DE518322C - Verfahren zur Herstellung von graphischen Farben - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von graphischen Farben

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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von graphischen Farben Im graphischen Gewerbe hat man bisher zur Herstellung von Druckfarben einen sogenannten Druckfirnis verwendet, der gewöhnlich aus einem durch längeres Kochen bei hohen Temperaturen bis zu einer zähflüssigen Beschaffenheit eingekochten Leinöl bestand. Diese Konsistenz des Druckfirnis ist für die Herstellung von Druckfarben erforderlich, um den Farbstoff auf der Unterlage zu binden. Der so hergestellte Druckfirnis erfüllt seinen Zweck vollkommen bei einfachen Schwarzdrucken, für die er am meisten angewendet wird, und überhaupt in allen Fällen, wo nur ein einziger Druckvorgang stattfindet.
  • Wenn aber mit diesen Druckfarben mehrmals übereinandergedruckt werden soll, wie es beispielsweise bei Mehrfarbendrucken oder Dekorationsdrucken, z. B. bei der Herstellung künstlicher Maserung, der Fall ist, dann muß man nach jedem einzelnen Druckvorgang so lange warten, bis die aufgedruckte Farbe getrocknet ist, ehe der nächste Druck stattfinden kann, weil sich sonst die nacheinander aufgetragenen Drucke verwischen oder vermischen würden. Da die Trocknung unter Umständen mehrere Stunden in Anspruch nimmt, entsteht ein großer Zeitverlust bei der Herstellung von Drucken mit mehreren Arbeitsgängen, der bei den heute bestehenden Anforderungen an schnelle Arbeitserledigung untragbar ist.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß man diese Schwierigkeiten überwinden kann, wenn man als Druckfirnis sehr stark geblasenes Leinöl mit einer Acetylzahl von mindestens zoo verwendet.
  • Der damit hergestellte Druckfirnis geht, sobald er in dünner Schicht auf eine Unterlage aufgedruckt ist, innerhalb weniger Minuten vom flüssigen in den gelartigen Zustand über. Es ist deshalb möglich, schon nach kürzester Frist auf den ersten Druck den zweiten Druck und schließlich auch weitere Drucke folgen zu lassen, ohne daß sich die Drucke bei den Arbeitsvorgängen gegenseitig verwischen, noch auch daß die verschiedenen Farben ineinanderfließen und einen nicht beabsichtigten Mischton ergeben.
  • Es hat sich gezeigt, daß das geblasene 01 jene nicht vorauszusehende Wirkung bei der Herstellung von Drucken erst dann besitzt, wenn es durch Blasen sehr stark eingedickt ist.
  • Das Leinöl wird mit Luft oder anderen sauerstoffhaltigen Gasen geblasen. Man kann dabei, je nach dem gewünschten Endzweck, ganz verschiedene Arbeitsbedingungen anwenden. Die Temperaturen können innerhalb eines Intervalls von 6o bis Zoo ° liegen. Die Blasezeiten sind entsprechend den Temperaturen sehr verschieden. Ein Maß, wie lange. geblasen werden muß, gibt die zu erreichende Acetylzahl. Beispiel 3o Teile stark geblasenes Leinöl mit einer Acetylzahl von zoo werden mit 15 Teilen gebrannter Terra di Siena angerieben. Der so hergestellten Druckfarbe können gegebenenfalls noch Trockenstoffe, z. B: eine Sikkativlösung, zugesetzt werden.
  • Dieser neue Druckfirnis kann besonders im Buchdruck, Steindruck, Blechdruck und Rotationsdruck Anwendung finden. Der technische Fortschritt bei der Benutzung dieser Farben liegt in dem Wegfallen aller unfreiwilligen Arbeitspausen zwischen den einzelnen Druckvorgängen, wodurch eine Ersparnis an Zeit, eine gedrängtere Aufstellung und ein vereinfachter Zusammenbau der Druckmasebinen sowie eine Verringerung des für das Trocknen der Drücke erforderlichen Lagerraums ermöglicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANshp,Ucii: Verfahren zur Herstellung von graphischen Farben aller Art, insbesondere von zum- Drucken in mehreren nacheinanderfolgenden Druckvorgängen bestimmten Farben auf Ölbasis, dadurch gekennzeichnet, daB man als Druckfirnis stark geblasenes Leinöl mit einer Acetylzahl von mindestens zog verwendet.
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