DE510903C - Verfahren zur Reinigung von Zuckersaeften - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Zuckersaeften

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DE510903C
DE510903C DEE34200D DEE0034200D DE510903C DE 510903 C DE510903 C DE 510903C DE E34200 D DEE34200 D DE E34200D DE E0034200 D DEE0034200 D DE E0034200D DE 510903 C DE510903 C DE 510903C
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Germany
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diaphragms
sugar
anode
negative
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Expired
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DEE34200D
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Inventor
Dr Bruno Boettcher
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ELEKTRO OSMOSE AG GRAF SCHWERIN GES
Original Assignee
ELEKTRO OSMOSE AG GRAF SCHWERIN GES
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01D—SEPARATION
    • B01D61/00—Processes of separation using semi-permeable membranes, e.g. dialysis, osmosis or ultrafiltration; Apparatus, accessories or auxiliary operations specially adapted therefor
    • B01D61/42—Electrodialysis; Electro-osmosis ; Electro-ultrafiltration; Membrane capacitive deionization
    • B01D61/427—Electro-osmosis

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Urology & Nephrology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Reinigung von Zuckersäften In der Patentschrift 361 594 ist ein Verfahren zur Reinigung von Zuckersäften-beschrieben, welches die Behandlung von Zukkersäften in irgendeinem Stadium der Herstellung zwischen geeigneten Diaphragmen mittels elektrischen Gleich stromes zum Gegenstande hat. In dieser Patentschrift ist insbesondereldarauf hingewiesen, daß die Behandlung von Zuckersäften zwischen Diaphragmen vorzunehimen ist, von denen das der Anode vorgeschaltete positive Ladefähigkeit besitzt und die negativen Ionen und Substanzen hindurchwandern läßt, während das der Kathode vorgeschaltete Diaphragma negative Ladefähigkeit besitzt und d die positiven Ionen und Substanzen hindurchwandern läßt.
  • Außerdem ist ausdrücklich erwähnt, daß die beiden Diaphragmen so hergestellt sein müssen, daß sie eine Wanderung des Zuckers nach den Polen verhindern. Ferner sind als anodische Diaphragmen solche aus Eiweißkörpern und als kathodische Diaphragmen solche aus Cellulose angegeben.
  • Bei der praktischen Ausführung dieses Verfahrens hat es sich nun gezeigt, daß die Wahl des sogenannten positiven Diaphragmas Schwierigkeiten bereitet. Während der Herstellung des Zuckers und' bei allen damit verbundenen Verfahrensmaßnahmen muß strengstens auf eine alkalische Reaktion der Zuckersäfte geachtet werden. Wird in irgendeinem Herstellungsstadium die Zuckerlösung auch nur vorübergehend sauer, so tritt Inversion der Zuckerlösung ein und damit ein erheblicher Betriebsverlust.
  • Bei der Anwendung des in der Patentschrift 361 594 angegebenen anodischen Diaphragmas wird meist die Abwanderung der Anionen und der sauren Bestandteile langsamer erfolgen als die Abwanderung der Kationen und der basischen Bestandteile, so daß die Zuckerlösungen sauer werden. Man hat sich im allgemeinen so beholfen, daß man den Säften alkalisch reagierende Substanzen zugesetzt hat, um die Bildung einer sauren Reaktion zu verhindern. Dadurch ist einerseits ein höherer Stromverbrauch für die Reinigung von Zuckersäften bedingt, andererseits aber auch ein weniger günstiges Arbeiten, weil durch Zusatz von Alkalien, die in den Zuckersäften nicht von Anfang an enthalten sind, Verschlammung der Elektroden und Diaphragmen eintreten kann.
  • Diese Nachteile des bekannten Verfahrens werden gemäß der Erfindung in einfacher, aber unbedingt sicherer Weise dadurch vermieten, daß der Zuckersaft zwischen Diaphragmen der Wirkung eines elektrischen Gleichstromes unterworfen und d die aus den Kathodenräumen ausfließende Spülflüssigkeit zur Spülung der Anodenräume verwendet wird. Aus der in den Anodenraum eingebrachten alkalihaltigen Spülflüssigkeit tritt unter der Wirkung des elektrischen Gleichstromes -dann das Alkali durch das Diaphragma@hindurch in den Mittelraurn ein und gelangt durch das zweite Diaphragma schließlich wieder in den Kathodenraum. Bei seinem Durchtritt durch den Mittelraum bindet das Alkali etwa hier vorhandene Säure ab und macht sie dadurch unschädlich.

Claims (2)

  1. Wie ersichtlich, spielt bei dem neuen Verfahren die Natur der verwendeten Diaphragmen keine wesentliche Rolle. Es kann also beispielsweise mit den gleichen Diaphragmen gearbeitet werden wie in dem Patent 361 594 oder mit zwei Diaphragmen von negativem oder indifferentem Charakter.
    In allen Fällen wird durch die neue Art der Spülung der Anodenräume das Auftreten einer schädlichen Säurekonzentration in dem Mittelraum, der den zu behandelnden Zuckersaft enthält, vermieden und damit zugleich auch eine Inversion des Zuckers. Weil dadurch die Möglichkeit gegeben ist, die Diaphragmen mit sogenanntem positiven Charakter zu vermeiden, werden auch noch andere Vorteile erzielt. Die sogenannten positiven Diaphragmen bestehen aus Eiweißkörpern und sind deshalb gemäß der Natur dieser Körper an sich schwer herzustellen. Sie sind wenig haltbar, nicht hitzebeständig und lassen während des Prozesses der Reinigung von Zuckersäften verhältnismäßig viel Zucker durch Diffusion abwandern, der mit den ablaufenden Anodenspülwässern verlorengeht.
    Durch das neue Verfahren ist man nun nicht mehr auf derartige Diaphragmen angewiesen, weil auch beliebige andere Diaphragmen, entweder indifferente Diaphragmen oder Diaphragmen mit sogenanntem negativem Potential, genügend Säure aus dem Miftelraum in den Anodenraum durchwandern lassen, um eine Reinigung des Zuckers, auch von den sauren Bestandteilen, zu erzielen, während überschüssig sich bildende Säuren im Mittelraum, welche eine Invers ion der Zuckerlösung bewirken würden, durch das Durchwandern der Alkalien abgebunden werden.
    Naturgemäß kann, nachdem ja während des kontinuierlichen Prozesses der Reinigung von Zuckersäften hintereinander mehrere der Dreizellenaggregate angewendet werden, in den letzten Zellen, wo kaum mehr Säuren in der Zuckerlösung vorhanden sind, die eine Inversion hervorrufen, die alte Kombination der Anwendung von anodischen und kathowischen Diaphragmen beibehalten werden.
    Dies ist auch deshalb wichtig, weil besonders Säuren, die schwer oder gar nicht zu soziieren sind (Humussäuren, Farbstoffe sauren Charakters, Eiweißkörper und deren Abbauprodukte), erst bei Anwendung von sogenannten anodischen Diaphragmen herauswandern.
    -Beispiel Eine Zuckerlösung (Melasse), welche einen Aschengehalt von 3,75 % und einen Reinheitsquotienten von 66,7 01o hatte, wurde in der obengenannten Anordnung zwischen zwei negativen Diaphragmen und unter Anwendung von Kathodenwasser zur Spülung oder Anodenräume mittels Gleichstromes behandelt. Es wurde durch Durchlaufen der Zuckerlösung durch 15 hintereinandergeschaltete Zellen ein Zuckersaft von einem Asohengehalt von o, I7 °lO und einem Reinheitsquotienten von 88,7& 010 erhalten.
    P A T E N T A N S P R Ü C H E : I. Verfahren zur Reinigung von Zuckersäften, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuckersaft in dem von Elektroden freien Raum zwischen den Diaphragmen, die beispielsweise sämtlich negativen Charakter haben, der Wirkeng eines elektrischen Gleichstromes unterworfen und die aus den Kathodenräumen abfließende Spülflüssigkeit zur Spülung der Anodenräume verwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das der Anode vorgeschaltete Diaphragma positive Ladungsfähigkeit, während das der Kathode vorgeschaltete Diaphragma negative Ladungsfähigkeit besitzt.
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