DE509042C - Verfahren zur Herstellung von Asphaltpappe und Asphaltschiefer - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Asphaltpappe und Asphaltschiefer

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DE509042C
DE509042C DEW72838D DEW0072838D DE509042C DE 509042 C DE509042 C DE 509042C DE W72838 D DEW72838 D DE W72838D DE W0072838 D DEW0072838 D DE W0072838D DE 509042 C DE509042 C DE 509042C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N5/00Roofing materials comprising a fibrous web coated with bitumen or another polymer, e.g. pitch

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Asphaltpappe und Asphaltschiefer Bei der Dachpappenfabrikation ist es bisher üblich gewesen, Rohdachpappe zu verwenden und diese nachträglich mit Teer oder Asphalt zu tränken. Solche Asphaltpappe wird gewöhnlich teerfreie Pappe genannt und kann durch bestimmte Zusätze weich und geschmeidig gemacht werden.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Verwendung von Rohdachpappe bei der Dachpappenfabrikation vollständig auszuschalten und gleichzeitig das Verfahren so auszubilden, daß ohne kostspielige Fabrikationsanlagen Pappen von beliebiger Breite hergestellt werden können. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß Fasern im trockenen Zustande in die heiße Asphaltmasse eingebracht und mittels Rührens mit ihr vermischt werden. Durch ein mit Fasern bestreutes Transportband oder eine andere geeignete Vorrichtung wird dann dieses Gemisch von Asphalt und Fasern nach einem geheizten Preßwalzenpaar geleitet. Auf dem Wege zu den Preßwalzen wird das Gemisch durch einen Abstreicher egalisiert, so daß die Masse auf der ganzen Breite gleichmäßig verteilt wird. Der so gebildete Asphaltfilz passiert dann erst noch einen sogenannten Faserstreuer, welcher gleichmäßig über die ganze Fläche Fasern in beliebiger Dichte aufstreut, und diese Fasern werden dann durch die Preßwalzen, welche mit Dampf geheizt sind, in den Filz eingedrückt.
  • Der Asphaltfilz wird dann von den Preßwalzen auf das unterhalb angeordnete Metallband geleitet, über welchem zwei weitere Faserstreuer sich befinden, um den Asphaltfilz auf beiden Seiten je nach Erfordernis mit weiterem Fasermaterial zu versehen, welches dann durch ein weiteres geheiztes Preßwalzenpaar angepreßt wird.
  • Auf dem weiteren Wege kann dann dieser Asphaltfilz in der bisher üblichen Weise auf beiden Seiten mit Talkum bestreut «-erden.
  • Es sind zwar bereits Verfahren zur Herstellung von Pappen auf maschinellem Wege vorgeschlagen, bei welchen das Imprägnieren der Rohpappe gleich mit der Papiermasse im Holländer unter Anwendung von Teer statt des Wassers vorgenommen werden soll. Dieses Verfahren hat aber keinen Eingang in die Technik gefunden, weil die so hergestellte Pappe an den Walzen und den Transportbändern festklebt. Es sind ferner Verfahren bekannt, bei denen eine Paste aus Lederabfällen und gelöstem Kautschuk auf einem Leinenstreifen befestigt wird. Ein solches Verfahren ist aber für die Herstellung von Dachpappe nicht geeignet, weil es viel zu teuer und zu umständlich ist. Ferner sind Verfahren bekannt zur Herstellung von Sohlen und Absätzen für Schuhe und Stiefel, bei welchen Papierabfälle in der bekannten Mischung von Asphalt, Terpentinöl, Eisenoxyd und Talg unter Zusatz von Fichtenharz bei einer Temperatur von etwa 8o° C getränkt und dann zwischen Walzen ausgepreßt und verschnitten werden. Auch ein solches Verfahren ist zur Herstellung von Dachpappen nicht geeignet, weil es nicht nur zu teuer ist, sondern auch ein wenig haltbares Fabrikat ergibt.
  • Außerdem sind noch Verfahren bekannt geworden, bei denen eine Mischung aus Lumpenfasern und einem ungefähr gleichen Teil eines aus Ledermehl und Fasermaterial hergestellten Gemisches mit einer Bindemittellösung durchtränkt und so lange geknetet wird, bis das Bindemittel verdunstet ist. Auch auf diese Weise ist die Herstellung billiger und brauchbarer Dachpappe nicht möglich.
  • Das neue Verfahren verbessert und vereinfacht die Herstellung der Dachpappe ganz erheblich dadurch, daß der Dachpappenfabrikant volle Freiheit in der Fasermischung zur Herstellung des Asphaltfilzes hat ünd in der Lage ist, dünnere Pappen herzustellen als bisher. Durch das neue Verfahren wird aber noch ein weiterer erheblicher Fortschritt erzielt.
  • In der Dachpappenfabrikation arbeitet man meistens mit Papiermaschinen von i m Arbeitsbreite. In letzter Zeit sind Bestrebungen im Gange, sehr widerstandsfähige Dachpappen von 3 m Breite herzustellen, die besonders als Güterwaggonplanen zum einmaligen Gebrauch benutzt werden sollen. Dieses Problem läßt sich nach der hier vorgeschlagenen Methode leicht lösen. Denn wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, kann man ohne wesentliche Mehrkosten das Metallband in irgendeiner beliebigen Breite herstellen.
  • Wollte man die Pappen in der bisher üblichen Weise herstellen, so müßte man eine Papiermaschine von 3 m Arbeitsbreite haben und auch die Teerklebemaschine entsprechend verbreitern. Bei der vorliegenden Erfindung fällt also die Papierfabrikanlage vollständig fort, und die flüssige Masse wird einfach in der gewünschten Breite auf das Siebtuch geleitet. Die ganze Anlage verursacht nur etwa der Herstellungskosten, die erforderlich wären, wenn man die Pappe in der bisher üblichen Weise herstellen wollte.
  • Nach diesem neuen Verfahren kann aber auch Asphaltschiefer hergestellt werden. Es ist dann nur erforderlich, die Asphaltmischung so zu wählen, daß nach dem Erkalten sich eine starre Platte bildet, die dann, ähnlich wie bei der Asbestzementschieferfabrikation, in die gewünschten Formen aufgeteilt wird.
  • In der Masse oder nach dem Passieren der Preßwalzen kann der Asphaltfilz auch mit farbigen Zusätzen versehen werden, um farbige Asphaltfilze oder Asphaltschiefer zu erhalten.
  • Die Herstellungsweise ist also genau dieselbe wie bei der jetzigen Fabrikation von teerfreien Pappen, nur mit dein Unterschiede, daß als Ausgangsmaterial nicht Rohdachpappe, sondern trockene Fasern verwendet werden, die durch Zerreißen von Lumpen oder durch Verwendung von Abfallfasern aus den verschiedensten Industrien gewonnen werden.
  • Sind die Fasern zu lang oder die Lumpen nicht genügend zerrissen, so daß noch Faserbündel vorhanden sind, so empfiehlt es sich, das heiße Gemisch von Asphalt und Fasern durch rotierende Messerwalzen weiter zu zerkleinern (Jordan-Mühle). Dieser Faserbrei kann dann auf ein Metallsieb auflaufen, ähnlich wie dies bei der Papierherstellung üblich ist.
  • Natürlich müssen die Maschinenteile durch Dampf geheizt werden, um die Masse während des Arbeitsprozesses möglichst dünnflüssig zu erhalten.
  • Die Asphaltfilze können zur Erhöhung der Festigkeit mit einer Faden- oder Drahteinlage versehen werden; in diesem Falle ist die Aufstellung eines zweiten Mischgefäßes erforderlich, aus welchem ebenfalls ein Gemisch von Asphaltmasse mit Fasern durch ein Metallband abgeführt wird. Es bildet sich hierbei ein Filz, welcher durch dasselbe Preßwalzenpaar geführt wird und vorher und nachher unter verschiedenen Faserstreuern hinweggeführt wird, welche je nach Erfordernis Fasermaterial aufstreuen, das dann durch die Preßwalzen eingedrückt wird. Sollen die Pappen z. B. Längsfäden in 3 cm Abstand voneinander erhalten, wird in einem Gestell die entsprechende Anzahl Spulen eingelegt. Die Fäden oder Drähte werden hierbei durch einen Kamm geführt, welcher die Parallelführung sichert, und von da laufen die Drähte nach den Preßwalzen zwischen die beiden vorerwähnten Asphaltfilze. Auf diese Weise wird auf einfachem und billigem Wege die Festigkeit der Asphaltfilze wesentlich erhöht.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
  • Die erste Ausführungsform, welche mit einem geheizten Bottiche arbeitet, lehnt sich an die bisherige Fabrikationsmethode an. Die bisher gebräuchlichen Gefäße können weiterbenutzt werden. Nach der zweiten Ausführungsform sind auch diese Gefäße nicht notwendig, sondern der Stoffbrei kann in einer Breite von 3 m direkt auf das Papiersieb auflaufen. Es soll zunächst das Ausführungsbeispiel nach Fig. i beschrieben werden.
  • a ist ein doppelwandiges :Mischgefäß, welches mit Dampf geheizt wird, b ist der Rührer, welcher durch eine hohle Welle ebenfalls geheizt werden kann, c ist der Faserstreuer für das Gefäß, cl der Faserstreuer für den nach den Preßwalzen d führenden Asphaltfilz, c' und c3 streuen weiteres Faserrnaterial in der ganzen Breite auf beide Seiten des Asphaltfilzes, welches dann durch Preßwalzen e eingepreßt wird.
  • Bei Herstellung von Asphaltfilz und Asphaltschiefer mit Einlagen von Längsfäden oder Drähten ist ein weiteres Mischgefäß al erforderlich mit Rührer b1 und Faserstreuer cl. Der aus diesem Bottich abgeleitete Asphaltfilz wird ebenfalls nach dem Walzenpaar d geführt, nachdem er vorher durch den Faserstreuer cr, in seiner ganzen Breite mit Fasern bedeckt worden ist.
  • Die Garn- oder Drahtspulen f werden in ein Gestell über oder hinter der Maschine eingehängt und die Garne oder Drähte nach den Preßwalzen d geführt; auf diesem Wege passieren sie einen Kamm g und werden dann zwischen die beiden Filzlagen eingebettet.
  • In der Ausführungsform nach Fig. 2 wird die Asphaltmasse in einem Bottich a. erhitzt; die Masse fließt dann in die Rinne b, welche mit einer Schnecke c und einem Faserstreuer d versehen ist. Durch eine Rohrleitung c gelangt die Masse nach einer jordan-Mühle f, worin die Fasern zerkleinert und innig von der Asphaltmasse durchtränkt werden. Der Stoff verläßt dann die jordan-Mühle und fließt durch ein Rohr h auf ein Metallsieb g auf; über dem Metallsieb g sind Faserstreuer il und i' angeordnet. Die Asphaltmasse mit den Fasern wird durch die geheizten Walzen k geführt. Sollen Filze mit Draht- oder Fadeneinlage hergestellt werden, so ist ein zweites Sieb g1 erforderlich; auf diesem Sieb befinden sich zwei weitere Faserstreuer i3 und i4. Die Garn- oder Drahtspulen l werden in ein Gestell über oder hinter der Maschine eingehängt, und die Garne oder Drähte werden ebenfalls nach den Walzen k geführt. Der Stoffauflauf erfolgt durch ein Rohr lil. Die beiden zusammengepreßten Filzbahnen «-erden nach dem darunterbefindlichen Metalltuch g' geführt, welches mit den Faserstreuern i' und i`' versehen ist. Die Stoffbahn mit den aufgestreuten Fasern wird durch das Walzenpaar in geleitet; von hier aus wird das fertige Material durch eine Kühlvorrichtung geführt und eventuell noch mit Talkum bestreut.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung von Asphaltpappe oder Asphaltschiefer aus mit Asphaltmassen getränktem Faserbrei, dadurch gekennzeichnet, daß die heiße Asphaltmasse mit Fasermaterial gemischt, aus dem Mischgefäße mittels Metallbandes oder anderer geeigneter Vorrichtungen entnommen und auf dem weiteren Arbeitsgange in an sich bekannter Weise noch mit Fasern versehen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Asphaltfilze gebildet werden, die, nachdem zwischen ihnen Fäden, Drähte, Bänder o. dgl. eingelegt worden sind, miteinander vereinigt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Weiterleiten der mit Fasermaterial gemischten heißen Asphaltmasse dienenden Einrichtungen vor der Aufnahme der Masse mit einer das Festkleben der Masse verhindernden Faserschicht bestreut werden.
DEW72838D 1926-06-13 1926-06-13 Verfahren zur Herstellung von Asphaltpappe und Asphaltschiefer Expired DE509042C (de)

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