DE510101C - Messeinrichtung, insbesondere zur Messung der UEbertragungsfaehigkeit von Fernmeldeleitungen - Google Patents
Messeinrichtung, insbesondere zur Messung der UEbertragungsfaehigkeit von FernmeldeleitungenInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
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- H04M3/22—Arrangements for supervision, monitoring or testing
- H04M3/26—Arrangements for supervision, monitoring or testing with means for applying test signals or for measuring
- H04M3/28—Automatic routine testing ; Fault testing; Installation testing; Test methods, test equipment or test arrangements therefor
- H04M3/32—Automatic routine testing ; Fault testing; Installation testing; Test methods, test equipment or test arrangements therefor for lines between exchanges
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Messung von elektrischen Strömen, insbesondere
zur Messung der Übertragungsfähigkeit von Leitungen und sonstigen Übertragungssystemen,
und unterscheidet sich von allen bisher bekannten, dem gleichen Zwecke dienenden
Anordnungen dadurch, daß sie vollkommen selbsttätig arbeitet. Dies wird erzielt durch Einstellung einer Dämpfung in
einem an die zu untersuchende Leitung angeschlossenen Meßkreise mittels zweier Dämpfungswiderstände, die mit Hilfe zweier
selbsttätig arbeitenden Antriebsvorrichtungen verändert werden und damit die Dämpfung
in Abhängigkeit von den Größe der Ausgangsenergie des Meßkreises vermehren oder vermindern.
Der eine Widerstand wird dabei so verändert, daß er zunächst schrittweise eine Dämpfung im Meßkreise herbeiführt, was so
lange fortgeht, bis ein von der Ausgangsenergie des Meßstromkreises gesteuertes Relais,
das von einer gewissen Stromstärke ab anspricht, die Veränderung des ersten Widerstandes
beendet und dafür einen zweiten im Meßstromkreise befindlichen veränderlichen Dämpfungswiderstand betätigt, der schrittweise
die Dämpfung des Meßkreises in kleinerem Maße wieder vermindert. Beim nochmaligen
Ansprechen des Relais ist die Mes-
sung beendet; die endgültige Dämpfung der beiden Widerstände gibt ein Maß für die vom
Meßkreise aufgenommene Energie.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Abb. ι zeigt die grundsätzliche Schaltung der gesamten Anordnung und Abb. 2 den
Meßkreis mit den veränderlichen Dämpfungswiderständen.
Abb. ι stellt die Meßanordnung beispielsweise in ihrer Verwendung: zur Messung einer
Leitung dar: Die Leitung L, deren Übertragungsfähigkeit bestimmt werden soll, liegt
zwischen den Stationen A und B. In A befindet sich ein Wechselstromgenerator 1, z. B.
ein Summer, der mit dem Schleifkontakt eines mit den einzelnen zu untersuchenden Leitungen,
z. B. denen eines Kabels, über den Schnurstromkreis 3 in Verbindung stehenden
Auswahlschalters 2 verbunden ist. In B befindet sich ein zweiter Auswahlschalter 5,
dessen Schleifkontakt selbsttätig die Verbindung mit dem in 2 eingestellten Leitungszweige herbeiführt und der über die Leitung 6
mit einem Übertrager verbunden ist, an dessen Sekundärkreis der eigentliche Meßkreis
7 liegt. Dieser besteht in der Hauptsache aus zwei Widerstandsanordnungen 8 und 9, von denen die erste als Kombination
von Reihen- und Nebenschlußschaltung (Potentiometer) geschaltet ist, während die zweite
einen reinen Nebenschlußwiderstand darstellt. Beide sind mittels der Kontaktarme io bzw.
ii, die durch die elektrischen Antriebsvorrichtungen
18 bzw. 19 bewegt werden, stufenweise
veränderlich eingerichtet. Am Ende des Meßkreises befindet sich ein Richtverstärker
12, in dessen Ausgangskreise die Wicklung des Relais 13 liegt, dessen Kontakt
entweder die Antriebsvorrichtung 18 (über Leitung 14, 16) oder die Antriebsvorrichtung
19 (über Leitung 15, 17) einschaltet, und
zwar in der Weise, daß der Relaisanker bei schwachem oder auch keinem Relaisstrom mit
Kontakt 15 in Verbindung steht, während er
*5 von einer gewissen Erregerstromstärke ab
an Kontakt 14 gelegt wird.
Die Arbeitsweise der Anordnung ist die folgende:
Der mit einer geeigneten Frequenz (z.B.
Der mit einer geeigneten Frequenz (z.B.
I 000 Hz) schwingende Generator 1 sendet
einen Wechselstrom über die zu untersuchende Leitung L in den Meßkreis 7. Die Widerstände 8 und 9 dieses Meßkreises sind normaler
Weise so geschaltet, daß der Kontakt 10
a5 des Widerstandes 8 in der Zeichnung am
weitesten links steht, während der Kontakt 11
des Widerstandes 9 sich auf der untersten Stufe befindet. Gelangt jetzt ein Strom in den
Meßkreis 7, so wird er zunächst durch den Widerstand8 nur ganz schwach gedämpft, so
daß er das Relais 13 genügend erregt und die Schließung des Relaiskontäktes 14 veranlaßt.
Dadurch wird die Antriebsvorrichtung 18 in Betrieb gesetzt, die bewirkt, daß der Kontaktarm
10 des Widerstandes 8 sich nach rechts bewegt und dadurch schrittweise eine steigende
Dämpfung des Meßkreises 7 herbeiführt, die die Endenergie dieses Kreises so weit schwächt, bis der Anker des Relais 13
den Kontakt 14 öffnet und den Kontakt 15
schließt. Dadurch wird mittels Antriebsvorrichtung 19 der Kontaktarm 11 des Widerstandes
9 in der Richtung (in der Zeichnung nach oben) bewegt, daß die Dämpfung des
♦5 Meßstromkreises 7 wieder vermindert wird, bis der Kontakt bei 15 wieder geöffnet wird.
In diesem Augenblick ist die Messung beendet, es erfolgt keine weitere Veränderung
der Dämpfungswiderstände mehr. Die Kontakte der Widerstände sind nun so mit einer
geeigneten Anzeigevorrichtung verbunden —-z. B. mit Zeigern, die sich auf Skalen bewegen
oder noch besser elektrisch mit einer Leuchtanzeigevorrichtung —, daß eine bequeme
Ablesung der eingestellten Dämpfung, die ein Maß für die Übertragungsfähigkeit
der untersuchten Leitung gibt, stattfinden kann. Die Bemessung der beiden Dämpfungswiderstände 8 und 9 ist dabei zweckmäßig so
getroffen, daß jede einzelne Stufe von 8 die gleiche Dämpfung im Meßkreise 7 verursacht,
wie der ganze Widerstand 9, so daß somit Widerstand 8 die Grobeinstellung, 9 die Feineinstellung
übernimmt. Handelt es sich bei einer Untersuchung der Leitung L z.H. um
die Feststellung ihrer Dämpfung, so ist es leicht, aus der durch den Generator gelieferten
bekannten Anfangsenergie und der im
Stromkreise des Relais 13 befindlichen Ausgangsenergie (Ansprechenergie des Relais)
die Gesamtdämpfung des ganzen Systems festzustellen, aus der sich dann durch Subtrahieren
der im Meßkreise 7 vorhandenen Dämpfung die Dämpfung der untersuchten Leitung ergibt. 7S
In Abb. 2 ist der eigentliche Meßkreis in seinen Einzelheiten gesondert dargestellt. Die
Leitung 6 ist über den Klinkenschalter P T mit dem Transformator verbunden, an dessen
Sekundärseite der Meßkreis 7 liegt. Die Enden der Sekundärseite des Transformators
sind, genau wie es der in Abb. 1 gezeigten Schaltung entspricht, über den kombinierten
Dämpfungswiderstand 8 und den Nebenschlußwiderstand 9 an die Eingangsklemmen
des Richtverstärkers 12 geführt, wobei der Widerstand & im Ruhezustande seine Minimaldämpfung
für den Meßkreis besitzt. Das im Ausgangskreise des Richtverstärkers befindliche
Relais 13 mit den Kontakten 14 und 15 setzt beim Ansprechen, d. h. beim Schließen
des Kontaktes 14, folgende Stromkreise in Betrieb: Der erste Stromkreis geht über
Erde, rechtsliegenden Relaiskontakt 26, rechtsliegenden Relaiskontakt 27, Leitung 28, Relaiskontakt
14, Leitung 29, rechten Relaiskontakt 24, Leitung 30, Relaiswicklung 22 und
über die Batterie wieder zur Erde, wodurch Relais 22 erregt wird und mit seinem rechten
Kontakt einen Stromkreis 31, der allen Lampen der Leuchtanzeigevorrichtung gemeinsam
ist, öffnet.
Ferner werden durch Relais 22 folgende
Stromkreise geschlossen: Von Erde über den linken Relaiskontakt 21, der beim Stöpseln
von P I aus der gezeichneten Stellung nach links umgelegt wurde, Leitung 33, Relaiswicklung
23, Leitung 32, mittlerer Relaiskontakt 22 über Batterie zur Erde, wodurch Relais 23 erregt und durch seinen linken, mit
der Erregerwicklung verbundenen Kontakt in seiner Arbeitsstellung gehalten wird.
Ferner schließt Relais 22 den Stromkreis: Erde, linker Relaiskontakt 22, Leitung 34,
Wicklung und Kontakt von Relais 35, Batterie, Erde, wodurch das Relais 35 mit Unterbrechungen
erregt, der Schaltarm der Widerstandsanordnung 8 schrittweise vorwärts bewegt und im Meßstromkreise 7 stufenweise
Dämpfung eingeschaltet wird; das dauert so 12»
lange an, bis der Kontakt 14 des Relais 13 geöffnet und dafür der Kontakt 15 geschlos-
Claims (5)
- sen wird. Dadurch fällt Relais 22 wieder ab, und es wird ein Stromkreis über Leitung 28, Kontakt 15, Leitung 36, zweiter Relaiskontakt von links 23, Leitung 37, Relaiswicklung 25 über Batterie und Erde geschlossen, wodurch Relais 25 erregt wird. Außerdem wird durch das Öffnen des Relais 22 der nach dem Relais 35 führende Stromkreis 34 unterbrochen, so daß die Bewegung des Schaltarmes des Widerstandes 8 aufhört. Durch das Abfallen von Relais 22 wird ferner sein äußerer rechter, im Stromkreis 31 liegender Kontakt geschlossen; durch den rechten Kontakt von Relais 25 bleibt jedoch Stromkreis 31 weiter geöffnet. Durch Anziehen des Relais 25 werden ferner folgende Stromkreise geschlossen: Über Erde, rechten Innenkontakt des Relais 23, Leitung 39, mittleren Relaiskontakt 25, Leitung 40, Relaiswicklung 24 über Batterie zur Erde, wodurch Relais 24 erregt und durch seinen linken Kontakt in der Arbeitsstellung gehalten wird. Ferner schließt das Relais 25 einen Stromkreis über seinen linken Kontakt und Leitung 41 nach dem Relais 42, das ebenso wie Relais 35 als Unterbrecher geschaltet, die schrittweise Bewegung der Kontaktarme des Widerstandes 9 herbeiführt. Es erfolgt darauf eine Verminderung der Dämpfung im Meßstromkreise 7, die so lange währt, bis das Relais 13 wieder erregt wird und den Kontakt 14 schließt. Der vorher über diesen Kontakt und durch Leitung 29 fließende Strom ist jetzt durch den rechten Kontakt von Relais 24 unterbrochen; gleichzeitig tritt durch Unterbrechung von Leitung 37 ein Abfallen von Relais 25 ein, was wiederum die Unterbrechung des Stromkreises 41, der nach der Bewegungsvorrichtung für den Widerstand 9 führt, zur Folge hat. Ferner wird durch das Abfallen von Relais 25 durch seinen rechten Kontakt der Stromkreis 31 geschlossen. Dabei fließt über die Kontakte des dritten, geerdeten Schalthebels der Widerstände8 bzw. 9 ein Strom durch die Lampen der Leuchtanzeigevorrichtung, und es leuchten, je nach der Stellung des Schaltarmes, gewisse Lampengruppen auf und ermöglichen dadurch die Ablesung der von 8 und 9 eingestellten Dämpfung.Nach Beendigung der Messung wird der Stecker P aus der Buchse / herausgezogen, wodurch Relais 21 und demzufolge Relais 23 und 24 abfallen. Ferner wird durch das Abfallen von Relais 21 ein Stromkreis über Leitung 45 und 46 nach der Kontaktanordnung des vierten Schalthebels der Widerstandsvorrichtung 8 bzw. 9 über die Relaiswicklungen und 27 geschlossen, wodurch die Wiederstände 8 und 9 in ihre Normalstellung zurückbewegt werden. Gleichzeitig werden die Relais 26 und 2y erregt, die den Stromkreis von der Erde zu dem Anker des Relais 13 unterbrechen und dadurch eine neue Messung so lange verhindern, bis die Meßvorrichtung vollkommen wieder in ihre Normalstellung gebracht ist. Erst dann fallen die Relais 26 und 27 zurück, und die gesamte Anordnung ist für eine neue Messung betriebsfertig.Die beschriebene Anordnung stellt nur eine mögliche Ausführungsform der Erfindung dar, im Rahmen der folgenden Ansprüche sind jedoch auch noch andere Ausführungen möglich.Pa ten τλ νSprüche:ι. Meßeinrichtung, insbesondere zur Messung der Übertragungsfähigkeit von Fernmeldeleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein an das zu untersuchende, von einer Stromquelle gespeiste Übertragungssystem angeschlossener Meßkreis eine veränderbare Dämpfung besitzt, die durch eine elektrische, selbsttätig arbeitende Antriebsvorrichtung so lange verändert wird, bis die Ausgangsenergie des Meßkreises einen bestimmten Wert besitzt.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfung durch zwei Widerstände herbeigeführt wird, von denen der eine beim Verändern die Dämpfung vermehrt, der andere die Dämpfung vermindert.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliehen Schaltarme der Dämpfungswiderstände mit einer Anzeigevorrichtung, z. B. einer Lampengruppe, verbunden sind, aus der der Wert der eingestellten Dämpfung erkennbar ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der dämpfungvermehrende Widerstand als Nebenschlußwiderstand, der dämpfungvermindernde Widerstand als Potentiometer ausgebildet ist.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wechselweise Einschaltung der beiden Antriebsvorrichtungen zur Veränderung der Dämpfungswiderstände von der Ausgangsenergie des Meßkreises, unter Verwendung eines Relais mit einer bestimmten Ansprechgrenze, abhängig ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US110775XA | 1925-05-09 | 1925-05-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE510101C true DE510101C (de) | 1930-10-16 |
Family
ID=21748782
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST40996D Expired DE510101C (de) | 1925-05-09 | 1926-05-08 | Messeinrichtung, insbesondere zur Messung der UEbertragungsfaehigkeit von Fernmeldeleitungen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT110775B (de) |
| DE (1) | DE510101C (de) |
-
1926
- 1926-05-08 DE DEST40996D patent/DE510101C/de not_active Expired
- 1926-05-10 AT AT110775D patent/AT110775B/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT110775B (de) | 1928-10-10 |
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