DE521009C - Einrichtung zur Anlauf- und Drehzahlregelung eines in Leonard-Steuerung betriebenen Gleichstrommotors - Google Patents

Einrichtung zur Anlauf- und Drehzahlregelung eines in Leonard-Steuerung betriebenen Gleichstrommotors

Info

Publication number
DE521009C
DE521009C DER71226D DER0071226D DE521009C DE 521009 C DE521009 C DE 521009C DE R71226 D DER71226 D DE R71226D DE R0071226 D DER0071226 D DE R0071226D DE 521009 C DE521009 C DE 521009C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
generator
voltage
leonard
motor
excitation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER71226D
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Sundhausen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
Original Assignee
Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG filed Critical Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
Priority to DER71226D priority Critical patent/DE521009C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE521009C publication Critical patent/DE521009C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P7/00Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
    • H02P7/06Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
    • H02P7/18Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power
    • H02P7/34Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using Ward-Leonard arrangements
    • H02P7/347Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using Ward-Leonard arrangements in which only the generator field is controlled

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Anlauf- und Drehzahlregelung eines in Leonard-Steuerung betriebenen Gleichstrommotors Die Erfindung betrifft eine Anlaß- und Regelvorrichtung eines in Leonard-Schaltung betriebenen Gleichstrommotors und bezweckt, den Motor für Betriebsverhältnisse geeignet zu machen, die bei außergewöhnlich weiter Regelung der Drehzahl .des Arbeitsmotors ein äußerst exaktes Steuern verlangen. Im besonderen soll der Arbeitsmotor bei jedem vorkommenden Drehmoment auf der ersten Steuerstufe sicher, aber stoßfrei anspringen und hernach mit langsamster Gangart gleichmäßig durchziehen. Da das zur Beschleunigung der Massen aus der Ruhelage erforderliche Anlaufdrehmoment größer ist als das Drehmoment der Beharrungsleistung, so muß dem Motor auf der ersten Steuerstufe zunächst eine höhere Spannung zugeführt werden, die sodann nach dem Anlaufen auf das für die langsamste Gangart des Motors erforderliche Maß wieder herabgemindert werden muß, da sonst der Motor auf der ersten Steuerstufe zu rasch laufen würde. Die erste Steuerstufe kann daher nicht ohne weiteres sowohl dem Anlauf als auch der langsamsten Gangart dienen. Vielmehr müßte der Steuerschalter je nach der Größe des Anlaufdrehmomentes und der Feinheit der Abstufung des Reglers so weit über die erste Stufe hinaus verstellt werden, bis der Motor anspringt, und dann wieder auf die erste Stufe zurückverstellt werden.
  • Die Erfindung bezweckt, die für den Anlauf des Motors erforderliche Übererregung des Leonard-Generators während der Beschleunigungsperiode und in Abhängigkeit von dieser selbsttätig so zu regeln, daß der Arbeitsmotor unter allen Umständen auf der ersten Steuerstufe sicher, aber stoßfrei anläuft, nach Beendigung der Beschleunigungsperiode die der ersten Steuerstufe entsprechende langsamste Gangart .annimmt und diese weiterhin auch bei wechselnder Belastung auf der ersten Steuerstufe beibehält. Dies wird dadurch erreicht, daß von der Welle des Arbeitsmotors zwei Zusatzgeneratoren angetrieben werden, von denen der eine Zusatzgenerator, vorn Ankerstrom des Arbeitsmotors erregt, seinerseits eine Erregerwicklung des zweiten Zusatzgenerators speist, welche einer an die konstante Netzspannung angeschlossenen Erregung entgegenarbeitet, während der Anker des zweiten Generators der Fremderregung des Leonard-Generators entgegengeschaltet ist.
  • Es sei noch erwähnt, daß man zur Konstanthaltung der Leistung eines Stromerzeugers schon die Klemmenspannung einer ein Maß für die abgegebene Leistung bildenden Dynamo der konstanten Fremderregung des Stromerzeugers entgegengescbaltet hat. Diese Einrichtung vermag jedoch nur in einer einzigen Drehrichtung auf die Leistung des Stromerzeugers richtig regelnd zu wirken, während dies die Einrichtung nach der Erfindung für beide Drehrichtungen tut.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Schaltbild eines Ausführungsbeispiels der Erfindung.
  • G ist der Leönard-Generator, der auf seinem Magnetgestell nur die Nebenschlußwicklung g1 trägt (Hauptschluß,wicklungen sind mit Rücksicht auf stoßfreien Gang vermieden). R ist der Regler für die Fremderregung der Nebenschlußwicklung g1 mit den Steuerstufen 0 - Aus, l - erste Steuerstufe für langsamste Gangart usw. bis za - letzte Steuerstufe für volle Drehzahl. A ist der Arbeitsmotor, ein gewöhnlicher Nebenschlußmotor. mit der Fremderregung dl. Von der Welle a., des Antriebsmotors A werden die beiden Generatoren E und D entweder unmittelbar, wie gezeichnet, oder über Rädervorgelege angetrieben.
  • Der Generator E dient zur Erregung des Dämpfungsgenerators D. E besitzt als Magnetwicklung eine aus wenigen starken Windungen bestehende Erregerwicklung e1, durch die der Ankerstrom des Arbeitsmotors A fließt. Die Spannung des Erregergenerators E ändert sich mithin nach Maßgabe des vom ArbeitsmotorA aufgenommenen Stromes bzw. seines abgegebenen Drehmomentes. Der Dämpfungsgenerator D besitzt auf den Magnetschenkeln eine Fremderregung dl, die an die konstante Netzspannung angeschlossen ist. Außer dieser ist er noch mit einer der Wicklung dl entgegenwirkenden Fremderregung d. versehen, die von dem Erregergenerator E nach Maßgabe der Stromaufnahme des Arbeitsmotors A veränderlich gespeist wird.
  • Der Dämpfungsgenerator D gibt eine Ankerspannung ab, die sich aus der Differenz der beiden Erregerwicklungendl, d" und der Drehzahl des Arbeitsmotors A ermittelt. Der Anker des Dämpfungsgenerators D liegt im Stromkreis der Fremderregung g1 des Leonard-Generators G und ist, wie die Pfeile bei i andeuten, gegen die Netzspannung -j- -geschaltet. An der Erregerwicklung g1 herrscht demnach eine Spannung, die gleich der Differenz des am Regler R eingestellten vetzspannungswertes und der vom Dämpfungsgenerator D erzeugten Spannung ist. Daraus ergibt sich, daß im Augenblick des Einschaltens der ersten Steuerstufe am Regler R, die Erregerwicklung g1 des Leonard-Generators G eine höhere Spannung erhält als nach erfolgtem Anlauf des Arbeitsmotors A. iLÜthin hat auch der Arbeitsmotor beim Anlauf eine höhere Klemmenspannung erhalten. die mit der abnehmenden Beschleunigung bzw. zunehmenden Drehzahl der Motorwelle dz abfällt. Es ist im Moment des Einschaltens die Drehzahl der Welle a2 - 0, mithin die Gegenspannung des Dämpfungsgenerators D = 0. demnach die Erregerspannung an g1 - Netzspannung -Gegenspannung =Netzspannung. Beim Anlauf steigt nun die Gegenspannung allmählich mit der Beschleunigung, und zwar langsamer oder rascher, j.enach demauftretenden Drehmoment an und drückt den Netzspannungswert auf das für die langsamste Gangart des Arbeitsmotors A erforderliche Maß zurück.
  • Die elektrischen Verhältnisse sind nun so gewählt, daß auf der ersten Steuerstufe l des Reglers R die Spannung zur Erregung des Leonard-Generators G für das maximale auftretende Drehmoment des Arbeitsmotors A zum Anlauf sicher ausreicht, nachdem Anlauf aber die Gegenspannung des Dämpfungsgenerators D so hoch angestiegen ist, daß die Ankerspannung des Leonard-Generators G auf den für die langsamste Gangart des Arbeitsmotors A erforderlichen Wert gesunken ist, die sich aus Stromstärke und Widerstand des Ankers vom Arbeitsmotor A bestimmt. Schwankt nun die Belastung des Arbeitsmotors, mithin die Stromstärke in der Wicklung e1, so schwankt in weiterer Auswirkung auch entsprechend der Differenzwert der Erregerspannung an der Leonard-Generatorwicklung gl, und zwar so, daß bei zunehmender Belastung des Arbeitsmotors A seine Klemmenspannung steigt, bei abnehmender dagegen fällt, also seine Drehzahl praktisch konstant gehalten wird. Die Regelungsvox gänge, sowohl beim Anlauf als auch während des Betriebes vollziehen sich gedämpft, da, mit Ausnahme am Generator E, nur Erregerwicklungen von hoher Windungszahl (Nebenschlußerregungen), also Wicklungen, die mit mehr oder weniger hoher Selbstinduktion behaftet sind und demgemäß entsprechend hohe Zeitkonstanten besitzen, angeordnet sind. Die einzige Hauptstromwicklung e1 kann einen im Antriebsmechanismus merkbaren Stoß nicht hervorrufen, da sie auf einem sehr geringen Eisenquerschnitt liegt (die Maschine E hat eine Leistung von etwa ioo Watt, gegen etwa 30 000 Watt der Maschine G) und der etwaige geringe Stromstoß auf langem Weg durch die dahinterliegenden Wicklungen hoher Windungszahlen d2 und g1 sowie die Ankerwicklung der Maschinen E, D und G abgedämpft wird.
  • Dagegen würde eine Hauptschlußwicklung (Kompoundwicklung) auf dem Leonard-Generator G an Stelle der Einrichtung nach der Erfindung eine sehr heftige Stoßwirkung im Gang des Arbeitsmotors A hervorrufen, da diese Wicklung infolge ihrer geringen Windungszahl fast selbstinduktionslos ist, also eine kaum meßbare Zeitkonstante besitzt, sich ferner ohne Umweg auf den großen Eisenquerschnitt der Hauptmaschine (Stromquelle), also direkt auf die Ankerspannung des Arbeitsmotors A, auswirkt. Ein Maß für den Stoß gibt ohne weiteres das Verhältnis der Zeitkonstanten der Haupt- und Nebenschlußwicklung. Der Stromanstieg würde sich in der Nebenschlußwicklung etwa in in der Hauptschlußwicklung in Nebenschlußwicklung zu 4ooo, die Haupt- Zeiteinheiten vollziehen, wenn die schlußwicklung zu 30 Windungen angenommen werden.
  • Da mit zunehmender Drehzahl der Welle a2 auch die Gegenerregungsspannung des Dämpfungsgenerators D zunimmt, müssen die Verhältnisse so gewählt werden, daß die Netzerregungsspannung durch den Regler R ungleich stärker zunimmt als die Gegenspannung, damit eine positive Erregerspannung als Differenz bleibt, etwa so, daß, wie beim gezeichneten Ausführungsbeispiel angenommen, bei einer Netzspannung von 220 Volt und bei voll eingeschaltetem Regler R die Gegenspannung von D - r r o Volt beträgt und demnach eine positive Erregerspannung von r ro Volt verbleibt, bei der der Leonard-Generator G seine volle Ankerspannung erzeugt und folglich der Arbeitsmotor A seine volle Drehzahl besitzt.
  • An Stelle des Reglers R und des Netzes + - als Stromquelle für die Erregung g1 des Leonard-Generators G könnte auch ein besonderer Erregergenerator, dessen Spannung in irgendeiner Art geregelt wird, treten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Anlauf- und Drehzahlregelung eines in Leonard-Steuerung betriebenen Gleichstrommotors, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle des Arbeitsmotors (A) zwei Zusatzgeneratoren (E und D) sitzen, von denen der eine Zusatzgenerator (E) vom Ankerstrom des Arbeitsmotors erregt wird und seinerseits eine Erregerwicklung (d,) des zweiten Zusat7generators (D,) speist, die einer an die konstante Netzspannung angeschlossenen Erregung (dl) entgegenarbeitet, während der Anker des zweiten Zusatzgenerators (D) entgegen der Netzspannung in den Stromkreis der Fremderregung (g1) des Leonard-Generators (G) geschaltet ist.
DER71226D 1927-05-21 1927-05-21 Einrichtung zur Anlauf- und Drehzahlregelung eines in Leonard-Steuerung betriebenen Gleichstrommotors Expired DE521009C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER71226D DE521009C (de) 1927-05-21 1927-05-21 Einrichtung zur Anlauf- und Drehzahlregelung eines in Leonard-Steuerung betriebenen Gleichstrommotors

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER71226D DE521009C (de) 1927-05-21 1927-05-21 Einrichtung zur Anlauf- und Drehzahlregelung eines in Leonard-Steuerung betriebenen Gleichstrommotors

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE521009C true DE521009C (de) 1931-03-17

Family

ID=7414109

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER71226D Expired DE521009C (de) 1927-05-21 1927-05-21 Einrichtung zur Anlauf- und Drehzahlregelung eines in Leonard-Steuerung betriebenen Gleichstrommotors

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE521009C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2644748B2 (de) Anordnung zur Regelung der Drehzahl einer Asynchronmaschine
DE521009C (de) Einrichtung zur Anlauf- und Drehzahlregelung eines in Leonard-Steuerung betriebenen Gleichstrommotors
DE290435C (de)
DE680463C (de) Aus Querfeldgenerator und Motor in Leonardschaltung bestehender Maschinensatz
DE1588685A1 (de) Antriebsvorrichtung hoher Drehzahlkonstanz
DE714266C (de) Regeleinrichtung fuer elektromotorisch angetriebene Aufwickelvorrichtungen
AT131491B (de) Anordnung zur Regelung des Stromes in einem Gleichstromverbraucher.
DE716471C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Regelung der Erregung von Leonardgeneratoren mittels einer Daempfungsmaschine
DE652659C (de) Gleichstromreihenschlussmotor mit ueberhoehter Reihenschlusscharakteristik
DE851223C (de) Anordnung fuer die automatische Feldschwaechung von mit einer konstanten Spannung gespeisten Motoren
DE650811C (de) Einrichtung zur Regelung von mit veraenderlicher Drehzahl angetriebenen elektrischenGleichstromerzeugern
DE767996C (de) Einrichtung fuer elektrische Fernsteuerungen
DE242060C (de)
DE383150C (de) Verfahren zur Regelung von Dynamomaschinen veraenderlicher Geschwindigkeit und Belastung
DE665185C (de) Verfahren zur Schnellregelung der Spannung von gleichstromerregten Wechselstrommaschinen bei ploetzlichen Belastungsaenderungen
DE161829C (de)
DE500532C (de) Kommutierungsregelungsverfahren fuer mit Wendepolen versehene Wechselstromkollektormotoren zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, deren Drehmoment mit abnehmender Drehzahl faellt
DE908276C (de) Anordnung zur Spannungsregelung von Synchronmaschinen
DE132927C (de)
DE633259C (de) Anordnung zur Erzeugung von Wechselstroemen
AT119866B (de) Einrichtung zur Schnellregelung der Spannung von Dynamomaschinen.
DE698380C (de) Anordnung zur Sicherung der Stabilitaet von Gleichstrommotoren bei Feldschwaechung
DE742588C (de) Leonardantrieb mit Ankerstrombegrenzung und kuerzester Wendezeit
DE257772C (de)
AT134788B (de) Gleichstrom-Lichtbogen-Schweißgenerator.