DE516363C - Verfahren zur Herstellung von Dauer-Backwaren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dauer-Backwaren

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DE516363C
DE516363C DEP61583D DEP0061583D DE516363C DE 516363 C DE516363 C DE 516363C DE P61583 D DEP61583 D DE P61583D DE P0061583 D DEP0061583 D DE P0061583D DE 516363 C DE516363 C DE 516363C
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DE
Germany
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long
pectin
baked goods
production
dough
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Expired
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DEP61583D
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English (en)
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POMOSIN WERKE GmbH
Original Assignee
POMOSIN WERKE GmbH
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE516363C publication Critical patent/DE516363C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21DTREATMENT OF FLOUR OR DOUGH FOR BAKING, e.g. BY ADDITION OF MATERIALS; BAKING; BAKERY PRODUCTS
    • A21D2/00Treatment of flour or dough by adding materials thereto before or during baking
    • A21D2/08Treatment of flour or dough by adding materials thereto before or during baking by adding organic substances
    • A21D2/14Organic oxygen compounds
    • A21D2/18Carbohydrates
    • A21D2/183Natural gums

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Bakery Products And Manufacturing Methods Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Dauer-Backwaren Es ist bekannt, daß Dauer-Backwaren, insbesondere Honig-, Leb-; Englischer Kuchen und ähnliche Produkte, stark durch Temperatur und andere äußere Einflüsse geschmacklich beeinflußt werden. Insbesondere ist ein \Vasserverlust, der eine bröckelige und trokkene Beschaffenheit herbeiführt, von großem Nachteil.
  • Es wurde schon die Beobachtung gemacht, ctaß Teigwaren, welche durch Hefe oder Sauerteigzusatz aufgelockert werden, gegenüber Backwaren, zu denen anstatt dessen Backpulver verwendet wird, viel länger frisch und %%-(.-ich bleiben. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß durch die Gärung, sei es durch Hefe oder Sauerteig, ein Teil der Mehlstärke in destrinartige Produkte verwandelt wird, die das Wasser viel stärker zii binden vermögen als die Stärke selbst. Setzt mau nun anstatt Hefe oder Sauerteig Backpulver hinzu, so bilden sich, da dann die nötigen Enzymwirkungen fehlen, nicht die nötigen Zerfalls-Produkte der Stärke, die das Wasser binden und das rasche Verdunsten verhindern. Von diesem Gedanken geleitet, sind g g eni, *iß ' der Erfindung Versuche angestellt, C um durch ähnliche lZolloidsubstanzen, wie sie die Zerfalls-Produkte der Stärke darstellen. eine Wirkung hervorzurufen, die das Wasser in dem Gebäck binden und dadurch das Gvhäck lange Zeit frisch erhalten würden.
  • Das Trocknen und das Altbackenwcrden solcher Produkte .ist darauf zurückzuführen, <(aß der gebackene Teig durch Verlust von Wasser sogenannte irreversible lZolloid@-eränderungen durchmacht, so daß die einmal verlorengegangene Feuchtigkeit auch durch spätere Zuführung von Wasser oder Dampf nicht mehr den frischen Geschmack der Teigware herbeiführen kann.
  • Es war daher nötig, einen Vorgang zu finden, der diese irreversible Koagulation möglichst lange hinausschiebt.
  • Es ist aus verschiedenen Verfahren bereits bekannt, daß eine solche Wirkung, ' allerdings in geringem Maße, verschiedenen Kolloidsubstanzen zukommt. Solche Substanzen sind z. B. Gelatine, Malzextrakt, Gummiarabikum usw. Solche Zusätze sind jedoch mehr oder weniger von Nachteil; denn teils verleihen sie dem Gebäck einen fremdartigen und unangenehmen Geschmack,, teils sind es Klebstoffe, welche uäch einer newissen Zeit einen bedeutenden Härtegrad erreichen, wie dies von Leiin und von Guininiarabikiim aus ihrer Klebwirkung und Verhornung bekannt ist. .
  • Es ist nun gelungen, in dein Pektin, das in vielen Nahrungsmitteln, wie Obst, Gemüse u. dgl., reichlich vorkommt, ein Mittel zu finden, das die er«viinschte tVirkung in viel hölierem Maße aufweist als die eben erwähnten Zusätze, ohne daß ihm der Nachteil anhaften würde, nach längerer Zeit eine Verhärtung des Geb:iclcs herbeizuführen.
  • Das Pektin ist außerdem ein Kohlehydrat, welches physiologisch von hohem Werte ist und nicht nur auf die Verdauung einen günstigen Eineuß ausübt, sondern auch den Blutkreislauf in hohem Maße fördert. Aus die-
    sein Grunde ist ein Pektinzusatz, etwa in
    Form von=-Pomosin-Extrakt; zum Teige nicht
    nur unschädlich, sondern sogar als eine Ver-
    besserung des betreffenden Nahrungsmittels
    in diätetischer Hinsicht anzusprechen.
    Ausführung sb eispiele
    Nachstehend sind eitrige Arten der Anwen-
    dung dieses Verfahrens beschrieben, welche
    jedoch nicht als die einzigen Arten der An-
    wendung angesehen werden sollen, vielmehr
    soll der Patentschutz sich auf das Verfahren
    bei sämtlichen Backwaren erstrecken.
    Es wird bemerkt; daß bei sämtlichen Her-
    stellungsverfahren solcher Bachwaren der
    Pomosin-Extrakt der Teigmasse durch tüchti-
    ges Rühren und Reiben einverleibt werden
    muß, da sich anscheinend das Pektin deal
    Stärkekorn und dem Zellwandmaterial des
    Mehles gleichmäßig anlagern muß und es
    sozusagen durchdringt oder mit diesem ptianz-
    lichen Rohstoff scheinbar eine Art von An-
    lagerungsverbindungen bildet. Es handelt
    sich demnach um keinen bloßen Zusatz, son-
    dern um ein richtiges Herstellungsverfahren.
    Honigkuchen
    2o Pfd. Honig, welchen man mit t 1 Wasser
    aufgekocht hat. vermengt man, nachdem er
    erkaltet ist, mit nachfolgenden Zutaten zu
    einem Teig
    22 Pfd: )Äjeizen- und j Pfd. Roggenmehl.
    2 Pfd. Pektin-Extrakt, 4. Pfd. Zucker, 2 Pfd.
    Viktoriazucker oder feingestoßener, kleinkör-
    niger Kandiszucker, 3oo g doppeltkohlensaures
    .Natron, 3o g Zimt, 3o g Nelken, 30 g Mazis-
    blüten, i oo g Anissamen, 3o- Tonkabohnen,
    t o ganze Eier, arbeitet alles gut durchein-
    ander, und backt sodann eine kleine Probe
    von Walnußgröße. Wird dieselbe schön lok-
    ker, so kann der Teig sofort aufgearbeitet
    werden, bleibt sie dagegen zu fest, so muG
    noch etwas Natron untergearbeitet werden.
    Diese Vorsicht ist erforderlich, da der Trieb
    nicht immer gleichmäßig ausfällt. Zu Kräu-
    terkuchen arbeitet man unter die angegebene
    Teigmenge noch i Pfd. gehacktes Orangeat
    und 2 Pfd. Zitronat. Der Kuchen wird in
    mittlerer Hitze bei i So: t Std. gebacken. Die
    einzelnen Stücke werden l.:) Pfd. schwer abge-
    wogen. Während der Backdauer darf der
    Kuchen nicht berührt werden. Nach dein
    Backen glasiert man den Kuchen sofort, SVenn
    er aus deal Ofen kommt, finit aufgelöstem
    geröstetem Kartoffelmehl.
    Dieser Kuchen wird sehr schön lioc-lt und
    locker und hält sich bei such; eni;il.;@r h.agc#-
    rung fast unbegrenzt frisch und safti-.
    h:n@lischcr Kuchen Man wiege sich nachfolgende Zutaten zusammen: Soo g Butter. Soo y Zucker, Soo g Mehl und Zoo g -#Veizelrpuder. Soo g Eier, mit der Schale gewogen, Soo g Sultaninen, ,loo g Zitronat, als Geschmack Rum und Zitron und zuletzt Sog Pektin-Extrakt.
  • Die Butter wird aufgelöst, das Eiweiß mit einem Drittel des Zuckers zu Schnee geschlagen. das Eigelb mit dem übrigen Zucker und dem Pektin-Extrakt verrührt, jedoch - nicht zu sehr schaumig. Die Sultaninen und das Zitronat werden unter das Mehl gemengt. Ist der Schnee gut fest. so rühre man denselben unter das Eigelb, hierauf das Mehl und zuletzt die aufgelöste Butter. Diese Masse füllt man in Kastenformen, welche man vorher mit Papier ausgelegt Trat und backt sie in mittlerer Hitze ungefähr t Std. lang. Man kann die Kuchen vor dem Backen mit geschabten :Mandeln bestreuen.
  • V apfkuchen Da die Napfkuchen im allgemeinen überall bekannt sind, so erübrigt es. sich, deren Rezeptur anzuführen, man bemerkt jedoch, daß sich dieselben durch gründliches Einrühren von Pektin-Extrakt ebenfalls sehr lange frisch und saftig halten und niemals altbacken schmecken werden. Der Pektin-Extrakt hat die Eigenschaft, die Ware zu lockerir; gibt derselben einen pikant würzigen Geschmack find hält sie sehr lange frisch lind saftig.
  • Das Verfahren bewährt sich nicht nur bei Verwendung von Backpulver, sondern auch hei Teigwaren, die mit Hefe oder Sauerteig oder anderen Lockerungsmitteln angerührt sind. Trotzdem hier durch die diastatische Wirkung kolloidale Zerfalls-Produkte der Stärke erzeugt werden, bedeutet das Einverleiben von Pektin-Extrakt doch eine weitere bedeutende Verbesserung.
  • Anstatt Pektin-Extrakt kann auch ein Trokken-Pektin, Pektin-Pulver oder sonst ein anclercs Pektin-Präparat verwendet werden.

Claims (1)

  1. PA#rrr'r.xxsrrucii: Verfahren zur Herstellutt,#, ,von Dauer- Dac:kwaren. dadurch rekentizeicltttet, daß inan dem Teig außer den i.ibliclien 13e#- standteilen noch ein Pektin-Produkt zu- setzt und durch mechanische Bearbeitun- So einverleibt. daß es gleichmäßig die Stärke und die übrigen pflanzlichen Be- standteile der Teigtnasse durchdringt.
DEP61583D 1929-11-02 1929-11-02 Verfahren zur Herstellung von Dauer-Backwaren Expired DE516363C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2489272A1 (de) 2011-02-16 2012-08-22 Eduard Walter KG Verwendung von Mehlextraktgranulaten als Emulgator

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2489272A1 (de) 2011-02-16 2012-08-22 Eduard Walter KG Verwendung von Mehlextraktgranulaten als Emulgator

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