DE509158C - Bogenanlege- und Ausrichtvorrichtung fuer Kopfdruckpressen - Google Patents

Bogenanlege- und Ausrichtvorrichtung fuer Kopfdruckpressen

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DE509158C
DE509158C DEM97530D DEM0097530D DE509158C DE 509158 C DE509158 C DE 509158C DE M97530 D DEM97530 D DE M97530D DE M0097530 D DEM0097530 D DE M0097530D DE 509158 C DE509158 C DE 509158C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F1/00Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
    • B41F1/26Details
    • B41F1/28Sheet-conveying, -aligning or -clamping devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

l NuV. 1930
AUSGEGEBEN AM
4. OKTOBER 1930
REICHSPATENTAMT >
PATENTSCHRIFT
JV* 509 158
KLASSE 15 d. GRUPPE 50
M Q-J530 XHj iß d ·
Miller Saw-Trimmer Company in Pittsburg, V. St. A.
Bogenanlege- und Ausrichtvorrichtung für Kopfdruckpressen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Dezember 1926 ab
Gegenstand- tier Erfindung ist eine Vor-' richtung zum Anlegen und Ausrichten der Bogen bei einer Kopfdruckpresse, deren Drehtisch' eine Anzahl Bogenklemmen aufweist und absatzweise um seine Achse gedreht wird, um die von den Klemmen erfaßten Bogen nacheinander von der Aufnahmestellung in die ^rückstellung zu führen.
Bd bekannten Vorrichtungen dieser Art waren auf dem Drehtisch in Verbindung mit jeder Bogenklemme besondere Bogeneinstellvorrichtungen vorgesehen. Infolge unvermeidlicher kleiner Abweichungen in der Stellung dieser Vorrichtungen war es unmöglich, ein völlig gleiches Einstellen der aufeinanderfolgenden Bogen gegenüber der Druckform zu erreichen.
Die Erfindung behebt diesen Mangel und ermöglicht zugleich eine Anpassung an Bogen
ao verschiedener Abmessungen oder an verschiedene Stellungen des Aufdruckes auf dem Bogen.
Zu diesem Zwecke ist eine einzige BogeneinstellvOrrichtung an der Bogenaufnahme-
s5 stelle vorgesehen, die während des Stillstandes des Drehtisches in Wirkung tritt, um jeden vom Drehtisch in die Arbeitslage zu fördernden Bogen unmittelbar nach seiner Auflieferung auf diesen an Anschlägen auszurichten, bevor er durch die Klemme erfaßt wird. Durch diese einzige Einstellvorrichtung werden alle Bogen genau übereinstimmend eingestellt.
Die Ausrichtanschläge sind zusammen mit einem den Drehtisch in richtiger Lage verriegelnden, kegelförmigen Bolzen o. dgl. auf einer taktmäßig heb- und senkbaren Platte angeordnet und werden während der Drehung des Tisches aus dessen Bahn gebracht.
Ferner kann der Drehtisch zur Anpassung an Bogen verschiedener Höhe oder an verschiedene Stellungen des Druckes als Ganzes gegen die Druckform oder von ihr fortbewegt werden·.
Die Erfindung ist auf den Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Abb. ι ist ein Teilschnitt durch eine Presse mit Draufsicht auf den Tisch und die Zuführvorrichtung.
Abb. 2 ist in größerem Maßstabe eine \"orderansicht des oberen Teiles der Presse.
Abb. 3 zeigt einen Teil der Presse in Seitenansicht.
Abb. 4 zeigt ebenfalls in Seitenansicht einen weiteren Teil der Presse.
Abb. 5 ist in größerem Maßstabe eine Draufsicht auf den Tisch entsprechend Abb. 1.
Abb. 6 ist ein waagerechter Teilschnitt des vorderen Teiles der Maschine, in dem Teile weggebrochen sind.
Abb. 7 und 8 zeigen Einzelheiten.
Der Erfindungsgegenstand ist zwar an einer Presse bestimmter Art dargestellt, kann aber bei allen anderen Druckpressen und bei anderen Maschinen angewendet werden, bei ■denen Papierbogen oder Karten zu handhaben sind.
Die Vorrichtung kann sowohl, wie dargestellt, als Zusatzvorrichtung an bestehenden Pressen oder anderen Maschinen angebracht
als auch in neue Pressen eingebaut werden. In jedem Falle ist es erwünscht, daß sie beliebig in und außer Arbeitsstellung gebracht werden kann.
Bei der Anbringung als Zusatz wird die ganze Vorrichtung an einer Seite des Pressenvorderteiles angelenkt, so daß sie bei Nichtgebrauch zur Seite geschwenkt werden kann, damit sie nicht beim Einstellen der am Vörderteil der Presse befindlichen Teile stört.
Der Preßstempel 55 wird von der durch das Zahnrad 51 getriebenen Hauptwelle 52 aus durch Vermittlung von Exzenterstangen 54 gehoben und gesenkt. Das Widerlager 57, die Druckform 56, der Druckformhalter 58 und der Preßtisch 59 sind bekannter Ausführung.
Die Anlegevorrichtung wird von einer schwenkbaren Platte 60 getragen, die auf der einen Seite durch Scharniere 61, 62, 63 an den vorderen Teil des Pressengestells angelenkt ist und auf der anderen Seite an diesem in der Arbeitsstellung durch einen Schraubenbolzen 66 festgelegt werden kann, der einen am Pressengestell angeschraubten Winkel 64 und einen Ansatz 65 der Platte zusammenschließt. An der Platte 60 ist unten ein seitlicher Ausleger 67 befestigt.
Auf Gleitbahnen 74 an der Oberseite des Auslegers 67 läuft der einen Schlitten bildende untere Teil 75 eines Rahmens 73. Mittels im Ausleger 67 gelagerter, am Ende einen Vierkant 75C zum Aufstecken einer Kurbel o. dgl. aufweisender Spindel 7S6 und einer am Schlitten 75 befestigten, auf der Spindel geführten Mutter 75° kann der Rahmen 73 um jedes gewünschte Maß gegen die Presse verstellt werden.
Der Rahmen 73 trägt die Vorrichtungen zum selbsttätigen Zuführen der Bogen von einem Hubstapel zum Tisch, zum selbsttätigen genauen Einstellen und Festklemmen der Bogen auf dem Tisch, zum Einstellen und Festhalten des Tisches in richtiger Stellung zu Druckform und Widerlager während des Drückens, zum Einschalten von Ruhepausen zwischen den einzelnen Vorgängen und zum Abführen des bedruckten Bogens vom Tisch. Der Rahmen 73 hat einen Seitenteil 80 (Abb. 4) und einen Vorderteil 81.
Die verschiedenen Mechanismen des Rahmens 73 iwerden durch eine senkrechte Welle 83 (Abb. 3,4) angetrieben. Diese ruht in Halslägern S4 und 85, die von an die Seitenteile des Rahmens angeschraubten Böcken 86, 87 getragen werden, und in einem vom unteren Lagerbock 87 getragenen Spurlager 88. Ihr Antrieb erfolgt vom Hauptzahnrad 51 aus durch Zahnrad 89, Gelenkwelle 77-92, Schnecke 93 und Schneckenrad 94. Die Gelenkwelle 77-92 gestattet beim Verschieben ■iles Rahmens 73 längs der Gleitbahn 74 die selbsttätige Anpassung.
Die senkrechte Welle 83 treibt von einem Kegelrad 97 (Abb. 3) aus über ein Kegelrad 99, eine Vorgelegewelle 100 und Kegelräder 101, 102 auf eine Hauptexzenterwelle 98, die ihrerseits verschiedene Mechanismen in Tätigkeit setzt.
Die Lager 103, 104 der Vorgelegewelle 100 sitzen auf einem Bock 105, der an den Seitenteil des verschiebbaren Rahmens 73 angeschraubt ist. Etwas oberhalb des Kegelrades 97 ist auf der senkrechten Welle 83 eine Daumenscheibe 106 angebracht, die der Achse 107 des Klemmdaumens 108 eine Drehbewegung erteilt. Über dem Lager 84 der Welle 83 ist die Treibscheibe 109 eines den Drehtisch absatzweise mit dazwischenliegenden Pausen antreibenden Malteserkreuzgetriebes 109,110 (Abb. 3) angeordnet, das in der üblichen Weise für vier Stellungen eingerichtet ist. Oberhalb der Treibscheibe 109 ist auf der Welle 83 ein Stirnzahnrad 117 befestigt, das auf ein lose auf dem oberen Ende der hohlen Welle 119 des Drehtisches 79 gelagertes Stirnrad 118 treibt.
Auf dem rechten Ende der Hauptexzenterwelle 98 sitzt eine Kurbel 123, die den Träger 124 für die Saugnäpfe 135 (Abb. 3) vorwärts und rückwärts bewegt, um nacheinander die Papierblätter vom Hubstapel 125 auf den Drehtisch 79 zu fördern. Ein der Kurbel 113 benachbarter Daumen 126 sorgt für die stets richtige Höhenlage des Hubstapels 125 (Abb. 4) zum Saugheber.
Ein weiterer Daumen 127 betätigt die Verriegelungs- und Feststellvorrichtung für den Tisch. Jedesmal wenn der Tisch in einer neuen Stellung zur Ruhe kommt, wirkt dieser Daumen auf eine Vorrichtung, durch die der Tisch mittels eines Stiftes genau in der rieh- . tigen Stellung verriegelt wird und die Anschläge 128, 129, 130 (Abb. 3 und 5) für das Papier gehoben und gesenkt werden, um das nächste dem Tisch zügeführte Papierblatt genau einzustellen.
Ein Daumen 131 (Abb. 6, 7) steuert die Anschubvorrichtung, durch die jedes Blatt, nachdem es in die ungefähr richtige Lage auf den Tisch gekommen ist, an die Stifte 128, 129, 130 herangeschoben wird.
Ein Daumen 132 (Abb. 3, 6), der mit einer Rolle 133 an einem Hebel 134 (Abb. 3) zusammenwirkt, veranlaßt das Niedergehen der Saugnäpfe 135 zwecks Abnahme eines Blattes vom Stapel 125.
Von einer näheren Beschreibung der Anordnung und Wirkungsweise der \7orrichtungen zum Heben 'des Papier stapeis, und zum Betreiben des Saughebers kann abgesehen werden, da sie nicht zur Erfindung gehören.
Der Drehtisch "9 dreht sich mit Unterbrechungen durch Ruhepausen bei jedem Umlauf der Presse um 90 \ Die hohle Welle 119 des Malteserkreuzes 110,mit dem der zweckmäßig als Platte ausgebildete Oberteil des Drehtisches in fester Verbindung steht, ist in einem Ansatz 86" des oberen Lagers 86 der Welle 83 gelagert. Auf jeder der vier Seiten des Tischoberteils ist ein durch Reibung wirkendes Zugglied 156 (Abb. 5) gelagert.
Nachdem der Tisch zum Stillstand gekommen ist. erhält er eine endgültige Feineinstellung, in der er verriegelt wird. Dies geschiebt mit Hilfe eines kegelförmigen Bolzens 159 (Abb. S), der von einer sich periodisch^ hebenden Platte 213 getragen wird und je-* weils in eine von vier Büchsen 161 (Abb. 3, 5) eingreift, die einstellbar am Drehtisch 79 befestigt sind. Die Büchsen ιοί haben entsprechend der Form des Bolzens 159 kegelförmige Löcher 160, so daß beim Eintritt des Bolzens in eine Büchse der Tisch, wenn nötig, eine kleine Bewegung erhält, die ihn in seine genaue endgültige Lage bringt. Die Büchsen 161 gelangen nacheinander in die Arbeitsstellung gegenüber dem Bolzen 159 und werden von vornherein so eingestellt, daß durch ihr Zusammenspiel mit dem Bolzen 159 die Teile des Tisches nacheinander in genau dieselbe Lage gegenüber der Druckform kommen. Die Platte 213 ist am oberen Ende einer Stange 406 befestigt (Abb. 8). die in einer von dem Lagerbock 105 getragenen Hülse 407 gleitet. Eine zwischen der Platte 213 und dem Lagerbock 105 angebrachte Druckfeder 409 hat das Bestreben, die Platte 213 in gehobener Stellung zu halten, die durch den Eingriff eines Stiftes 410 in einen Schlitz der Hülse 407 bestimmt ist. Die Stange 406 trägt an ihrem unteren Ende einen ^vaagerechten Arm 411, auf dessen Oberseite eine Rolle 412 am Ende eines Hebels 413 wirkt. Eine Rolle 414 am anderen Ende des Hebels 413 liegt am Daumen 127 der Welle 98 an (s. auch Abb. 6).
Bei der Bewegung des Drehtisches wird durch Einwirkung des Hubteiles des Daumens 127 auf die Rolle 414 die Platte 213 niedergehalten, so daß der Bolzen 159 außerhalb der Bahn des Drehtisches liegt. Kommt der Drehtisch zum Stillstand, so gelangt die Basis des Daumens 127 in Gegenüberstellung mit der Rolle 414. Dadurch wird die Platte 213 für das Anheben durch die Feder 409 frei, so daß der Bolzen 159 in die unmittelbar über ihm stehende Büchse 161 eintritt und die Feineinstellung des Tisches sowie seine Verriegelung bewirkt. Bevor eine neue Bewegung des Tisches beginnt, ist tier Hubteil des Daumens 127 wieder in Eingriff mit der Rolle 414 gekommen, so daß die Platte 213 wieder unter die Bahn des Tisches gesenkt wird.
In der Oberfläche der Platte 213 sind zwei Paare von Schlitzen 415 gebildet, die sich in derselben Lage wie zwei Paare von Schlitzen 1O2 in jeder Kante des Drehtisches befinden (Abb. 5 und 6). In einem Paar dieser Schlitze 415 sind zwei Höhenanschläge 128, 129 einstellbar angeordnet. Ist der anzulegende Bogen breit, so werden die Anschläge 12S. 129 in die Schlitze 415 eingesetzt, die mit den beiden äußeren Schlitzen 162 des Tisches übereinstimmen. Bei schmalen Bogen werden die Anschläge in diejenigen Schlitze 415 eingesetzt, die den beiden inneren Schlitzen 162 des Tisches entsprechen. Durch Verschieben der Anschläge in den Schlitzen kann man eine Feineinstellung der endgültigen Lage des Bogens gegenüber der Druckform erhalten.
In der oberen Fläche der Platte 213, und zwar quer zu ihr und parallel zur Kante des Drehtisches, sind ferner Schlitze 416, 417 angeordnet, je einer links und rechts. In einem dieser Schlitze ist. der Schieber 130° eines Seitenanschlages 130 gelagert, der in dem Schlitz in der gleichen Weise verstellbar ist wie die Höhenanschläge 128, 129 in ihren Schlitzen 415. Gewöhnlich, und zwar besonders da, wo die Reibungszugstangen (s. weiter unten) verwendet werden, wird der Seitenanschlag 130 in den linken Schlitz 416 eingesetzt. Wo jedoch für irgendeinen Zweck ein rechtsseitiges Anlegen erwünscht ist, wird ider Anschlag in den rechtsseitigen Schlitz 417 eingesetzt.
Xach der Verriegelung des Tisches in der genannten Lage durch den Bolzen 159 läßt der Saugnapfträger 124 ein Blatt auf den Tisch fallen und werden die Höhenanschubglieder 163, 164 und die Seitenanschubglieder 165, 16511 (Abb. i, 2. 5) durch den Daumen 131 bewegt. Diese Glieder bestehen zweckmäßig aus schwachen Schraubenfedern und werden aufgerichtet, um das Papier gegen die Anschläge zu schieben.
Es sind zwei Höhenschieber vorgesehen, ■die zusammen wirken, und 'gleichfalls zwei Seitenschieber, die einzeln, aber in der Regel no' nicht gemeinsam wirken können. Die Schieber schieben das Papier gleichzeitig in zwei Richtungen gegen die Höhen- und Seitenanschläge.
Eine der Reibungszugstangen 158 (Abb. 5) hat sich inzwischen mit offenen Backen vorwärts bewegt und das Papier eingeklemmt. Sie bewegt sich jetzt zurück, wobei der Bogen zwischen den aus Gummi bestehenden Belägen der Backen leicht festgehalten wird.
Während der Rückwärtsbewegung der Zugstange, bei der sie den Bogen gegen die An-
schlage zieht, wird eine Klemme 168 (Abb. i, 5) freigegeben und klemmt das Blatt auf der Oberfläche des Tisches fest.
Beim Festklemmen durch die Klemme 168 wird die vordere Kante des Bogens von der Kante des Drehtisches79 getragen, während seine Seitenkanten auf Fingern 400 ruhen, die paarweise an jeder Seite des Drehtisches vorstehen und mittels schwalbenschwanzlärmiger Schieber 401 (Abb. 3), die in entsprechenden Nuten an der Unterseite des Tisches geführt sind, zur Anpassung an Bogen verschiedener Breite längs den Kanten des Drehtisches verstellt werden können. Nachdem der Bogen durch den Saugnapfträger 124 in Richtung auf die Höhenanschläge 128, 129 zugeführt ist, wird er mit diesen Anschlägen und dem Seitenanschlag 130 durch die Höhenanschubglieder und das ao Seitenanschubglied in genaue Anlage gebracht.
Schienen 402 ragen von dem vorderen Teil 81 des verschiebbaren Rahmens 73 nach vorn (Abb. i, 3, 6). Auf ihnen ist in solcher Weise, »5 daß er in Richtung auf den Drehtisch und von ihm fort entsprechend der Höhe und Breite des Bogens einstellbar ist, ein Rahmen 403 gelagert, der an den Enden Lager für eine Höhenanschubwelle 176 aufweist. An dieser Welle sind mittels Lager Ί83 die Höhenschieber 163, 164 befestigt, die, wie bereits bemerkt, zweckmäßig aus schwachen Schraubenfedern bestehen.
Auf dem Ende der Welle 176 sitzt ein Ritzel 175 (Abb: 3), mit dem ein am Rahmen 403 drehbar gelagerter Zahnbogen 174 in Eingriff steht. Ein rückwärtiger Arm 173 des Zahnbogens 174 faßt mit einem Stift 172 in einen Schlitz einer Stange 169 (Abb. 3), die auf der einen Maschinenseite abwärts geht und an ihrem unteren Ende 170 (Abb. 6) eine Rolle 171 trägt, die an der von der Exzenterwelle 98 getragenen Kurvenscheibe 131 anliegt. Drückt die Kurvenscheibe 131 die Stange 169 abwärts, so wird die Welle 176 im Uhrzeigersinne gedreht, wodurch die Höhenschieber 163,164 die hintere Kante des Bogens erfassen und diesen gegen die Höhenanschläge 128, 129 schieben. Gelangt der Grundbogen der Kurvenscheibe 131 in Gegenüberstellung mit der Rolle 171, so werden die Höhenschieber durch die Wirkung einer Feder 177, die einerseits an einen Stift 178 des Zahnbogens 174, anderseits an einen Stift 179 am Rahmen 403 angehängt ist, rückwärts und abwärts gedreht.
In Querführungen 404 in dem Rahmen 403
sind zwei Ständer 405 gelagert (Abb. 3, 6), jlie Seitenanschubwelleni82 tragen, auf denen die Seitenschieber 165, 165" gelagert sind.
Diese Sei tenschieberwellen tragen Kegelräder 181, die mit entsprechenden Kegelrädern iSo auf der Höhenschicberwelle 176 kämmen, so daß die Drehbewegungen der Höhenschieberwelle auf die Seitenschieberwellen übertragen werden und die Seitenschieber zugleich mit den Höhenschiebern bewegt werden. Die Ständer 405 sind in der Längsrichtung des Rahmens 403 verstellbar, so daß sie für Bogen verschiedener Breiten verwendbar sind. Gewöhnlich wird nur einer der Seitenschieber 165 oder 165° verwendet, und zwar derjenige, der auf der entgegengesetzten Seite wie der jeweils eingestellte Seitenanschlag 130 liegt.
Auf jeder der vier Seiten des Drehtisches ist eine Bogenklemme 168 gelagert, die durch Federwirkung geschlossen gehalten werden. Den vier Klemmen entspricht ein einziger Daumen 108, der jede der bei 186 in einem Lager 185 drehbare Klemme gegen die Wirkung ihrer Feder 184 zweckmäßig in dem Augenblick öffnet, in welchem der zuletzt bedruckte Bogen von der Ablegevorrichtung erfaßt worden ist.
Der Daumen 108 hält dann die Klemme 16S während eines Teiles der darauffolgenden Stillstandsperiode often, bis der ankommende Bogen genau gegen die Anschläge eingestellt worden ist, um sie, wenn die Reibungszugstangen den Bogen genau eingestellt halten, loszulassen, damit sie den Bogen an den Tisch anklemmt.
Das innere Ende 187 jeder Klemme ist leicht abgeschrägt, um mit der entsprechenden Abschrägung 188 (Abb. 3) der Unterseite des Klemmdaumens 108 leicht in Eingriff zu kommen. Der Daumen 10S ist mittels einer Schraube ioS" an der Welle 107 befestigt, die in der Achse des Drehtisches durch dessen hohle Welle 119 hindurch abwärts geht und am unteren Ende einen Kurbelarm 189 trägt. Eine Rolle 190 am äußeren Ende dieses Armes liegt unter dem Einfluß einer am Lager 192 des Drehtisches befestigten, am Arm 1S9 angreifenden Torsionsfeder 191 an der auf der senkrechten Welle 83 sitzenden Kurvenscheibe 106 an.
Wenn durch die Wirkung des Malteserkreuzes 110 der Drehtisch eine Vierteldrehung vollendet hat, steht eine Klemme 16S, die einen gedruckten Bogen festhält, mit dem abgeschrägten Ende 187 der abgeschrägten Kante 188 des Daumens 108 dicht gegenüber. Bei stillstehendem Malteserkreuz und Drehtisch setzen nun die Treibscheibe 109 des Malteserkreuzgetriebes und die Kurvenscheibe 106 ihre Drehung fort. Letztere bewirkt dabei eine Bewegung des Daumens 108 im Sinne des Uhrzeigers in die in Abb. 5 dargestellte Lage. Dadurch wird die in Abb. 5 untenstehende Klemme 16S geöffnet und somit der gedruckte Bogen losgelassen, während
die in Abb. 5 rechts stehende Klemme,'1 die bei dem vorhergehenden Arbeitsgang geöffnet wurde, zunächst noch offen gehalten wird, um nach Einführung eines neu zugeführten Bo-JiI1MiS durch eine geringe Weiterdrehung des Daumens mittels der Kurvenscheibe 106 zum Schließen freigegeben zu werden, worauf der Daumen 108 sich unter dem Einfluß der Kurvenscheibe 106 in seine Ruhelage zurückbewegt, ohne einen Einfluß auf die soeben geschlossene und inzwischen von ihm fortbewegte Klemme 168 auszuüben, während er «lie sich unter ihm fortbewegende, soeben geöffnete Klemme offen hält.
!5 Die in schrägen Schlitzen des Drehtisches geführten Zugschieber 158 werden selbsttätig vorwärts und rückwärts bewegt sowie geöffnet und geschlossen. Zum Yorwärtsbewegen dient für jeden Schieber ein Hebel 207, der auf der Platte des Drehtisches mittels eines Bolzens 20S drehbar gelagert ist, an einem am Kopf des Schiebers 158 sitzenden Stifi 201 angreift und am inneren Ende ciiiKMi aufwärts ragenden 'Stift 209 trägt.
Pid der Drehung des Drehtisches kommen die Stifte 209 nacheinander mit einem an der Nabe des Daumens 108 angebrachten Stift 210 in Eingriff und werden dadurch zurückgeschoben, so daß der Hebel 207 gedreht und der Schieber 158 vorgeschoben wird.
Ist der Schieber vorwärts bewegt worden, so werden seine Backen mittels eines Hubgliedes 211 (Abb. 3, 5) geöffnet, das mit einem Stift 212 unter die obere Backe faßt.
Je ein solches Hubglied ist für jeden Zugschieber vorgesehen. Es besteht aus einer viereckigen Stange, die frei durch eine passende Öffnung im Drehtisch gleitet. Wenn ein Zugschieber bei der Drehung des Tisches in die Zuführstellung gelangt, kann sein Hubglied durch den Kopf eines Hebels 214 (Abb. 5) erfaßt werden, der bei 215 in der Platte 213 gelagert ist und gewöhnlich durch eine Feder -Ji/ gegen einen Anschlagstift 218 gedrückt wird. Ein am Arm 219 des Hebels 214 sitzender Stift 220 kann mit einem-am Zahnrad 118 befestigten Daumen 221 in Eingriff kommen. Das lose auf der Welle des Drehtisches sitzende Zahnrad ϊΐ8 kämmt mit dem von der Welle 83 getragenen gleich großen Zahnrad 117 und macht daher bei jedem Arbeitsgang der Presse eine Umdrehung, wobei es nacheinander auf jeden Schieber 158 wirkt, wenn er in die Bogenzuführstellung kommt.
Auf der unteren Seite des Drehtisches ist ■für jeden.Schieber 15S auf einen Stift223 ein am nach unten durchgehenden Stift 201 angreifender Hebel 224 gelagert, auf dessen einwärts ragemlen Arm ein Stift 222 am Zahn-Po rad 118 im Sinne eines Zurückziehens des Schiebers 158 wirkt.
Als Vorbereitung zum Drucken eines Postens werden im allgemeinen folgende Einstellungen vorgenommen: Die ganze Anlegevorrichtung wird auf die Presse zu oder von ihr fortbewegt, je nach der Größe der zu bedruckenden Bogen und der Stellung des Druckes auf diesen; dies wird erreicht durch Drehen der Spindel 75* in der einen oder anderen Richtung. Die Höhenanschläge 128, 129 und der Seitenanschlag 130 werden in bezug auf die Platte 213 so eingestellt, daß man die richtige Einstellung des zu bedruckenden Blattes zu der Druckform erhält, wenn das Blatt bis zu ihr gelangt ist. Der Rahmen 403 wird auf den Schienen 402 bewegt, bis die Höhenschieber 163, 164 in der richtigen Stellung sind, um ein Blatt von der gegebenen Höhe einwandfrei einzustellen. Ebenso wird einer der Ständer 405 auf dem Rahmen 403 derart eingestellt, daß einer der Seitenschieber 165 oder 165° in die richtige Stellung entsprechend der Breite des Blattes und der Stellung des Seitenanschlages 130 gebracht wird. Die Tragfinger 400 werden entsprechend der Breite des Blattes so eingestellt, daß sie unter dessen Kanten fassen (Abb. 1).
Wenn der Drehtisch 79 zum Stillstand kommt, ist die gegenüber dem Papierstapel befindliche Klemme offen infolge der Einwirkung des Daumens 108 auf ihr hinteres Ende. Der Zuggreifer 158 ist geschlossen. Die Höhenschieber 163, 164 und der Seitenschieber 165 oder 165° sind rückwärts und abwärts gedreht. Der Verriegelungsbolzen 189, die Höhenanschläge 128, 129 und der Seitenanschlag 130 liegen unterhalb des Drehtisches.
Nachdem der Drehtisch zum Stillstand gekommen ist, wird die Platte 213 gehoben, wodurch der Bolzen 159 in die über ihm stehende Büchse 161 eingreift, um dadurch die Feineinstellung des Drehtisches und seine Verriegelung in der endgültigen Stellung zu bewirken. Beim Heben der Platte 213 gelangen die Höhenanschläge 128, 129 und der Seitenanschlag 130 in ihre wirksame Lage über dem Drehtisch, wobei die Höhenanschläge 128, 129 durch die Schlitze 162 des Drehtisches hindurchgehen. Das Heben der Platte bewirkt durch den Anschlag ihres Hebels 219 an das Hubglied 211 das öffnen des Zuggreifers, wodurch dieser zur Aufnahme der Kaute des gerade in der Zuführung begriffenen Bogens geöffnet wird.
Der Bogen wird nun durch den Saugnapfträger 124 nach vorn gebracht und in einer Stellung fallen gelassen, in der sein vorderer Teil durch die Kante des Drehtisches und seine beiden Seitenteile durch die Finger 400 getragen werden; dabei liegt der Bogen so, daß er sich mit seiner Vorderkante in der
Nähe der Höhenanseliläge 12S, 129, mit der Seitenkante in der Nähe des Seitenänschlages 130 befindet. Hierauf werden die Höhenschiebcrwelle 176 uncl die Seitenschieberwellc 182 so gedreht, daß die Höhenschieber 163, 164 und der Seitenschieber 165 oder 165" aufwärts schwingen. Diese Schieber erfassen ilen Bogen au der hinteren Kante und einer Seitenkante und schieben ihn nachgiebig gegen die Höhenanschläge 128, 129 und den Seitenanschlag 130.
Nach diesem Vorgang erfaßt der Daumen 221 am Zahnrad r18 den Stift 220 am Hebel 219 und bewegt letzteren unter dem Hubglied 211 fort, wodurch die obere Backe des Zuggreifers 158 sich auf den eingestellten Bogen senkt. Kurz darauf erfaßt der Stift 222 des Zahnrades 118 das innere Ende des Armes 224, dreht diesen und bewirkt damit eine Rückwärtsbewegung des Zuggreifers in seinem Schlitz. Wenn der Bogen bereits an den Höhenanschlägen anliegt, gleiten die Beläge 166 und 167 des Zuggreifers lediglich auf ihm und halten damit diese Anlage aufrecht.
Im anderen Falle bringt der Zuggreifer, da er sich in schräger Richtung bewegt, zuerst den Bogen in Anlage an die Höhenanschläge, um dann erst auf ihm zu gleiten. Gleichzeitig führt der Daumen 108 seine kleine Endbewegung im Uhrzeigersinne aus, wodurch die Klemme 168 den eingestellten Bogen festklemmt.
Hierauf geht die Platte 213 nieder und nimmt den Bolzen 169, die Höhenanschläge 128, 129 und den Seitenanschlag 130 mit, so daß sie aus dem Bereich des Drehtisches kommen.
Der Tisch führt nun eine Vierteldrehung aus, worauf ein neuer Bogen demjenigen Greifer zugeführt wird, der sich jetzt gegenüber dem Papierstapel befindet.
Bei der nächsten Vierteldrehung des Drehtisches gelangt der zuerst angelegte Bogen in die Druckstellung und wird bedruckt.
Bei der folgenden Vierteldrehung des Drehtisches gelangt der soeben bedruckte Bogen in eine Stellung, in der er zunächst noch durch die Klemme 168 gehalten wird. In diesem Zeitpunkt führt der auf die Klemmen wirkende Daumen 108 unter dem Einfluß der Kurvenscheibe 106 seine Hauptbewegung im Uhrzeigersinne aus, wodurch die Klemme 168 geöffnet wird, die damit den Bogen freigibt und auf der Kante des Drehtisches und auf den Fingern 400 liegen läßt. Aus dieser Stellung wird der Bogen durch die nicht beschriebene Ablegevorrichtung abgeführt,

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Bogenanlege- und Ausrichtvorrichtung für Kopfdruckpressen mit einem Drehtisch, der eine Anzahl Klemmen aufweist, von denen jede dazu bestimmt ist, einen Bogen auf dem Drehtisch festzuhalten, der absatzweise gedreht wird, um die von den Klemmen erfaßten Bogen nacheinander von der Aufnahmestellung in die Druckstellung zu führen, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Drehtisch (79) in die Arbeitslage zu fördernde Bogen unmittelbar nach seiner Auflieferung auf diesen an Anschlägen (128, 129, 130) ausgerichtet wird, die zusammen mit einem den Drehtisch in richtiger Lage verriegelnden, kegelförmigen Bolzen o. dgl. auf einer taktmäßig heb- und senkbaren Platte (213) angeordnet sind und während der Drehung des Tisches aus dessen Bahn gebracht werden.
2. Bogenanlege- und Ausrichtvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den. Anschlägen (12S, 129, 130) zusammenwirkenden Anschubglieder (163, 164, 165) an einem schwingenden Organ (176) angebracht sind, durch dessen Schwingbewegung die Ausrichtorgane sich nach dem Ausrichten und dem Erfassen des Bogens durch die Klemmen gleichfalls aus der Bahn des Drehtisches herausbewegen.
3. Bogenanlege- und Ausrichtvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehtisch (79) und die Bogenzuführvorrichtung (73,125,141) an einer gemeinsamen Achse (62) angelenkt sind, um die sie als Ganzes gegen die Druckvorrichtung (56, 57) oder von ihr fortbewegt werden können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEM97530D 1926-12-22 1926-12-22 Bogenanlege- und Ausrichtvorrichtung fuer Kopfdruckpressen Expired DE509158C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1275030B (de) * 1963-05-10 1968-08-14 Smyth Europea Spa Vorrichtung zur Herstellung von Bucheinbanddecken

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1275030B (de) * 1963-05-10 1968-08-14 Smyth Europea Spa Vorrichtung zur Herstellung von Bucheinbanddecken

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