DE509571C - Schwenkbare Handvorlage fuer Schleifmaschinen - Google Patents
Schwenkbare Handvorlage fuer SchleifmaschinenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
- B24B41/00—Component parts such as frames, beds, carriages, headstocks
- B24B41/06—Work supports, e.g. adjustable steadies
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Grinding Of Cylindrical And Plane Surfaces (AREA)
Description
Ein bisher allgemein beobachteter Übelstand bei Schleifmaschinen für Handschliff
ist der, daß eine große Anzahl Unfälle dadurch entsteht, daß Werkstücke sich zwissehen
Handvorlage und Schleifscheibe klemmen, sobald diese nicht ganz nahe an die Schleifscheibe herangestellt wird. Bei der
durchweg starren Anordnung der Handauflagen tritt in diesen Fällen fast stets ein
Scheibenbruch ein mit seinen unheilvollen Folgen. Wie groß diese Gefahr ist, beweist
der Umstand, daß die Unfallberufsgenossenschaften sich dauernd veranlaßt sehen, durch
.Schrift und Bild darauf hinzuweisen und damit die Beteiligten zu veranlassen, auf die
Notwendigkeit einer dauernden Beistellung der Handauflagen an die Schleifscheiben zu
achten.
Es sind zwar auch schon Handvorlagen für Schleifmaschinen bekannt, welche beim Einziehen
eines Werkzeuges zwischen den Stein und die Handauflage zwecks Vermeiden des Festklemmens des Werkzeuges selbsttätig ausgelöst
werden und bei welchen z. T. auch die
as Möglichkeit gegeben ist, daß beim Einziehen
schmaler Werkstücke die Auflage selbsttätig in ihre Normallage zurückkehrt.
Diese Vorrichtungen haben durchgehende den Nachteil, daß der Auslösemechanismus
zu kompliziert ist, wodurch die Betriebssicherheit stark verringert wird.
Die Erfindung betrifft nun eine neue Handvorlage für Schleifmaschinen, die äußerst
einfach und billig herzustellen ist und eine unbedingte Sicherheit gegen Unfälle gewährleistet.
Ein besonderer Vorteil der neuen Handauflage liegt noch darin, daß der auftretende
Reaktionsdruck sich genau in der Richtung, in welcher er entsteht, beim Beiseiteschieben
der Auflage auswirken kann, während bei den bekannten Ausführungen nur eine Komponente dieses Druckes für
die gewünschte Wirkung ausgenutzt wird, so daß also beim Erfindungsgegenstand die entstehenden
Kräfte günstiger ausgenutzt werden.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung veranschaulicht, und zwar
zeigt Abb. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung, teilweise im Schnitt, Abb. 2 den Drehzapfen
der Handvorlage, Abb. 3 eine Draufsieht und Abb. 4 und 5 den Drehzapfen mit
der Sperrvorrichtung in ein- und ausgerückter Stellung.
Der Grundgedanke ist der, daß die Handvorlage alle Kräfte in der Richtung X unbedingt
aufnehmen, also in dieser Richtung starr sein muß, während sie bei auftretenden Kräften oder Kräftekomponenten in Richtung Y
nachgeben soll, sobald diese Kräfte eine bestimmte Größe unter der Bruchgrenze der
Schleifscheibe überschreiten. Zu diesem Zweck erhält die Handvoiiage α eine Drehachse C-D,
welche in der Richtung X liegt und seitlich von der Schleifscheibe angeordnet ist. Die
Drehachse wird durch einen Stahlbolzen b gebildet, der in den Körper der Handvorlage
eingepreßt ist. Dieser Drehbolzen kann sich in seinem Führungsstück c drehen, solange
er nicht von dem Sperrbolzen d daran gehindert wird. Das Führung'sstück c wird entweder
undrehbar oder, wie in der Zeichnung angedeutet, um eine Achse E-F verstellbar mit
dem Gestell der Schleifmaschine, je nach der Konstruktion, verbunden. Als Verbindungsglied
könnte etwa ein Halter e dienen, der in der Richtung M- verstellbar sein muß, entsprechend
der Schleifscheibenabnutzung. Wichtig
ίο ist, daß alle Konstruktionsteile, wie das Führungsstück
c und der Halter e, seitlich von der Schleifscheibe angeordnet sind. Der
Raum unterhalb der Handvorlage ist vollständig frei, damit ein etwa herunterfallendes
Werkstück sich nicht nochmals fangen kann.
Die Fixierung der Handvorlage α mit dem
Drehbolzen b in der Normalstellung geschieht durch den Sperrbolzen d, welcher vorne als
Kegelstumpf ausgebildet ist und damit in eine entsprechende Anbohrung des Drehbolzens b
genau passend eingreift. Um einen genauen Sitz des Sperrbolzens auf dem ganzen Umfang
seines Kegelmantels zu erzielen, ist an dem Drehbolzen b eine Fläche b' (Abb. 2)
angefräst, die die Anbohrung erhält. Der Sperrbolzen d wird in einer entsprechenden
Bohrung des Führungsstücks c genau geführt und durch eine Druckfeder / nebst Druckschraube
g fest in seinen Kegelsitz in der Bolzenfläche b' gepreßt.
Im normalen Betrieb genügt der Druck der Feder/, um den Sperrbolzend so fest in
seinen Kegelsitz zu pressen, daß der Drehbolzen / feststeht, die Handvorlage α also auch
gegen willkürliche Bewegung in Richtung Y gesichert ist.
Tritt jedoch der Fall ein, daß ein Werkstück K., etwa ein Schraubenzieher, am
Punkte P zwischen Schleifscheibe und Handvorlage gerät, so tritt eine sehr große Kräftekomponente
in Richtung Y auf, der die Handvorlage α jedoch in Richtung Y' nachgeben
kann. Sie wird sich um den Drehbolzen b in dieser Richtung drehen; der Sperrbolzen
wird aus seinem Kegelsitz herausgedrückt und in seiner Führung zurückgeschoben. Die
Feder / wird entsprechend zusammengedrückt. Die Größe der Kräftekomponente F, bei welcher
die Handvorlage weggedrückt wird, kann genau festgelegt werden durch Spannung
und Hub der Feder / sowie durch den Durchmesser und den Kegelwinkel
des Sperrbolzens d. Ihr Größenwert muß so bestimmt werden, daß er stets unterhalb
der Bruchgrenze der Schleifscheibe liegt. Wenn die Handvorlage nach rückwärts nachgegeben
hat, wird das Werkstück durch die Reibung an der Schleifscheibe nach unten
mitgenommen und kann, sobald es aus dem Bereich der Handvorlage heraus ist, frei nach g0
unten fallen, da durch die oben beschriebene Konstruktionsanordnung keinerlei Maschinenteile
hindernd im Wege sind. Ist das Werkstück nur schmal und wird die Handvorlage dadurch nur wenig zurückgeklappt, so wird
sie sofort nach dem Durchfallen des Werkstückes durch die Feder / und den Sperrbolzen
d wieder in ihre normale Ruhestellung zurückgebracht. Bei größerer Verdrehung der
Handvorlage bleibt diese in der zurückgeklappten Stellung stehen und muß von Hand
in die Ruhestellung zurückgedreht werden. Diese Handvorlage kann sinngemäß auch für die Planseiten der Schleifscheibe Verwendung
finden. 7^
Claims (3)
1. Schwenkbare Handvorlage für Schleifmaschinen, welche beim Einziehen eines
Werkstückes zwischen Stein und Auflage unmittelbar durch den dadurch entstehenden
Reaktionsdruck von der Schleifscheibe weggedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur möglichst günstigen
Ausnutzung der auftretenden Kräfte die an der Stirn- oder Planseite der Schleifscheibe
angeordnete Auflagefläche für das Werkstück um eine seitlich von der Schleifscheibe befindliche senkrechte Drehachse
schwenkbar ist und durch eine Fest-Stellvorrichtung in ihrer Normallage so
lange festgehalten wird, bis der durch Einklemmen eines Werkzeuges o. dgl. zwischen
Stein und Auflage bewirkte Druck ein einstellbares Maß überschreitet.
2. Handvorlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Handauflage
(«) mit einem senkrecht gelagerten Bolzen (δ) fest verbunden ist, der in
einem seitlich von der Schleifscheibe angeordneten Führungsstück (c) drehbar ist,
und daß der Bolzen (&) und damit die Handauflage durch einen federnden Sperrbolzen
(d, /), einen Abscherstift o. dgl.
in ihrer Normalstellung festgehalten wird.
3. Handvorlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstellwinkel
der Handauflage («) einstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES88847D DE509571C (de) | 1928-12-13 | 1928-12-13 | Schwenkbare Handvorlage fuer Schleifmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES88847D DE509571C (de) | 1928-12-13 | 1928-12-13 | Schwenkbare Handvorlage fuer Schleifmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE509571C true DE509571C (de) | 1930-10-09 |
Family
ID=7514716
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES88847D Expired DE509571C (de) | 1928-12-13 | 1928-12-13 | Schwenkbare Handvorlage fuer Schleifmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE509571C (de) |
-
1928
- 1928-12-13 DE DES88847D patent/DE509571C/de not_active Expired
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