DE512155C - Elektrische Gasentladungslampe - Google Patents
Elektrische GasentladungslampeInfo
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Description
Im Patent 477 311 ist eine elektrische Gasentladungslampe
beschrieben, deren aus einem Metalldampf und einem leichter ionisierbaren Gas, zweckmäßig Edelgas, bestehende Füllung
durch Fern wirkung eines Hochfrequenzfeldes zum Leuchten gebracht wird. Derartige elektrodenlose
Gasentladungslampen haben sich insbesondere deswegen als sehr zukunftsreich erwiesen,
weil die sonst bei üblichen Gasentladungslampen an den Elektroden auftretenden Verluste vollkommen entfallen. Ein Nachteil
solcher elektrodenlosen Gasentladungslampen liegt aber darin, daß bei einer für eine intensive
Lichtausstrahlung erforderlichen hohen Strombelastung der Dampfdruck leicht in kürzester
Zeit die kritische Grenze überschreitet, bei welcher die mit einer äußerst hellen Lichterscheinung
verbundene Entladung plötzlich in die nur mit einer schwach grünen Lichterscheinung
verbundene sogenannte Hochdruckentladung übergeht. Wie sich gezeigt hat, tritt diese
Erscheinung bei solchen elektrodenlosen Gasentladungslampen merkwürdigerweise oft schön
ein, bevor das bei hoher Strombelastung natür-
s5 lieh aus Quarzglas oder Hartglas bestehende
Entladungsgefäß auf Rotglühhitze gekommen ist.
Diese bei hoher Strombelastung auftretende Gefahr des Umschlagens der lichtstarken Entladung
in die lichtschwache Hochdruckentladung läßt sich vermeiden, wenn erfindungsgemäß
außer dem elektrodenlosen Entladungsgefäße ein der Hochfrequenzfernwirkung wenig oder
gar nicht unterliegendes Kondensationsgefäß vorgesehen wird, das mittels zweier Rohrstutzen
mit dem Entladungsgefäß derart in Verbindung steht, daß der obere Stutzen zum Übertritt des
kondensierbaren Metalldampfes in das Kondensationsgefäß und der untere Stutzen zur Überleitung
des Kondensats in das Entladungsgefäß dienen kann. Bei dieser Ausbildung der Gasentladungslampe
wird der an der Entladung teilnehmende und vornehmlich lichtspendende Metalldampf ständig in Bewegung gehalten und
ständig der Kühlwirkung der Wände des Kondensationsgefäßes ausgesetzt, so daß selbst bei
einer die Wände des Entladungsgefäßes auf Rotglühhitze
bringenden hohen Strombelastung der Druck des Metalldampfes, und zwar auch nach langer Betriebsdauer, nicht die gefährliche kri-
tische Grenze erreicht. Durch die nunmehr mögliche höhere Strombelastung aber kann die
Lichtausbeute der mit Hochfrequenzfernwirkung betriebenen Gasentladungslampe auf etwa das
Vierfache gesteigert werden.
Bei üblichen Quecksilberdampflampen mit an Elektroden der Lampe angelegtem Strom ist es
zwar bereits bekannt, das Entladungsgefäß mit einem als Rücklauf wirkenden Rohr für das verdampfte
und sich wieder kondensierende Quecksilber auszustatten. Hierbei wurde jedoch vornehmlich
nur eine fortgesetzte Speisung der flüssigen Kathode beabsichtigt, während im vorliegenden Falle durch das angesetzte Rücklaufrohr
ein der Hochfrequenzfernwirkung aDein unterliegendes elektrodenloses Entladungsgefäß
nunmehr bis auf Rotglut erhitzt werden kann, ohne daß ein schädliches Umschlagen in die
lichtschwache Hochdruckentladung stattfindet.
Zweckmäßig ist die Neigung des das Kondensat in das Entladungsgefäß zurückleitenden
Stutzens durch drehbare Lagerung des ganzen Gefäßsystems regelbar. Hierdurch gelingt es,
bei unveränderter Hochfrequenzwirkung die je Zeiteinheit erfolgende Dampfneubildung und damit
den Dampfdruck und die Lichtausbeute beliebig zu verändern.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Gasentladungslampe in Ansicht,
zum Teil im Schnitt, dargestellt.
Die dargestellte Lampe besitzt ein kugelförmiges Entladungsgefäß 1, das zweckmäßig aus
Quarzglas oder Hartglas besteht und mit einem leicht ionisierbaren Gas, zweckmäßig Edelgas,
gefüllt ist. Um das elektrodenlose Entladungsgefäß ι ist eine Spule 3 gelegt, die in einen Hochfrequenzstromkreis
eingeschaltet ist. Mit dem Entladungsgefäß 1 ist ein zylindrisches Glasgefäß
9 durch zwei Rohrstutzen 10, 11 verbunden.
Das Gefäß 9 ist mittels einer Schelle 12 an einem Handhebel 13 befestigt, der an dem Bolzen
14 eines Ständers 15 drehbar gelagert ist.
Zur Einstellung des Handhebels in jeder gewünschten Drehlage dient eine an ihm angebrachte
federnde Klinke 16, die in einen Zahnbogen 17 eines zweiten Ständers 18 einspringen
kann. Im unteren Rohrstutzen ii befindet sich das leichtverdampfbare Metall 2,
etwa Quecksilber, Natrium, Cäsium oder Rubidium. Bei Erregung des nur das Entladungsgefäß
i, nicht aber auch das Gefäß 9 einschließenden Hochfrequenzfeldes wird die dem Entladungsgefäß
ι zugewendete bzw. in diesem stehende Oberflächenschicht des Metalles 2 erhitzt
und verdampft, und zwar entweder unmittelbar durch Wirkung des .Hochfrequenzfeldes,
nämlich dann, wenn der Metallinhalt bis in das Entladungsgefäß 1 hineinreicht, oder nur
durch Wärmeleitung des Gefäßes 1 und Rohrstutzens 11, falls bei Schrägstellung des Gefäßsystems
das Metall 2 in den Stutzen 11 mehr oder
weniger zurückgeflossen ist. Je nach der Schräglage des Stutzens 11 und damit des gesamten
Gefäßsystems wird je Zeiteinheit mehr oder we- 6g niger Metall, zur Verdampfung gebracht und der
Entladung dargeboten, was sich bei gleichbleibender Hochfrequenzwirkung in einer mehr oder
weniger großen Lichtausbeute äußert. Der vornehmlich lichtspendende Metalldampf kann
trotz hoher Strombelastung nicht einen die kritische Hochdruckgrenze erreichenden Druck annehmen,
da er durch Vermittlung des oberen Stutzens 10 ständig in das beim Betriebe verhältnismäßig
kühl bleibende Gefäß 9 abziehen und darin kondensieren kann. Das Kondensat
sammelt sich am Boden des Gefäßes 9 und drängt die im Stutzen 11 befindliche Metallmenge
ständig voran, so daß der dem Entladungsgefäß ι zugewendete Flüssigkeitsspiegel
in konstanter Höhe gehalten wird und die Entladungsbedingungen stets die gleichen bleiben.
Um den Dampfdruck im Entladungsgefäß 1 weitgehend zu regeln, kann das Maß der Abkühlung
des Dampfes im Kondensationsgefäß 9 entweder verringert oder erhöht werden. Es
kann beispielsweise um das Kondensationsgefäß 9 eine Asbesthülle gelegt werden, um die
Abkühlungswirkung herabzusetzen und damit den Dampfdruck zu erhöhen. Es kann aber
auch umgekehrt das Gefäß 9 mit einer zweckmäßig Kühlrippen aufweisenden Metallhülle versehen
werden, wenn eine Beschleunigung der Abkühlung und damit Verringerung des Dampfdruckes
erwünscht ist.
Claims (2)
1. Elektrische Gasentladungslampe nach Patent 477 311, deren aus einem Metalldampfe
und einem leicht ionisierbaren Gase bestehende Füllung durch Fernwirkung eines
Hochfrequenzfeldes zum Leuchten gebracht wird, mit einem elektrodenlosen Entladungsgefäße, gekennzeichnet durch ein mit dem
elektrodenlosen Entladungsgefäße (1) durch je eine Zu- und Ableitung (10, 11) in Verbindung
stehendes, der Hochfrequenzwirkung wenig oder gar nicht ausgesetztes Kondensationsgefäß
(9) für den Metalldampf.
2. Gasentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung
des das Kondensat in das Entladungsgefäß (1) zurückleitenden Stutzens (11) durch drehbare
Lagerung des ganzen Gefäßsystems regelbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US323300A US1844353A (en) | 1928-12-03 | 1928-12-03 | Electric discharge device |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE512155C true DE512155C (de) | 1930-11-07 |
Family
ID=23258591
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP60860D Expired DE512155C (de) | 1928-12-03 | 1929-07-24 | Elektrische Gasentladungslampe |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1844353A (de) |
| DE (1) | DE512155C (de) |
| FR (2) | FR633203A (de) |
| GB (1) | GB344906A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE740045C (de) * | 1938-11-08 | 1943-10-11 | Georg Waldner | Verfahren zur Erzeugung einer zusaetzlichen weissen Temperaturstrahlung im Quecksilberdampflichtbogen |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2484332A (en) * | 1944-09-09 | 1949-10-11 | Emil R Capita | Ultraviolet light apparatus |
| US2975330A (en) * | 1960-06-01 | 1961-03-14 | Varian Associates | Electrodeless discharge method and apparatus |
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1927
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1928
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1929
- 1929-07-24 DE DEP60860D patent/DE512155C/de not_active Expired
- 1929-12-03 GB GB37021/29A patent/GB344906A/en not_active Expired
- 1929-12-03 FR FR37669D patent/FR37669E/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE740045C (de) * | 1938-11-08 | 1943-10-11 | Georg Waldner | Verfahren zur Erzeugung einer zusaetzlichen weissen Temperaturstrahlung im Quecksilberdampflichtbogen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR633203A (fr) | 1928-01-25 |
| FR37669E (fr) | 1931-01-14 |
| US1844353A (en) | 1932-02-09 |
| GB344906A (en) | 1931-03-03 |
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