DE F0060278D DE 500227 C DE500227 C DE 500227C
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pressure
injection molding
castings
metal
production
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D17/00Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
    • B22D17/02Hot chamber machines, i.e. with heated press chamber in which metal is melted
    • B22D17/06Air injection machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Gußstücken durch mit Gasdruck betriebene Spritzgußmaschinen unter Verwendung mehrerer verschieden hoher Treibmitteldrücke Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß es zur Durchführung des Spritzgußverfahrens erforderlich ist, das Metall mit einer bestimmten Geschwindigkeit in die Form eintreten zu lassen, diese Geschwindigkeit während des Einströmens möglichst gleichförmig zu halten und nach Schluß des Einströmens einen hohen Druck auf das flüssige Metall in der Form einwirken zu lassen. Die erste Bedingung wird dadurch gegeben, daß das Metall bei zu geringer Einströmgeschwindigkeit bereits während des Einströmens in schwachwandigen Formteilen erstarrt, bei zu hoher Einströmgeschwindigkeit aber die Gießvorrichtung, insbesondere die unmittelbar vom Metallstrahl beaufschlagten. Formteile, durch Korrosion vorzeitig zerstört. Die zweite Bedingung wird dadurch gegeben, daß nur bei gleichförmiger Einströmgeschwindigkeit des Metalls eine planmäßige Strahlführung in der Form möglich ist, während bei einer Beschleunigung des Metalls während des Einströmens der Strahl wirbelt. Die dritte Bedingung, der hohe Druck am Ende des Gießvorganges, dient dazu, das Metall zu verdichten und durch starkes Hineinpressen in alle Feinheiten der Form einen genauen Abguß zu erzielen.
  • Die Geschwindigkeit des Metalls während der Einströmens wird durch die Höhe des während dieser Zeit auf das Gießmetall einwirkenden Druckes, des Gießdruckes, bestimmt. Für jedes Gußstück hängen die günstigsten Werte der Einströmgeschwindigkeit und des Nachdruckes von der Eigenart seiner Gestaltung ab, und zwar ist normalerweise der Gießdruck, der die für das Ausfüllen der Form günstigste Einströmgeschwindigkeit ergibt, von anderer, und zwar stets geringerer Größe als der wünschenswerte Nachdruck. Somit _ kann den obengenannten drei Bedingungen nur dann voll entsprochen werden, wenn die auf das Gießmetall während des Einströmens in die Form und während des Nachverdichtens einwirkenden Drücke, der Gießdruck und der Nachdruck, verschiedene Höhe haben und unabhängig voneinander sind.
  • Es sind zwar schon Spritzgußmaschinen mit gasförmigem Treibmittel vorgeschlagen worden, bei denen während des Gießvorganges nacheinander Drücke von verschiedener Größe zur Einwirkung kommen. Diesen Vorschlägen lag jedoch nicht die Einsicht in das oben beschriebene Zusammenwirken der einzelnen Drücke zugrunde, insbesondere hatte man nicht die Notwendigkeit der daraus ganz eindeutig bestimmten richtigen Aufeinanderfolge der verschiedenen Drücke erkannt. Man hat beispielsweise bei Verwendung nur einer einzigen Treibmittelquelle das Druckeinlaßorgan so ausgebildet, daß es sich nur allmählich öffnet. Dadurch wirkt während des Einströmens oder während einesTeilesdesselben nicht der volleDruck auf das Metall. Dies bringt jedoch den Obelstand mit sich, daß der Gießdruck während des Einströmens allmählich anwächst. Infolgedessen ist die Eintrittsgeschwindigkeit des Metalls auch nicht gleichförmig, sondern steigt an, so daß ein unzusammenhängender stark wirbelnder Strahl in die Form gelangt. Außerdem muß namentlich bei größeren Gußstücken der Lufteintritt stark gedrosselt werden, damit der Druck in der Druckkammer bis zum Ende der Formauffüllung noch nicht die volle Höhe erreicht hat. Dann ist aber beim Beginn des Einströmens die Metallgeschwindigkeit so gering, daß das Metall einfrieren muß. Im anderen Fall, wenn der Druckanstieg so gewählt wird, daß das Metall schon von Anfang an genügende Geschwindigkeit hat, ist am Ende der Formausfüllung bei größeren Gußstücken der Druck in der Druckkammer schon bis zur vollen Höhe des Betriebsdruckes angestiegen, so daß ein großer Teil der Form doch von einem mit zu hoher Geschwindigkeit einströmenden Metall ausgefüllt wird.
  • Man hat zwar auch bereits vorgeschlagen, zwei Treibmittel mit verschiedenem Druck, nämlich einem gleichbleibenden Gasdruck und einem Explosionsdruck, in verschiedener Aufeinanderfolge und Zusammenwirken bei Spritzgußverfahren zu verwenden. Aber hier fehlte, abgesehen davon, daß ein Explosionsdruck niemals ein gleichbleibender Druck ist, die Erkenntnis der richtigen Bemessung und Aufeinanderfolge der einzelnen Treibmittel. Denn während praktisch sehr oft der mit Rücksicht auf die Einströmvorgänge und die Beanspruchung der Vorrichtung höchst zulässige Gießdruck weit niedriger gewählt werden muß als der für die Nachverdichtung wünschenswerte Nachdruck, kann nie der umgekehrte Fall vorkommen, daß der Gießdruck höher sein müßte (oder auch nur sein :dürfte) als der erwünschte Nachdruck, da der Gießdruck die Vorrichtung infolge der Strömungskorrosion stets weit stärker angreift als ein gleich hoher, geschweige denn ein niedrigerer, nur statisch einwirkender Nachdruck.
  • Die Erfindung besteht demgegenüber darin, auf die Metalloberfläche in der Druckkammer während der ganzen Dauer des Ausfüllens der Form einen verhältnismäßig niedrigen gleichbleibenden Druck und sofort nach beendigter Formausfüllung einen wesentlich höheren, bis zur Erstarrung des Eingusses anhaltenden, gleichbleibenden Druck einwirken zu lassen.
  • Wie hoch die Eintrittsgeschwindigkeit sein muß, hängt von der Gestalt des Gußstückes ab. Je schwachwandiger dieses ist und durch je geringere Querschnitte das Metall in der Form hindurchströmen muß, desto schneller muß es fließen, um nicht einzufrieren. Anderseits ist aber auch erwünscht, die Eintrittsgeschwindigkeit bei jedem Gußstück nicht höher zu wählen als unbedingt notwendig, da die Abnutzung der Gießvorrichtungen, insbesondere des Steigkanals, des Mundstücks und der Form um so stärker ist, je rascher das Metall strömt.
  • Ein stationäres gleichmäßiges Einströmen des Metalls wird dadurch erreicht, daß während der ganzen Dauer der Einströmung ein gleichmäßiger Druck auf die Druckkammer einwirkt. Dieser Druck steht (nach Ende der sehr kurzen Anlaufzeit) zu der stationären Einströmung in der bekannten leicht zu berechnenden Beziehung wobei w die stationäre Strömungsgeschwindigkeit, p der Druck, g die Erdbeschleunigung und y das spezifische Gewicht des Metalls sind.
  • Der Druck, der der wünschenswerten Einströmungsgeschwindigkeit entspricht, ist namentlich bei großen Stücken wesentlich niedriger als derjenige, der als Nachdruck erforderlich und wünschenswert ist. Da sich bei Benutzung nur einer Druckmittelquelle ein Druckanstieg in zweckmäßiger Weise nicht erreichen läßt, werden zu dessen Erzielung in an sich bekannter Weise zwei voneinander getrennte Treibmittelquellen verwendet, die über Steuerungsorgane mit der Druckkammer .in Verbindung gebracht werden. Diese sind so ausgebildet, daß bei ihrer Betätigung zunächst der Niederdruck sofort in voller Höhe auf die Druckkammer einwirkt und dem Metall die stationäre Ausströmungsgeschwindigkeit erteilt. Sodann wird nach Beendigung des Füllens der Form die Niederdruckquelle abgesperrt und die Druckkammer mit der Hochdruckquelle verbunden, so daß nunmehr der Hochdruck als Nachdruck schlagartig auf das Gußmetall einwirkt.
  • Zur Vereinfachung der Vorrichtung kann das Niederdruckmittel dadurch gewonnen werden, daß beim Entspannen der Druckkammer nach beendigtem Gießvorgang zunächst das Treibmittel aus der Druckkammer in einen Niederdruckbehälter einströmt und die Druckkammer erst, nachdem sie bis auf den Niederdruck entspannt ist, zur weiteren Entspannung mit der Außenluft verbunden wird. Der Druck im Niederdruckbehälter kann durch Sicherheitsventile oder ähnliche Vorrichtungen gleichmäßig auf einer bestimmten Höhe gehalten werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung von Gußstücken durch mit Gasdruck betriebene Spritzgußmaschinen unter Verwendung mehrerer verschieden hoher Treibmitteldrücke, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Metalloberfläche in der Druckkammer während der ganzen Dauer des Ausfüllens der Form ein verhältnismäßig niedriger, gleichbleibender Druck und sofort nach beendigtem Ausfüllen der Form ein wesentlich höherer, bis zur Erstarrung des Eingusses anhaltender gleichbleibender Druck einwirkt. a. Spritzgußverfahren nach Anspruch r mit zwei voneinander getrennten Druckmittelquellen verschiedener Spannung, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Weiterverwendung des Druckmittels höherer Spannung die Druckkammer nach dem Erstarren des Gußstückes zuerst mit der Niederdruckmittelquelle und dann nach Entspannung der Druckkammer gegen die Niederdruckmittelquelle mit der Atmosphäre verbunden wird.
DEF60278D 1925-11-15 1925-11-15 Verfahren zur Herstellung von Gussstuecken durch mit Gasdruck betriebene Spritzgussmaschinen unter Verwendung mehrerer verschieden hoher Treibmitteldruecke Expired DE500227C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3322542A1 (de) * 1983-06-23 1985-01-10 Piel & Adey, 5650 Solingen Verfahren und vorrichtung zum niederdruckgiessen von gegenstaenden aus metallen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3322542A1 (de) * 1983-06-23 1985-01-10 Piel & Adey, 5650 Solingen Verfahren und vorrichtung zum niederdruckgiessen von gegenstaenden aus metallen

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