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Verfahren zur Bildeinstellung eines stereophotogrammetrischen Meßgeräts
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bildeinstellung eines mit Bildaufr.ichtesystemen
(z. B. Doveschen Prismen) versehenen, stereophotogrammetrischen Meßgeräts.
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Bei der Beobachtung an solchen Geräten, besonders wenn die zu betrachtenden
Bilder (Platten oder Filme) durch Aufnahme von einem Luftfahrzeug mit starker Neigung
der Achsen der Aufnahmekammern gegeneinander und gegen die Horizontalebene zustande
gekommen sind, läßt häufig der stereoskopische Effekt zu ;wünschen übrig, was bekanntlich
eine Folge davon ist, daß .die gegenseitige Lage :der den beiden Augen des Beobachters
dargebotenen Gegenstandshalbbilider nicht in Ordnung ist. Zur Abhilfe dienen dann
die vorgesehenen Bildaufrichtesysteme. Da die Nachstellung derselben von Hand auf
die Dauer lästig wird und außerdem dadurch ein fortlaufendes Ausmessen der Bildplatten
gestört ist, hat man schon eine selbsttätige Nachstellung vorgeschlagen. Dabei pflegen
die Bildaufrichtesysteme in Abhängigkeit von der Einstellung des Meßmarkensystems
des Geräts gegenüber dem ,durch die beiden Bildplatten gegebenen Gegenstandsraumbild
so gesteuert zu werden, -daß in der Natur bestimmt (z. B. vertikal) orientierte
Richtungen dem Beobachter in einer zum Meßgerät festen Richtung (z. B. wieder vertikal)
dargeboten werden. Trug diese Nachstellung auch zu einer Verbesserung des stereoskopischen
Effektes bei, so war dieser doch häufig noch nicht ganz zufriedenstellend. Die Erfindung
setzt sich zum Ziel, dem Beobachter die beiden Gegenstandshalbbilder jederzeit in
solcher gegenseitigen Lage darzubieten, daß für den jeweils betrachteten Teil :des
Gegenstandsraumbildes der günstigste stereoskopische Effekt vorliegt. Dies wird
dadurch ermöglicht, daß durch Steuerung jedes der beiden Bildaufrichtesysteme in
Abhängigkeit von der gegenseitigen Einstelluna der Raumbilder des Meßmark.ensystems
und des Gegenstandes, abweichend von dem bekannten, oben erörterten Verfahren, das
zugehörende Gegenstandshalbbild dem Beobachter in solcher Lage dargeboten wird,
daß der Kernstrahl des jeweils eingestellten Punktes der zugehörenden Bildplatte,
d. h. also die Schnittlinie dieser Bildplatte mit einer Ebene, :die bei der Aufnahme
der Bildplatten durch den dem betreffenden Punkt entsprechenden Gegenstandspunkt
und die beiden Aufnahmestandorte gelegt gedacht ist, stets in die Richtung der Verbindungslinie
der beiden Austrittspupillen des Meßgeräts fällt.
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Die Zeichnung dient zur Erläuterung des der Erfindung entsprechendenVerfahrens,
und zwar zeigt: Abb. i eine schaubildliche Darstellung der in Frage kommenden Ebenen
und Strahlen und Abb.2 die der Erfindung entsprechende Einstellung zu den Austrittspupillen
des Meßgeräts.
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In Abb. i sind perspektivisch die Ebenen 1 und 11 zweier von den Punkten
A und B aus aufgenommenen, beliebig zueinander geneigten
Bildplatten
mit der gemeinsamen Schnittgeraden i-i gezeichnet. K, und K, sind die Kernpunkte
für die beiden Bildplatten, die sich als Durchstoßpunkte der durch die beiden Aufnahmestandorte
A und B gelegten Geraden, der Kernachse, mit den Ebenen I und II ergeben. P, und
P., sind die Bildpunkte eines Gegenstandspunktes P auf den beiden Bildplatten.
Die Verbindungslinien von P, mit K, und von P., mit K= stellen dann
die Kernstrahlen dieser Bildpunkte dar, die sich im Punkt Po auf der Schnittgeraden
i-i schneiden müssen und die, wie ersichtlich, in der Ebene APB, der Kernebene des
Punktes P, lieben. Auch für jeden anderen Gegenstandspunkt gehen die entsprechenden
Kernstrahlen durch die Kernpunkte K1 und K" hindurch und schneiden sich auf der
Geraden i-i. Ihre Lage in den Ebenen I und II ist jedoch von der Lage der Kernstrahlen
für den Punkt P verschieden.
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Das der Erfindung entsprechende V erfahren beruht auf der Tatsache,
daß bei der Betrachtung der Bildplatten der stereoskopische Effekt am günstigsten
ist, wenn die Betrachtung in Kernebenen erfolgt. Für den Punkt P liegt eine Beobachtung
in der zugehörenden Kernebene vor, wenn (vä 1. Abb. 2) in den in den Okularbildebenen
des Meßgeräts entworfenen Bildern I' und II' der Bildplatten die Bilder P1 I(1'
und P2' K2' der Kernstrahlen in eurer Geraden M-M liegen, die durch die Verbindungslinie
der beiden Austrittspupillen des Meßgeräts bestimmt ist. Das vorgeschlagene Verfahren
besteht darin, durch entsprechende Steuerung der Bildaufrichtesysteme des Meßgeräts
für jeden Gegenstandspunkt, dessen Bilder jeweils mit den Marken des Meßgeräts zum
Zusammenfallen gebracht sind, diese Läge der Kernstrahlen herbeizuführen.