DE512877C - Bahnhofs-Signalvorrichtung - Google Patents

Bahnhofs-Signalvorrichtung

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DE512877C
DE512877C DEK115806D DEK0115806D DE512877C DE 512877 C DE512877 C DE 512877C DE K115806 D DEK115806 D DE K115806D DE K0115806 D DEK0115806 D DE K0115806D DE 512877 C DE512877 C DE 512877C
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MARIA KOEHEGYI GEB SCHNEEWEISS
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MARIA KOEHEGYI GEB SCHNEEWEISS
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Description

  • Bahnhofs-Signalvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Bahnhofs-Signalvorrichtung für Angabe der Abteileinteilung ankommender Züge und das Wesentliche besteht darin, daß Abteilkennzeichenanzeiger neben dem Bahngleise angebracht sind, durch die vor Einfahrt eines Zuges die Stellen gekennzeichnet werden, an denen die entsprechenden Abteile des Zuges zum Halten kommen werden. Bekannt sind bereits für Stadtbahnbetrieb Anzeigeschilder, die vor Einfahrt des Zuges die Zuglänge angeben, aber wirkungslos bleiben, weil selbst bei genauer Innehaltung immer gleicher Abteileinteilung im Zuge (zweiter und dritter Klasse, Raucher, Nichtraucher, Traglasten-und Dienstabteil) diese den Fahrgästen nicht genügend vorher erkennbar ist. Bekannt sind ferner ortsfeste, immer sichtbare Anzeigeschilder, die die Stelle angeben, an denen bestimmte Abteile des einfahrenden Zuges stets halten; diese Anzeigen sind jedoch nur für gleichartige Züge brauchbar.
  • Die Anzeiger gemäß der Erfindung bestehen aus Anzeigetafeln oder Leuchtkästen mit Schildern, wie etwa N II (Nichtraucher zweiter Klasse), R III (Raucher dritter Klasse) usw. Eine derartige Vorrichtung ermöglicht die Angabe der Haltepunkte der einzelnen Abteile an der jeweils zuständigen Stelle des Bahnsteiges für die verschiedenartigsten Züge, so daß die Reisenden vor Einfahrt des Zuges sich an dem Haltepunkt des gewünschten Abteils aufstellen können und demnach ein Suchen des Abteils nach Einfahrt des Zuges unnötig wird. Hierdurch wird die Verwirrung unter den Reisenden während des Haltens des Zuges vermieden und das Ein- und Aussteigen der Fahrgäste und damit die Abfertigung des Zuges beschleunigt.
  • Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ergibt sich, indem für elektrisches Vorbewegen oder Erleuchten der den verschiedenen Abteileinteilungen entsprechenden Gruppen von Anzeigeschildern eine gemeinsame Schaltstelle vorgesehen ist, die zweckmäßig jede beliebige Zusammenschaltung der Anzeigeschilder ermöglicht. Hierdurch wird eine bequeme und schnelle Einschaltung sämtlicher Anzeiger von einer Stelle aus ermöglicht und an Wärtern zur Bedienung der Anzeiger gespart.
  • Es ist ferner zweckmäßig, unter Benutzung an sich bekannter Vorrichtungen zur Übermittlung von Anzeigen verschiedener Art von einer Hauptstation nach Einzelstationen hin mittels Stromstoßgruppen die Anlage derart auszubilden, daß zur Übermittlung der Abteilkennzeichenanzeigen von einer Hauptstation nach den Einzelstationen in der Hauptstation Vorrichtungen zur Abgabe verschiedener Stromimpulse und in den Einzelstationen Schaltvorrichtungen zum Einstellen der Abteilkennzeichenanzeige auf entsprechende verschiedene Anzeigen vorgesehen sind, derart, daß mit wenigen Fernleitungen oder mit einer einzigen Fernleitung, und zwar vorzugsweise mit einer Leitung für Zugrichtungsanzeige auch die gesamten Abteilanzeigen übermittelbar sind. Mittels einer derartigen Vorrichtung kann die Zusammenstellung der Zeichengruppe für jeden Zug schon an seiner Ausgangsstation oder der sonstigen für die Signalisierung maßgebenden Hauptstation vorgenommen werden, indem von dort aus in eine allgemeine Signalleitung Stromstöße verschiedener Spannungen, Frequenzen, Verteilungen oder Anzahl gegeben werden und in den Stationen wählerartige Vorrichtungen vorhanden sind, die entsprechend diesen Strömen die zuständigen Gruppenschalter der Anzeigergruppen an eine Steuervorrichtung anschließen, die sie dann nacheinander, bei jedesmaliger Iä ortschaltung, z. B. durch den Stationsbeamten, in Wirkung setzt. Auch hier kann wieder eine von der Hauptstation aus gehandhabte Zugrichtungsanzeigervorrichtung gleichzeitig auch für die Abteilkennzeichenanzeige gemeinsame Verwendung finden, indem entweder verschiedene Stromarten für beide Anzeigearten verwendet werden oder ein Wähler jeder Station immer nach Empfang der Zugrichtungsangabe auf die Steuervorrichtung zum Empfang der Verteilungsangabe umschaltet, um dann wieder zurückzuschalten.
  • Vorteilhaft ist noch die Anbringung der Anzeigeschilder so innerhalb oder wenig oberhalb der Höhe des Zuges derart, daß dieser sie bei seiner Einfahrt im wesentlichen verdeckt, und ferner die Ausführung der Anzeigeschilder in der Farbe des Abteils, wodurch die Übersichtlichkeit erhöht wird.
  • Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel in vereinfachter Darstellung.
  • In der Hauptstation ist ein Wechselstromsender, beispielsweise ein ,Röhrengenerator i, mit einem Pol an Erde (oder Fernleitung) gelegt und mit dem anderen Pol an einen Hauptschalter 2, der eine Reihe von Schaltern 3 für Fahrtrichtungsanzeige und eine Reihe von Schaltern q. für Abteileinteilungsanzeige enthält. Sämtliche Schalter können aus verstellbaren Selbstinduktionen oder Kapazitäten bestehen und somit verschiedene Frequenzen einstellen, auf die die Empfänger abgestimmt sind.
  • In jeder empfangenen Station ist zunächst ein Fahrtrichtungsanzeiger 5 vorhanden, dessen verschiedene Schilder durch auf die Schalter 3 abgestimmte Triebwerks oder Lampenschalter zum Erscheinen kommen, indem diese an eine allgemeine Fernleitung 6 des Hauptschalters angeschlossen sind. Vor den Richtungsanzeiger 5 ist noch eine Speichervorrichtung 7 vorgeschaltet, die den Zweck hat, das Erscheinen der Anzeigen nur nacheinander vorzubereiten, so daß sie bei Handhabung durch den Bahnsteigbeamten in der von der Hauptstation vorher aufgegebenen Reihenfolge erscheinen. An die Fernleitung 6 ist in jeder Station ferner eine. Speicher- und Gruppenschalteranlage angeschlossen, die auf die von den Teilen q. des Hauptschalters i herkommenden Ströme anspricht und die Abteilverteilungen anzeigt.
  • Die Speicheranlage (ebenso wie die Speichervorrichtung 7) enthält im Beispiele eine absatzweise durch ein Fortschaltewerk, beispielsweise durch einen Fortschaltemagnet, drehbare Scheibe 8 mit magnetisch vorbewegbaren Kontakten 9, deren im Beispiele auf jeder Radialen vier vorhanden sind, und zwar mit verschiedenen Abstimmungen auf die vier verschiedenen Schaltteile q. der Hauptstation, so daß also beispeilsweise jeder innerste Kontakt 9 durch den ersten Schalterteil q. von links, jeder folgende durch den folgenden Schalterteil ¢ vorbewegt wird, und so fort. Zur Stromzuführung zu den Magneten der Kontakte 9 dient eine Kontaktfeder io und ein Kranz von Kontaktbelägen i i, der auf der Scheibe 8 gezeichnet ist, obgleich er in Wirklichkeit auf einen kleineren und gegen sie bis nahezu um 36o° verdrehbaren Träger angebracht ist, der gleichfalls durch ein Fortschaltewerk drehbar ist. Jeder Kontakt ri ist mittels biegsamen Kabels an die einen Pole sämtlicher Vorschubmagnete der zugehörigen radialen Kontaktreihe 9 angeschlossen, während deren andere Pole an Erde liegen. Jede Aufnahme einer Anzeige mittels eines 'Kontaktes 9 bringt dann über einen (nicht dargestellten) Auslöser durch das Fortschaltewerk den nächsten Kontakt ii unter die Bürste io, .so daß eine weitere Anzeige aufnehmbar ist und sich so in Verkörperung durch die Kontakte 9 alle ankommenden Anzeigen der Reihe nach aufspeichern.
  • Über den Kontakten 9 sind Kontaktfedern 12 so angebracht, daß sie nur die elektromagnetisch herausgeschobenen Kontakte 9 (im Beispiele als Doppelkreise angedeutet) berühren, sobald eine der Radialen unter sie kommt. Dies geschieht, sobald der Stationsbeamte oder der Zug die Scheibe 8 zur Ankündigung einer Zugeinteilung um einen Teil fortschaltet. Da diese Fortschaltung der Scheibe 8 nicht gleichzeitig mit der der Kontakte i i zu erfolgen braucht, ist die durch die biegsamen Kabelverbindungen zwischen den Kontakten i i und den Magneten der Kontakte ermöglichte Verdrehbarkeit beider Teile gegeneinander nötig; eine weitergehende Verdrehbarkeit ist nicht nötig, da ja alle die Hauptstation durchlaufenden Züge auch die Einzelstation durchlaufen und somit gleiche Gesamtzahl von Einzelfortschaltungen für die Teile 8 und i i erforderlich ist, nur mit zeitlichen Verschiebungen. Die Kontakte 9, 12 und eine den zweiten Pol bildende Schleiffeder 13 sind mittels einer Ortsbatterie 14 zum Bewegen mit Solenoiden 15 betriebener Gruppenschalter 16 benutzt, deren jeder eine bestimmte Gruppe der Lampen 17 einschaltet, also im Beispiele für vier verschiedene Abteileinteilungen, etwa der zweite von links für den im unteren Teile dargestellten Zug 18 passend, d. h. jede Lampentafel trägt dieselbe Inschrift wie das unter ihr zum Halten kommende Abteil des im Einfahren dargestellten Zuges, der bis zur Begrenzungskante i9 vorrückt.
  • Die Lampentafeln 17 sind so neben oder wenig über dem Zuge angebracht, daß sie nach erfolgter Einfahrt den Fahrgästen nicht mehr sichtbar sind und sie dadurch nicht mißleiten, falls der Zug nicht völlig genau an der vorgeschriebenen Stelle hält.
  • Im Beispiele sind die Lampentafeln 17 ganz rechts nicht erleuchtet, weil es sich um einen kurzen, nicht die ganze Länge des Bahnsteiges 20 einzunehmenden Zug handelt. An dem anderen durch eine Treppe 21. als Hauptzugang gekennzeichneten Bahnseigende dagegen sind die Lampentafeln 17 bis vorne hin erleuchtet, da der Zug zweckmäßig hier zu halten hat. Der Zugführer kann sich entweder unmittelbar nach der vordersten Lampentafel richten, oder für ihn kann noch eine besondere Haltepunktlampe mit genau entsprechender Schaltung vorgesehen sein.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜcrir: i. Bahnhofs-Signalvorrichtung für Angabe der Abteileinteilung ankommender Züge, dadurch gekennzeichnet, daß vorzeigbare Abteilkennzeichenanzeiger neben dem Bahngleise angebracht sind, durch die vor Einfahrt .eines Zuges die Stellen gekennzeichnet werden, an denen die entsprechenden Abteile des Zuges zum Halten kommen werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für elektrisches Vorbewegen oder Erleuchten der den verschiedenen Abteileinteilungen entsprechenden Gruppen von Anzeigeschildern eine gemeinsame Schaltstelle vorgesehen ist, die zweckmäßig jede beliebige Zusammenschaltung der Anzeigeschilder ermöglicht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, mit Benutzung von Stromstoßgruppen zur Herbeiführung verschiedenartiger Schaltungen, dadurch gekennzeichnet, daß in für andere Zwecke an sich bekannter Weise zur Übermittlung von Abteilkennzeichenanzeigen von einer Hauptstation aus nach Einzelstationen hin in der Hauptstation Vorrichtungen zur Abgabe verschiedener Stromimpulse und in den Einzelstationen Schaltvorrichtungen zum Einstellen der Abteilkennzeichenanzeige auf entsprechend verschiedene Anzeigen vorgesehen sind, derart, daß mit wenigen Fernleitungen oder mit einer einzigen Fernleitung, und zwar vorzugsweise mit einer Leitung für Zugrichtungsanzeige, auch die gesamten Abteilanzeigen übermittelbar sind.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeschilder so innerhalb oder wenig oberhalb der Höhe des Zuges angebracht sind, daß er sie bei seiner Einfahrt im wesentlichen verdeckt.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeschilder zur Erhöhung der Übersichtlichkeit in der Farbe des Abteils ausgeführt sind.
DEK115806D 1929-07-21 1929-07-21 Bahnhofs-Signalvorrichtung Expired DE512877C (de)

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