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Bahnhofs-Signalvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Bahnhofs-Signalvorrichtung
für Angabe der Abteileinteilung ankommender Züge und das Wesentliche besteht darin,
daß Abteilkennzeichenanzeiger neben dem Bahngleise angebracht sind, durch die vor
Einfahrt eines Zuges die Stellen gekennzeichnet werden, an denen die entsprechenden
Abteile des Zuges zum Halten kommen werden. Bekannt sind bereits für Stadtbahnbetrieb
Anzeigeschilder, die vor Einfahrt des Zuges die Zuglänge angeben, aber wirkungslos
bleiben, weil selbst bei genauer Innehaltung immer gleicher Abteileinteilung im
Zuge (zweiter und dritter Klasse, Raucher, Nichtraucher, Traglasten-und Dienstabteil)
diese den Fahrgästen nicht genügend vorher erkennbar ist. Bekannt sind ferner ortsfeste,
immer sichtbare Anzeigeschilder, die die Stelle angeben, an denen bestimmte Abteile
des einfahrenden Zuges stets halten; diese Anzeigen sind jedoch nur für gleichartige
Züge brauchbar.
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Die Anzeiger gemäß der Erfindung bestehen aus Anzeigetafeln oder Leuchtkästen
mit Schildern, wie etwa N II (Nichtraucher zweiter Klasse), R III (Raucher dritter
Klasse) usw. Eine derartige Vorrichtung ermöglicht die Angabe der Haltepunkte der
einzelnen Abteile an der jeweils zuständigen Stelle des Bahnsteiges für die verschiedenartigsten
Züge, so daß die Reisenden vor Einfahrt des Zuges sich an dem Haltepunkt des gewünschten
Abteils aufstellen können und demnach ein Suchen des Abteils nach Einfahrt des Zuges
unnötig wird. Hierdurch wird die Verwirrung unter den Reisenden während des Haltens
des Zuges vermieden und das Ein- und Aussteigen der Fahrgäste und damit die Abfertigung
des Zuges beschleunigt.
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Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ergibt sich, indem für
elektrisches Vorbewegen oder Erleuchten der den verschiedenen Abteileinteilungen
entsprechenden Gruppen von Anzeigeschildern eine gemeinsame Schaltstelle vorgesehen
ist, die zweckmäßig jede beliebige Zusammenschaltung der Anzeigeschilder ermöglicht.
Hierdurch wird eine bequeme und schnelle Einschaltung sämtlicher Anzeiger von einer
Stelle aus ermöglicht und an Wärtern zur Bedienung der Anzeiger gespart.
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Es ist ferner zweckmäßig, unter Benutzung an sich bekannter Vorrichtungen
zur Übermittlung von Anzeigen verschiedener Art von einer Hauptstation nach Einzelstationen
hin mittels Stromstoßgruppen die Anlage derart auszubilden, daß zur Übermittlung
der Abteilkennzeichenanzeigen von einer Hauptstation nach den Einzelstationen in
der Hauptstation Vorrichtungen zur Abgabe verschiedener Stromimpulse und in den
Einzelstationen Schaltvorrichtungen zum Einstellen der Abteilkennzeichenanzeige
auf entsprechende verschiedene Anzeigen vorgesehen sind, derart, daß mit wenigen
Fernleitungen oder mit einer einzigen Fernleitung, und zwar vorzugsweise mit einer
Leitung für Zugrichtungsanzeige auch die gesamten Abteilanzeigen
übermittelbar
sind. Mittels einer derartigen Vorrichtung kann die Zusammenstellung der Zeichengruppe
für jeden Zug schon an seiner Ausgangsstation oder der sonstigen für die Signalisierung
maßgebenden Hauptstation vorgenommen werden, indem von dort aus in eine allgemeine
Signalleitung Stromstöße verschiedener Spannungen, Frequenzen, Verteilungen oder
Anzahl gegeben werden und in den Stationen wählerartige Vorrichtungen vorhanden
sind, die entsprechend diesen Strömen die zuständigen Gruppenschalter der Anzeigergruppen
an eine Steuervorrichtung anschließen, die sie dann nacheinander, bei jedesmaliger
Iä ortschaltung, z. B. durch den Stationsbeamten, in Wirkung setzt. Auch hier kann
wieder eine von der Hauptstation aus gehandhabte Zugrichtungsanzeigervorrichtung
gleichzeitig auch für die Abteilkennzeichenanzeige gemeinsame Verwendung finden,
indem entweder verschiedene Stromarten für beide Anzeigearten verwendet werden oder
ein Wähler jeder Station immer nach Empfang der Zugrichtungsangabe auf die Steuervorrichtung
zum Empfang der Verteilungsangabe umschaltet, um dann wieder zurückzuschalten.
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Vorteilhaft ist noch die Anbringung der Anzeigeschilder so innerhalb
oder wenig oberhalb der Höhe des Zuges derart, daß dieser sie bei seiner Einfahrt
im wesentlichen verdeckt, und ferner die Ausführung der Anzeigeschilder in der Farbe
des Abteils, wodurch die Übersichtlichkeit erhöht wird.
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Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel
in vereinfachter Darstellung.
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In der Hauptstation ist ein Wechselstromsender, beispielsweise ein
,Röhrengenerator i, mit einem Pol an Erde (oder Fernleitung) gelegt und mit dem
anderen Pol an einen Hauptschalter 2, der eine Reihe von Schaltern 3 für Fahrtrichtungsanzeige
und eine Reihe von Schaltern q. für Abteileinteilungsanzeige enthält. Sämtliche
Schalter können aus verstellbaren Selbstinduktionen oder Kapazitäten bestehen und
somit verschiedene Frequenzen einstellen, auf die die Empfänger abgestimmt sind.
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In jeder empfangenen Station ist zunächst ein Fahrtrichtungsanzeiger
5 vorhanden, dessen verschiedene Schilder durch auf die Schalter 3 abgestimmte Triebwerks
oder Lampenschalter zum Erscheinen kommen, indem diese an eine allgemeine Fernleitung
6 des Hauptschalters angeschlossen sind. Vor den Richtungsanzeiger 5 ist noch eine
Speichervorrichtung 7 vorgeschaltet, die den Zweck hat, das Erscheinen der Anzeigen
nur nacheinander vorzubereiten, so daß sie bei Handhabung durch den Bahnsteigbeamten
in der von der Hauptstation vorher aufgegebenen Reihenfolge erscheinen. An die Fernleitung
6 ist in jeder Station ferner eine. Speicher- und Gruppenschalteranlage angeschlossen,
die auf die von den Teilen q. des Hauptschalters i herkommenden Ströme anspricht
und die Abteilverteilungen anzeigt.
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Die Speicheranlage (ebenso wie die Speichervorrichtung 7) enthält
im Beispiele eine absatzweise durch ein Fortschaltewerk, beispielsweise durch einen
Fortschaltemagnet, drehbare Scheibe 8 mit magnetisch vorbewegbaren Kontakten 9,
deren im Beispiele auf jeder Radialen vier vorhanden sind, und zwar mit verschiedenen
Abstimmungen auf die vier verschiedenen Schaltteile q. der Hauptstation, so daß
also beispeilsweise jeder innerste Kontakt 9 durch den ersten Schalterteil q. von
links, jeder folgende durch den folgenden Schalterteil ¢ vorbewegt wird, und so
fort. Zur Stromzuführung zu den Magneten der Kontakte 9 dient eine Kontaktfeder
io und ein Kranz von Kontaktbelägen i i, der auf der Scheibe 8 gezeichnet ist, obgleich
er in Wirklichkeit auf einen kleineren und gegen sie bis nahezu um 36o° verdrehbaren
Träger angebracht ist, der gleichfalls durch ein Fortschaltewerk drehbar ist. Jeder
Kontakt ri ist mittels biegsamen Kabels an die einen Pole sämtlicher Vorschubmagnete
der zugehörigen radialen Kontaktreihe 9 angeschlossen, während deren andere Pole
an Erde liegen. Jede Aufnahme einer Anzeige mittels eines 'Kontaktes 9 bringt dann
über einen (nicht dargestellten) Auslöser durch das Fortschaltewerk den nächsten
Kontakt ii unter die Bürste io, .so daß eine weitere Anzeige aufnehmbar ist und
sich so in Verkörperung durch die Kontakte 9 alle ankommenden Anzeigen der Reihe
nach aufspeichern.
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Über den Kontakten 9 sind Kontaktfedern 12 so angebracht, daß sie
nur die elektromagnetisch herausgeschobenen Kontakte 9 (im Beispiele als Doppelkreise
angedeutet) berühren, sobald eine der Radialen unter sie kommt. Dies geschieht,
sobald der Stationsbeamte oder der Zug die Scheibe 8 zur Ankündigung einer Zugeinteilung
um einen Teil fortschaltet. Da diese Fortschaltung der Scheibe 8 nicht gleichzeitig
mit der der Kontakte i i zu erfolgen braucht, ist die durch die biegsamen Kabelverbindungen
zwischen den Kontakten i i und den Magneten der Kontakte ermöglichte Verdrehbarkeit
beider Teile gegeneinander nötig; eine weitergehende Verdrehbarkeit ist nicht nötig,
da ja alle die Hauptstation durchlaufenden Züge auch die Einzelstation durchlaufen
und somit gleiche Gesamtzahl von Einzelfortschaltungen für die Teile 8 und i i erforderlich
ist, nur mit zeitlichen Verschiebungen.
Die Kontakte 9, 12 und eine
den zweiten Pol bildende Schleiffeder 13 sind mittels einer Ortsbatterie 14 zum
Bewegen mit Solenoiden 15 betriebener Gruppenschalter 16 benutzt, deren jeder eine
bestimmte Gruppe der Lampen 17 einschaltet, also im Beispiele für vier verschiedene
Abteileinteilungen, etwa der zweite von links für den im unteren Teile dargestellten
Zug 18 passend, d. h. jede Lampentafel trägt dieselbe Inschrift wie das unter ihr
zum Halten kommende Abteil des im Einfahren dargestellten Zuges, der bis zur Begrenzungskante
i9 vorrückt.
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Die Lampentafeln 17 sind so neben oder wenig über dem Zuge angebracht,
daß sie nach erfolgter Einfahrt den Fahrgästen nicht mehr sichtbar sind und sie
dadurch nicht mißleiten, falls der Zug nicht völlig genau an der vorgeschriebenen
Stelle hält.
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Im Beispiele sind die Lampentafeln 17 ganz rechts nicht erleuchtet,
weil es sich um einen kurzen, nicht die ganze Länge des Bahnsteiges 20 einzunehmenden
Zug handelt. An dem anderen durch eine Treppe 21. als Hauptzugang gekennzeichneten
Bahnseigende dagegen sind die Lampentafeln 17 bis vorne hin erleuchtet, da
der Zug zweckmäßig hier zu halten hat. Der Zugführer kann sich entweder unmittelbar
nach der vordersten Lampentafel richten, oder für ihn kann noch eine besondere Haltepunktlampe
mit genau entsprechender Schaltung vorgesehen sein.