DE521114C - Brennstoffeinspritzvorrichtung fuer Verbrennungsmotoren - Google Patents

Brennstoffeinspritzvorrichtung fuer Verbrennungsmotoren

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DE521114C DEH112172D DEH0112172D DE521114C DE 521114 C DE521114 C DE 521114C DE H112172 D DEH112172 D DE H112172D DE H0112172 D DEH0112172 D DE H0112172D DE 521114 C DE521114 C DE 521114C
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Description

  • Brennstoffeinspritzvorrichtung für Verbrennungsmotoren Die Erfindung betrifft eine Einspritzvorrichtung für Verbrennungsmotoren mit Einspritzung durch Pumpendruck und mit Rückströmregelung durch Öffnen des Saugventils während des Endteiles des Pumpendruckhubes mittels einer mechanischen Steuerung.
  • Bei den bekannten Vorrichtungen für Motoren dieser Art, wo die Brennstoffpumpenbewegung gesteuert ist und ein selbsttätiges Einspritzventil benutzt wird, ist die Brennstoffpumpe mit einem federbelasteten Saugventil versehen, das sich während des Saughubs zufolge der Saugung öffnet und dein Brennstoff erlaubt, vom Saugeraum in den Pumpenraum zu passieren, sowie mit einem federbelasteten Druckventil, das den Brennstoff verhindert, von der Druckleitung in den Pumpenraum zurückzutreten, und in der Druckleitung einen konstanten Druck aufrechterhält. Der Hubraum der Pumpe ist ferner reichlich größer, als es der für .die einzelne Einspritzdauer notwendigen Brennstoffmenge entspricht; die nötige Brennstoffmenge wird dadurch abgemessen, daß ein gesteuertes Überlaufventil, das während des Druckhubs einen den Saugraum mit dem Druckraum verbindenden Kanal absperrt, sich während des letzten Teiles des Druckhubes gegen den Druck öffnet und die überflüssige Brennstoffmenge in den Saugraum zurückströmen läßt.
  • Es ist ferner bekannt, in Verbindung mit dem federbelasteten Saugventil eine Steuerung anzuordnen, ,durch welche das Saugventil ,gegen den Druck geöffnet werden kann, so daß die Einspritzdauer unterbrochen wird, indem der letzte Teil der durch den Hubraum der Pumpe bestimmten Brennstoffmenge in den Saugraum zurückgedrückt wird. Es ist indessen mit bedeutenden Mängeln verknüpft. ein Überlauf- oder Saugventil gegen den Druck zu öffnen, weil diese Ventile immer eine verhältnismäßig große Oberfläche haben., so daß die Rückwirkung auf die Steuerung und die Regelvorrichtung groß wird.
  • Bei den bekannten Brenn:stoffpuinpenv orrichtungen stammen die am meisten vorkommenden Mängel, die oft Betriebsstockungen mitführen, von den Saug- und Druckventilen, indem diese leicht als Sammelstellen für Unreinheiten des Brennöls wirken, wodurch sie außer Tätigkeit gesetzt oder die dichtenden Flächen abgenutzt werden, so daß die Ventile undicht werden und deshalb häufig nachgeschliffen werden müssen.
  • Bei Einspritzvorrichtungen der erwähnten Art kann es vorkommen, daß die Strahllöcher der Einspritzdüse zugestopft werden, wodurch der Druck in der Einspritzvorrichtung so stark steigen kann, daß Brüche entstehen. Gegen diese Gefahr kann man sich durch ein federbelastetes Sicherheitsventil sichern. Aber die Anbringung eines solchen in der Vorrichtung vergrößert die Gefahr des Undichtwerdens und der Anhäufung von Unreinheiten.
  • Man hat versucht, die erwähnten Mängel dadurch zu verkleinern, daß man an Stelle eines einzelnen Saugventils und eines einzelnen Druckventils zwei reihenverbundene Ventile jeder Art anwendet, damit jedes einzelne Ventil gegen eine Undichtheit beim anderen Ventil desselben Paares gesichert sein sollte. Die Verdoppelung der Ventile macht aber die Vorrichtung umständlicher und beseitigt die Mängel nicht vollständig.
  • Die vorliegende Erfindung hilft den erwähnten Mängeln ab. Sie besteht :darin, daß das federbelastete Saug- und Rückstromventil sich nach außen öffnet und während des Saughubes von der Steuerung entgegen dem Federdruck offen gehalten, während der Einspritzdauer dagegen durch den Feder-,-,'ruck gegen den Pumpendruck geschlossen gehalten wird, so daß, wenn die Einspritzung durch Wiederöffnen des Ventils unterbrochen wird, das Ventil sich in derselben Richtung öffnet, in welcher der Pumpendruck wirkt.
  • Dabei kann das Saug- und Rückströmventil in an sich bekannter Weise durch eine Nockenscheibe mit besonderer Antriebswelle gesteuert werden.
  • Ferner kann eine derartige Kurvenform und gegenseitige Einstellung des Ventilnockens und des Pumpennockens vorgesehen sein, daß das vor dem Ende des Druckhubes der Brennstoffpumpe zur Unterbrechung der Einspritzung geöffnete Ventil während einer an das Druckhubende sich anschließenden Stillstandszeit des Pumpenkolbens in der oberen Totlage, ferner während des darauffolgenden Saughubes und auch noch während des ersten Teiles einer auf den Saughub folgenden zweiten Stillstandszeit des Pumpenkolbens in der unteren Totlage offen gehalten wird.
  • Endlich kann die das Saug- und Rückströmventil steuernde Nockenscheibe auf ihrer Steuerwelle von Hand oder mittels eines selbsttätigen Reglers verdreht werden, so daß der die Einspritzdauer und Einspritzmenge bestimmende Zeitpunkt der Ventilöffnung verändert werden kann, während der Zeitpunktdes Ventilschlusses bei Verdrehung des Nockens nur innerhalb der Stillstandszeit des Pumpenkolbens in der unteren Totlage verschoben wird. Die Erfindung ist auf der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht.
  • Abb. i stellt das Pumpengehäuse im Querschnitt dar.
  • Abb.2 ist ein Schaubild zur Kennzeichnung der Bewegung des Ventils 6 zu den Perioden des Pumpenkolbens.
  • Abb. 3 ist die Ansicht eines Reglers.
  • i bezeichnet das Pumpengehäuse, 2 den Pumpenkolben, 3 eine Feder, die bestrebt ist, den Pumpenkolben nach außen zu bewegen, .4 den Pumpenraum, 5 die Saugleitung, 6 ein Überlaufv entil gemäß der Erfindung, 7 eine Belastungsfeder, die das Überlaufventil. geschlossen hält, 8 einen Steuerhebel des Überlaufventils, das von der Steuerwelle aus mittels einer Daumenscheibe g und einer am Hebel 8 gelagerten Rolle 17 bewegt wird. i i ist die zu dem mit einer Feder 18 versehenen Einspritzventil 12 führende Diuckleitung, 13 der Pumpenhebel, der durch eine Rolle 16 von einer Daumenscheibe 14 auf der Welle 15 bewegt wird, die die Steuerwelle der Pumpenbewegung bildet. Die Weile 15 kann dieselbe wie die Welle io sein.
  • Die Pumpenvorrichtung wirkt wie folgt: Da der Hubraum der Pumpe reichlich bemessen ist, spritzt der Pumpenkolben, wenn er vom Pumpenhebel 13 nach innen bewegt wird, nur einen Teil der dem Hubraum entsprechenden Brennstoffmenge in den Motorzylinder durch die Druckleitung i i und das Ventil 12, während die überschüssige Brennstoffmenge durch das überlaufventil6 während des letzten Teils des Pumpenhubs in die Saugleitung 5 zurücktritt.
  • Die Steuerwellen fo und 15 können, wie gesagt, identisch sein oder auf eine solche Weise bewegt werden, daß die Steuerung des Überlaufv entils in demselben Takt wie die des Pumpenkolbens geschieht. Zwischen Saug- und Druckhub hat der Pumpenkolben eine Stillstandszeit, während welcher die Rolle 16 des Pumpenhebels auf dem runden Teil der Daumenscheibe 1:1 läuft. In dieser Periode schließt sich das Überlaufventil6, das während des Saughubes dadurch offen gehalten wurde, daß die Rolle i 7 des Hebels 8 auf dein erhöhten Teil der Daumenscheibe lief, indem die Feder 7 den Schluß bewirkt, sobald die Rolle 17 auf den runden Teil der Daumenscheibe g gelangt. Während des darauffolgenden ersten Teils des Druckhubes, d. h. während der eigentlichen Einspritzdauer, hält der Druck der Feder ständig das Überlaufventil 6 geschlossen, das erst während des letzten Teils des Druckhubes :geöffnet wird, wenn nämlich die Rolle i7 wieder auf den erhöhten Teil der Daumenscheibe 9 gelangt. Dadurch wird die Einspritzdauer abgeschlossen, indem der Druck im System sinkt. Das Brennstoffventil 12 schließt sich unter dem Druck der Feder 18, während das überschüssige Brennöl in die Saugleitung zurückgedrückt wird.
  • Durch Abb.2 ist veranschaulicht, wie die Bewegung des Pumpenkolbens im Verhältnis zu den Arbeitszeiten stattfindet, in welchen das Ventil 6 offen oder geschlossen ist. Der erste Teil der Kurve nach Abb.2 gibt den Druckhub des Kolbens an, der von dem ersten, schroff aufsteigenden Teil des Daumens id.a der Daumenscheibe 1d. bewirkt wird. Während des ersten Teiles dieses Pumpendruckhübes ist das Ventil 6 geschlossen, so daß die Brennstoffeinspritzung stattfindet. Eine Strecke weiter im Druckhube öffnet sich das Ventil, nämlich zu einem Zeitpunkte zwischen den beiden Lagen I und II, aus welchen die dem späteren Zeitpunkt entsprechende Lage I für Höchstbelastung der Maschine gilt, wo man also die längstmögliche Einspritzdauer hat, während die Lage II der Mindestbelastung entspricht, d. h. der kleinstmöglichen Einspritzdauer. Nach Vollendung des Druckhubes steht der Pumpenkolben während einer kürzeren Arbeitszeit still, einer kreisrunden Strecke des Daumens entsprechend, und darauf beginnt der Saughub der Pumpe, dem letzten, sanft abnehmenden Teil des Daumens id.a entsprechend. Der Daumen 9a der Daumenscheibe 9 hat eine solche Länge, daß er das Ventil 6 offen hält, bis jedenfalls der Saughub der Pumpe beendet ist, aber übrigens auch eine Zeitlang hiernach, die von der Einstellung der Daumenscheibe g auf der Welle io abhängt, d. h. von der Belastung der Maschine abhängig ist. Das Ventil 6 ist darauf geschlossen während des Restes der Aibeitszeit (d. h. dem außerhalb des Daumens 1.4a liegenden kreisrunden Teil der Daumenscheibe 14 entsprechend), in der der Pumpen-1colben in seiner unteren Totpunktlage stillsteht, und - wie oben erwähnt - während des ersten (veränderlichen) Teiles des Druckhubes der Pumpe.
  • Der Zeitpunkt der Unterbrechung der Einspritzdauer kann :durch eine geeignete Regelungsvorrichtung eingestellt werden, indem z. B. die auf der Zeichnung dargestellte Daumenscheibe 9 derart in Gelenkverbindung mit -dem Schwingkörper eines Achsenreglef s oder mit einem Handregler sein kann, daß der Daumenscheibe eine Winkeldrehung im Verhältnis zur Steuerwelle io gegeben werden kann. Je nach der Größe der vorgenominenenWinkeldrehung trifft die Rolle i j den Daumen früher oder später, und dementsprechend wird das Überlaufventil6 früher bzw. später geöffnet. Zufolge der Winkeldrehung wird ebenfalls das Überlaufventil früher bzw. später geschlossen, aber der Zeitpunkt hierfür ist belanglos, weil die Stillstandszeit des Pumpenkolbens 2 zwischen Saug- und Druckhub lang genug gemacht werden kann, um den Schluß des Überlaufventils jedenfalls immer nach dem Aufhören des Saughubes stattfinden zu lassen.
  • In Abb. 3 ist schematisch ein Regler angegeben, der ein als Winkelhebel geformtes Schwunggewicht s besitzt, das an einem Arm a drehbar aufgehängt ist, dessen Nabe n auf der Welle io der Daumenscheibe 9 festgekeilt ist. Das Gewicht s steht unter dem Einfluß einer nicht dargestellten Feder o. dgl., die bestrebt ist, es gegen die Welle io zu halten, wie die mit voll ausgezogenen Linien gezeigte Lage angibt. Durch einen Lenker i ist das kurze Hebelende des Schwunggewichtes s finit einem Zapfen t auf der Daumenscheibe 9 verbunden. Die genannte Lage des Schwunggewichtess und .derDaumenscheibe9, die auf der Zeichnung durch die mit I bezeichneten Linien angegeben ist, entspricht der Höchstbelastung der Maschine, d. h. der längstmöglichen Einspritzdauer, indem der Daumen 9a, wenn die Daumenscheibe 9 in der durch den Pfeil t angegebenen Richting gedreht ist, die Daumenrolle i j möglichst spät treffen wird und also das Ventil möglichst spät öffnet. In entsprechender Weise geben die mit II bezeichneten Linien die Lage der Daumenscheibe und des Schwunggewichtes s an (mit punktierten Linien gezeigt), die der Mindestbelastung der Maschine entspricht (d. h. :der kürzesten Einspritzdauer).
  • In Abb. i bezeichnen K, und KID die Kurbelstellungen für die größte bzw. kleinste Belastung.
  • Die Erfindung ist nicht an die dargestellte und beschriebene Bauart gebunden, sondern kann verschiedentlich ausgeführt werden, ohne daß man von ihren Grundgedanken abweicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Brennstoffeinspritzvorrichtung für Verbrennungsmotoren mit Einspritzung durch Pumpendruck und mit Rückströmregelung durch Öffnen des Saugventils während des Endteiles des Pumpendruckhubes mittels einer mechanischen Steuerung, dadurch gekennzeichnet, daß das federbelastete Saug- und Rückströmventil (6) sich nach außen öffnet und während des Saughubes von der Steuerung entgegen .dem Federdruck offen gehalten, während derEinspritzdauerdagegen durch den Federdruck gegen den Pumpendruck geschlossen gehalten wird, so daß, wenn die Einspritzung durch Wiederöffnen des Ventils unterbrochen wind, das Ventil (6) sich in derselben Richtung öffnet, in welcher der Pumpendruck wirkt. z. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, daß das Saug- und Rückströmventil (6) in an sich bekannter Weise durch eine Nockenscheibe (9) mit besonderer Antriebswelle (io) gesteuert wird. 3. Brennstoffeinspritzv orrichtung nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch eine derartige Kurvenform und gegenseitige Einstellung des Ventilnockens (9) und des Pumpennockens (1q.), daß das vor .dem Ende des Druckhubes der Brennstoffpumpe zur Unterbrechung der Einspritzung geöffnete Ventil (6) während einer an das Druckhubende sich anschließenden Stillstandszeit des Pumpenkolbens in der oberen Totlage, ferner während des darauffolgenden Saughubes und auch noch während des ersten Teils einer auf den Saughub folgenden zweiten Stillstandszeit des Pumpenkolbens in der unteren Totlage offen gehalten wird (Abb. 2). q.. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die das Saug- und Rückströmventil (6) steuernde Nockenscheibe (9) auf ihrer Steuerwelle (io) von Hand oder -mittels eines selbsttätigen Reglers verdreht werden kann, so daß der die Einspritzdauer und Einspritzmenge bestimmende Zeitpunkt der Ventilöffnung verändert werden kann, während der Zeitpunkt des Ventilschlusses bei Verdrehung des Nockens nur innerhalb der Stillstandszeit des Pumpenkolbens in der unteren Totlage verschoben wird (Abb.2 und 3).
DEH112172D 1927-05-09 1927-07-14 Brennstoffeinspritzvorrichtung fuer Verbrennungsmotoren Expired DE521114C (de)

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