DE516672C - Verfahren zur Herstellung von Dilithiumnatrium- bzw. -kaliumcitrat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dilithiumnatrium- bzw. -kaliumcitrat

Info

Publication number
DE516672C
DE516672C DEW84262D DEW0084262D DE516672C DE 516672 C DE516672 C DE 516672C DE W84262 D DEW84262 D DE W84262D DE W0084262 D DEW0084262 D DE W0084262D DE 516672 C DE516672 C DE 516672C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sodium
dilithium
citric acid
potassium citrate
potassium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW84262D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WUELFING J A FA
Original Assignee
WUELFING J A FA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WUELFING J A FA filed Critical WUELFING J A FA
Priority to DEW84262D priority Critical patent/DE516672C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE516672C publication Critical patent/DE516672C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids
    • C07C51/418Preparation of metal complexes containing carboxylic acid moieties

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Dilithiumnatrium- bzw. -kaliumcitrat Die Citronensäure als Oxytricarballylsäur e bildet bekanntlich drei Reihen von Salzen, primäre, sekundäre und tertiäre. Die primären Salze der Citr onensäure mit Alkalien konnten gut kristallisiert erhalten werden, während die sekundären und tertiären entweder amorphe oder schwer zu kristallisier ende Salze darstellen. Während H e 1 d t (Annalen der Chemie, Bd. 47, S. 166) ein citronensaures Kalium-Natrium-Salz K-.Na3 (C6Hs07)2 + 61/2H20 durcn Kristallisieren äquimolekularer Mengen dreibasischen Kaliumsalzes und dreibasischen Natriumsalzes der Citronensäure aus Wasser erhalten haben will, führt Kämmerer (Annalen der Chemie, Bd. 170, S. 177) aus, daß es durch Sättigen der Citronensäure mit den theoretischen Mengen Kalium- und Natriumcarbonats in wäßriger Lösung nicht gelingt, eile gemischtes Salz der Citronensäure zu erhalten, sondern daß in diesem Falle stets nur das Natriumsalz a Na3 C6 Hä 07 i 11 H20 auskristallisierte, während das zerfließliche Salz K3 Cc> H;, O; in Lösung blieb. Ähnlich ist es auch, wenn man gemischte citronensaure Lithiumnatriumsalze oder Lithiumkaliumsalze durch Sättigen von 1 Mol. Citronensäure in wäßriger Lösung mit 1 Mol. Lithiumcarbonat und 1 Mol. Natriumbicarbonat bzw. 1 Mol. Kaliumbicarbonat und Konzentrieren der Lösung herstellen- 1vil1. In diesem Falle bildet sich ein Sirup, aus dem wenig Lithiumcitrat auskristallisiert, während das Natrium- bzw. Kaliumcitrat in der sirupösen Lösung bleibt. Auch zur Trockne gedampft, zeigt der Rückstand eine klebrige, hygroskopische Beschaffenheit und ist nicht in Pulverform zu bringen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man ein Dilithiumnatriumcitrat LL N a C6 H;; 07, welches als Antiarthriticum und Antidiabeticum therapeutische Bedeutung erlangt hat, leicht als trockene, nicht hygroskopische, gut pulverisierbare und leicht dosierbare Masse erhalten kann, wenn man die Bildung dieses Salzes in hochprozentigem Äthylalkohol vornimmt und Wasser nach Möglichkeit ausschließt. Alsdann erhält man das Dilithiumnatriumcitrat in guter Ausbeute, reinster Beschaffenheit und, getrocknet, als staubfeines Pulver, das nicht hygroskopisch ist und sich leicht dosieren läßt.
  • In Äthylalkohol ist Citronensäure, besonders in der Siedehitze, leicht löslich, während das gebildete Dilithiumnatriumcitrat darin fast unlöslich ist und sich nach der Bildung sofort ausscheidet.
  • Löst man bei 1 5o° C getrocknete, wasserfreie Citronensäure in absolutem Alkohol und fügt zu dieser Lösung die für die Bildung von DilithiumnatriumFitrat berechneten, äquivalenten Mengen Lithiumcarbonat und Natriumcarbonat bzw. Natriumbicarbonat, so tritt, selbst nach längerem Sieden der Lösung, keine nennenswerte Umsetzung und Salzbildung ein. Zu dieser ist eine bestimmte Wassermenge unbedingt erforderlich. Aber auch dann geht die Umsetzung noch nicht glatt vonstatten, sondern es bleibt immer ein ziemlich beträchtlicher Teil der C arbonate unangegriften und entzieht sich der Umsetzung. Fügt man dagegen zu der Lösung von i Mol. Citronensäure in <Ethylalkohol von 96 bis 98 Gewichtsprozenten i Mol. Lithiumcarbonät und kocht am Rückflußkühler, bis alle Kohlensäure entwichen ist, und setzt nun statt des Natriumcarbonats bzw. -bicarbonats i Mol. Natriumhydroxyd, in wenig Wasser gelöst, zu dem Reaktionsgemisch, so scheidet sich nach einiger Zeit das Dilithiumnatriumcitrat als weiche, weiße Masse unlöslich aus, die man nach dem Erkalten leicht zermahlen und auf dem Nutschfilter mit Allcohol nachwaschen kann. Nach Entfernung des Alkohols und Trocknen der Masse bei Temperaturen bis i oo° C bläht sich diese auf und liefert nach dem Erkalten und Mahlen ein leichtes, weißes, nicht hygroskopisches, staubfeines Pulver, das sich in Wasser leicht mit schwach alkalischer Reaktion auflöst.
  • An Stelle von Äthylalkohol kann man auch Methylalkohol verwenden, in dem Citronensäure in der Siedehitze leicht löslich, das gebildete Dilithiumnatriumcitrat aber schwer löslich ist. An Stelle von Dilithiumnatriumcitra' Lia Na C6 H5 07 erhält. man nach der gleichen Methode auch das Dilithiumkaliumcitrat Lit Ka C6 Hr. 07, wenn man an Stelle von Natriumhydroxyd Kaliumhydroxyd verwendet. Beispiel i 21o Gewichtsteile Citronensäure C6H807 H2 O werden in 15oo Gewichtsteilen Äthylalkohol (96 bis 98 Gewichtsprozent) heiß gelöst. In die abgekühlte Lösung trägt man 74 Gewichtsteile fein gepulvertes Lithiumcarbonat ein und erhitzt die Lösung am Rückflußkühler, bis die Kohlensäure entwichen ist. Hierbei scheidet sich das Lithiumcitrat schon größtenteils aus. Ohne Rücksicht auf den Niederschlag fügt man nun q.o Gewichtsteile Stangenätznatron, in wenig heißem Wasser gelöst, zu der alkoholischen Lösung und erhitzt am Rückflußkühler noch einige Zeit. Bcirr Erkalten scheidet sich das Dilithiumnatriumcitrat aus, das nach dem völligen Erkalter, eine weiße, leicht zerreibbare Masse bildet, die man zerkleinert, mit starkem Alkohol auf dem Nutschfilter naehwäscht und dann bei Temperaturen unter ioo° C trocknet, wobei sie weich wird und sich aufbläht. Nach dem Trocknen und Erkalten läßt sich das Dilithiumnatriumcitrat leicht zu einem weißen, nicht hygroskopischen, staubfeinen Pulver zermahlen. Der Wassergehalt der unter ioo° C getrockneten Verbindung beträgt etwa iooIo.. Bei 15o bis 16o' C getrocknet, verliert das Dilithiumnatriumcitrat das gesamte Wasser.
  • Das Dilithlumnatriumcitrat Lis Na C6 H5 07 löst sich in Wasser leicht mit schwach alkalischer Reaktion.
  • Die Ausbeute an Dilithiumnatriumcitrat beträgt 92 bis 95% der Theorie.
  • Die Analyse ergab: Li-Gehalt, berechnet auf Liz I\Ta C. Hs 07, 6, i 60% Li, gefunden 6,6ao'@@ Li; Na-Gehalt berechnet i o, i %, gefunden i o, i o;ö.
  • Beispiel 2 2 i o Gewichtsteile Citronensäure C6 H8 07 - H. O werden in 15oo Gewichtsteilen Methylalköhol in der Siedehitze gelöst. In die abgekühlte Lösung bringt man 74 Gewichtsteile Lithiumcarbonat und erhitzt die Lösung am Rückflußkühler, bis alle Kohlensäure entwichen ist. Nun fügt man, ungeachtet des entstandenen Niederschlages, zu der Lösung 56 Gewichtsteile Ätzkali, die in nicht mehr als 5o Gewichtsteilen heißem Wasser gelöst sind, und kocht die Mischung noch etwa 1/2 Stunde am Rückflußkühler. Beim Erkalten scheidet sich das Dilithiumkaliumcitrat als weiße, kristallinische Masse ab, die auf einem Filter gesammelt und nach dem Zerkleinern wieder auf das Filter gebracht und mit wenig Methylalkohol nachgewaschen und getrocknet wird. Die trockene, kristalline Masse läßt sich leicht zu einem feinen, weißen, nicht hygroskopischen Pulver vermahlen, das sich leicht dosieren läßt.
  • Ausbeute etwa 95o'o der Theorie. Analyse des Dilithiumkaliumcitrats Li2KC6H507: berechnet 5,780io Li, gefunden 5,8I o/o Li; berechnet 16,530;ö K, gefunden 16,630o K.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Dilithiumnatrium- bzw. -kaliumcitrat, dadurch gekennzeichnet, daß man Citronensäure (i Mol.) in Äthyl- oder Methylalkohol, worin Citronensäure leicht, Dilithiumnatrium- bzw. -kaliumcitrat dagegen schwer löslich ist, löst und auf die Lösung nacheinander zunächst i Mol. Lithiumcarbonat und nach. Entfernung der Kohlensäure bei der Siedetemperatur des Alkohols r Mol. Natriumhydroxyd bzw. Kaliumhydroxyd, in wenig Wasser gelöst, in der Siedehitze einwirken läßt, worauf das gebildete Dilithiumnatrium- bzw. -kaliumcitrat nach dem Abkühlen des Lösungsmittels von diesem getrennt und getrocknet wird.
DEW84262D 1929-11-19 1929-11-19 Verfahren zur Herstellung von Dilithiumnatrium- bzw. -kaliumcitrat Expired DE516672C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW84262D DE516672C (de) 1929-11-19 1929-11-19 Verfahren zur Herstellung von Dilithiumnatrium- bzw. -kaliumcitrat

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW84262D DE516672C (de) 1929-11-19 1929-11-19 Verfahren zur Herstellung von Dilithiumnatrium- bzw. -kaliumcitrat

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE516672C true DE516672C (de) 1931-01-26

Family

ID=7611906

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW84262D Expired DE516672C (de) 1929-11-19 1929-11-19 Verfahren zur Herstellung von Dilithiumnatrium- bzw. -kaliumcitrat

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE516672C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE968843C (de) * 1953-11-29 1958-04-03 Cassella Farbwerke Mainkur Ag Verfahren zur Herstellung von pharmakologisch wirksamen Magnesiumsalzen der Citronensaeure

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE968843C (de) * 1953-11-29 1958-04-03 Cassella Farbwerke Mainkur Ag Verfahren zur Herstellung von pharmakologisch wirksamen Magnesiumsalzen der Citronensaeure

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE516672C (de) Verfahren zur Herstellung von Dilithiumnatrium- bzw. -kaliumcitrat
CH620362A5 (de)
DE575597C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiat in wasserloeslicher kristallisierter Form
AT128356B (de) Verfahren zur Gewinnung von Glutaminsäure.
DE322601C (de) Verfahren zur Herstellung von kohlensaurem Natrium und Ammoniumsulfat
DE1467272A1 (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Bariumsalze
DE226108C (de)
DE363268C (de) Verfahren zur Herstellung eines nicht hygroskopischen, insbesondere fuer Gerbzwecke geeigneten Eisensalzes
DE680595C (de) Verfahren zum Herstellen kristallisierter Citronensaeure
AT133886B (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumbicarbonat.
DE444517C (de) Verfahren zur Herstellung von kristallisiertem, basischem Aluminiumnitrat
DE586446C (de) Verfahren zur Darstellung von Guanidinsalzen
DE948154C (de) Verfahren zur Herstellung von Guanidincarbonat
DE654556C (de) Herstellung von Magnesiumcarbonattrihydrat
DE606385C (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat
DE659770C (de) Verfahren zur Gewinnung von freiem Nicotin aus Nicotinsulfat
DE431760C (de) Gewinnung von Kristallsalmiak
DE345050C (de) Verfahren zur Gewinnung von Natriumnitrit und Kaliumnitrat aus Gemischen von Natriumnitrit und Natriumnitrat
AT202129B (de) Verfahren zur Herstellung von Glutaminsäure aus deren Precursorverbindungen
DE573429C (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat
DE405921C (de) Verfahren zur Darstellung von Glaubersalz aus den Loeserueckstaenden der Chlorkaliumfabrikation
DE623876C (de) Gewinnung kochsalzarmer Natronlauge aus sulfathaltiger Sole
DE411956C (de) Verfahren zur Gewinnung loeslicher saurer Calcium- oder Calcium-Magnesiumsalze der Inositphosphorsaeure
DE683846C (de) Verfahren zur Herstellung von Harnstoffen aus ª‡-ªÏ-Diaminocarbonsaeuren
AT206877B (de) Verfahren zur Gewinnung von Glutaminsäure aus Melasseschlempe