DE514358C - Vorrichtung zum Anzeigen der in einer Kokille befindlichen Metallmenge - Google Patents

Vorrichtung zum Anzeigen der in einer Kokille befindlichen Metallmenge

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DE514358C
DE514358C DEK114292D DEK0114292D DE514358C DE 514358 C DE514358 C DE 514358C DE K114292 D DEK114292 D DE K114292D DE K0114292 D DEK0114292 D DE K0114292D DE 514358 C DE514358 C DE 514358C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22—CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D2/00—Arrangement of indicating or measuring devices, e.g. for temperature or viscosity of the fused mass

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)
  • Casting Support Devices, Ladles, And Melt Control Thereby (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Anzeigen der in einer Kokille befindlichen Metallmenge In der Metallgießerei haben große Ofeneinheiten eine Reihe von Vorteilen im Gefolge und werden gegenwärtig mehr und mehr bevorzugt. Insbesondere gilt dies für die bei Messingguß fast ausschließlich verwendeten Elektroöfen. Es können aber andererseits die Abmessungen der zu vergießenden Platten oder Bolzen nicht in dem gleichen Verhältnis vergrößert werden, da für die Größenmaße ändere Gründe ausschlaggebend sind. Dadurch ergibt sich die Notwendigkeit, den Inhalt des Ofens in mehreren Teilen auszukippen. Wenn man den Vorteil des unmittelbaren Vergießens in gekühlte Kokillen nicht wieder aufgeben und zu dem Gebrauch von Gießpfannen zurückkehren will, so steht man vor der schwierigen Aufgabe, den Guß im richtigen Augenblick zu unterbrechen. Die unmittelbare Beobachtung des Metallbades in der Kokille ist durch den Gießtrichter, die Zinkdämpfe und die Flammen der verbrennenden Kokillenschmiere unmöglich gemacht. Man hat sich darum auf andere Weise zu helfen gesucht, z. B. durch das Anbringen von Marken für eine bestimmte Stellung des Ofens beim Kippen. Da aber zwischen zwei Güssen infolge des veränderten Abbrands, der Verwendung von mehr oder weniger reinen Abfällen, verschiedener Temperatur usw. sich das Niveau des Schmelzbades im Ofen ändert, so führen auch dieses und ähnliche Mittel nicht zum Ziel. Die Kokille= wird entweder nicht voll gefüllt oder aber sie läuft über, wodurch Metallverluste und Betriebsstörungen verursacht werden.
  • Die vorliegende Erfindung behebt diesen Übelstand dadurch, daß die Unterstützungspunkte der Kokille in senkrechter Richtung beweglich gelagert sind und die Gewichtszunahme der Kokille beim Gießen durch die Verbindung mit einem Gewichtsmesser zur selbsttätigen Anzeige des Füllungsgrades benutzt wird:.
  • Es sind Vorrichtungen bekannt, bei denen die zu einem Guß erforderliche Metallmenge in einem besonderen Gefäß zunächst abgemessen bzw. gewogen und dann in die Kokille eingegossen wird. Dieses Verfahren kommt also auf die Verwendung einer maßhaltigen Gießpfanne hinaus. Demgegenüber bedeutet das unmittelbare Vergießen aus dem Ofen in die Kokille einen Fortschritt, weil der mit dem Umgießen verbundene Verlust an Arbeit, Zeit, Material und Temperatur vermieden wird. Es werden ferner Vorrichtungen benutzt, bei welchen der Kokillen-Izörper beweglich gelagert und mit einer Anzeigevorrichtung verbunden ist, aber die Bewegung der Kokille, die hierbei einem wesentlich verschiedenen Zwecke dient, erfolgt nur durch die Betätigung einer besonderen, beispielsweise hydraulischen Vorrichtung, und die Anzeigevorrichtung dient dazu, dem Arbeiter zu ermöglichen, die Bewegung vorschriftsmäßig zu steuern. Die Verhütung des Übergießens ist dabei schon deshalb nicht möglich, weil das im Gießtrichter enthaltene Metall die Anzeigevorrichtung nicht beeinflußt. Dagegen ändert bei dem neuen Verfahren der Kokillenkörper selbständig während des Gießens seine Lage durch die Gewichtszunahme, und die Anzeigevorrichtung gestattet, die zunehmende Füllung der Kokille zu beobachten und den Guß im richtigen Zeitpunkt zu beenden. Dadurch wird die bisher noch fehlende Möglichkeit geboten, sich die Vorteile großer Ofeneinheiten auch für kleinere Gußgewichte zunutze machen zu können, ohne das gefährliche und verlustbringende Übergießen befürchten zu müssen.
  • Abb. i und 2 zeigen eine wassergekühlte Kokille für Bolzenguß mit dem Kokillenkörper a und dem Wassermantel b, welcher mit den Zapfen cl und c2 in den Stützsäulen dl und d2 drehbar gelagert ist. Die Stützsäulen sind auf einem Wagen e angeordnet, um die Kokille zu den verschiedenen Ofen fahren zu können. Das Neue der Vorrichtung besteht nun darin, daß die Zapfen cl und c2 in den Stützsäulen dl und d2 mittels der Kulissensteine f l und f 2 auf Federn g1 und g2 ruhen und die federnde Lagerung zur Anzeige des jeweilig in der Kokille befindlichen Metallgewichtes dient. Da eine weitgehende Genaizigkeit nicht erforderlich ist, so kann die Anzeigevorrichtung in einfachster Weise dadurch betätigt werden, d'aß eine an dem Kulissenstein f 2 bei lz befestigte Schnur, welche -über die Leitrollen i. und j zu einer Anzeigevorrichtung h führt, durch eine Feder auf eine mit einem Zeiger versehene Achse aufgewunden wird. Einer bestimmten Stellung des Zeigers entspricht dann eine bestimmte Füllung der Kokille.
  • Bolzenkokillen werden häufig als Doppelkokillen ausgeführt. Füllen sich beim Gießen die beiden Abteilungen der Doppelkokille aus irgendeinem Grunde nicht gleichmäßig, beispielsweise wegen Verstopfung eines der Löcher im Boden des Gießtrichters, so wird dies von außen sofort daran erkannt, daß die Kokillenachse von der Lotrechten abzuweichen beginnt, oder auch dadurch, daß auf der Anzeigevorrichtung die beiden Zeiger sich nicht mehr überdecken, wenn die Auflagerdrucke der Kokille getrennt angezeigt werden. Es genügt dann, die Kokille etwas seitwärts zu verschieben, so daß der Strahl des flüssigen Metalls durch die Scheidewand im Innern des Gießtrichters in zwei ungleiche Hälften geteilt wird und so die verschiedenen Ausflußmengen der beiden Trichterhälften ausgeglichen werden.
  • Abb. 3, 4 und 5 zeigen eine ähnliche Anordnung für Plattenguß. Da aus praktischen Gründen die Kokille in der Längsrichtung geteilt ist, so wurde- die eine Hälfte n1 des Kokillenkörpers mit den Zapfen o1 und 02 in der oben angegebenen Weise gelagert und die andere Hälfte n2 an n1 befestigt. Die Gewichtsanzeige erfolgt dann genau wie bei der Bolzenkokille.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Anzeigen der in einer Kokille befindlichen Metallmenge, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterstützungspunkte der Kokille in senkrechter Richtung beweglich gelagert und mit einem Gewichtsmesser verbunden sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kokillenkörper in Drehzapfen (cl, c2) aufgehängt ist, welche mittels Kulissensteine (f1, f2) in Stiitzsäulen (cdl,d-) auf Schraubenfedern (gl,g2) ruhen, die mittels über Rollen geführter Schnüre auf den Gewichtsmesser einwirken. "
DEK114292D 1929-04-11 1929-04-11 Vorrichtung zum Anzeigen der in einer Kokille befindlichen Metallmenge Expired DE514358C (de)

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