DE514507C - Verfahren zur Darstellung von aromatischen Mercaptocarbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von aromatischen Mercaptocarbonsaeuren

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DE514507C
DE514507C DEC41630D DEC0041630D DE514507C DE 514507 C DE514507 C DE 514507C DE C41630 D DEC41630 D DE C41630D DE C0041630 D DEC0041630 D DE C0041630D DE 514507 C DE514507 C DE 514507C
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Germany
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preparation
mercaptocarboxylic acids
aromatic
carbon dioxide
acid
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Expired
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DEC41630D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Kurt Buchheim
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Chemische Fabrik Von Heyden AG
Original Assignee
Chemische Fabrik Von Heyden AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C323/00Thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides substituted by halogen, oxygen or nitrogen atoms, or by sulfur atoms not being part of thio groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von aromatischen mercaptocarbonsäuren Die Darstellung von aromatischen Mercaptocarbonsäuren geschieht im allgemeinen durch Austausch einer Atomgruppe (Cl, N H,) einer substituierten Carbonsäure gegen die Mercaptogruppe. So gewinnt man beispielsweise die i-Mercaptobenzol-2-carbonsäure (Thiosalicylsäure) entweder aus o-Chlorbenzoesäure durch Umsetzen mittels Schwefelalkalien öder aus Anthranilsäure über deren Diazoverbindung. Es wurde nun gefunden, daß man aromatische Mercaptocarbonsäur en mit guter Ausbeute und großer Reinheit durch Behandeln von aromatischen Metallrnercaptiden mit Kohlendioxyd oder kohlendioxydhaltigen Gasen unter Druck bei erhöhter Temperatur erhalten kann. Die Umsetzung verläuft in zwei Phasen. Es entsteht zunächst ein sehr labiles, gegen Wasser und Sauerstoff sehr empfindliches Zwischenprodukt.
    R#S#Me+COz- >R#S#COO#Me
    (Metallsalz der Arylthiokohlensäure).
    Durch Temperatursteigerung lagert sich dieser Körper in die entsprechende Mercaptocarbonsäure urn, z. B. Bei derartigen Umsetzungen tritt die Carboxylgruppe in der Regel in o-Stellung zur SH-Gruppe; ist diese besetzt, wird die p-Stel-Jung eingenommen. Auch der Eintritt von zwei Carboxylgruppen in dem Kern wurde beobachtet.
  • Beispiel i 132 Gewichtsteile trockenes Thiophenalnatriurn - erhalten aus i io Gewichtsteilen Thiophenol, 4o Gewichtsteilen Natr iumsalz (ioo °/o) und wenig Wasser durch Eindampfen und Trocknen im indifferenten Gasstrom bei Temperaturen steigend bis 2oo° oder aus Thiophenol mit Natrium oder Natriumäthylat und weiterer Behandlung wie oben - werden in einem Rührautoklaven aus Stahl 3 Stunden bei iSo bis igo° mit Kohlensäure unter Druck (3o bis 5o Atm.) behandelt. Es werden i7o Gewichtsteile phenylthiokohlensaures Natrium als trockenes Pulver von großer Zersetzlichkeit erhalten. Bei langsamer Temperatursteigerung auf 25o bis 27o° innerhalb 4 Stunden lagert sich unter einem Kohlensäur edruck von 5o bis 7o Atm. die unbeständige Zwischenverbindung in das Natriumsalz der i-Mercaptobenzol-2-carbonsäure um, von dem 115 bis i2o Gewichtsteile in Form eines weißen, trockenen Pulvers erhalten werden. Nach dem Lösen des Salzes im Wasser wird teilweise abgespaltenes Thiophenol mit Dampf abgeblasen, während etwas mitgebildetes Diphenyldisulfid abfiltriert wird. fach dem Aufkochen der Lösung mit einer geringen Menge eines Reduktionsmittels (z. B. Zinkstaub) erhält man eine mattgelbe Lösung, aus der mittels Mineralsäuren die gebildete i-Mer= captobenzol-2-carbonsäure als blaßgelber Niederschlag gefällt wird. Sie ist bereits sehr rein und schmilzt bei 158 bis 16o°. Die wäßrige Lösung gibt die bekannte Eisenchloridfärbung. Unter Berücksichtigung des wiedergewonnenen Thiophenol.s und des leicht zu Thiophenol zu reduzierenden Disulfids berechnet sich die. Ausbeute zu 85 bis 88 °@".
  • Beispiele Die Kohlensäure wird durch beliebige Abgase o. dgl. ersetzt, die Kohlendioxyd in verdünnter Form, jedoch frei von Sauerstoff, enthalten. Der Versuch verläuft bei Innehaltung der in Beispiel i gegebenen Vorschriften in gleicher Weise und liefert ebendieselben Ausbeuten.
  • Be,ispiel3 Führt man die Umsetzung mit dem Kaliiumsalz des Thiophenols (1q.9 Gewichtsteile) durch und steigert die Umlageru.ngstemperatur auf 33o bis 35o° bei einem Kohlensäuredruck von 8o bis 9o Atm., so erhält man die Diphenyldisulfid-q., q.'-dicarbonsäure.
  • Beispiel q. 3-Chlorthiophenolkaliutn wird bei 18o° in einem Rührautoklaven mit Kohlendioxyd bei 5o Atm. Druck i Stunde behandelt, dann die Temperatur auf 24o bis 25o° gesteigert und 3 Stunden auf dieser Temperatur gehalten.
  • Die Abtrennung der Chlormercaptobenzolcarbonsäure geschieht in der oben beschriebenen Weise.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCF1 Verfahren zur Darstellung von aromatischen Mercaptocarbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man Kohlendioxyd oder kohlendioxydhaltige Gase auf Metallverbindungen von aromatischen Mercaptanen unter Druck bei erhöhter Temperatur einwirken läßt.
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