DE510577C - Behaelter fuer kalte Fluessigkeiten - Google Patents

Behaelter fuer kalte Fluessigkeiten

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DE510577C
DE510577C DEI31723D DEI0031723D DE510577C DE 510577 C DE510577 C DE 510577C DE I31723 D DEI31723 D DE I31723D DE I0031723 D DEI0031723 D DE I0031723D DE 510577 C DE510577 C DE 510577C
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Germany
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drying
adsorbents
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container
powdery
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F17C13/001Thermal insulation specially adapted for cryogenic vessels
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Description

  • Behälter für kalte Flüssigkeiten Es ist bekannt, daß man mit Adsorbentien, insbesondere mit aktiver Kohle, Gase bei tiefen Temperaturen zu adsorbieren und auf diese Weise gaserfüllte Räume zu evakuieren vermag. Man hat diese Erkenntnis auch schon bei dem Bau von doppelwandigen Behältern verwertet, die zur Aufbewahrung und zum Transport von kalten Flüssigkeiten, z. B. flüssiger Luft oder flüssigem Sauerstoff, dienen sollen, .indem man die Zwischenräume zwischen den mehrfachen Wandungen der Gefäße ganz oder teilweise mit aktiver Kohle gefüllt hat, die bei der tiefen Temperatur der aufzubewahrenden Flüssigkeit den Zwischenraum weitgehend evakuiert und so ein Medium von geringer Wärmeleitfähigkeit erzeugt.
  • Die Verwendung von aktiver Kohle birgt aber ein großes Gefahrenmoment, insbesondere für das Bedli!enungs- und Transportpersonal, in sich, da bei Verletzungen des Innenmantels eines solchen Behälters dessen Inhalt, z. B. flüssige Luft, in den Zwischenraum fließen und mit der Kohle in Berührung kommen kann, ein Umstand; der schon wiederholt zu schweren Explosionen geführt hat, da Gemische von poröser Kohle und z. B. flüssigem Sauerstoff äußerst explosiv sind und daher bekanntlich auch als Sprengstoffe benutzt werden. Aber auch ohne Verletzung des Innenmantels können sich gelegentlich solche Explosionen ereignen, wenn das im Zwischenraum vorhandene Gemisch von aktiver Kohle und der aus dem Zwischenraum a-dsorbierten Luft unter katalytischer Vermittlung der in der Kohle stets vorhandenen Verunreinigungen durch irgendeinen Umstand, z. B. durch Stoß, zur Entzündung gelangt. Man hat zwar schon eine Steigerung der Betriebssicherheit in der Weise angestrebt, 'daß man die zu verwendende aktive Kohle zuerst durch umständliche Maßnahmen weitgehend von allen etwa katalytisch wirkenden Verunreinigungen zu befreien versuchte, aber eine endgültige Ausschaltung jeglicher Gefahr kann man damit nicht erreichen.
  • Man -hat zwar schon in der Absicht, eine bessere Isolierung zu erzielen, Holzkohle durch Magnesiumcarbonat oder Magnesia ersetzt, also durch einen unverbrennlichen Stoff von angebllich höherem Adsorptionsvermögen, bei @dessen Verwendung eine Explosion zwangsläufig ebenfalls ausgeschlossen war, der aber den Nachbeil besaß, daß er, wenn auch besser als gewöhnliche Holzkohle; so doch immer noch in nur ungenügender Weise Luft zu adsorbieren vermag, so daß dieses Verfahren in der Praxis bald durch die Verwendung von aktiver Kohle, die ein wesentlich höheres Adsorptionsvermögen als gewöhnliche Holzkohle oder als Magnesitimcarbonat besitzt, verdrängt wurde: Es wurde nun gefunden, daß man eine hohe Betriebssicherheit und eine völlige Ausschaltung jeglicherExplosionsgefahr und trotzdem ein höchstes Wärmeisolationsvermögen bei Behältern für kalte Flüssigkeiten erzielen kann, wenn man gewisse Silikate, wie solche pulverige oder körnige Ad:sorbentien benutzt, die durch Trocknen von ,.unter Vermeidung alkalischer Reaktion erzeugten und gereinigten Kiee@el:säurenirederschlägen oder durch Trocknen von zweckmäßig ebenfalls unter Vermeidung alkalischer Reaktion erzeugten Kieselsol:koagulaten entstanden sind, die vor der beim Trocknen vor sich gehenden endgültigen Schrumpfung eine Wasserstoffionenkonzentration unterhalb PH = 7, z-weckmäßig zwischen 2 und 5, besitzen. Eine besondere Befreiung der erwähnten Adsorbentien von Verunreinn@gungen, die bei der aktiven Kohle eine katalytische Entzündung bewirken können, ist,dabei nicht erforderlich, da diese nachteilige Erscheinung, insbesondere aber eine explosionsartig verlaufende Umsetzung der flüssigen Luft mit den .genannten Adsorbentien, ausgeschlossen ist. Mitunter ist es von Vorteil, den Zwischenraum zwischen den Wandungen außerdem noch durch Auspumpen zu evakuieren oder die im Zwischenraum vorhandene Luft durch indifferente Gase, z. B, rainen Stickstoff, Kohlendioxyd u. dgl., zu ersetzen.
  • Zur Verpackung und Einbettung der Be=--hälter verwendet man, als .stoßmilderndes und. wärmeisolierendes Material am besten ebenfalls unverbrennliche Stoffe, wie Asbest-oder Schlackenwolle, Kieselgur, Diatomit, insbesondere aber feinkörnige oder pulverige aktive Kieselsäure, die einen vorzüglichen Wärmeschutz bietet. Die gemäß vorliegender Erfindung gebauten Behälter hat man, obgleich bekannt war, daß poröse kieselsäurehaltige Massen bei tiefen Temperaturen Gase zu adsoribieren vermögen, bisher noch nicht verwendet. Sie stellen gegenüber den bisher benutzten Gefäßen sowohl in technischer Hinsicht als auch im Hinblick auf die Sicherheit der Handhabung einen außerordentlichen Fortschritt dar, da Unglücksfälle beim Transport und beim Aufbewahren flüssiger Luft, flüssigem Sauerstoff u. dgl. nunmehr vollständig ausgeschlossen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zum Aufbewahren und zum Transport kalter Flüssigkeiten, insbesondere flüssiger Luft oder flüssigen Sauerstoffs, dienende mehrwandige Behälter, deren Räume zwischen den Wandungen zwecks Erzeugung oder Erhaltung eines Vakuums unverbrennliche Adsorbentien enthalten, dadurch gekennzeichnet, @daß man pulverige. oder körnige engporige Adsorbentien benutzt, die durch Trocknen von -unter Vermeidung alkalischer Reaktion :erzeugten. und gereinigten Kiesel9äureniederschlägen oder durch Trocknen von. Kieselsolkoagulaten entstanden sind, die vor der beim Trocknen vor sich gehenden endgültigen Schrumpfung eine Wasserstoffionenkonzentration unterhalb PH-7,-zweckmäßig zwischen 2 und 5, besitzen.
DEI31723D 1927-07-19 1927-07-20 Behaelter fuer kalte Fluessigkeiten Expired DE510577C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI31723D DE510577C (de) 1927-07-19 1927-07-20 Behaelter fuer kalte Fluessigkeiten

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE294170T 1927-07-19
DEI31723D DE510577C (de) 1927-07-19 1927-07-20 Behaelter fuer kalte Fluessigkeiten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE510577C true DE510577C (de) 1930-10-20

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ID=31947402

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DEI31723D Expired DE510577C (de) 1927-07-19 1927-07-20 Behaelter fuer kalte Fluessigkeiten

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DE (1) DE510577C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1150900B (de) * 1958-07-28 1963-06-27 Methane Patents Ltd Schiffstank fuer fluessiges Methan

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1150900B (de) * 1958-07-28 1963-06-27 Methane Patents Ltd Schiffstank fuer fluessiges Methan

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