DE521282C - Antrieb fuer Kuehl- oder sonstige Hilfsanlagen bei Eisenbahnfahrzeugen - Google Patents
Antrieb fuer Kuehl- oder sonstige Hilfsanlagen bei EisenbahnfahrzeugenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D27/00—Heating, cooling, ventilating, or air-conditioning
- B61D27/0072—Means for cooling only
- B61D27/0081—Means for cooling only of wagons for transporting refrigerated goods
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Air-Conditioning For Vehicles (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Antrieb für Kühl- oder sonstige Hilfsanlagen bei Eisenbahnfahrzeugen
mit unmittelbarem Achsenantrieb während der Fahrt und zeitweiligem Antrieb von einer Kraftquelle aus, beispielsweise
einem Elektromotor. Die Aufgabe besteht darin, von einer Wagenachse mechanisch während der Fahrt des Wagens die Anlage
anzutreiben, aber für Stillstandszeiten über einen Hilfsmotor (elektrisch) den Antrieb
zu ermöglichen und dabei selbsttätige Umschaltung herbeizuführen.
Bei bekannten Anlagen wurde während der Wagenbewegung ein elektrischer Stromerzeuger
in Betrieb gesetzt, der seinerseits auf einen Motor arbeitete, welcher die Kühlanlage
antreibt. Hierbei wird der Elektromotor während Stillstandszeiten des Wagens durch Batteriestrom gespeist, und die Umso
schaltung auf die Hilfsbatterie oder den Sammler geht selbsttätig vor sich. Bei allen
diesen Anlagen ist der Antrieb des Verdichters elektrisch.
Die Erfindung geht von der Grundlage aus, daß der Verdichter unmittelbar von einer
Achse, also mechanisch angetrieben wird, wobei natürlich Übertragungsmittel vorhanden
sein können. Eine derartige Ausbildung ist für den Rauhbetrieb einer Eisenbahnanlage
bedeutend geeigneter als die verwickelte elektrische Einrichtung, die zudem auch wegen
des Stromerzeugers und der Batterie recht teuer wird.
Erfindungsgemäß sind an sich bekannte, geschwindigkeitsempfindliche Kupplungen in
den entsprechenden Treibverbindungen zwischen der Achse und der Anlage sowie zwischen
der anderen Kraftquelle und der Anlage angeordnet, so daß die Kupplungen die zugehörigen Antriebsverbindungen selbsttätig
wechselweise bei bestimmten Achsen oder Motorgeschwindigkeiten ein- und ausschalten.
Führt man den elektrischen Motorantrieb an Haltestellenkontakten u. dgl. anschaltbar
aus, so wird der elektrische Treibmotor mit 4-5 einem in an sich bekannten Relaisanlasser
versehen, dessen Wirkung selbsttätig einsetzt, sobald der Anlasser mit den Hauptleitungen
verbunden und diese Verbindung beispielsweise durch einen einfachen Anschlagstöpsel
mit 4 oder 5 Kontaktstiften hergestellt ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht,
Fig. 2 den Grundriß, Fig. 3 eine Endansioht,
Fig. 4 die Schaltanlage.
Die verschiedenen Teile der Anlage sitzen unten am Unterrahmen 1 des Wagens. Der
Achsenantrieb geht von einer Fahrzeugachse
über ein Schneckenradgetriebe und über ein nicht dargestelltes Universalgelenk auf eine
Treibwelle 2, die in einem zweiten Universalgelenk 3 endet. Von dort geht der Achsenantrieb
über einen Geschwindigkeitsgetriebekasten 4, der die Geschwindigkeit auf die Geschwindigkeit
des Verdichters bringt, auf eine Welle 5, die die Ausdehnungsteile der
in einem Gehäuse 6 sitzenden Schleuderkupplung trägt. Das Gehäuse 6 ist durch eine
Welle 7 unmittelbar mit dem Verdichter 8 verbunden. Der Antrieb kann auf den Getriebekasten
4 auch durch eine Kette, einen Riemen o. dgl. übertragen werden. '5 Die Welle 9 des Elektromotors 10 sitzt seitlich
vom Getriebekasten 4 (Fig. 2) und trägt die Ausdehnungsteile der innerhalb des Gehäuses
11 befindlichen Schleuderkupplung. Geschwindigkeitsempfindliche Schleuderkupplungen,
die in Verbindung mit Räderantrieb verwendbar sind, sind bekannt.
Die Gehäuse 6 und 11 der beiden Kupplungen
sind durch eine in Kettenräder auf den Gehäusen eingreifende Treibkette 12 verbunden.
Statt deren könnte auch eine Welle, ein Riemen oder eine sonstige derartige Treibvefbindung
benutzt werden.
Die Kupplung 5, 6 tritt in Wirkung und verbindet den Verdichter 8 mit dem Achsenantriebe,
wenn sich das Fahrzeug mit einer bestimmten Geschwindigkeit bewegt, bei der es beispielsweise den Verdichter mit etwa
75 % seiner vollen, vorher bestimmten Geschwindigkeit antreibt. Fällt die Achsengeschwindigkeit
unter einen vorher festgelegten Wert, so schaltet die Kupplung aus und trennt
den Verdichter von dem Achsenantrieb'2. In
ähnlicher Weise ist die Kupplung 9, 11 in der Lage, den Motor 10 mit dem Verdichter 8 zu
verbinden, wenn der Motor 10 nach dem Anlassen eine vorher festgelegte Geschwindigkeit,
etwa 75 °/0 der normalen Vollgeschwindigkeit,
erreicht, wobei der genaue Wert unwesentlich ist. Wird der Motor 10 abgestellt,
50 schaltet die Kupplung 9, 11 ab und trennt
den Verdichter 8 von dem Motor 10.
Um die Anlage als Ganzes so selbsttätig wie möglich zu machen, kann der Elektromotor
10 (s. Fig. 4) mit einem Vieifachstufenkontaktanlasser 13 von üblicher Bauart
verbunden sein, der durch einfaches Einstöpseln eines Anschlußkontaktes mit zwei oder
fünf Kontaktstiften in einen zugehörigen Sockel 15 arbeitsfähig wird. Bei einem Anlasser
dieser Art stellen zwei Hauptkontaktstifte 16 des Stöpsels 14, wenn dieser in eine
stromführende Fassung 15 eingesteckt wird, Verbindung zwischen den Hauptleitungen
der äußeren Stromquelle und dem Anlasser 13 her, während zwei kleinere Stifte 17 beim
Einstecken einen Relaisstromkreis schließen, durch den der Anlasser 13 den Motor i.q in
Gang setzt. Ein fünfter und größerer Stift 18 kann vorgesehen sein, um den das Gerät
tragenden Rahmen zu erden.
Der Relaisstramkreis kann indessen auch
einer Unterüberwachung durch einen in der Kühlanlage vorgesehenen Thermostat unterliegen,
wodurch der Elektromotor 10, nachdem er einmal mit der Hauptleitung verbunden
ist, angelassen und abgestellt wird, und zwar abhängig von Temperaturänderungen in
der Kühlanlage. Es können auch Temperaturüberwachanlagen für den Verdichterbetrieb
ohne die eben beschriebene besondere Anlaßeinrichtung verwendet werden.
Die Anlage arbeitet wie folgt. Steht beispielsweise das Fahrzeug auf einem Nebengleis
und soll es vor einer Reise oder während des Beladens vorgekühlt werden, so läßt man
den Elektromotor 10 einfach dadurch an, daß man den Stecker 14 in eine Fassung 15 steckt,
von der eine Anzahl an Güterlagern, Haltestellen usw. vorgesehen ist. Hat dann der
Motor 10 die bestimmte Geschwindigkeit erreicht, so vermittelt die ihm zugehörige
Kupplung 9, 11 den Antrieb zu dem Verdichter
8. Die Kühlung beginnt und setzt sich, falls nicht Temperaturüberwachungsvorrichtungeii
eingreifen, fort, bis der Stecker 14 zur Unterbrechung der elektrischen Versorgung
herausgezogen wird.
Der Antrieb 2 von der Achse her bleibt durch die andere Kupplung 5, 6 selbsttätig
während der Zeit unterbrochen, in der die Möglichkeit für den Lauf des Elektromotors
besteht.
Soll das Fahrzeug bewegt werden, beispielsweise wenn der Zug abfahren soll, so
braucht man nur den Stecker 14 herauszuziehen, und es läuft der Motor 10 aus, die
mit ihm verbundene Kupplung 9, 11 öffnet sich und hebt den Antrieb zu dem Verdichter
8 auf. Erreicht dann der Zug die Geschwindigkeit, die für das Eingreifen der
anderen Kupplung 5, 6 ausreicht, so wird der Verdichter 8 mit dem Antrieb 2 von der
Wagenachse aus verbunden. Die Kühlung setzt sich dann fort, und zwar kann sie der
Einwirkung irgendeiner beliebigen selb.sttätigen oder sonstigen Unterüberwachung unterliegen,
solange die Zuggeschwindigkeit diejenige übersteigt, bei der die Kupplung 5, 6
auskuppelt.
Bei diesen Vorgängen bedarf es keiner sachverständigen Überwachung für den Antrieb
oder für den Wechsel zwischen Achsenantrieb oder elektrischem Antrieb, die einzige Tätigkeit liegt in dem Einstecken oder
Herausziehen des Anlasserstöpsels 14. Weiter
läuft auch nicht der Elektromotor 10 leer, während der Verdichter 8 von der Achse her
angetrieben wird, es tritt somit keine unnötige Abnutzung insonderheit der Bürsten,
des Kommutators und der Lager ein. Es besteht keine Arbeitsverbindung zwischen dem
Verdichter 8 und dem Motor io, durch die ein Antrieb auf diesen während des Antriebs von
der Achse her übertragen werden könnte.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Antrieb für Kühl- oder sonstige Hilfsanlagen bei Eisenbahnfahrzeugen mit unmittelbarem Achsenantrieb während der Fahrt und zeitweiligem Antrieb von einer fremden Kraftquelle--aus, beispielsweise einem Elektromotor, dadurch gekennzeichnet, daß an sich bekannte geschwindigkeitsempftndliche Kupplungen (5,6 oder g, ii) in den entsprechenden Treibverbindungen zwischen der Achse und der Anlage sowie zwischen der anderen Kraftquelle (Ίο) und der Anlage an- - geordnet sind, so daß die Kupplungen (5,6 oder 9, 11) die zugehörigen Antriebsverbindungen selbsttätig wechselweise bei bestimmten Achsen- oder Motorgeschwindigkeiten ein- und ausschalten.
- 2. Antrieb nach Anspruch 1 mit Anschaltbarkeit des elektrischen Motorantriebes an Haltestellenkontakten u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Treibmotor (10) mit einem an sich bekannten Relaisanlasser (13) versehen ist, dessen Wirkung selbsttätig einsetzt, sobald der Anlasser (13) mit den Hauptleitungen verbunden und diese Verbindung beispielsweise durch einen einfachen Anschlußstöpsel (14) mit vier oder fünf Kontaktstiften (16, 17, 18) hergestellt ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1518829A GB333580A (en) | 1929-05-15 | 1929-05-15 | Improvements in and connected with the driving of auxiliary apparatus, such as refrigerating plant, on railway vehicles |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE521282C true DE521282C (de) | 1931-03-19 |
Family
ID=41092168
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930521282D Expired DE521282C (de) | 1929-05-15 | 1930-05-01 | Antrieb fuer Kuehl- oder sonstige Hilfsanlagen bei Eisenbahnfahrzeugen |
Country Status (4)
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| GB (1) | GB333580A (de) |
| NL (1) | NL26226C (de) |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| US2573011A (en) * | 1946-11-29 | 1951-10-30 | Presto Recording Corp | Plural motor turntable drive |
-
1929
- 1929-05-15 GB GB1518829A patent/GB333580A/en not_active Expired
-
1930
- 1930-04-28 NL NL51408A patent/NL26226C/xx active
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Also Published As
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| NL26226C (de) | 1932-02-15 |
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| GB333580A (en) | 1930-08-15 |
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