DE512007C - Aufschlagzuender fuer Geschosse aller Art - Google Patents
Aufschlagzuender fuer Geschosse aller ArtInfo
- Publication number
- DE512007C DE512007C DEM107412D DEM0107412D DE512007C DE 512007 C DE512007 C DE 512007C DE M107412 D DEM107412 D DE M107412D DE M0107412 D DEM0107412 D DE M0107412D DE 512007 C DE512007 C DE 512007C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- impact
- projectiles
- kinds
- firing pin
- impact fuse
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 4
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 4
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 11
- 239000000463 material Substances 0.000 description 8
- 239000002775 capsule Substances 0.000 description 7
- 239000002360 explosive Substances 0.000 description 4
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 2
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 2
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 2
- 238000009825 accumulation Methods 0.000 description 1
- 230000009172 bursting Effects 0.000 description 1
- 230000002301 combined effect Effects 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 239000008187 granular material Substances 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000004570 mortar (masonry) Substances 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C15/00—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
- F42C15/28—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges operated by flow of fluent material, e.g. shot, fluids
- F42C15/285—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges operated by flow of fluent material, e.g. shot, fluids stored within the fuze housing
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C1/00—Impact fuzes, i.e. fuzes actuated only by ammunition impact
- F42C1/02—Impact fuzes, i.e. fuzes actuated only by ammunition impact with firing-pin structurally combined with fuze
- F42C1/04—Impact fuzes, i.e. fuzes actuated only by ammunition impact with firing-pin structurally combined with fuze operating by inertia of members on impact
- F42C1/06—Impact fuzes, i.e. fuzes actuated only by ammunition impact with firing-pin structurally combined with fuze operating by inertia of members on impact for any direction of impact
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
- Toys (AREA)
- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
Description
Bei Geschossen, wie Handgranaten, Bomben für Bombenschleudervorrichtungen, Fallbomben
für Flugzeuge, mit Bombarden, Mörsern, Geschützen u. dgl. geschleuderten Geschossen, ist das Zünden in beliebiger
Aufschlagstellung zur Erreichung des Zwekkes unerläßlich. Bekannt ist hierzu die verschiebliche
Lagerung des Schlagbolzens wie auch der Zündkapsel, um die bei jedem Längsaufschlag erfolgende gegenseitige Verschiebung
dieser beiden Teile zur Zündung nutzbar zu machen. Um auch bei schrägem Aufschlag sicheres Zünden zu erreichen, hat
man andererseits in einem Aufschlagraum Kugeln oder ähnliche Körper als Gleitmasse
untergebracht, die auch bei schrägem Aufschlag einen Schlag auf den Schlagbolzen
übertragen sollen.
Die Erfindung besteht darin, daß in einem geschlossenen Raum, der eine amorphe Masse,
also eine verhältnismäßig kleinkörnige Füllung von Kugeln oder auch eine Flüssigkeit
enthält, eine Wand dieses Raumes so nachgiebig angebracht ist, daß sie bei ihrer Ver-Schiebung
unter der Aufschlagdruckwirkung den Schlagbolzen in dieZündkapsel treibt. Hierbei
wird ein Aufschlag beliebiger schräger Richtung sicher wirksam, weil er immer eine
Formveränderung des geschlossenen Raumes und somit eine die bewegliche Wand vortreibende
Druckerhöhung ergibt, während auch bei einem ganz verkehrt erfolgenden Aufschlag noch die Massenwirkung der Gleitmasse
auf die bewegliche Wand genügenden Verschiebungsdruck zum Erreichen der Zündung ausübt. Läiigsverschiebliche Bettung
der Sprengmasse selbst kann hierbei zu noch weiterer Erhöhung der Zündsicherheit mitwirken.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen, und
zwar sind
Abb. ι und 2 Längsschnitt und Oberansicht einer Ausführungsform als Handgranate,
Abb. 3 und 4 Längsschnitt und Oberansicht einer Ausführungsform als Geschoßzünder.
Gemäß Abb. 1 und 2 besteht die Handgranate aus einer äußeren Hülle 1, die auf
der einen Seite einen festen Boden 2 aufweist und auf der anderen Seite durch einen
Schraubdeckel 3 abgeschlossen ist. Auf der Seite des festen Bodens 2 ist im Innern nach
Art eines Doppelbodens ein beweglicher Deckel 4 angeordnet, dessen zylinderförmiger
Rand 5 an den Innenwandungen der Hülle entlang gleitet und bei der Axialbewegung als Führung
dient. Am genannten Deckel 4 ist die Spitze 6 des Schlagbolzens angebracht, dessen
Abwärtsbewegung jedoch dadurch verhindert wird, daß der zylinderförmige Rand 5
sich auf einen Stiftungsstift 7 stützt, der
durch in der Hülle ι vorgesehene Löcher hindurchgeführt ist und eine Öse 8 trägt, an
die ein Ring 9 angelenkt ist, der auf den Kopf der Bombe aufgesteckt ist und durch
einen abnehmbaren Sicherungsstift 10 festgehalten wird, welcher durch einen Ring 11
von Hand herausziehbar und unterhalb des ersten Sicherungsstiftes 7 eingesteckt ist.
Eine am einen Ende am beweglichen Deckel 4 befestigte Feder 12 stützt sich mit dem
anderen Ende auf den Sicherungsstift 7 und, nachdem die Stifte 10 und 7 herausgezogen
sind, auf den oberen Boden 13 der die Sprengladung enthaltenden und die Kapsel 15 tragenden
Hülle 14.
Zwischen dem beweglichen Boden 4 und dem festen Boden 2 bleibt ein freier Raum,
der entweder mit losem, kornförmigem, unzusammenhängendem
und schwerem Material, wie z. B. Eisen, Blei oder anderem Material
in Körnern, oder einer Flüssigkeit angefüllt wird.
Die Wirkungsweise dieser Bombe und der daran angebrachten Zündvorrichtung ist folgende:
Nach Herausziehen des ersten Sicherungsstiftes 10 von Hand durch Ziehen am Ring 11
wird die Bombe geschleudert, und der freigegebene Ring 9 schlägt um, zieht den zweiten
Sicherungsstift 7 heraus und fällt ab, wobei er der Feder 12 ermöglicht, sich auf den Deckel
r3 des Gehäuses der Sprengladung zu stützen
und dadurch den Schlagbolzen von der Kapsel fernzuhalten.
Ist im Augenblick des Aufschlages .lie Richtung axial, dann rückt das Gehäuse mit
der Ladung 14 gegen den Schlagbolzen hin
"und nähert diesem die Kapsel 15, oder der
Schlagbolzen rückt gegen die Kapsel hin, indem er durch die Masse des im Raum r6
enthaltenen losen Materials vorwärts gedrängt wird.
Erfolgt der Aufschlag in seitlicher Richtung, z. B. in der Richtung des Pfeiles x,
dann drängt das unzusammenhängende Material den Schlagbolzen dadurch, daß es infolge
Trägheit das Bestreben hat, sich in der gleichen Richtung zusammenzudrängen und
aufzuhäufen, in axialer Richtung, indem es dabei auf die Wandung 4 der Kapsel drückt.
Erfolgt der Aufschlag in schräger Richtung, z. B. in der Richtung des Pfeiles y,
so daß das Gehäuse 14 unbeweglich gehalten wird, dann wird der Vorwärtsschub des
Schlagbolzens durch die kombinierte Wirkung der axialen Komponente der auf das
lose Material wirkenden Kraft und der durch die Ouerkomponente bewirkten Linksanhäufung
des Materials veranlaßt.
Erfolgt der Aufschlag schließlich in schräger Richtung, z. B. in Richtung des Pfeiles s,
so daß durch seine Axialkomponente die Gleitbewegung des die Ladung enthaltenden
Gehäuses 14 herbeigeführt wird, dann wird die Gleitbewegung des Bodens 4 und das Annähern
des Schlagbolzens durch die kombinierte Wirkung dieser Gleitbewegung und der durch die unter der Wirkung der Querkomponente
des Aufschlages stattfindenden Linksanhäufung des unzusammenhängenden
Materials veranlaßt.
Es geht daraus hervor, daß mit der beschriebenen Anordnung das Platzen des Geschosses
in jeder Aufschlagstellung stets herbeigeführt wird.
Bei dem Geschoßzünder nach Abb. 3 und 4 ist der Zünderkörper 17 in üblicher Weise
am Mundloch des Geschosses festzuschrauben. Die Ausgestaltung de^ beweglichen Bodens
mit Belastung durch unzusammenhängendes körniges Material und die des Schlagbolzens
ist dieselbe wie im ersten Ausführungsbeispiel; die Teile tragen die gleichen Bezugszeichen. Ein Unterschied besteht darin, daß
die Kapsel 15 nicht durch das die Sprengladung enthaltende Gehäuse, sondern durch
einen schweren gleitenden Körper r8 getragen wird, auf den sich die Feder 12 stützt und
zwischen welchem und dem zylinderförmigen Rand 5 des beweglichen Bodens die Sperrzungen
19 untergebracht sind, die nach dem Abfeuern des Geschosses herausgezogen
werden.
Das körnige, lose und unzusammenhängende Material kann ebenfalls beliebiger Beschaffenheit
sein und im übrigen auch durch eine schwere Flüsigkeit, z.B. Quecksilber, ersetzt
werden, mit der die gleichen Wirkungen erzielt werden können.
Claims (1)
- Patentanspruch:Aufschlagzünder für Geschosse aller Art unter Benutzung gleitender Massen, dadurch gekennzeichnet, daß die in einem geschlossenen Raum (16) untergebrachte körnige Masse oder Flüssigkeit eine Wand (4) des Raumes unter ihrer beim Aufschlag entstehenden Druckwirkung vortreibt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT301472X | 1927-11-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE512007C true DE512007C (de) | 1930-11-06 |
Family
ID=11229212
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM107412D Expired DE512007C (de) | 1927-11-30 | 1928-11-14 | Aufschlagzuender fuer Geschosse aller Art |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1780624A (de) |
| DE (1) | DE512007C (de) |
| FR (1) | FR664482A (de) |
| GB (1) | GB301472A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20110297029A1 (en) * | 2010-06-06 | 2011-12-08 | Omnitek Partners Llc | Inertial igniters with safety pin for initiation with low setback acceleration |
-
1928
- 1928-11-14 DE DEM107412D patent/DE512007C/de not_active Expired
- 1928-11-21 US US320796A patent/US1780624A/en not_active Expired - Lifetime
- 1928-11-23 FR FR664482D patent/FR664482A/fr not_active Expired
- 1928-11-30 GB GB35292/28A patent/GB301472A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR664482A (fr) | 1929-09-03 |
| US1780624A (en) | 1930-11-04 |
| GB301472A (en) | 1929-05-09 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1578457B2 (de) | Sicherungseinrichtung fuer aufschlagzuender | |
| DE2907308A1 (de) | Geschoss mit mindestens einem ausstossbaren tochtergeschoss | |
| DE1750927A1 (de) | Schalter zur Betaetigung von Kontakten,Zuendern und anderen Vorrichtungen sowie mit diesem ausgeruesteter Zuender fuer Geschosse od.dgl. | |
| DE512007C (de) | Aufschlagzuender fuer Geschosse aller Art | |
| DE888066C (de) | Rohr- und Vorrohrsicherung fuer Drallgeschosszuender | |
| DE742559C (de) | Aufschlagzuender fuer Drallgeschosse | |
| DE254378C (de) | ||
| DE612042C (de) | Schlagzuender fuer Granaten und andere Geschosse | |
| DE2137138A1 (de) | Vorrichtung zur Bestimmung der von einem Korper unter Beschleunigung zurückgelegten Strecke | |
| DE8109086U1 (de) | Bodensprengzuender, insbesondere fuer gewehrgranaten | |
| DE703595C (de) | Allseits-Aufschlagzuender fuer Handgranaten | |
| DE312110C (de) | ||
| DE647283C (de) | Aufschlagzuender, insbesondere fuer Wurfgeschosse und Handgranaten | |
| AT293234B (de) | Geschoszzuender | |
| DE1933908A1 (de) | Perkussionszuendung fuer Raketengeschosse | |
| DE316688C (de) | ||
| DE197584C (de) | ||
| DE224371C (de) | ||
| DE231480C (de) | ||
| DE2105957A1 (de) | Geschoß | |
| DE324901C (de) | Bei jeder Aufschlagslage ansprechender Aufschlagzuender | |
| AT149433B (de) | Aufschlagzünder für Geschosse und Handgranaten. | |
| DE502632C (de) | Zuender, insbesondere fuer Handgranaten | |
| AT222004B (de) | Zünder | |
| DE340814C (de) | Aufschlagzuender, der je nach dem Widerstande des Zieles selbsttaetig entweder mit oder ohne Verzoegerung wirkt |