DE515013C - Verfahren zum Gluehen grosser Metallbloecke - Google Patents

Verfahren zum Gluehen grosser Metallbloecke

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DE515013C
DE515013C DEL72289D DEL0072289D DE515013C DE 515013 C DE515013 C DE 515013C DE L72289 D DEL72289 D DE L72289D DE L0072289 D DEL0072289 D DE L0072289D DE 515013 C DE515013 C DE 515013C
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DE
Germany
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metal blocks
large metal
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Expired
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DEL72289D
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English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Fischer
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Alcatel Lucent Deutschland AG
C Lorenz AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
C Lorenz AG
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B6/00Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
    • H05B6/02Induction heating
    • H05B6/06Control, e.g. of temperature, of power

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • General Induction Heating (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 22. DEZEMBER 1930
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21h GRUPPE
C. Lorenz Akt-Ges. in Berlin-Tempelhof*)
Verfahren zum Glühen großer Metallblöcke
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Juli 1928 ab
Soll ein großer Metallblock erhitzt werden, so wird er z. B. in einem Muffelofen viele Stunden lang der strahlenden Wärme der Ofenwandungen ausgesetzt. Die Oberfläche des ij Blockes nimmt rasch die Wärme durch Strahlung auf. Die Wärme fließt jedoch nur langsam, der Wärmeleitfähigkeit des Materials entsprechend, in das Innere des Blockes. Es besteht daher immer ein verhältnismäßig großer
ίο Temperaturunterschied zwischen den einzelnen Teilen des Blockes. Für die mechanische Güte des Blockes ist aber die Gleichmäßigkeit der Wärmebehandlung von ausschlaggebender Bedeutung. Diese Schwierigkeit der Temperaturunterschiede ist bei allen Ofenarten vorhanden, welche den Block von außen heizen.
Zum Zwecke der Wärmeerzeugung im Material selbst verwendet man in neuerer Zeit die elektrische Induktionsheizung. Bei derartigen,
ao bisher durchweg mit Hochfrequenz gespeisten Anlagen ist die Dichte des in dem massiven Metallkörper induzierten Stromes nach außen zu wesentlich größer als im Innern des Körpers, d. h. der Strom fließt in der Hauptsache in der Oberfläche des Metallkörpers und kann dadurch ein ziemliches Temperaturgefälle zwischen innen und außen bedingen.
Zur Erzielung des günstigsten elektrischen Wirkungsgrades muß dabei die Frequenz in einem bestimmten Zusammenhang mit der Leitfähigkeit des Materials und dem Durchmesser des zu erhitzenden Körpers gebracht werden.
Die allgemeine Theorie des Hochfrequenzofens ist z. B. in der Veröffentlichung von F.Wever und W. Fischer in den Mitteilungen des Kaiser Wilhelm-Instituts für Eisenforschung, Bd.VIII Lfg. 10S. 149bis 170, entwickelt worden. In dieser Veröffentlichung werden die Verhältnisse zur Erzielung des besten elektrischen Wirkungsgrades beim Schmelzen entwickelt. An Hand der dort gegebenen Formeln läßt sich die Stromdichte in einem massiven Zylinder als Funktion der Frequenz wie als Funktion der Leitfähigkeit berechnen und in der Form der beiliegenden Abbildung zeichnen.
• Für einen Glühkörper von bestimmtem Durchmesser, i, und bestimmter Leitfähigkeit ist die Stromdichteverteilung über dem Querschnitt abhängig von der Frequenz dargestellt. Je höher die Frequenz wird, desto mehr drängt sich der Strom auf die Oberflächenschicht zusammen. Um einen günstigen elektrischen Wirkungsgrad zu erhalten, muß die Frequenz eine solche Höhe haben, daß sie eine Stromdichtekurve erzeugt, wie sie den Frequenzen von 200 bis 2000 Hertz in dem Beispiel der Abbildung entspricht, d. h. mit nach außen stark ansteigender Tendenz. Da die Erwärmung dem Quadrat der Stromdichte proportional ist, tritt bei diesen nach außen stark ansteigenden Kurven der Stromdichte also auch die Erwärmung in der Hauptsache in der Oberflächenschicht auf, so daß die Verhältnisse hinsichtlich der Temperaturverteilung über dem Querschnitt
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Wilhelm Fischer in Berlin-Tempelhof.
ähnlich liegen wie bei einer Heizung von außen. Beim Schmelzen ist Aufgabe der Dimensionierung, den besten elektrischen Wirkungsgrad zu erzielen; beim Glühen großer Blöcke kommt als weitere Forderung hinzu, die Erhitzung so zu führen, daß möglichst geringe Wärmespannungen in dem Block entstehen.
Die Erkenntnis aus der Weiterverfolgung der veröffentlichten theoretischen Grundlagen ist
ίο die, daß mit Verringerung der Frequenz die bei hohen Frequenzen eintretende Zusammendrängung der Stromdichte (und damit der Wärmeenergie) in die äußeren Randzonen allmählich in eine lineare Verteilung der Stromdichte von ihrem Maximalwert auf der Oberfläche zu dem Wert NuU. in der Achse übergeht und daß von einer gewissen Frequenz, ab abwärts, deren Höhe von dem Durchmesser und der Leitfähigkeit des Materials abhängt, die Form der linearen Verteilung bestehen bleibt; nur die Energieausbeute, d. h. der Wirkungsgrad sinkt. Die Lösung der gestellten Aufgabe, eine elektrische Erhitzung mit möglichst geringen Wärmespannungen zu finden, besteht also in derjenigen Dimensionierung, welche noch eine Stromdichteverteilung in dem unteren linearen Gebiet (oder praktisch angenähert linearem Gebiet) ergibt, dabei aber doch möglichst guten Wirkungsgrad hat. Dies ist gerade an dem
Übergang von dem linearen: Verteilungsgebiet in das Gebiet mit ausgesprochener Hautwirkung der FaU.
Theoretisch ist für einen unendlich langen Zylinder (vgl. 1. c. S. 156 Gleichung 11 der genannten Veröffentlichung) die Stromdichte über dem Querschnitt
+ο also proportional J1 (β ν) (J1 = Besselsche Funktion i. Ordnung vom Argument ßr). Wie aus Abb. 12 auf S. 156 ersichtlich, ist die Funktion J1 auf ihrem unteren Ast linear und ' weicht erst bei β r — 2,5 um. 10 °/0> bei β r = 3 um 20 0Z0 von der Geraden ab. Daraus ergibt sich, daß man bis zu den Werten ßr0 = 3 etwa gehen darf, ohne daß der Stromabfall vom Rande nach der Mitte allzuweit von dem linearen Abfall abweicht.
Es war nach Gleichung 9
ßr0 ζ=:
fμκ
' 2J'μχ. ,
wobei der Durchmesser des Glühkörpers mit d, die Frequenz des erregenden Wechselstroms mit f, die Permeabilität mit μ und die elektrische Leitfähigkeit mit κ bezeichnet sind. (Sämtliche Größen in C. G. S.-Einheiten.)
Es ergibt sich dann für β rQ3 ein Grenzwert
Diese Ableitung gilt für unendlich lange Zylinder (theoretischer GrenzfaU). Da praktisch die zu glühenden Blöcke von diesem theoretischen Fall ziemlich weit abweichen, muß man zur Berücksichtigung der endlichen Länge der Zylinder noch einen Formfaktor einführen, welcher empirisch gewonnen ist. Es hat sich gezeigt, daß man dem unendlich langen Zylinder vergleichbare Verhältnisse bekommt bei Zylinderdurchmessern, welche 50 bis 60 0Z0 größer sind als die theoretisch ermittelten. Aus obigem würde sich theoretisch ein Grenzdurchmesser ergeben zu
praktisch ist etwa das i,6fache zu nehmen, so daß man erhält
d<
oder
Hieraus ergibt sich bei gegebenem Glühkörper, also gegebener Leitfähigkeit und gegebenem Durchmesser, die Wahl der Frequenz, bis zu welcher eine solche Erwärmung des Körpers eintritt, daß die Temperaturunterschiede in den einzelnen Tiefen mögliehst gering sind.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Glühen großer Metallblöcke, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz so gewählt wird, daß ein nahezu linearer Anstieg der Stromdichte von der Mitte nach, dem Rande des Blockes eintritt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch. gekennzeichnet, daß die Größen (in C. G. S.Einheiten) der elektrischen Leitfähigkeit (κ), der magnetischen Permeabilität (μ), der Frequenz (f) des erregenden "Wechselstroms und des Blockdurchmessers (d) der Bedingung genügen, daß der Ausdruck
unterhalb des Wertes 5 bleibt.
Hierzu τ Blatt Zeichnungen
DEL72289D 1928-07-03 1928-07-03 Verfahren zum Gluehen grosser Metallbloecke Expired DE515013C (de)

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