DE512007C - Aufschlagzuender fuer Geschosse aller Art - Google Patents

Aufschlagzuender fuer Geschosse aller Art

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DE512007C
DE512007C DEM107412D DEM0107412D DE512007C DE 512007 C DE512007 C DE 512007C DE M107412 D DEM107412 D DE M107412D DE M0107412 D DEM0107412 D DE M0107412D DE 512007 C DE512007 C DE 512007C
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    • F42C15/28Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges operated by flow of fluent material, e.g. shot, fluids
    • F42C15/285Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges operated by flow of fluent material, e.g. shot, fluids stored within the fuze housing
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    • F42C1/00Impact fuzes, i.e. fuzes actuated only by ammunition impact
    • F42C1/02Impact fuzes, i.e. fuzes actuated only by ammunition impact with firing-pin structurally combined with fuze
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Description

Bei Geschossen, wie Handgranaten, Bomben für Bombenschleudervorrichtungen, Fallbomben für Flugzeuge, mit Bombarden, Mörsern, Geschützen u. dgl. geschleuderten Geschossen, ist das Zünden in beliebiger Aufschlagstellung zur Erreichung des Zwekkes unerläßlich. Bekannt ist hierzu die verschiebliche Lagerung des Schlagbolzens wie auch der Zündkapsel, um die bei jedem Längsaufschlag erfolgende gegenseitige Verschiebung dieser beiden Teile zur Zündung nutzbar zu machen. Um auch bei schrägem Aufschlag sicheres Zünden zu erreichen, hat man andererseits in einem Aufschlagraum Kugeln oder ähnliche Körper als Gleitmasse untergebracht, die auch bei schrägem Aufschlag einen Schlag auf den Schlagbolzen übertragen sollen.
Die Erfindung besteht darin, daß in einem geschlossenen Raum, der eine amorphe Masse, also eine verhältnismäßig kleinkörnige Füllung von Kugeln oder auch eine Flüssigkeit enthält, eine Wand dieses Raumes so nachgiebig angebracht ist, daß sie bei ihrer Ver-Schiebung unter der Aufschlagdruckwirkung den Schlagbolzen in dieZündkapsel treibt. Hierbei wird ein Aufschlag beliebiger schräger Richtung sicher wirksam, weil er immer eine Formveränderung des geschlossenen Raumes und somit eine die bewegliche Wand vortreibende Druckerhöhung ergibt, während auch bei einem ganz verkehrt erfolgenden Aufschlag noch die Massenwirkung der Gleitmasse auf die bewegliche Wand genügenden Verschiebungsdruck zum Erreichen der Zündung ausübt. Läiigsverschiebliche Bettung der Sprengmasse selbst kann hierbei zu noch weiterer Erhöhung der Zündsicherheit mitwirken.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen, und zwar sind
Abb. ι und 2 Längsschnitt und Oberansicht einer Ausführungsform als Handgranate,
Abb. 3 und 4 Längsschnitt und Oberansicht einer Ausführungsform als Geschoßzünder.
Gemäß Abb. 1 und 2 besteht die Handgranate aus einer äußeren Hülle 1, die auf der einen Seite einen festen Boden 2 aufweist und auf der anderen Seite durch einen Schraubdeckel 3 abgeschlossen ist. Auf der Seite des festen Bodens 2 ist im Innern nach Art eines Doppelbodens ein beweglicher Deckel 4 angeordnet, dessen zylinderförmiger Rand 5 an den Innenwandungen der Hülle entlang gleitet und bei der Axialbewegung als Führung dient. Am genannten Deckel 4 ist die Spitze 6 des Schlagbolzens angebracht, dessen Abwärtsbewegung jedoch dadurch verhindert wird, daß der zylinderförmige Rand 5 sich auf einen Stiftungsstift 7 stützt, der
durch in der Hülle ι vorgesehene Löcher hindurchgeführt ist und eine Öse 8 trägt, an die ein Ring 9 angelenkt ist, der auf den Kopf der Bombe aufgesteckt ist und durch einen abnehmbaren Sicherungsstift 10 festgehalten wird, welcher durch einen Ring 11 von Hand herausziehbar und unterhalb des ersten Sicherungsstiftes 7 eingesteckt ist. Eine am einen Ende am beweglichen Deckel 4 befestigte Feder 12 stützt sich mit dem anderen Ende auf den Sicherungsstift 7 und, nachdem die Stifte 10 und 7 herausgezogen sind, auf den oberen Boden 13 der die Sprengladung enthaltenden und die Kapsel 15 tragenden Hülle 14.
Zwischen dem beweglichen Boden 4 und dem festen Boden 2 bleibt ein freier Raum, der entweder mit losem, kornförmigem, unzusammenhängendem und schwerem Material, wie z. B. Eisen, Blei oder anderem Material in Körnern, oder einer Flüssigkeit angefüllt wird.
Die Wirkungsweise dieser Bombe und der daran angebrachten Zündvorrichtung ist folgende:
Nach Herausziehen des ersten Sicherungsstiftes 10 von Hand durch Ziehen am Ring 11 wird die Bombe geschleudert, und der freigegebene Ring 9 schlägt um, zieht den zweiten Sicherungsstift 7 heraus und fällt ab, wobei er der Feder 12 ermöglicht, sich auf den Deckel r3 des Gehäuses der Sprengladung zu stützen und dadurch den Schlagbolzen von der Kapsel fernzuhalten.
Ist im Augenblick des Aufschlages .lie Richtung axial, dann rückt das Gehäuse mit der Ladung 14 gegen den Schlagbolzen hin
"und nähert diesem die Kapsel 15, oder der Schlagbolzen rückt gegen die Kapsel hin, indem er durch die Masse des im Raum r6 enthaltenen losen Materials vorwärts gedrängt wird.
Erfolgt der Aufschlag in seitlicher Richtung, z. B. in der Richtung des Pfeiles x, dann drängt das unzusammenhängende Material den Schlagbolzen dadurch, daß es infolge Trägheit das Bestreben hat, sich in der gleichen Richtung zusammenzudrängen und aufzuhäufen, in axialer Richtung, indem es dabei auf die Wandung 4 der Kapsel drückt. Erfolgt der Aufschlag in schräger Richtung, z. B. in der Richtung des Pfeiles y, so daß das Gehäuse 14 unbeweglich gehalten wird, dann wird der Vorwärtsschub des Schlagbolzens durch die kombinierte Wirkung der axialen Komponente der auf das lose Material wirkenden Kraft und der durch die Ouerkomponente bewirkten Linksanhäufung des Materials veranlaßt.
Erfolgt der Aufschlag schließlich in schräger Richtung, z. B. in Richtung des Pfeiles s, so daß durch seine Axialkomponente die Gleitbewegung des die Ladung enthaltenden Gehäuses 14 herbeigeführt wird, dann wird die Gleitbewegung des Bodens 4 und das Annähern des Schlagbolzens durch die kombinierte Wirkung dieser Gleitbewegung und der durch die unter der Wirkung der Querkomponente des Aufschlages stattfindenden Linksanhäufung des unzusammenhängenden Materials veranlaßt.
Es geht daraus hervor, daß mit der beschriebenen Anordnung das Platzen des Geschosses in jeder Aufschlagstellung stets herbeigeführt wird.
Bei dem Geschoßzünder nach Abb. 3 und 4 ist der Zünderkörper 17 in üblicher Weise am Mundloch des Geschosses festzuschrauben. Die Ausgestaltung de^ beweglichen Bodens mit Belastung durch unzusammenhängendes körniges Material und die des Schlagbolzens ist dieselbe wie im ersten Ausführungsbeispiel; die Teile tragen die gleichen Bezugszeichen. Ein Unterschied besteht darin, daß die Kapsel 15 nicht durch das die Sprengladung enthaltende Gehäuse, sondern durch einen schweren gleitenden Körper r8 getragen wird, auf den sich die Feder 12 stützt und zwischen welchem und dem zylinderförmigen Rand 5 des beweglichen Bodens die Sperrzungen 19 untergebracht sind, die nach dem Abfeuern des Geschosses herausgezogen werden.
Das körnige, lose und unzusammenhängende Material kann ebenfalls beliebiger Beschaffenheit sein und im übrigen auch durch eine schwere Flüsigkeit, z.B. Quecksilber, ersetzt werden, mit der die gleichen Wirkungen erzielt werden können.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Aufschlagzünder für Geschosse aller Art unter Benutzung gleitender Massen, dadurch gekennzeichnet, daß die in einem geschlossenen Raum (16) untergebrachte körnige Masse oder Flüssigkeit eine Wand (4) des Raumes unter ihrer beim Aufschlag entstehenden Druckwirkung vortreibt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEM107412D 1927-11-30 1928-11-14 Aufschlagzuender fuer Geschosse aller Art Expired DE512007C (de)

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IT301472X 1927-11-30

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DE512007C true DE512007C (de) 1930-11-06

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DEM107412D Expired DE512007C (de) 1927-11-30 1928-11-14 Aufschlagzuender fuer Geschosse aller Art

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US20110297029A1 (en) * 2010-06-06 2011-12-08 Omnitek Partners Llc Inertial igniters with safety pin for initiation with low setback acceleration

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FR664482A (fr) 1929-09-03
US1780624A (en) 1930-11-04
GB301472A (en) 1929-05-09

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