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Umschaltvorrichtung für elektrische und andere Motoren Zum Betrieb
hin und her beweglicher Maschinenteile, z. B. hin und her drehbarer Trommeln bei
Waschmaschinen, Mischmaschinen o. dgl., werden mit Vorteil elektrische oder andere
geeignete Motoren verwendet, welche mit einer Umschaltvorrichtung vereinigt sind,
die den Motor dadurch selbsttätig umsteuert, daß er während der Bewegung Energie
ansammelt, welche dann ausgelöst wird und die Umschaltvorrichtung in Bewegung setzt.
Die Auslösung der angesammelten Energie kann durch den Motor selbst oder auf andere
Weise, jedoch am besten durch den Motor bewirkt werden.
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Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, durch
welche die vom Motor angesammelte Energie auf einfache Weise ausgelöst wird.
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Die Erfindung besteht in der Hauptsache darin, daß die vom Motor angetriebenen
Teile, welche teils die Energie ansammeln und teils diese nachher auslösen, zueinander
derart beweglich sind, daß die Umkehrung in der einen oder der anderen Richtung
gleichförmig stattfindet.
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Die für die Umkehrung erforderliche Energie kann in verschiedenartiger
Weise angesammelt werden, z. B. durch das Spannen von Federn, durch Heben von Gewichten,
durch Verdichten von Luft oder durch Fördern einer Flüssigkeit.
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Gemäß der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht,
erfolgt das Ansammeln von Energie durch Heben eines Gewichtes.
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Abb. i zeigt die Vorrichtung in Seitenansicht und Abb. 2 eine senkrecht
zur Abb. i dargestellte Ansicht besonders derjenigen Teile, durch welche die Energie
angesammelt werden Sann und .dann ausgelöst wird.
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i ist ein durch den schwenkbaren Arm 13 getragenes Gewicht. Der Arm
13 ist durch eine Lenkstange 9 mit einem Arm io beweglich verbunden, welcher auf
der Welle eines Sperrades 3 drehbar sitzt und mit einem Sperrzahn 2 beweglich verbunden
ist, welcher mit dem Sperrad 3 zusammenwirkt. Letzteres ist mit einer Kontrollwalze
15 fest verbunden, an welcher Kontaktschienen d. und Schleifkontakte 16 in bekannter
Weise angeordnet sind. Der Arm 13 ist ferner durch eine Lenkstange 6 mit einer Kurbel
5 beweglich verbunden, welche sich um die Weile 7 dreht. Die Welle 7 wird durch
den Motor oder auf andere Weise angetrieben. Auf der Welle 7 ist ferner ein Mitnehmer
8 befestigt, in dessen Bewegungsbahn ein Teil der Kurbel
5 liegt,
wie aus Abb. 2 hervorgeht. Mit dem Arm 13 ist ferner das eine Ende einer Lenkstange
12 beweglich verbunden, deren anderes Ende mit einem Kolben in einem Ölzylinder
i i verbunden ist.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Während der Bewegung
des Motors dreht sich der Mitnehmer 8 und erteilt der Kurbel 5 eine Aufwärtsbewegung,
so daß das Gewicht i gehoben wird, wodurch der Motor eine gewisse Energiemenge ansammelt.
Wenn die Kurbel 5 nach dem Erreichen ihrer Höchstlage sich über den Totpunkt bewegt,
wird das Gewicht i für eine Fallbewegung frei. Dieses wirkt dann durch die Lenkstange
9, den Sperrhaken 2 und das Sperrad 3 auf die Kontrollwalze 15 drehend ein, deren
Drehbewegung zur Folge hat, daß der Motor umgesteuert wird. Es ist klar, daß, in
welcher Richtung der Motor sich auch bewegen möge oder in welcher Richtung er umgesteuert
«-erden soll, der Mitnehmer 8 und die Kurbel 5 einander stets gleichförmig beeinflussen
und sich ebenfalls gleichförmig zueinander bewegen werden. Die Vorrichtung arbeitet
mit .anderen Worten völlig unabhängig von der Drehrichtung des Motors. Ein anderer
Vorteil ist, daß die Endlage der Umschaltvorrichtung beim Umsteuern in unbeschränktem
Maße überschritten werden kann, ohne daß die Vorrichtung dadurch beschädigt wird.
Ein derartiges Überschreiten der Endlage kann z. B. durch die kinetische Energie
des Gewichtes oder aber dadurch erfolgen. daß die Umsteuervorrichtung von Hand aus
in Bewegung gesetzt wird, beispielsweise bei Besichtigung o. dgl.
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Damit das Umkehren sanft stattfindet, därf die Einschaltung des Motors
auf die neue Drehrichtung nicht zu schnell stattfinden. Die Winkelgeschwindigkeit
der Kontrollwalze 1,5 muß daher geregelt werden. Dies geschieht durch den Ölkatarakt
ii. Die Unterbrechung des Stromes zum Motor muß aber schnellstens erfolgen, unabhängig
von der Geschwindigkeit, mit der die Bewegung in der neuen Richtung anfängt. Die
Kontrollwalze ruß daher am Anfang der Bewegung unabhängig von der Bremsung des Kataraktes
i i sein. Dies wird dadurch erreicht, daß die Lenkbewegung in gewissem Grade locker
gemacht wird, oder aber dadurch, daß am Zylinder des Kataraktes ii Öffnungen 17
vorgesehen werden, durch «-elche das 01 im Zylinder frei wegströmen kann,
bis der Kolben sich soweit bewegt hat, daß er die öfnungen deckt.
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Ein anderes Verfahren zum Herabsetzen der Bremswirkung des Ölkataraktes
am Anfang der Bewegung ist, daß man die Lenkstange 12 zwischen dem Kolben und dem
Arm 13 einen solchen Winkel mit dem Arm 13 bilden läßt, daß das Bremsinonietit anfangs
gleich oder annähernd gleich Null wird, um nachher allmählich zu wachsen, je mehr
das Gewicht fällt.