DE51010A - Rotirender Cylinder-Trockenapparat - Google Patents

Rotirender Cylinder-Trockenapparat

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DE51010A
DE51010A DE1889K6830 DEK6830 DE51010A DE 51010 A DE51010 A DE 51010A DE 1889K6830 DE1889K6830 DE 1889K6830 DE K6830 DEK6830 DE K6830 DE 51010 A DE51010 A DE 51010A
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hot air
tubes
tube
cylinders
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Application number
DE1889K6830
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English (en)
Original Assignee
M. KÖRNER in Dresden-A., Schumannstr. 19
Filing date
Publication of DE51010A publication Critical patent/DE51010A/de
Application filed by M. KÖRNER in Dresden-A., Schumannstr. 19 filed Critical M. KÖRNER in Dresden-A., Schumannstr. 19
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Es ist in vielen Industriezweigen nöthig, gröfsere Massen von Materialien zu trocknen. Die bisher zu diesem Zwecke angewendeten Trockenapparate leiden an verschiedenen Mangeln, von denen hier nur die oft erheblichen Anlagekosten, der Betriebsaufwand an Brennmaterial bei nur beschränkter Leistung, nicht unbedeutender Aufwand an Betriebskraft für die oft einseitig belasteten rotirenden Apparate und Anbringung zu vieler beweglicher Theile zur fortwährenden Lüftung des Gutes während des Trocknens genannt werden sollen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun ein rotirender Trockenapparat, in welchem auf möglichst knappem Raum ein möglichst langer Weg für das Trockengut bei starker Bewegung vorgesehen und dadurch die vortheilhafteste Ausnutzung der unmittelbar auf das Trockengut einwirkenden Hitze ermöglicht.
Aufserdem lassen sich bei entsprechender Gröfse des Apparates grofse Massen an Trockengut bewältigen; der Apparat ist nicht kostspielig in der Herstellung, hat zur Beförderung des Materials aufser der Rotations-■ bewegung des Apparates selbst keine beweglichen Theile zur Lüftung des Gutes und erfordert wenig Betriebskraft, weil er in der Hauptsache selbst gleichmäfsig, auch gleichmäfsig mit Trockengut belastet ist.
In der Hauptsache ist für das Trocknen als Heizmittel Heifsluft aus irgend einer Quelle vorgesehen, die entweder mit dem Lauf des Trockengutes oder diesem entgegen durch den Apparat geführt und durch Ventilator, Exhaustor oder Kamin durchgeprefst und abgesogen wird. Wenn wünschenswerth, kann eine Erhitzung der Zwischenräume, der Apparatdoppelwände oder Cylinder durch Dampf in Verbindung mit durch die Trockenräume durchgeprefster oder durchgesogener Luft vorgesehen werden.
Der Apparat stellt sich, wie in Fig. 1 im Längenschnitt und in Fig. 2 im Querschnitt ersichtlich, äufserlich als ein rotirender Cylinder α dar, dessen Hohlachsen, auf losen Rollen c c aufruhen, die durch ein Vorgelege und Zahnradtransmission Umdrehung erhalten, die sie dem Cylinder α mittheilen. Anstatt der Hohlachsen kann auch eine in Stopfbüchsen abgedichtete massive Achse zur Anwendung kommen, welche in Stehlagern ihren Stütz- und Drehpunkt findet. Im Innern des Cylinders sind concentrisch zu einander eine beliebige Anzahl Cylinder d ef von immer kleinerem Durchmesser angebracht, die an den entgegengesetzten Enden verkürzt sind, so dafs Uebergangsöffnungen an diesen entgegengesetzten Enden von einem Cylinder in den andern entstehen.
Die Hohlräume zwischen je zwei Cylindern sind, wie sich aus Querschnitt Fig. 2 ergiebt, in radial stehende Kammern mit Wendeblechen eingetheilt, welch letztere in beliebiger Form und Stellung angebracht werden können. Diese Wendebleche sollen jedoch stets so angeordnet sein, dafs auch beim Stillstand des Apparates ein Ansammeln des Trockengutes auf dem tiefsten Punkt der Cylinder α d ef verhindert wird.
Die rechtsseitige Stirnwand des Apparates, Fig. ι, ist nahe der Peripherie mit einem ringförmigen Ausschnitt versehen, durch den das
Abzugsrohr g in den Apparat hineintritt. In dem Apparat wird dieses Rohr durch eine ringförmige Scheibe h getragen, die an der Rotation des Apparates nicht mit theilnimmt, vielmehr den ringförmigen Ausschnitt verdeckt. Durch letzteren gehen die Halter i der Scheibe h hindurch, die am Bock k oder sonstwo befestigt sind.
An der entgegengesetzten Seite schliefst sich an den rotirenden Cylinder f ein feststehendes Rohr / an,' das mit dem Heifsluftrohr m und Frischluftrohr η in Verbindung steht und den gegen Luftzug abgeschlossenen Einfülltrichter ο trägt, der mit einer passenden Zuführung versehen ist. An derselben Apparatseite ist die inwendige Stirnwand q von geringerem Durchmesser als der Apparat, um den Austritt des Trockengutes durch Rinne ρ zu ermöglichen. Sämmtliche Zu- und Ableitungsröhren sind zur Regulirung mit Drosselklappen versehen.
Wird durch Rohr m Heifsluft mittelst Ventilators eingesogen und der Apparat in Umlauf gesetzt, so vertheilt sich das Gut aus dem luftdicht geschlossenen Trichter ο in den Cylinder f und schiebt sich durch Drehung des Cylinders an das entgegengesetzte Ende, von wo es in den Cylinder e fällt. Hier vertheilt sich das Gut in die einzelnen Kammern, durch die es hindurch und am Austrittsende in den Cylinder d gelangt; schliefslich kommt das Gut in den Cylinder α, der es an die Rinne ρ abgiebt. Während der ganzen Zeit haben durch den Umlauf des Apparates die in jeder Kammer angebrachten Wendebleche das Material fortwährend gelüftet, so dafs es der Einwirkung des Heifsluftstromes möglichst vielfach ausgesetzt blieb. · Zu viel Heifsluft kann durch Absperrung der Drosselklappe in m und durch Zulafs von, Frischluft aus η oder durch stärkeres oder schwächeres Saugen des Ventilators ,* oder Schlotes regulirt werden. Da sämmtliche Kammern oder Wendebleche des ganzen Systems immer gleichmäfsig beladen sind, so ist die Last im Apparat vortheilhaft vertheilt, wodurch der Aufwand an Betriebskraft bedeutend verringert wird.
Für viele Stoffe wird Heifsluft auf dem langen Weg zum Trocknen genügen. Man kann aber auch die Cylinderwände, wie bei d und f in Fig. 3 angegeben, doppelt ausführen und hier Dampf durch ein Centralrohr zuleiten, sowie die Condensationsproducte durch ein in einen Condensationstopf mündendes Centralrohr ableiten, so dafs immer Dampfheizung den Cylinderwänden entströmt.
In vielen Fällen wird die cylindrische Form von α d ef genügen, besonders wenn der Transport des Materials durch den mit demselben in gleicher Richtung durchgeführten Luftstrom unterstützt wird; erfordert das Material etwas Fall, z. B. wenn der Heifsluftstrom dem Material entgegengeführt wird, so kann man den einzelnen Cylindern etwas konische oder auch zu einander verschiedene Form geben, wobei die Richtung der Konicität in den verschiedenen Cylindern abwechseln mufs.
Im Längenschnitt, Fig. 4, ist insofern eine Aenderung angebracht, als der Abzug durch die der . Einführung entgegenstehende Hohl- , achse r erfolgt, zu welchem Zwecke eine Abschlufswand s angebracht ist, so dafs der Heifsluftstrom mit den Verdunstungsproducten erst aus dem äufseren nach Durchströmen sämmtlicher Cylinder bei r austritt.
Um den Lauf des Materials und den Strom der Heifsluft entgegengesetzt zu führen, kann der Apparat nach Fig. 5 so eingerichtet sein, dafs das Material durch die Hohlachse mittelst Schnecke oder auch frei fallend zugeführt und, zunächst durch eine Stirnplatte t abgelenkt, dem äufseren Cylinder α zugeführt wird, der es bei seiner Drehung hochnimmt und an den nächst inneren Cylinder d abgiebt und -sofort, bis es durch die rechtsseitige Qeffnung des Cylinders austritt, durch welche die Heifsluft eintritt. Auch kann bei dem in Fig. 1 dargestellten Apparat ein umgekehrter Lauf des Materials und der Heifsluft dadurch erzielt werden, dafs man den Heifsluftstrom durch g ein- und durch Z ausströmen läfst, während das Material durch 0 zu-- und durch ρ abgeführt wird.
Statt der concentrisch zu einander angeordneten Cylinder körinen dieselben auch parallel als Röhren zu einander liegen, wie die-Fig. 5 und 6 andeuten. Die cylindrischen oder konischen Röhren stecken mit ihren Enden in im äufseren Cylinder oder Konus α befestigten Abschlufsplatten u und kann der Hohlraum, der durch die Röhren und durch die Abschlufsplatten gebildet wird, mit Dampf geheizt werden. Im übrigen ist der Gang des Materials' derselbe, wie oben beschrieben: die äufseren Röhren nehmen das Material auf, geben es am anderen Ende mittelst eines konischen, in die mittleren Röhren rinnenartig hineinragenden Ringes ν an die mittleren Röhren ab, die es an das Centralrohr f abliefern.
Die Röhren können in ihrem Innern ebenfalls mit Wendeblechen ausgestattet sein, um das durch dieselben passirende Material fortwährend zu heben und fallen zu lassen. Eine noch günstigere Bewegung des Materials und somit eine noch bessere Einwirkung der heifsen Luft auf das zu trocknende Material wird erreicht, wenn den Röhren aufser der dem Centralrohr f und somit dem gesammten Röhrensystem ertheilten Kreisbewegung noch eine besondere Rotationsbewegung ertheilt wird, wie dies in Fig. 5 a angegeben ist.
Zu diesem Zwecke stecken die Röhren lose in den Abschlufsplatten -u und sind mittelst in den Röhren befestigter Achsen oder Zapfen in den das Centralrohr f und Cylinder a verbindenden Apparatstirnwänden drehbar gelagert. Aufserhalb der einen Stirnwand können auf den· Achsen oder Zapfen der Röhren die Stirnräder w sitzen, während an dem Bo.ck k ein auf seiner inneren und äufseren Peripherie, mit Zähnen versehener Ring oder Kranz wx so befestigt ist, dafs die Zähne der Räder der äufseren Rohrserie in die äufseren Zähne und diejenigen der inneren Rohrserie in , die inneren Zähne des Kranzes wl eingreifen. Bei Drehung des Centralrohres f nebst Cylinder a und der sämmflichen Röhren durch ein Zahnrad- und Riemenvorgelege wälzen sich die Räder w auf dem feststehenden Zahnkranz η>λ ab und bewirken so eine besondere Drehbewegung ' jeder einzelnen Röhre um ihre Achse, wodurch eine für die Trocknung des Materials aufserordentlich günstige Bewegung desselben in den Röhren hervorgerufen wird.
Fig. 7 zeigt im Querschnitt kleine "Abänderungen, indem die obere Hälfte' die Ausführung eines eckigen Apparates, die untere einen Apparat mit vielfachen Röhren darstellt.
Bei Trocknung sehr wasserhaltiger Materialien ist es rathsam, die heifse Luft am Ende eines jeden Cylinders unmittelbar . abzuführen, zu welchem Zwecke sich die in Fig. 8 und 9 dargestellte Ausführung des Apparates empfiehlt. Es sind hier die Cylinder bezw. Konen ab d ef concentrisch in einander gesteckt und wie in Fig. ι auf Rollen c c drehbar gelagert, b und e sind an der linken Stirnseite durch eine Wand abgeschlossen, während a, d und f sich an das feststehende Rohr Z anschliefsen, mit welchem das Heifsluftrohr m und das Frischluftrohr η verbunden ist. In dem. Rohr / sind zwei concentrisch in einander gesteckte Rohrstücke /1Z2 so befestigt, dafs drei Ringkanäle für die Heifsluft entstehen, von denen der innere mit _/, der mittlere mit dem Ringraum zwischen e und d und der äufsere mit dem Ringraum zwischen b und a in Verbindung steht und wobei die Eintrittsöffnungen in die Ringkanäle durch geeignete Verschlufsvorrichtungen χy \ regulirt werden können.
In Z2 mündet der Einfülltrichter o, aus welchem das nasse Material zunächst in den mit Kammern und Wendeblechen versehenen Cylinder f gelangt und der durch Z2 eingeführten Heifsluft ausgesetzt wird. Am Ende des Cylinders /wird die Heifsluft mit den entwickelten Dämpfen von einem an ' das feststehende Rohr Z3 sich -anschliefsenden Exhaustor oder Schlot abgesogen, während das Material am Ende von f in den Cylinder e fällt, welcher behufs schneller Beförderung des Materials an das entgegengesetzte Ende keine Kammern und Wendebleche enthält, event, aber mit Schneckenwindungen versehen sein kann. Am entgegengesetzten, geschlossenen Ende von e gelangt das Material durch die seitlichen -Oeffhungen el in den wieder mit Kammern versehenen Cylinder d, an welcher Stelle auch zugleich wieder frische, durch Z1 eingeführte Heifsluft zutritt. Am Ende von d werden Heifsluft und Dämpfe durch die Durchbrechungen in f nach Z3 abgesogen und das Material fällt in den ohne Kammern versehenen Cylinder b und tritt hierauf an dessen entgegengesetztem geschlossenen Ende durch die seitlichen Oeffnungen b1 in den wieder mit Kammern versehenen Cylinder a; hier tritt wieder frische, durch Z eingeführte Heifsluft hinzu, welche an der entgegengesetzten Seite mit den Dämpfen wieder durch Z3 abgesogen wird. Das getrocknete Material akann dann z. B. von einem sich mitdrehenden Schöpfkasten α* mit hochgenommen und aus diesem durch ein Rohr α2 in ein waagrechtes, sich ebenfalls mitdrehendes Rohr α3 befördert werden, in welchem behufs Luftabschlusses eine Schnecke befestigt sein kann, die aber infolge der Mitdrehung des Rohres aB auch zugleich das Material in das feststehende Abfallrohr ai befördert. Selbstverständlich kann der Lauf des Materials bezw. der Apparat selbst durch Vermehrung der Cylinder und dementsprechende Vermehrung der Heifsluftzuführungen nach Belieben vergröfsert werden. Auch bei Fig. 5 und 6 kann die Führung der heifsen Luft in das Material in vorbeschriebener Weise gleichfalls in Anwendung gebracht werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein rotirender Trockenapparat, in welchem durch eine Anzahl concentrisch in einander oder parallel zu einander angeordneter (event, konisch gestalteter) Cylinder (α d ef) mit vollen Wandungen von runder oder eckiger Querschnittsform ein schlangenartig gewundener Weg für den . Lauf des zu trocknenden Materials geschaffen ist und dieses Material von einem Heifsluftstrom beeinflufst wird, der entweder mit dem Material (Fig. 1, 2 und 4) oder entgegengesetzt zu demselben (Fig. 5 und 6) den Apparat im ganzen Materiallauf oder getheilt in. nur einer Richtung mit-dem Material (Fig. 8 und 9) oder gegen dasselbe durchströmt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1889K6830 1889-03-14 Rotirender Cylinder-Trockenapparat Pending DE51010A (de)

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