DE521485C - Gewinnung von metallischem Zink und aehnlichen fluechtigen Metallen in liegenden Muffeln - Google Patents

Gewinnung von metallischem Zink und aehnlichen fluechtigen Metallen in liegenden Muffeln

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DE521485C
DE521485C DEB146585D DEB0146585D DE521485C DE 521485 C DE521485 C DE 521485C DE B146585 D DEB146585 D DE B146585D DE B0146585 D DEB0146585 D DE B0146585D DE 521485 C DE521485 C DE 521485C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/04Obtaining zinc by distilling
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
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    • C22B19/06Obtaining zinc by distilling in muffle furnaces

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Description

  • Gewinnung von metallischem Zink und ähnlichen flüchtigen metallen in liegenden Muffeln Metallisches Zink aus Erzen wird hüttenmännisch durch Erhitzen eines Gemisches von Erz und Kohle in gasbeheizten Ofen gewonnen.
  • Da das Metall bei den Reduktionstemperaturen dampfförmig ist und der Zinkdampf wegen der Gefahr sofortiger Oxydation nicht mit den Verbrennungsgasen des Ofens vermengt werden darf, ist es notwendig, das Erz-Kohle-Gemisch in feuerbeständigen Muffeln zu reduzieren, die außen durch die Flamme des Ofens auf hohe Temperaturen erhitzt werden. Diese Muffeln haben flachrundes Profil und dünne Wandstärken und sind zwischen 1,5o und 2 m lang. An einem Ende sind sie geschlossen, am anderen Ende offen. Sie liegen im Ofen in mehreren Reihen übereinander horizontal oder von innen nach außen schwach geneigt, derart, daß das offene Ende sich außerhalb des Ofenheizraumes befindet, wodurch das Einfüllen der Beschikkung und das Entleeren der Beschickungsreste nach der Reduktion ermöglicht wird. Ebenso das Anbringen einer Vorlage, in der die Zinkdämpfe kondensieren.
  • In neuerer Zeit sind statt der horizontal liegenden Muffeln auch senkrecht stehende Muffeln in die Zinkverhüttung eingeführt worden; doch handelt es sich bei vorliegender Erfindung um eine Verbesserung der Zinkgewinnung ausschließlich in liegenden Muffeln.
  • In diese Muffeln wird das Erz-Kohle-Gemisch eingefüllt und bleibt darin während der ganzen Dauer der Reduktion unbewegt und ohne gewälzt und gekrählt zu werden liegen. Da nun sowohl das Erz als auch die Reduktionskohle feinkörnig sind, muß durch besondere Maßnahmen beim Mischen von Kohle und Erz vor dem Einfüllen in die Muffel Sorge getragen werden, daß die in der Muffel ruhende Beschickung ein lockeres, poriges Gefüge hat und für die Zinkdämpfe und Reduktionsgase in allen Teilen gut durchlässig ist, damit diese ohne Widerstand aus der Beschickung heraus nach der Vorlage abziehen können.
  • Dieser Zustand der Beschickung in der Muffel hat nun zur Folge, daß Kohle- und Erzteilchen sich nur mangelhaft berühren, gleichsam nur punktweise, und daß als Reduktionsmittel daher nicht der feste Kohlenstoff auftritt, sondern überwiegend Kohlenmonoxyd. Die Reduktion in der Muffel verläuft also nach folgendem Schema: Zn0 + CO - Zn -;- C0_ CO, + C =:2 CO Es handelt sich in beiden Fällen demnach um sogenannte heterogene Reaktionen, um Reaktionen zwischen gasförmigen und festen Körpern, deren Geschwindigkeit zwar auch mit zunehmender Temperatur wächst, aber lange nicht in dem Maße und mit der Gesetzmäßigkeit, wie bei den sogenannten homogenen Reaktionen zwischen gelösten oder gasförmigen Stoffen. Dies .ist nach den Ergebnissen der diesbezüglichen physikochemischen Forschung so zu erklären, daß bei den Reaktionen in Lösungen oder Gasgemischen die Moleküle frei beweglich sind und sich außerdem bei der Erwärmung in solchen Medien von selbst Strömungen einstellen, die auch ohne mechanische Mittel die Mischung gewährleisten. Bei den heterogenen Reaktionen liegt die freie Beweglichkeit der Moleküle nicht in gleichem Maße vor, und die Reaktion spielt sich nur an der Oberfläche der festen Körper ab. An dieser aber treten kapillare oder Oberflächenkräfte in Form von Sorption.serscheinungen auf: die Reaktionsprodukte haften an den festen Körpern, und diese Haftschichten erschweren den Zutritt neuer reaktionsfähiger Moleküle. Die Reaktionsgeschwindigkeit wird weniger durch das chemische Energiegefälle als durch die Diffusion der Gase an der festen Oberfläche bestimmt. deren Schnelligkeit bekanntlich mit der Temperatur weit weniger zunimmt als der chemische Prozeß an sich. Deshalb spielt für die -Geschwindigkeit solcher heterogener Reaktionen das Vorhandensein eines äußeren Rührwerks, mittels dessen die Oberfläche der festen Körper von den Haftschichten befreit wird, eine bedeutsame Rolle. Man denke nur beispielsweise an die hohen Leistungen des Wälzverfahrens. Für das Verständnis vorliegender Erfindung sind die obigen Darlegungen nötig. Auch in der Muffel des Zinkreduktionsofens absorbiert die Oberfläche der Erz- und Kohleteilchen Gas, das die Oberfläche umhüllt, und es bedarf im Sinne vorstehender Darlegungen eines Rührwerks, um die Hüllen abzuspülen oder wenigstens ihre Dicke zu vermindern.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Muffeln im Ofen rotieren zu lassen; aber das scheitert an den großen technischen Schwierigkeiten.
  • Die vorliegendeErfindung benutzt einen anderen Weg. Sie stellt gewissermaßen eine pneumatische Spülung dar, indem zahlreiche fadendünne Gasströme in die Beschickung während der Erhitzung in der Muffel gedrückt werden, die beim Durchgang durch die porige Masse des Erz-Kohle-G°misches verwirbeln und die Haftschichten um die Körnchen ablösen. Voraussetzung für den Erfolg ist, daß jedes Körnchen von einem Gasfaden getroffen wird. Daher ist das Einblasen eines Gasstromes an einzelnen Stellen hier und dort in der Muffel vollkommen zwecklos, ja sogar schädlich. Das Spülgas rnuß vielmehr als äußerst feine Brause über die ganze Länge der Muffel verteilt in die Beschickung geleitet werden.
  • Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht. In der Fig. z ist a die liegende Muffel, b die Vorlage, c das Erz-Kohle-Gemisch, d ein rohrförmiger Körper aus porösem Material (Schamotte, gefritteter Ouarzsand u. d-1.). Dieses Rohr bedeckt den Boden der Muffel und ist an einem Ende geschlossen, während es mit dem anderen offenen Ende aus der Muffel ein Stück herausragt, um mit der Gasleitung in zweckentsprechender Weise gekuppelt zu werden.
  • Fig.2 stellt einen Ouerschnitt durch das Profil der Muffel in größerem Maßstabe dar, zur besseren Veranschaulichung des Rohres d.
  • Die praktische Betätigung der Erfindung geht folgendermaßen vor sich: Angenommen, die Muffel im Ofen sei leer und stehe zur Füllung mit frischer Beschickung bereit. Zunächst wird dann das Rohr d in die Muffel eingeschoben, bis es die in der Zeichnung angegebene Lage hat. Alsdann wird die in üblicher Weise hergerichtete und angefeuchtete Beschickung in die Muffel eingefüllt und in üblicher Weise die Vorlage eingesetzt und mit der Muffel verkittet; ebenso das aus der 1vluffel heraustretende Rohrende. Letzteres wird sodann-mit einer Gasleitung gekuppelt.
  • Sobald die Beschickung in der glühenden Muffel aufgeheizt ist und die in ihr enthaltene Feuchtigkeit und sonstige Gase ausgetrieben sind, leitet man aus der bis dahin durch ein Ventil verschlossenen Gasleitung einen Gasstrom in das poröse Rohr d. Das Gas tritt gleichmäßig über die Rohroberfläche verteilt in vielen feinen Strahlen in die Beschickung ein. Es wirkt dort in der eingangs geschilderten Weise reaktionsbeschleunigend und verläßt die Muffel mit Zinkdampf beladen, tritt dann in die Vorlage ein, wo der Zinkdampf kondensiert, Das vom Zinkdampf befreite Gas verbrennt in üblicher Weise am offenen Ende der Vorlage. Bekanntlich dient das Aussehen dieser Flamme der Betriebsleitung zur Beurteilung des Reduktionsv organges. Es steht aber nichts im Wege, bei der vorliegenden Erfindung einen Teil des Gases abzufangen und durch das Rohr d der Muffel wieder zuzuführen. Auch kann man das Spiilgas dem Verbrennungsraum des Ofens in geeigneter Weise entnehmen.
  • Ist die Beschickung entzinkt, so wird die Muffel in der bisher üblichen Weise entleert. Wenn das Rohr d zerstört ist, wird es durch ein neues ersetzt.
  • Der technische Fortschritt der Erfindung beruht in folgendem: Infolge der geringen Reduktionsgeschwindigkeit des Erzes in der Muffel nach der bislang ausgeübten Praxis dauert die Entzinkung der verhältnismäßig geringen Muffelfüllung 24. Stunden. Während dieser Zeit ist die Temperatur des Ofens nicht etwa konstant, nämlich gleich (ler Reduktionstemperatür des jeweiligen Erzes, sondern sie muß von Beginn bis zur Beendigung der Reduktion auf Temperaturen gebracht werden, die etwa 500° über der Reduktionstemperatur des Erzes liegen, weil erfahrungsgemäß ohne diese Temperatursteigerung der Prozeß in der Muffel aus den eingangs geschilderten Gründen bald stillstehen würde.
  • Die bisherige Praxis krankt also an dem Widerspruch, daß während der Reduktion zur Erzielung der gesteigerten Temperaturen immer mehr Brennstoff aufgewendet werden muß, obwohl die Menge des zu reduzierenden Zinks in der Muffel dauernd weniger wird. Diesen Mangel beseitigt vorliegende Erfindung. Sie rationalisiert die Zinkgewinnung in liegenden Muffeln entweder durch eine beträchtliche Brennstoffersparnis oder durch eine wesentliche Verkürzung der Ofenschicht, d. h. also, durch eine erhöhte Produktion.
  • Es sei schließlich noch bemerkt, daß die mittels der Einrichtung in die Beschickung eingeführte Gasmenge nicht so groß ist, daß die Kondensation der Zinkdämpfe gestört wird.

Claims (1)

  1. PATE NTANSPRÜCIII3: i. Verfahren zur Gewinnung von metallischem Zink und ähnlichen flüchtigen Metallen aus einem Gemenge von oxydischem Erz und Kohle in liegenden, von außen beheizten Muffeln, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines perforierten oder porösen oder sonstwie gasdurchlässigen Verteilers, dem von außen Spülgas zugeführt wird, zahlreiche über die ganze Länge der Muffel.gleichmäßig verteilte, in Richtung vom waagerechten Boden der Muffel nach oben aufsteig@nd.c@ feine Gasfäden zwecks Beschleunigung der Reduktionsgeschwindigkeit durch die Beschickung geleitet werden. a. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Spülgase durch einen rohrförmigen Verteiler aus porösem oder sonstwie gasdurchlässigem Material, der den Boden der Muffel in .der ganzen Länge bedeckt und auswechselbar ist, eingeleitet werden. IARLIN- GEDRUCKT IN DER REICHSDRÜCKEREI
DEB146585D 1929-11-07 1929-11-07 Gewinnung von metallischem Zink und aehnlichen fluechtigen Metallen in liegenden Muffeln Expired DE521485C (de)

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