DE520363C - Verfahren zur Herstellung eines an Maltose reichen Bieres - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines an Maltose reichen BieresInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines an lWaltose reichen Bieres Bei der Vergärung der Bierwürze wird bekanntlich die Maltose durch ober- oder untergärige Bierhefen in Alkohol und Kohlensäure zerlegt. Es entsteht hierbei ein Gärprodukt, das frei von Maltose ist, also vom Malz extrakt nur noch Dextrine, stickstoffhaltige und mineralische Bestandteile enthält. Man ist also nicht in der Lage, ein an Maltose reiches Bier herzustellen, es sei denn, daß man die Gärung vorzeitig durch Abtötung der Hefe unterbricht, was zu mancherlei technischen Schwierigkeiten führt.
- Nun ist bekannt, daß die Hefe Saccharomycodes Ludwigii wohl Rohrzucker und einige Hexosen vergärt, jedoch die Maltose unangetastet läßt. Die gleichen Eigenschaften zeigen auch gewisse andere Hefen, z. B. Saccharomyces Delbrücki, Marxianus, Baihi, Torula pulcherrima u. a. Diese Eigenschaft ist bei den genannten Hefen bisher nur wissenschaftlich festgestellt, aber niemals zu technischen Zwecken ausgenutzt worden. Wir haben dagegen gefunden, daß in besonderem Maße Saccharomycodes Ludw igii zur Herstellung eines maltosereichen Bieres geeignet ist. Dabei weist die Hefe Lud,%t,igii alle die Eigenschaften auf, die im Brauereigewerbe an eine gute Bierhefe gestellt werden, wie rasche, kräftige Vergärung, gutes Absitzen und reichliche Vermehrung.
- Bringt man die Hefe Luwigii in eine gewöhnliche Bierwürze, so vermehrt sie sich nur schwach und läßt dabei die Maltose völlig unberührt. Ein alkoholisches Getränk entsteht erst dann, wenn man der Malzwürze Saccharose, Invertzucker oder Dextrose zusetzt, wobei man gleichzeitig mit der Zuckerdosis den Alkoholgehalt des fertigen Bieres, auch bei völliger Endvergärung, ganz beliebig regeln kann. Beispiel ioo 1 Bierwürze von i o° Balling werden mit 2 kg Saccharose versdtzt und mit Hopfen einige Zeit gekocht. Nach dem Filtrieren sterilisiert man die Würze in einem geschlossenen Gärgefäß und beimpft sie nach dem Erkalten mit einer Reinkultur von Saccharomycodes Luwigii. Die vergorene: Würze wird dann auf Fässer oder Flaschen gefüllt, in denen eine geringe Nachgärung erfolgt, worauf das Bier pasteurisiert wird. Man erhält auf diesem Wege ein stark schäumendes, maltosereiches Bier von etwa i "I" Alkoholgehalt. Will man alkoholreichere Biere erzielen, so geht man mit dem Zusatz von Saccharose hinauf.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines an Maltose reichen Bieres, dadurch gekennzeichnet, daß man eine mit Saccharose, Invertzucker oder Dextrose versetzte Bierwürze mit solchen Hefen impft, die wohl den zugesetzten Zucker, aber nicht die Maltose vergären. z. Besondere Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet. dal3 folgende Heferassen Anwendung finden Saccharomycodes Ludwigii. Saccharomyces Delbrücki, Marxianus, Baihi, Torula pulcherrima u. a.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV25373D DE520363C (de) | 1929-06-11 | 1929-06-11 | Verfahren zur Herstellung eines an Maltose reichen Bieres |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV25373D DE520363C (de) | 1929-06-11 | 1929-06-11 | Verfahren zur Herstellung eines an Maltose reichen Bieres |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE520363C true DE520363C (de) | 1931-10-26 |
Family
ID=7581887
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV25373D Expired DE520363C (de) | 1929-06-11 | 1929-06-11 | Verfahren zur Herstellung eines an Maltose reichen Bieres |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE520363C (de) |
-
1929
- 1929-06-11 DE DEV25373D patent/DE520363C/de not_active Expired
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