DE513574C - Verfahren zum Konzentrieren waesseriger Loesungen von Essigsaeure oder Ameisensaeure - Google Patents

Verfahren zum Konzentrieren waesseriger Loesungen von Essigsaeure oder Ameisensaeure

Info

Publication number
DE513574C
DE513574C DEN27529D DEN0027529D DE513574C DE 513574 C DE513574 C DE 513574C DE N27529 D DEN27529 D DE N27529D DE N0027529 D DEN0027529 D DE N0027529D DE 513574 C DE513574 C DE 513574C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acetic acid
acetate
acid
water
formic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN27529D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JAMES NELSON Ltd
Original Assignee
JAMES NELSON Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JAMES NELSON Ltd filed Critical JAMES NELSON Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE513574C publication Critical patent/DE513574C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/487Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by treatment giving rise to chemical modification

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Konzentrieren wässeriger Lösungen von Essigsäure oder Ameisensäure Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Konzentrieren wässeriger Lösungen von Essigsäure oder Ameisensäure und insbesondere von Lösungen, welche mehr als Wasser enthalten. Die Trennung von Essigsäure und Wasser durch fraktionierte Destillation entweder bei gewöhnlichem oder erniedrigtem Druck ist in der Praxis nicht ausführbar.
  • Gemäß vorliegender Erfindung wird .ein Gemisch von wässeriger Essigsäure und Natriumacetat unter vermindertem Druck destilliert, wodurch der größte Teil des Wassers entfernt wird. Der Rückstand wird alsdann entweder unter noch weiter vermindertem Druck oder besser bei höherer Temperatur destilliert, aber gewöhnlich auch unter vermindertem Druck, um die Essigsäure vom Acetat zu trennen. Ameisensäure wird in ähnlicher Weise behandelt. Zweckmäßig wird die Operation in einer einzigen Blase ausgeführt.
  • Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß durch Zusatz von Natriumacetat zu Essigsäure bzw. Natriumformiat zu Ameisensäure sich Doppelsalze von der Zusammensetzeng C H3 C O O Na -i- C H3 C O O H bzw. HCOONa+HCOOH bilden, welche bei ,der Destillation im Vakuum Wasser abgeben, ohne sich erheblich zu zersetzen, indem .also vom Natriumaeetat,die Essigsäure oder vom Natriumformiat die Ameisensäure .gebunden wird. Die Destillation wird in zwei Phasen ausgeführt, und zwar wird in der ersten Phase der Destillation ein Vakuum angewandt, wobei im wesentlichen Wasser ab--destilliert; das nur',eine geringe Menge Essigsäure enthält. Alsdann nach Abdestillieren der Hauptmenge des Wassers wird die Temperatur erhöht und die starke Säure abdestillicrt.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, wässerige Lösungen von Essigsäure oder Ameisensäure unter Zugabe der entsprechenden Alkalisalze zu konzentrieren. Beidem älteren Verfahren wird jedoch in der ersten Phase des Konzentrationsprozesses kein verminderter Druck angewandt, so .daß eine Zersetzung des oben bezeichneten Doppelsalzes stattfindet, wodurch neben dem Wasser auch erhebliche Mengen Essigsäure abgetrieben werden, was eben gerade- vermieden werden soll.
  • Ferner .ist durch eine deutsche Patentschrift bekannt geworden, aus Geonischen von Essigsäureanhydrid, Essigsäure und Wasser eine Trennung der Bestandteile in der Weise vorzunehmen, daß man dem Gemisch Alkaliaoetat hinzusetzt und die Mischung alsdann einer fraktionierten Destillation unter vermindertem Druck unterwirft. Gemäß der Patentschrift sollen nur .geringe Mengen von Alkaliacetat oder Alkalicarbonat verwendet werden. Es wird also hier das Alkalicarbonat als gleichbedeutend und :gleichwertig mit dem Alkaliacetat gesetzt, so daß schon von, vornherein dieses Vierfahren ad einer anderen Grundlage aufgebaut ist. --Es soll weniger eine Trennung der einzelnen Bestandteile des Gemisches stattfinden, sondern es soll die Wiedervereinigung - des Wassers mit dem Essigsäureanlxydrid verhindert werden. Dies geht auch aus dem in der Patentschrift angeführten Beispiel hervor, wo von :der vorlherigen Zufügung von ,geringen Mengen Alkaliacetat oder -carbonat überhaupt nicht die Rede ist. Auch erhellt aus .dem Beispiel der Patentschrift, daß der ursprüngliche Gehalt des Gemisches an Essigsäure sich: bei :der Destillation des Gemisches nicht erhöht hat, und ebenso enthält das Destillat etwa die gleiche Menge,Wasser wie das zu destillierende Gemisch, wogegen bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung beispielsweise eine 3o °/oige Essigsäure durch einmalige Destillation in 98 °/oige Essigsäure umgewandelt wird.
  • Beispiel i 104 Gewichtsteile 30 °/aiger Essigsäure werden .mit 63 Gewichtsteilen wasserfreiem Natriumacetat gemischt.. Die verdünnte Säure wird bei einer möglichst niedrigen Temperatur und einem Vakuum von i S bis 25 mm abdestilliert. Nach der Destillation :der Hauptmenge des Wassers wird die Temperatur erhöht Lind die starke Essigsäure alsdann abdestilliert. über 8o °/o der ursprünglichen Essigsäure werden in Gestalt von Säure von 98,6 °/o wiedergewonnen; während dass tväss.eri.ge Destillat noch wesentliche Mengen einer sehr schwachen Essigsäure enthält, welche durch Wiederholung des Verfahrens weiter konzentriert werden kann. Eine versuchte Fraktionierung bei atmosphärischem Druck unter sonst gleichen Bedingungen gab eine Ausbeute von nur etwa 32- °/o von Essigsäure von 86 % Gehalt.
  • Kaliumacetat kann mit Erfolg verwendet werden, und es hat den Vorteil, daß durch das Vakuum 'weniger Salz in Gestalt eines feinen Staubes übergetrieben wird :im Vergleich zur Verwendung des Natriumsalzes. Ein Staubversohluß kann zum Auffangen dieses Staubes benutzt werden. Obwohl durch Verwendung von Calciumacetat oder Magnesiumacetat eine geringe Konzentrierung bewirkt werden kann, sind die Ergebnisse nicht so günstig.
  • Es ist nicht wesentlich, wasserfreies Natriumacetat zu benutzen, da das kristallisierte - Salz gleichfalls verwendet werden kann, aber offenbar ist es nicht erwünscht, die Essigsäure noch weiter durch Kristal-.lisationswasser zu verdünnen und deshalb ist die Verwendung von wasserfreiem Acetat vorzuziehen.
  • Das Verfahren kann unter verschiedenen Vakuumgraden -ausgeführt werden, und besonders gute Resultate werden bei 15 bis :25 min Druck erzielt. rin höheres Vakuum kann .gleichfalls verwendet werden.
  • Das erste Stadium des Verfahrens soll unter Vakuum abgeschlossen werden. Das zweite Stadium kann bei atmosphärischem Druck ausgeführt werden, obwohl auch da die Verwendung eines Vakuums vorzuziehen ist. Das Verfahren kann für die Konzentration von Essigsäure beliebiger Stärke angewandt werden, da eine wesentliche Konzentration erhalten wird, selbst wenn die ursprüngliche Säure nur etwa 6 °/o Essigsäure enthält.
  • Die Dämpfe der wässerigen Essigsäure können durch eine Masse von erhitztem, festem Natrium- oder Kaliumacetat hindurchgel.eitet werden, aber das oben beschriebene Verfahren .ist so einfach, :daß .in den meisten Fällen diese weitere Operation nicht notwendig ist. Es werden zweckmäßig Mittel vorgesehen, um Stücke von festem Acetat innerhalb der Blase zu zerbrechen, indem man eine drehbare Blase mit Kratzern benutzt oder eine feststehende Blase mit Rührwerk oder Mahleinrichtungen. Die Zerkleinerung trägt zur Entfernung -von - eingeschlossenem Wasser während :des endgültigen Trockners im ersten Stadium des Verfahrens bei, Beispiele _ Man mische ioo Gewichtsteile 30 °/diger Ameisensäure mit x2o Gewichtsteilen von wasserfreiem Natriumformiat. Die -Hauptmenge des Wassers wird bei io bis 2o mm Quecksilberdruck bei etwa So bis 55° C abdestilliert, und alsdann wind starke Ameisensäure bei ro bis 2o :mm Quecksilberdruck bei 13b :bis 14o° durch Destillation gewonnen, wobei man einen auf minus i o ° gekühlten Kondensator benutzt. Man gewinnt auf diese Weise So'/" - der Säure als. Destillat von 98 °J. Gehalt:

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Konzentrieren wässeriger Essigsäure oder Ameisensäure durch Destillation in Gegenwart eines löslichen-Acetats oder Formiats, dadurch gekennzeichnet, daß man zu :dem wässerigen Gemisch eine Menge von Acetat oder Formiat hinzufügt, die mindestens nahezu Iäquivalent der vorhandenen Essigsäure bzw. Ameisensäure ist, worauf man das Gemisch der Destillation unter vermindertem Druck aussetzt, wobei in das Destillat nur wenig Essigsäure zusammen mit dem Wasser übergeht, und worauf man schließlich nach Entfernung des Wassers die Essigsäume bei erhöhter Temperatur, gegebenenfalls :gleichfalls unter vermindertem Druck, abdestilliert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß :man das gegebenenfalls während der Destillation sich bildende stückige Acetat oder Formiat innerhalb der Blase zerkleinert.
DEN27529D 1926-10-19 1927-07-13 Verfahren zum Konzentrieren waesseriger Loesungen von Essigsaeure oder Ameisensaeure Expired DE513574C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB513574X 1926-10-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE513574C true DE513574C (de) 1930-11-29

Family

ID=10459687

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN27529D Expired DE513574C (de) 1926-10-19 1927-07-13 Verfahren zum Konzentrieren waesseriger Loesungen von Essigsaeure oder Ameisensaeure

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE513574C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2326784C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Chinoxalin, insbesondere aus nicht gereinigten Rohstoffen
CH696356A5 (de) Aufarbeitung von Rückständen bei der Herstellung von Carbonsäuren.
DE513574C (de) Verfahren zum Konzentrieren waesseriger Loesungen von Essigsaeure oder Ameisensaeure
DE424017C (de) Verfahren zur Herstellung saurer Natriumformiate
DE2645777A1 (de) Verfahren zur reinigung von phosphorsaeure
DE514395C (de) Verfahren zur Herstellung von Glycerin aus Zucker durch Gaerung in alkalischer Loesung
DE1963846B2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Kaliumhydrogentartrat
DE344238C (de) Verfahren zur Gewinnung der Leimstoffe aus Knochen, Fisch- und Lederabfaellen usw
AT119044B (de) Verfahren zum Konzentrieren verdünnter Essig- oder Ameisensäure.
DE953780C (de) Verfahren zur Gewinnung von Invertzucker-Sirup aus Rohr- oder Rueben-Melasse
DE536273C (de) Verfahren zur Herstellung von Mineraloelsulfonsaeuren
DE581829C (de) Verfahren zur Gewinnung von Fettsaeuren
DE819695C (de) Verfahren zur Reinigung von Tetrahydrofurfurylalkohol
DE1011411B (de) Verfahren zur Gewinnung reiner tert. Butylbenzoesaeuren
DE940488C (de) Verfahren zur Aufbereitung von beim Verspinnen von essigsauren Celluloseacetatloesungen in Kaliumacetat und Essigsaeure aufweisende Fluessigkeiten anfallenden, verbrauchten Spinnbaedern
DE534725C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher, basisch essigsaurer Tonerdeverbindungen
DE554783C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Celluloseester-Rohloesungen
DE221112C (de)
DE578212C (de) Verfahren zum Stabilisieren von Estern von Polysachariden, insbesondere von primaerenCelluloseacetaten
DE1926908A1 (de) Wasserfreies Kieselsaeure-Organosol und Verfahren zu seiner Herstellung
DE614860C (de) Verfahren zum Konzentrieren waessriger Ameisensaeure
DE727050C (de) Verfahren zur Affination von Rohzucker
DE737710C (de) Verfahren zur Gewinnung von Furfurol
DE635618C (de) Verfahren zur Gewinnung von calciumchloridfreiem Calciumhypochlorit
DE141421C (de)