DE514886C - Verfahren zur Herstellung von plissierten Gegenstaenden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von plissierten Gegenstaenden

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DE514886C
DE514886C DES89342D DES0089342D DE514886C DE 514886 C DE514886 C DE 514886C DE S89342 D DES89342 D DE S89342D DE S0089342 D DES0089342 D DE S0089342D DE 514886 C DE514886 C DE 514886C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06JPLEATING, KILTING OR GOFFERING TEXTILE FABRICS OR WEARING APPAREL
    • D06J1/00Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von plissierten Gegenständen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von plissierten Gegenständen, namentlich von Rüschen, Kleiderteilen und Lampenschirmen aus dünner Seide oder dünnem, seidenartigem Papier, dessen kennzeichnendes Merkmal darin besteht, daß das Papier einen Belag aus der im Handel befindlichen, in üblicher Weise gestärkten Gaze erhält, daß die Gaze lediglich nach vorherigem Anfeuchten auf die Seide bzw. das seidenartige Papier aufgelegt wird, daß dann durch die Plissierform die Falten gepreßt werden und hierauf die Form mit dem Inhalt einem Dampfbade ausgesetzt wird.
  • Es empfiehlt sich, die Gaze in trockenem Zustande zusammen mit dem Plissier gut kurze Zeit in einen Feuchtdampfraum zu bringen und das Ganze nachher wieder zu trocknen.
  • Eine besondere Ausführung des Verfahrens besteht darin, daß die Gazeschicht zwischen zwei Lagen dünnen Plissiergutes eingebracht wird.
  • Es ist zwar schon bekannt, da.ß bei zusammenzuklebenden Stoffen in dem einen Stoff der nötige Klebstoff bereits enthalten ist und daß dieser Klebstoff beim Einwirken warmer Zylinder seine Klebfähigkeit erhält, jedoch lediglich zu dem Zweck, mehrere dünne Papierbahnen zu einem starken Karton mittels Klebzeug zusammenzupressen, um die Kartons glatt und einwandfrei herzustellen, wobei die Papierbahnen mehrere erhitzte sowie mit Leim bestrichene Walzen zu durchlaufen haben. Nach diesem bekannten Verfahren lassen sich aber plissierte Gegenstände, also beispielsweise Lampenschirme, in die verschiedenen geraden, unterstehenden und überstehenden Falten nicht pressen, da das zu verarbeitende Material, das Papier, die Gaze u. dgl., nicht nur längs, sondern auch quer, also nach zwei Seiten eingezogen werden muß, um die unter- und überstehenden Falten zu bilden, und demnach die bei dem bekannten Verfahren verwendeten Walzen das zu verarbeitende Material zerreißen würden.
  • Bei dem neuen Verfahren können nun aber die für die Plissierarbeit erforderlichen elastischen Papierformen verwendet werden, die vorweg nach allen Seiten ausgezogen sind und dann mit dem Plissiergut nach allen Seiten zusammengezogen werden, wodurch die zackenartigen Falten hergestellt werden. Diese Formen können die verschiedenen Papierlagen natürlich nur in der Form zusammenhalten, sie aber nicht durch Pressung zusammenbinden. Bei dem neuen Verfahren halten die Formen, die das Plissee herstellen, die verwendeten Papierlagen nur in ihrer Form zusammen, und die Verbindung der einzelnen Lagen geschieht hier erst dann, wenn die Form mit dem Inhalt dem Dampfbade ausgesetzt wird. Es kann demnach auch hier das bunte Papier- oder Stoffmaterial der einen Lage das andersgefärbte Papier der anderen Lage nicht mehr verfärben, und auch die elastische Form, die bekanntlich aus Papier hergestellt ist, kann hier nicht mehr verfärbt und unbrauchbar gemacht werden, so daß erst durch das .neue Verfahren die Möglichkeit gegeben ist. den Bezugsstoff von plissierten Gegenständen, also dünne Seide oder dünnes, seidenartiges Papier, mit den Versteifungsstoffen, nämlich der Gaze, in einwandfreier Weise miteinander zu verbinden.
  • Die geeignete Ausführung dieses Verfah. rens geht in der Weise vor sich, daß die Gaze auf das Seidenpapier oder den Seidenstoff aufgelegt und zusammen mit dem Stoff durch die erhitzte Plissiermaschine hindurchgeführt wird oder daß der fertig plissierte Gegenstand in ein Dampfbad gebracht wird.
  • Die Gaze ist bekanntlich gestärkt, wodurch sie ihre Steifheit erhält. Während des Durchganges der Seide bzw. des Seidenpapiers mit der Gaze durch die erhitzte Plissiermaschine erfolgt ihre Verbindung zwischen diesen beiden Materialien, oder aber sobald dann der plissierte Gegenstand in ein Dampfbad gebracht wird, erweicht die Stärke der Gaze, und nach dem erfolgten Trocknen des betreffenden Gegenstandes klebt dann die Gaze an den Stoff an, wodurch Stoff oder Papier-und Gaze zu einem Ganzen verbunden worden sind.
  • Bei Lampenschirmen und ähnlichen Gegenständen, bei denen auch die Innenseite ein gutes Aussehen erhalten muß, werden bei der Herstellung des betreffenden Gegenstandes drei Materiallagen verwendet, in der Weise, daß auf die innere Lage aus dünnem Papier oder Seide die Gaze und auf diese die äußere Lage auf Papier oder Seide aufgelegt wird und daß alle drei Lagen durch die Plissiermaschine zusammen hindurchgeführt werden. Nach dem darauffolgenden Dampfbad haftet die verbindende Gazeschicht sowohl an der äußeren als auch an der inneren Stofflage.
  • Dieses Verfahren hat den Vorzug, daß nunmehr auch plissierte Gegenstände aus Seide und seidenartigem Papier mit eingepreßten Mustern hergestellt werden können, weil die Einlage aus Gaze dem Material die ;genügende Festigkeit und Steifheit gibt, um die Muster herauspressen zu können, was bisher nur bei Verwendung starker Papiere als Material für die Plissierarbeit mäglich war. Zum Einpressen der Muster wird die aus Ober- und Unterblatt bestehende elastische Papierform, die die gewünschten Muster aufweist, der Länge und Breite nach glatt ausgezogen. Auf das gespannte Unterblatt wird dann die zu plissierende Lage, z. B. Seide, Gaze, Kreppapier o. dgl., ausgebreitet, dann das ebenfalls ausgespannte Oberblatt darübergebreitet und danach die Form mit Inhalt zusammengeschoben, wobei das zu plissierende Material die Muster der Form annimmt. Durch das nachfolgende Dämpfen der Form mit dem Inhalt verbinden sich dann die Einlagen zu einem steifen Ganzen.
  • Zur Herstellung von Lampenschirmen z. B. läßt sich nach dem neuen Verfahren das feine, seidenartige Papier, ebenso wie die dünne Seide durch Plissierarbeit mittels Maschine und Formen verwenden, und es lassen sich auch bei diesen Schirmen Muster einpressen, und zwar durch die nach dem neuen Verfahren in Anwendung gebrachte Versteifung dieses Materials durch die Gaze.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren, zur Herstellung von plissierten Gegenständen, namentlich von Rüschen, Kleiderteilen, Lampenschirmen aus dünner Seide oder dünnem, seidenartigem Papier, dadurch gekennzeichnet, daß die Seide oder das Papier durch eine Lage aus der im Handel befindlichen, in üblicher Weise gestärkten Gaze dadurch dauernd verstärkt wird, daß die Gaze, ohne Verwendung eines besonderen Klebstoffes, lediglich nach vorherigem Anfeuchten auf die Seide oder das seiden.-artige Papier aufgelegt, wird und das Ganze durch die Plissierform oder in der heißen Plissiermaschine in Falten Zepreßt und hierauf die Form mit Inhalt einem Dampfbade ausgesetzt wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaze in trockenem Zustande zusammen, mit dem Plissiergut kurze Zeit in einen Feuchtdampfraum gebracht und darauf wieder getrocknet wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gazeschicht zwischen zwei Lagen dünnen Plis# Biergutes eingebracht wird.
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