DE521499C - Reibungstrommel fuer Seile oder Ketten - Google Patents
Reibungstrommel fuer Seile oder KettenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16H—GEARING
- F16H7/00—Gearings for conveying rotary motion by endless flexible members
- F16H7/04—Gearings for conveying rotary motion by endless flexible members with ropes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Devices For Conveying Motion By Means Of Endless Flexible Members (AREA)
Description
Die im Patent 519863 zur stetigen Verdrängung
der Schuhkettenwindung benutzten, im Treibscheibenumfang parallel zur Achse gelagerten Schnecken sind wohl bau-Hch
die besten Mittel für diesen Zweck, schon weil damit jede Gebundenheit bezüglich der
Zahl der Kettenwindungen entfällt. Bei der hierfür zugrunde gelegten Steuerung dieser
Schnecken durch Übertragungswellen von einem raumfesten Zentralrad aus bestehen jedoch noch insofern Beschränkungen, als bei
einseitiger Anordnung nicht mehr als sechs, bei doppelseitiger Anordnung, die auch baulich
recht verwickelt werden würde, nicht mehr als zwölf Schnecken auf dem Umfang untergebracht werden könnten. Da nun aber
mit Rücksicht auf den zwanglosen Kettenlauf die Zahl der Glieder weit größer sein
muß, so treten, selbst wenn man nur jedes
ao zweite Kettenglied unterstützen will, bei der Seiten Verdrängung der Kettenwindungen
zwischen den einzelnen Schnecken entsprechend starke Ausbauchungen durch Nachschleppen
unter der Reibung ein. Hierdurch
as ist zunächst eine Abweichung von der genauen
Schraubenwindung der Kette und damit des Seiles bedingt, indem eine Art Schlängelung eintritt, und zum andern auch
ein die Verdrängungsarbeit steigerndes Ecken und Würgen.
Man könnte zwar mehr Schnecken über den Umfang verteilt anordnen, indem man
diese mit den von dem mittleren Zentralrad angetriebenen Schnecken irgendwie kinematisch,
z. B. durch einen Zahnkranz oder einen Kettenring, kuppelt, jedoch wird dann die Anordnung
als (mehrfach) übergeschlossenes, d. h. kinematisch überbestimmtes Getriebe noch verwickelter, und es muß jeweils ein
Teil der Schnecken in Hintereinanderschaltung angetrieben werden.
Gemäß der vorliegenden Weiterbildung werden zunächst zur Verhinderung der Ausbauchungen
zwischen den Schnecken diese in einer solchen Zahl auf dem Umfang angebracht, daß immer jedes zweite Kettenglied
mitgenommen wird. Zu ihrer Steuerung werden die auf den Schneckenachsen angeordneten
Drehglieder durch ein um die Treibscheibenwelle drehbares gemeinsames Zentralrad
zusammengefaßt, das unter Abstützung gegen einen außerhalb der Treibmaschinenwelle
im Raum festen Punkt mit Hilfe der Drehglieder die Schnecken in dem Maße dreht, daß jeweilig einer Drehung der
Treibscheibe die Verdrängung der Kette um
die ScbiUhbreite entspricht. Diese Anordnung hat zunächst den Vorzug außerordentlicher
Gedrängtheit, wie andererseits auch sämtliche Schnecken von dem gemeinsamen Zentralrad
in Parallelschaltung, d. h. also unter sich gleichwertig, angetrieben werden.
Eine Ausführungsmöglichkeit für diesen grundsätzlichen Gedanken besteht darin, daß
als solche Drehglieder Ritzel verwendet werden, die mit dem gemeinsamen Zentralrad in
Eingriff stehen, das selbst wiederum durch ein Differentialgetriebe eine entsprechende
Voreilung oder Nacheilung gegenüber der Treibscheibe erhält. Eine zweite Möglichkeit
besteht darin, als solche Drehglieder einfache Kurbeln zu verwenden, die in steter
Parallellage zueinander mit dem gemeinsamen Zentralrad gekuppelt werden, das sich
um einen um das Maß der Kurbellänge zu der Treibscheibenwelle exzentrischen Zapfen
dreht.
Dieser eine Verdrängung der Schuhkette in steter Schrauben windung gewährleistende
Antrieb der Schnecken gestattet eine besondere Ausbildung der Schuhkette in bezug auf
ihre Ausfutterung mit seilschonenden bzw. reibungserhöhenden Stoffen. Bekanntlich
haben sich als beste Treibscheibenausfutterung die trapezförmigen, hochkant nebeneinandergesetzten
Plättchen aus Leder, Vulkanfiber o. dgl. bewährt, die nacheinander in die über den Umfang geschlossene, schwalbenschwanzförmig
unterschnittene Treibscheibe eingesetzt werden. Nun weist im vorliegenden
Fall entsprechend Patent 519 863 infolge der Überführung der Schühkette von der jeweiligen
Ablaufstelle zur Auflaufstelle in einer frei durchhängenden Schleife einerseits und im Hinblick auf die eben beschriebene
Vermeidung der Schlängelung andererseits die schraubenförmig die Treibscheibe umschließende
Kette samt der Rückführungsschleife auf ihren einzelnen Strecken nur geringe Abweichungen in bezug auf die Gestalt
der einzelnen Bogenstücke auf. Es ist hier also möglich, eine solche durch das Profil der
Kettenschuhe und ihren entsprechenden Aneinanderschluß gebildete, schwalbenschwanzförmig
unterschnittene Rille ganz wie eine auf einer üblichen Treibscheibe liegende feste
Rille mit solchen trapezförmigen Futterstücken bis zum Zusammenschluß auszufüllen.
Da fetzt in bezug auf die Biegung im ITnfangssinne nur ganz geringe Abweichungen
vorliegen, die auch mit Rücksicht darauf, daß die Plättchen in ihrer Dicke gleichbleibend
und nicht mit dem Halbmesser wachsend Keilförmig ausgebildet sind, leicht hergegeben
werden, andererseits aber infolge Fortfalles der Schlängelung solche in der Querrichtung
überhaupt entfallen, so bildet die naturgemäß durch die satte Ausfüllung der Rille mit den
Futterstückchen bedingte, mehr oder minder große Steifigkeit unter diesen Umständen kein
Hindernis für den zwanglosen Kettenlauf.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
in Abb. 1 im Aufriß, in Abb. 2 im waagerechten Schnitt wiedergegeben. Die Abb. 3 und 4
zeigen im Aufriß und in Seitenansicht die erwähnte zweite Ausführungsmöglichkeit.
Die Treibscheibe 10 erhält von einem vorgelagerten
Ritzel über den Zahnkranz 43 ihren Antrieb und wird von der Schuhkette ix
umschlungen, die wiederum die schraubenform mige Rille für das Seil 16 bildet. Im Umfang
der Treibscheibe sind die Schnecken 58 gelagert, und zwar in einer derartigen Anzahl,
daß sie jedes zweite Kettenglied erfassen, so daß bei der seitlichen Verdrängung
jede Ausbauchung vermieden ist, da das dazwischenliegende Kettenglied brückenartig
mitgenommen wird. Auf den Wellen sitzen die Stirnritzel 59', die mit dem auf der Treibscheibenwelle
drehbaren, gemeinsamen Zentralrad 75 in Eingriff stehen. Dieses ist mit dem Stirnrad 61 verbunden, das über das ungleiche,
um eine außerhalb der Treibscheibenwelle liegende Achse frei drehbare Stirnradpaar 62 mit dem auf der Treibmaschinenwelle 9«
festen Stirnrade 63 in Eingriff steht. Die Zähnezahlen dieses Differentialgetriebes sind
so gewählt, daß jeweilig mit einer Umdrehung der Treibscheibe auch eine Drehung der hier
zweigängigen Schnecken 58 und damit eine Verschiebung der Kettenwindung um die
Schuhbreite eintritt.
Bei der in den Abb. 3 und 4 dargestellten
Ausführungsform wird als Drehglied die einfachste Form eines solchen, nämlich eine Kur-
bei 76 verwendet, deren Zapfen in eine entsprechende Bohrung des Zentralrades 75' eingreift,
und zwar so, daß alle Kurbeln sich in Parallellage befinden. Das Rad 75' dreht sich
dabei um einen zu der Treibscheiben welle um die Länge der Kurbeln 76 exzentrischen Zapfen
77, der am besten nach Art der bekannten Exzenter ausgebildet ist, das durch entsprechende
Kupplung mit dem Lager gegen Drehung festgehalten wird.
Mit der Drehung der Treibscheibe 10 findet
mit Hilfe der Kurbeln 76 ein Mitschleppen des Zentralrades 75' statt; dadurch erfolgt
mit jeder Umdrehung eine winkelgleiche Drehung der Kurbeln 76 und damit der
Schnecken 58. Die in der Abb. 3 oben und unten, d. h. radial stehenden Kurbeln werden
jeweilig von dem Rade 75' störungsfrei durch diese Totlage hindurchbewegt.
Mit den Kurbeln als Drehglieder und dem exzentrischen Rade als sie zusammenfassendes
Steuergetriebe ist so das einfachste, leine-
matisch auch völlig einwandfreie Gesamtgetriebe bedingt. Mit dem Entfallen der Zahnrädergetriebe
wird auch der Lauf, selbst bei hohen Umdrehungsgeschwindigkeiten, völlig geräuschlos.
Schließlich ist auch für große Treibscheibendurchmesser, wo die Anwendung des
großen Zahnrades 75 auf Schwierigkeiten stoßen, wenn nicht gar unmöglich werden
ίο würde, das Zentralrad 75' in Vorteil, da es
eine einfache, auch nur ganz geringen Beanspruchungen unterworfene Scheibe bildet.
Wesentlich ist dabei auch, daß die in den Kurbeln auftretenden Fliehkräfte sichwechselseitig
verspannen, so daß eine Auswuchtung durch Gegengewichte unnötig erscheint.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Reibungstrommel für Seile oder Ketten zur Förderung bzw. Kraftübertragung nach Patent 519 863, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Umfang verteilten, zweckmäßig jedes zweite Kettenglied erfassenden Verdrängerschnecken (58) unter Vermittlung von auf ihren Achsen sitzenden Drehgliedern mit einem gemeinsamen Zentralrade gekuppelt sind, das unter Abstützung gegen einen außerhalb der Treibmaschinenwelle liegenden, im Raum festen Punkt die sämtlichen Schnecken in Parallelschaltung so antreibt, daß jeweilig mit der Umdrehung der Reibungstrommel die Verschiebung der Kettenschleife um die Schuhbreite erfolgt.
- 2. Reibungstrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnecken (58) durch Stirnräder (59') mit dem auf der Trommel welle drehbaren Stirnrade (75) in Eingriff stehen, das von dem auf der Trommelwelle festen Stirnrade (63) unter Vermittlung eines Stirnräderübersetzungsgetriebes (62, 61) eine entsprechende Voreilung oder Nacheilung gegenüber der Trommel erhält.
- 3. Reibungstrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnekken (58) mit Kurbeln (76) versehen sind, die unter Parallellage untereinander mit ihren Zapfen in Bohrungen des um das Maß der Kurbellänge zu der Trommelwelle exzentrisch drehbaren Rades (75') greifen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO18211D DE521499C (de) | 1929-05-19 | 1929-05-19 | Reibungstrommel fuer Seile oder Ketten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEO18211D DE521499C (de) | 1929-05-19 | 1929-05-19 | Reibungstrommel fuer Seile oder Ketten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE521499C true DE521499C (de) | 1931-03-21 |
Family
ID=7354667
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO18211D Expired DE521499C (de) | 1929-05-19 | 1929-05-19 | Reibungstrommel fuer Seile oder Ketten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE521499C (de) |
-
1929
- 1929-05-19 DE DEO18211D patent/DE521499C/de not_active Expired
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