DE521055C - Verfahren zur Erhoehung des Luftgehaltes hohler kuenstlicher Textilfaeden - Google Patents
Verfahren zur Erhoehung des Luftgehaltes hohler kuenstlicher TextilfaedenInfo
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- DE521055C DE521055C DEA52344D DEA0052344D DE521055C DE 521055 C DE521055 C DE 521055C DE A52344 D DEA52344 D DE A52344D DE A0052344 D DEA0052344 D DE A0052344D DE 521055 C DE521055 C DE 521055C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D5/00—Formation of filaments, threads, or the like
- D01D5/24—Formation of filaments, threads, or the like with a hollow structure; Spinnerette packs therefor
- D01D5/247—Discontinuous hollow structure or microporous structure
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Description
- Verfahren zur Erhöhung des Luftgehaltes hohler künstlicher Textilfäden Zur Herstellung von hohlen Textilfäden, sogenannter Luftseide u. dgl., sind Verfahren bekannt, nach welchen Gasblasen in dem Faden dadurch erzeugt werden, daß während des Spinnprozesses, womöglich gleich beim Austritt der Spinnmasse aus der Düse, Gase innerhalb des entstehenden Fadens zur Ausdehnung gebracht oder erst erzeugt werden. Ein solches Verfahren beschreibt z. B. die Patentschrift 370 471, bei welchem man der zu verspinnenden Lösung eine Substanz zusetzt, die durch thermische oder chemische Wirkung Gasblasen entwickelt (wie mineralisches Leuchtöl, Schwefelkohlenstoff usw.). Ein anderes Verfahren (vgl. Patentschrift 378711) -gibt Wege an, um die im Faden auf solche oder ähnliche Weise erzeugten Hohlräume durch Entfernung des Gases ganz oder teilweise zum Zusammenfallen zu bringen und so Fäden u. dgl. mit flachem, bändchenförmigem Querschnittherzustellen. Eine solche Entfernung des durch chemische Einwirkung in den Fäden nach Verlassen der Spinndüse entstehenden Gases bzw. Entlüftung der Fäden findet in bekannter Weise (z. B. durch Auflösung, Druckeinwirkung, Vakuum usw.) statt. Auch wenn eine solche Entlüftung und ein Zusammenfallen der Hohlräume nicht künstlich hervorgerufen wird, so beobachtet man doch häufig, daß die Hohlräume entweder schon bei der Entstehung des Fadens oder bei seiner Fertigstellung und Verarbeitung zusammenfallen. Für viele Zwecke ist es nun vorteilhaft, die Gas- oder Luftmenge im Faden im Gegensatz zu dem vorerwähnten Verfahren zu vergrößern bzw. die vorhandenen Hohlräume noch mehr zu erweitern.
- Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, schon bei der Herstellung des Fadens zu wenig geöffnete oder später mehr oder weniger wieder zusarrimengefallene Hohlräume nachträglich zu erweitern. Diese Aufgabe kann, wie gefunden wurde, auf verschiedenen Wegen gelöst werden.
- Die Erfinderin hat festgestellt, daß, wenn man in einer Flüssigkeit, in welcher der auf irgendeine bekannte Art hergestellte Hohlfaden getaucht ist, eine regelmäßige Gasentwicklung erzeugt, durch irgendeinen chemischen oder physikalischen Vorgang ein Teil der Gasentwicklung im Innern der Einzelfäden stattfindet und die Menge des in den Hohlräumen enthaltenen Gases vergrößert. Die angewandte Flüssigkeit muß den Faden netzen.
- Der Faden kann in Wasser getaucht werden, das man unter Druck oder in der Kälte mit Gas gesättigt hat. Alsdann läßt man das überschüssige Gas entweichen durch Druckverminderung oder durch Erwärmen. Der Faden kann auch nacheinander in zwei Lösungen getaucht werden, welche chemisch unter Gasentwicklung aufeinander einwirken.
- Man kann auch diejenige Gasentwicklung benutzen, welche gewisse unbeständige, in Wasser gelöste Körper erzeugen, wie z. B. Diazoverbindungen.
- Es können noch zahlreiche andere Verfahrensweisen in Betracht kommen. Ein wesentlicher Punkt ist dabei immer der, daß in der Flüssigkeit bzw. insbesondere in der vom. Faden aufgesogenen Flüssigkeit Gase 'entwickelt werden, welche dann dazu dienen, die vorhandenen Hohlräume wieder aufzublähen.
- Besonders eingerichtete Apparate sind zur. Ausführung des Verfahrens nicht erforderlich; sondern es genügen die auch sonst in der Kunstseidenindustrie bzw. Färberei üblichen Vorrichtungen.
- Beispiel x Hohle Viskoseseide, welche ein verhältnismäßig hohes scheinbares spezifisches Gewicht von 1,4 besitzt (d. h. also eine solche, deren Hohlräume größtenteils wieder zusammengefallen sind), wird in einem Kessel in luftgesättigtes, auf wenig über- o° C temperiertes Wasser gut eingetaucht. Hierauf wird die Charge io Minuten lang auf 85° C erwärmt. Die Seide wird dann aus dem Kessel herausgenommen, mit eiskaltem, luftgesättigtem Wasser ausgespült und sodann getrocknet, bei 8o bis ioo° C.
- Beispiel 2 Eine Hohlseide mit dem scheinbaren spezifischen Gewicht von 1,4 bis 1,5 wird in eine i5°%oige Natriumkarbonatlösung getaucht. Die so durchtränkte Seide wird mit 30Jaiger Essigsäure behandelt, welche vorteilhafterweise mit Luft- und Kohlensäuregas gesättigt sein soll. Beispiel 3 Fertiggestellte und getrocknete Viskosehohlseide mit dem scheinbaren spezifischen Gewicht 1,43 wird bei 3o bis .4o' in ein schwach salzsaures Bad getaucht, welches pro Liter etwa 1111... Molekül, d. i. etwa o,=5 g Diazobenzolchlorid enthält. Nach einigen Minuten steigen die Stränge in der Flüssigkeit auf. :Ulan nimmt die Stränge heraus, läßt sie bis auf Raumtemperatur abkühlen und wäscht dann in. kaltem, luftgesättigtem Wasser. Nötigenfalls kann man nach dem Waschen eine Behandlung mit Natriumhydrosulfit und eine Bleichbehandlung nachfolgen lassen, um jede Störung des späteren Färbeprozesses sicher zu vermeiden. Dabei ist nur darauf zu achten, daß die verwendeten Bäder immer möglichst mit Luft oder mit einem anderen inerten Gase gesättigt sind, Das Trocknen erfolgt in den üblichen Apparaten, vorzugsweise bei Temperaturen über 7o°. Das spezifische Gewicht kann auf diese Weise z. B. auf 0,94 herabgesetzt werden. Die Seide wird dann in luft- oder kohlensäuregesättigtem Wasser gewaschen und getrocknet.
- Es scheint vorteilhaft zu sein, das Trocknen des Fadens bei ziemlich hoher Temperatur .in geschlossenen Trockenräumen, bei 7o bis ioo°, insbesondere bei 8o bis ioo°, vorzunehmen.
- Das Verfahren erlaubt, die scheinbare. Dichte eines Hohlfadens ganz bedeutend zu erniedrigen. Ein Faden mit dem spezifischen Gewicht von 1,45 vor der Behandlung kann nachher eine Dichte von i,o oder weniger besitzen. Das Verfahren läßt sich unmittelbar an den Herstellungsprozeß der Hohlseide anschließen. Die Behandlung kann aber auch erst später, z. B. am fertigen Strang, erfolgen oder sogar erst am endgültigen Erzeugnis, z. B, an Strümpfen, Geweben, Kleidern u. dgl., oder während des Färbens.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: _. Verfahren zur Erhöhung des Luftgehaltes hohler künstlicher Textilfäden, dadurch gekennzeichnet, da.ß die fertigen Fäden durch eine im Innern der Fäden erzeugte Gasentwicklung aufgebläht werden, beispielsweise in der Weise, daß a) die hohlen Fäden in eine die Fasermasse durchdringende Flüssigkeit eingetaucht werden, in der sodann auf chemischen oder physikalischen Wegen Gase entwickelt werden, b) die hohlen Fäden in kaltes, gasreiches Wasser getaucht werden, worauf das Wasser mit den Fäden erwärmt wird, c) die hohlen Fäden in ein Bad getaucht werden und nach der Tränkung in ein zweites Bad von Flüssigkeiten gebracht werden, welche durch Aufeinanderwirken innerhalb und außerhalb des Fadens eine starke Gasentwicklung hervorrufen, d) die hohlen Fäden in eine Flüssigkeit gebracht werden, in welcher eine gelöste oder suspendierte, bei Berührung mit der Flüssigkeit unbeständige Verbindung unter Gasentwicklung sich zersetzt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgeblähten, noch finit der Behandlungsflüssigkeit benetzten Fasern vor dem Trocknen mit gas- oder luftgesättigtem, vorzugsweise kaltem Wasser nachgewaschen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA52344D DE521055C (de) | 1927-10-30 | 1927-10-30 | Verfahren zur Erhoehung des Luftgehaltes hohler kuenstlicher Textilfaeden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA52344D DE521055C (de) | 1927-10-30 | 1927-10-30 | Verfahren zur Erhoehung des Luftgehaltes hohler kuenstlicher Textilfaeden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE521055C true DE521055C (de) | 1931-03-17 |
Family
ID=6938430
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA52344D Expired DE521055C (de) | 1927-10-30 | 1927-10-30 | Verfahren zur Erhoehung des Luftgehaltes hohler kuenstlicher Textilfaeden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE521055C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE751161C (de) * | 1936-03-24 | 1951-08-16 | Glanzstoff Ag | Verfahren zum Kraeuseln von Zellwolle |
| DE956399C (de) * | 1948-04-08 | 1957-10-17 | Feldmuehle A G | Verfahren zur Herstellung von mit Hohlraeumen durchsetzten kuenstlichen Fasern, Folien u. dgl. Formgebilden |
-
1927
- 1927-10-30 DE DEA52344D patent/DE521055C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE751161C (de) * | 1936-03-24 | 1951-08-16 | Glanzstoff Ag | Verfahren zum Kraeuseln von Zellwolle |
| DE956399C (de) * | 1948-04-08 | 1957-10-17 | Feldmuehle A G | Verfahren zur Herstellung von mit Hohlraeumen durchsetzten kuenstlichen Fasern, Folien u. dgl. Formgebilden |
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