DE52184C - Selbstthätige Feuerlöscheinrichtung - Google Patents

Selbstthätige Feuerlöscheinrichtung

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DE52184C
DE52184C DENDAT52184D DE52184DC DE52184C DE 52184 C DE52184 C DE 52184C DE NDAT52184 D DENDAT52184 D DE NDAT52184D DE 52184D C DE52184D C DE 52184DC DE 52184 C DE52184 C DE 52184C
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DENDAT52184D
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W. C. SCHAFFER, in Nr. 852 2nd Street, Milwaukee, Visconsin, V. St. A
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    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C35/00Permanently-installed equipment
    • A62C35/58Pipe-line systems
    • A62C35/60Pipe-line systems wet, i.e. containing extinguishing material even when not in use
    • A62C35/605Pipe-line systems wet, i.e. containing extinguishing material even when not in use operating and sounding alarm automatically

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 61: Rettungswesen.
Selbsttätige Feuerlöscheinrichtung.
Die vorliegende Erfindung betrifft' eine selbstthätige Feuerlöscheinrichtung derjenigen Art, welche man an den Decken oder Wänden der Räume anzubringen pflegt, um beim Ausbruch eines Feuers durch die steigende Wärme selbstthätig die Oeffnung einer das Löschmittel in den Raum verbreitenden Leitung zu bewirken; der Apparat ist gekennzeichnet durch eigenartige Vorrichtungen zum Oeffhen der Spritzen, welche das Leitungswasser in dem Raum vertheilen, zur selbsttätigen Abgabe von Alarmzeichen, zur Steuerung des Dampfzuflufsventils und zur Steuerung des Dampfeinlafsventils an den Pumpen, wenn die Rohrleitung direct durch Dampfpumpen mit Druckwasser versorgt wird. Mit diesen Verbesserungen sind noch verschiedene, auf Vervollkommnung der Wirkung abzielende Nebeneinrichtungen in Zusammenhang gebracht.
In den Zeichnungen ist Fig. 1 eine gedrängte Zusammenstellung der in einen elektrischen Stromkreis eingeschlossenen Vorrichtungen des Apparates;
Fig. 2 ein Längenschnitt durch das Zuflufsventil der Leitung und einen belasteten Kolben, welcher den Eintritt von Dampf in die Pumpe regelt;
Fig. 3 eine gedrängte Zusammenstellung der bei offenem Strom in Wirkung zu setzenden Vorrichtungen.
Fig. 4 zeigt die Einrichtung der Spritz- oder Wasservertheilungsvorrichtung für die selbstthätige Löschung in den gefährdeten Räumen;
Fig. 5 eine veränderte Ausführung dieser Vorrichtung.
Fig. 6 und 7 zeigen das Luftventil der Leitung im Durchschnitt.
Fig. 8,9, 10, 11 und 12 sind Einzelansichten zur Erläuterung einer anderen Ausführungsform des Spritz- oder Yertheilungsapparates und
Fig. 14 und 15 zeigen eine weitere Aenderung desselben.
Das Löschmittel, welches der Einfachheit wegen in der Beschreibung als Wasser bezeichnet werden soll, tritt durch das Zufiufsrohr C1 in das Leitungsventil C, geht durch dieses in das~ Hauptleitungsrohr A und von da durch Zweigrohr B an den W'änden oder Decken entlang in die gegen Feuerschaden zu schützenden Räume, in welche es gegebenenfalls durch die Spritz- oder Ausströmungsapparate E vertheilt wird.
Das Ventil C ist zwischen das Zuflufs- und Steigerohr eingeschaltet, und unterhalb desselben ist das Zuflufsrohr zweckmäfsig gegen das Einfrieren geschützt. Das Leitungsrohr A ist mit Luftventil D, das Gehäuse C mit Ablauf F versehen.
Die Leitung soll hier nicht, wie bei anderen selbsttätigen Feuerlöschsystemen zu geschehen pflegt, beständig mit Wasser gefüllt sein, sondern sie ist, so lange, als sie nicht unmittelbar in Wirkung zu treten hat, leer, das Zuflufsventil C und die^ Spritzapparate E sind geschlossen, das Abzugsrohr F und die Luftventile D offen.
Durch die leeren Leitungsrohre A B circulirt demnach im Ruhezustande atmosphärische Luft ohne Druck. Es werden dadurch die Leitungsrohre trocken gehalten und es setzt sich in denselben auch nicht nachträglich durch directe
Zusammendrückung der Luft oder durch Condensation bei der nachfolgenden Abkühlung Feuchtigkeit ab, wie es in solchen Systemen geschieht, wo das Wasser im Zuflufsrohr zurückgehalten wird und die Leitungsrohre mit geprefster Luft gefüllt sind. Auf diese Weise wird ein Einfrieren der Leitung gänzlich verhütet und Rostbildung auf ein Minimum beschränkt, welche nur durch die Berührung mit der Luft entstehen kann.
Das Ventil C und die Spritzvorrichtungen E stehen unter der Wirkung von kleinen Apparaten, sogenannten Thermostaten, welche an oder nahe an den Spritzvorrichtungen E angeordnet sind und unter dem Einflufs der die normalen Grade überschreitenden Temperatur eine Oeffnung des Ventils C und eine selbstthätige Schliefsung des Abzugsrohres F herbeiführen. Das nun durch das Ventil C in das Steigerohr A eintretende Wasser treibt dann die Luft aus den Ventilen D heraus und schliefst " diese Ventile selbsttätig, sobald es sie erreicht, darauf strömt das Wasser unter vollem Druck aus den Spritzvorrichtungen E heraus.
Die Luftventile D sind in Fig. 6 und 7 für sich dargestellt. Fig. 6 zeigt das am oberen Ende des Steigerohres A angebrachte Ventil und Fig. 7 ein solches an den Enden der Zweigrohre B.
Das Ventil, Fig. 6, hat ein verstärktes Bodenstück Z)2, welches eine mit Muttergewinde versehene Muffe Z)3 bildet, in die das obere Ende des Rohres A mit Gewinde eingeschraubt wird. Ueber der Muffe ragt in das Innere des Ventilgehäuses D1 ein kurzer Rohransatz Z)4 hinein, welcher an seinem Ende geschlossen ist, aber durch seitliche Löcher D5 mit dem Innern des Gehäuses Verbindung hat; letzteres bildet einen Dom, in dessen Scheitel, gegenüber dem Ansatz Z)4, eine Oeffnung Z)6 angebracht ist. In dem Gehäuse Z)1 befindet sich eine Ventilkugel Z)7, welche leichter ist als Wasser; im Ruhezustand liegt diese Kugel auf der Schlufsplatte des Ansatzes Z)4; die aus dem Rohr A und durch die seitlichen Oeffhungen Z)5 ausgetriebene Luft geht an der Kugel vorbei und entweicht aus der Oeffnung Z)6, das denselben Weg nehmende Wasser wird jedoch die Schwimmerkugel D 7 heben und gegen die Oeffnung Z)6 drücken, welche dadurch verschlossen wird. Fällt danach das Wasser in der Leitung, so kehrt auch die Kugel wieder in ihre Ruhelage (Fig. 6) zurück und Luft dringt so weit in die Leitung ein, als ,solche vom Wasser freigegeben ist."
Das an den Endpunkten der Zweigrohre B befestigte Ventil Z), Fig. 7, kann ohne Bodenstück mittelst Rohransatzes auf das mit Gewinde versehene Ende des Rohres B aufgeschraubt werden; die Oeffnung Z)6 liegt der Mündung des Rohres gegenüber und die Ventilschwimmerkugel Z)7 liegt in der Ruhestellung in der unteren Höhlung des Gehäuses Z)1; die ausgetriebene Luft streicht frei durch das Gehäuse hindurch, während das Wasser die Kugel hebt und gegen die Ausflufsöffnung Z)6 anpafst. Mit der Oeffnung Z)6 kann eine Pfeife Z)8, Fig. 3, in Verbindung gebracht sein, welche beim Ausblasen der Luft ertönt und ein Alarmsignal giebt.
In Fig. 8, 9, 10, 11 und 12 ist B1 ein vom Zweig- oder Vertheilungsrohr B ausgehender Rohransatz, an welchen sich der Spritzapparat E anschliefst. Die Aufsenmündung des Rohransatzes B1 ist durch eine Kappe Zi1 verschlossen, die sich zu einer Scheibe verbreitert; der Rand dient zur Ausbreitung und .Vertheilung des Wasserstrahles, sobald die Kappe E1 von der Rohrmündung so weit abgehoben ist, dafs das Wasser hindurch kann. Auf das Aufsengewinde des Rohransatzes B1 ist ein Rahmen Zi3 mittelst Muffe E2 aufgeschraubt; ein senkrechter Schaft Ei ruht auf dem waagrechten Bügel des Rahmens' und drückt mit seinem oberen Ende gegen die Kappe. E1.
In einen der senkrechten Arme des Rahmens E3 ist ein Rohr G eingeschraubt, welches sich aufsen zu einer Kammer G1 erweitert. In diesem Rohr liegt ein Kolben G2, dessen hervorstehendes Ende den Schaft E* umfafst. Die Kammer G1 enthält eine Substanz, welche sich bei steigender Temperatur stark ausdehnt und dann den dicht in das Rohr G einpassenden Kolben entsprechend herausschiebt. Dies geschieht mit grofser Kraft, und der Schaft i?4 wird von seinem Stützpunkt heruntergeschoben, worauf die Kappe herabfällt und das Wasser aus dem Rohransatz B1 ausströmt.
Als ausdehnbare Substanz in der Kammer G1 wird zweckmäfsig ein Körper,, verwendet, welcher bei normaler Temperatur der Atmosphäre eine fest_e oder nahezu feste, d. h. nicht dünnflüssige Form annimmt, bei Ueberschreitung gewisser Wärmegrade jedoch das ihn umschliefsende Gefäfs voll ausfüllt und in die von diesem ausgehenden Kanäle unter entsprechendem Druck eindringt. Eine solche leicht flüssig werdende Substanz sind z. B. die festen, durch Wärme leicht schmelzenden Producte von Petroleum.
Unter Anwendung eines solchen Körpers in der Kammer G1 wird ein Mechanismus hergestellt, welcher in gänzlicher Trägheit und Wirkungslosigkeit verharrt, so lange er nicht einer starken Erwärmung ausgesetzt wird.
Der Kolben G2 bleibt vollständig bewegungslos bei zufällig gegen ihn wirkendem Stofs oder Druck; sobald jedoch die feste Substanz in der Kammer erhitzt wird, treibt, sie den Kolben heraus und übt einen so starken Druck aus, dafs der Schaft E4 von seinem Stütz-
punkt abgedrängt wird. Der Druck ist jedoch nicht elastisch, wie z. B. Dampf- oder Gasdruck, sondern seine Nachgiebigkeit ist so gering, dafs er als starr bezeichnet werden kann. Es wird / folglich auf die angegebene Weise eine gleichmäfsig fortschreitende, nicht eine zuckende, unsichere Bewegung erzielt. Bei Erhitzung des Apparates erzeugt jede Steigerung der Wärme die entsprechende Vermehrung der lebendigen Kraft der Substanz, indem deren Volumen in gleichem Verhältnifs zunimmt.
An'den Armen des Rahmens E3 sind nach innen vorspringende Ansätze E5 angeformt, auf welchen die Scheibe E', nachdem ihr die Stütze entzogen ist, liegen bleibt; durch die Scheibe wird das niederströmende Wasser nach allen Seiten hin aus einander gebreitet und vertheilt. ,
An der Kreuzung der unteren, waagrechten Arme des Rahmens Ea ist eine Durchbrechung E6 in einem dieser Arme angebracht', durch welche der aus seiner Lage verdrängte Stützschaft J?4 herausfällt. Um diesen Schaft .auch entfernen zu können, ohne den Kolben G2 aus dem Rohr G herauszubewegen, ist der Schaft E* nicht direct auf dem Armkreuz des Rahmens E3, sondern auf einem Hebel. E7, dessen eines Ende an einem der Arme drehbar ist, während das freie Ende sich an den gegenüberliegenden Arm des Rahmens anlehnt (Fig. i"o, ii und. 12), aufgestützt.
Durch Drehung dieses Hebels E1 wird derselbe "unter dem Stützschaft Ei fortgezogen und letzterer kann nun aus der Oese des Kolbens herausgleiten. Um dann den Schaft is* wieder unter die Kappe E' einzustellen und letztere an die Mündung von B1 anzudrücken, wird erst der Schaft Ei durch das Oehr der Kolbenstange eingeschoben und dann der Hebel E1 unter den Schaft eingerückt.
Der Schaft Ei kann aus zwei Stücken bestehen, welche unter einander durch ein Gelenkstück verbunden sind; das untere Ende kann mit dem Rahmen E3 Gelenkverbindung haben und bildet dann einen Kniehebel. Eine solche Einrichtung ist in Fig. 4 und 5 dargestellt und wird später bei Erklärung dieser Figuren beschrieben.
An dem Rahmen E 8 ist eine Metallzunge H isolirt befestigt und so angeordnet, dafs sie bei der Vorwärtsbewegung des Kolbens G2 Contact bildet; oder die Zunge bildet im Ruhezustand mit dem Kolben G2 Contact und letzterer wird bei der Vorwärtsbewegung des Kolbens unterbrochen.
Der Contact zwischen dem Kolben G2 und der Metallzunge H schliefst den Stromkreis einer Batterie, von der die beiden Poldrähte H1 H'2 ausgehen. An dem Kolben G2 können mehrere Vorsprünge g·2 hinter einander angebracht sein, welche bei der Vorwärtsbewegung des Kolbens hinter einander mit der Zunge H Contact erhalten, während in den Zwischenräumen Stromunterbrechung stattfindet. Durch die Zahl der Contacte oder die Abmessung der Pausen können die Alarmglockenzeichen des in den Stromkreis eingeschlossenen Läutewerkes so gegeben werden, dafs sofort erkennbar ist, z. B. auf einer Centralstation, von welchem Apparat und Raum das durch die Hitze erzeugte Signal ausgeht.
Die Metallzunge H ist gegenüber dem Kolben G2 und dessen Vorsprüngen g 2 so angeordnet, dafs schon bei einem ganz geringen Vorschub des Kolbens Stromschlufs (oder im anderen Falle Stromunterbrechung) stattfindet, während der Stützschaft is4 der Verschlufskappe E1 erst fortgestofsen wird, wenn der Kolben schon eine gröfsere Vorwärtsbewegung zurückgelegt hat. Dies hat den Zweck, dafs sowohl das Alarmsignal gegeben, als auch das Zuflufsventil geöffnet wird, bevor das Löschmittel wirklich zur Anwendung kommt, was besonders bei geringem oder langsam sich entwickelndem Feuer von Nutzen ist. Um die Auslösung der Stütze I?4 noch mehr zu verzögern, kann die diese Stütze umfassende Oese des Kolbens G2 länglich gestaltet sein, so dafs der Druck des Kolbens erst bei weiterem Vorschub auf die Stütze zu wirken beginnt. In manchen Fällen kann durch diese Einrichtung Hülfe herbeigerufen und die Feuersgefahr beseitigt werden, bevor noch das Ergiefsen der Wassermassen zur Noth wendigkeit wird; andererseits mufs das Zuflufsventil immer zuerst geöffnet werden, um die Leitung mit Wasser zu füllen, bevor solches aus den Spritzapparaten E sich ergiefsen kann.
Die Organe (Läutewerk, Ventile, Register u. s. w.), welche in ihrer Wirkung von dem Stromkreis abhängen, werden im Weiteren beschrieben.
Auch kann der Kolben G2 bei seiner Vorwärtsbewegung direct Alarmsignale auf mechanischem Wege hervorrufen.
Bei dem in Fig. 4 und 5 gezeigten Spritzoder Wasservertheilungsapparat wird das die Verschlufskappe des Rohransatzes E1 ersetzende Ventil mittelst eines Kniehebels angeprefst. In Fig. 4 ist dieses Ventil ähnlich wie die Kappe E1 in Fig. 8 gestaltet. Der Rahmen Zs3 kann hier, anstatt aus vier kreuzweise angeordneten Armen, auf zwei senkrechte Arme vereinfacht sein, die unten zweckmäfsig durch einen mit senkrechtem Ausschnitt versehenen Arm Es verbunden sind. In dem Schlitz dieses Armes ist der Drehzapfen des Winkelhebels E9 gelagert. Der obere Arm E9 dieses, Kniehebels ist in Gelenkverbindung Ew mit der Verschlufskappe E1 bezw. mit einem nach unten hin verlängerten Ansatz e1 derselben. Von den Seitentheilen des Rahmens ΕΆ
gehen die Vorsprünge e3 eB nach diesem Ansatz e1 hin und dienen diesem zur Führung.
Der untere Arm des Kniehebels Es hat eine seitliche Ausbiegung e9, 'deren Ende direct über dem freien Ende des in das Rohr G bezw. die Kammer G1 eintretenden Kolbens G2 Hegt.
Wird nun die Kammer G1 mit der ausdehnbaren Substanz einer höheren Erwärmung ausgesetzt, so .steigt der Kolben G2, trifft gegen den Arm e9 des Winkelhebels und hebt dessen unteren Hebelarm E9 empor, wodurch der obere Hebelarm Es den Verschlufs E1 von dem Rohransatz B1 abzieht und das Wasser ausströmen lä'fst. Ist das Feuer gelöscht oder soll der Wasserausflufs abgestellt werden, so wird der Apparat G G1 so weit, als erforderlich, herabgeschraubt und dann der Winkelhebel E9 von Hand niedergedrückt, so dafs der Verschlufs E1 wieder gegen den Rohransatz B1 angeprefst wird. Diese Vorrichtung zum Wiederabstellen der Wassermengen ist von grofser Wichtigkeit; denn es kommt oft vor, dafs ein Feuer im Entstehen unterdrückt werden kann, und der Wasserergufs richtet dann nur noch Schaden an. Nachdem der Kniehebel den Verschlufs wieder hergestellt hat, in welcher Stellung er durch Drehung über einen gewissen todten Punkt hinaus feststeht, wird auch die Vorrichtung G G^ G2, nach Kühlung und Wiedereinschiebung des Kolbens, wieder so gestellt, dafs sie bei der nächsten Erwärmung in beschriebener Weise den Hebelarm JF9e9 empordrückt.
Der Kniehebel E9 kann in seiner Stellung in senkrechter Richtung regulirt und dadurch der Druckverschlufs verstärkt oder abgeschwächt werden, indem der eine Bügel des Rahmens E3 knapp über dem Arm Ea durchschnitten und ein schmaler Spalt gebildet ist. Eine Schraube e8 ist von unten durch den Arm Es hindurchgeführt; wird dieselbe angezogen, so dringt ihr oberes Ende in den Arm des Bügels und zieht den Arm Es nebst dem Winkelhebel aufwärts.
An dem Rahmen E3 ist zweckmäfsig ein Träger R aus isolirendem Material befestigt, und an diesem Träger zwei Polklemmen R1. In Berührung mit einer derselben ist eine Metallzunge R2 angebracht, welche auch auf der anderen aufliegt und sich dann dicht über den Kolben G2 legt. In den Stromkreis der Batterie, deren Drähte R1 in den Polklemmen R1 endigen, sind Alarmvorrichtungen eingeschlossen. In dieser Anordnung ist Stromschlufs der normale Zustand, und der Strom wird unterbrochen, sobald der Kolben G2 steigt und die Zunge R2 von einer der Polklemmen abhebt. Der Stromschlufs und die Stromunterbrechung können noch auf mancherlei Art verändert werden.
In Fig. 5 ist der Wasserspritz- oder Vertheilungsapparat in waagrechter Stellung angeordnet. Der Rohransatz B1 ragt so weit hinein, dafs ein in ihm gleitender Kolben i?4 gegen den Ventilsitz i?5 mittelst des bereits beschriebenen Kniehebelmechanismus angedrückt werden kann. Wird der Kniehebel in der beschriebenen Weise aus seiner Schlufsstellung ausgelöst, so gleitet , der Kolben i?4 so weit zurück, dafs das Wasser aus einem Ausschnitt i?6 an der Unterseite des Rohransatzes i?1 ausströmen kann. Unter diesem Ausschnitt kann noch eine Scheibe R 7 zur Verbreitung des Wasserstrahles angebracht sein. Die Wiedereinstellung dieses Apparates in die Schlufsstellung geschieht wie bei der Einrichtung Fig· 4·
Das Leitungsventil C kann beliebige Form haben, doch empfiehlt, sich die in Fig. 2 ,dargestellte Einrichtung.
Das Wasserzuflufsrohr C1 ist mit dem Steigerohr A durch einen erweiterten Raum C2 in Verbindung gebracht, in dessen eine Endfläche das Rohr C1 eintritt, während A in eine Seitenwand einmündet. In der Kammer C2 befindet sich das eigentliche Ventil C3, welches aus einer Hülse c2 mit zwei Scheiben c3 und c4 besteht, die verschiedenen Durchmesser haben. Die lichte Wreite der cylindrischen Kammer C2 ist entsprechend diesen beiden Scheiben abgesetzt, wodurch die Bewegung der Hülse c2 begrenzt ist.
Durch die Hülse c2 hindurch ist ein Rohr C4 geführt, welches streng hineinpafst und kein Wasser zwischen den Berührungsflächen durchläfst, dennoch aber die Verschiebung der Hülse auf dem Rohr in der Längenrichtung gestattet.
Das Rohr C* ist durch den dem Rohr C1 gegenüberliegenden Boden der Kammer C2 hindurchgeführt und darin starr befestigt, es steht mit seinem Ende aus dem Boden hervor. Das innere Ende des Rohres C4 bildet einen Ventilsitz c5, das äufsere Ende einen ähnlichen Sitz c6. Dicht an der Wand des Cylinders C2 und innerhalb desselben hat das Rohr C* einen kurzen Ansatz C7. Innerhalb des Rohres C4 liegt eine dünne Ventilstange C5, deren inneres Ende einen auf den Sitze5 passenden Ventilkopf c8 trägt; am anderen Ende ist ein ähnlicher Ventilkopf c9 befestigt, der dem Sitz c6 entspricht. Die Länge der Stange C5 ist jedoch so bemessen, dafs entweder nur das eine oder das andere der beiden Ventile schliefst.
An dem aus der Kammer C2 vorstehenden Ende des Rohres C4 sind, zwischen dem Ventilsitz c6 und der Wand der Kammer C2, die Spulen / eines Elektromagneten angeordnet; bei geschlossenem Stromkreis (Fig. 1) drückt der von den Magnetkernen angezogene Anker/1
gegen den Ventilkopf c9 und schliefst das äufsere Ende des Rohres C4, während das Ventil c5 cs am inneren Ende des Rohres geöffnet wird. Der Anker P ist mit seinem anderen Ende an einem beliebigen Träger im Gelenk befestigt.
Im Boden der Ventilkammer C2 befindet sich eine Ausflufsöffnung F, etwa in der Mitte der von den Scheiben C3C11 in ihrer Längsbewegung durchlaufenen Bahn; diese letztere ist etwas kürzer als der Abstand der beiden Scheiben unter einander, und es kann daher keine derselben über die Oeffnung F hinausgehen.
f Befinden sich die vorbeschriebenen Theile in der durch Fig. 2 angegebenen Stellung, so wird das aus dem Rohr C1 kommende Wasser den links von der Scheibe c3 befindlichen Hohlraum der Kammer C2 füllen und von da durch das offene Ventil c5 cs in das Rohr C4 eindringen, aus dem es durch die Oeffnung c7 wieder ausfüefst und nun auch den Hohlraum rechts von der Scheibe c4 ausfüllt. Da nun die Fläche der Scheibe c4 gröfser ist als diejenige der Scheibe c 3,. so wird der auf letztere wirkende Druck geringer sein als der Druck auf die Scheibe c4, und folglich wird die ganze Ventilvorrichtung C3 in der angegebenen Stellung verharren. Wird nun aber der Elektromagnet stromlos, so übt der Anker I1 keinen Druck auf den Ventilkopf c9 aus, und das in dem Hohlraum rechts von der Scheibe c4 befindliche Wasser, sowie auch das im Rohr C4 enthaltene können durch das offene Ventil c°c9 ausfliefsen. Der Ueberdruck auf dieser Seite wird dadurch aufgehoben, und zugleich schiebt der aus dem Rohr C1 eintretende Wasserdruck die Ventilstange C5 mit ihrem Ventilkopf c8 auf den Sitz c5 und schliefst das innere "Ende des Rohres C4; der Ueberdruck wirkt dann gegen die Scheibe c3, und die Hülse, c2 wird auf dem Rohr C4 zurückgeschoben, bis sie gegen die Ringwulst C6 trifft und aufgehalten wird. Die Verbindung zwischen Rohr C und Rohr A ist nun völlig frei und das Wasser kann unbehindert im Steigerohr aufsteigen. Wird danach der Strom wieder geschlossen, so zieht der Elektromagnet / seinen Anker 71 wieder an, dieser wirkt gegen den Kopf c9 der Stange C5 und schliefst das Ventil c6c9, während das Ventil cB c8 sich öffnet; es füllt sich dann wieder die Kammer rechts von der Scheibe c4, und vermöge ihres gröfseren Durchmessers entsteht ein Ueberdruck von rechts nach links, der das Ventil C3 in die durch Fig. 2 gezeigte Stellung zurückdrängt und die Verbindung zwischen dem Zuflufs- und dem Steigerohr unterbricht. Das Rohr A mündet nunmehr in den Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben c3 und c4 und hat folglich mit der Oeffnung i7, die in denselben Raum mündet, Verbindung. Das im Rohr A und dem von diesem abzweigenden Rohrsystem noch befindliche Wasser läuft durch den Abzug F aus, die Rohrleitung wird völlig entleert und es tritt eine freie Luftcirculation in der ganzen Leitung ein.
In Fig. 1 und 3 bezeichnet / ein Dampfrohr, welches aus dem Dampfkessel nach einer Dampfpumpe P führt; letztere treibt das Wasser unter Druck in das Zuflufsrohr CJ und von da in die Rohrleitung, sobald das Ventil C, wie vorbeschrieben, geöffnet wird.
Das Dampfzuleitungsrohr / hat ein Ventil, welches durch Drehung einer verzahnten Scheibe J1 geöffnet und geschlossen wird. In die verzahnte Scheibe J1 greift die Verzahnung einer waagrecht angeordneten, belasteten Stange J2, deren anderes Ende mit einem Kniehebel J3 Gelenkverbindung hat. Der andere Arm dieses Kniehebels liegt über dem Speiserohr C1, aus dem ein Zweigrohr J5 emporführt; in dem letzteren gleitet ein Kolben, dessen Fläche gegen das Rohr C: hin gerichtet und dessen aus dem Rohr </5 vorstehende Stange Ji mit dem freien Arm des Winkelhebels J3 verkuppelt ist. An der Kolbenstange J4 befindet sich, mit dem oberen Rand des Rohres J3 abschneidend, ein Vorsprung, auf welchem ein ringförmiges Gewicht j x lose aufruht. In kurzen Abständen über diesem Gewicht sind noch mehrere solcher Gewichtsscheiben j1 auf die Kolbenstange aufgesteckt, jedoch von verschiedenem Durchmesser, von unten nach oben stufenweise zunehmend. Diese Scheiben werden an ihrem Rande durch feststehende Leisten j'2 getragen; die Abstufung der Leisten unter einander gestattet, dafs die unteren Gewichtsscheiben jl zwischen den darüber befindlichen Leisten hindurch aufwärts gehoben werden können.
Die Wirkung dieser Vorrichtung wird von dem im Rohr C1 herrschenden Druck bestimmt. Der Widerstand des Kolbens im Rohr J5 ist so bemessen, dafs, wenn der für die Leitungsrohre zulässige Maximaldruck erreicht ist, der Kolben seine höchste Stellung im Rohr J5 einnimmt, wobei der mit der Kolbenstange Ji verbundene Arm des Winkelhebels J3 gehoben, die Stange J2 nach rechts verschoben und das Ventil J1 des Dampfrohres J durch Eingriff der Verzahnungen gedreht bezw. geschlossen wird. Je höher der Kolben im Rohr J5 steigt, je mehr der Gewichte^'1 wird er nach einander emporheben und je gröfser wird der dem Wasserdruck im Rohr C1 geleistete Widerstand werden. Die Gewichtsbelastung kann ebensowohl durch eine Belastung mittelst einer oder mehrerer Federn ersetzt werden. Nimmt der Wasserdruck wieder ab, so fällt der Kolben im Rohr J5 entsprechend, der Kniehebel J3 zieht die Zahnstange J2 wieder nach links zu-
rück und das Ventil J1 wird durch Drehung in umgekehrter Richtung geöffnet.
Da es zweckmäfsig ist, dafs diese Regulirvorrichtung nur in Wirkung tritt, sobald ein Feuer ausgebrochen ist, so kann die Zahnstange durch eine elektrisch auslösbare Festhaltung aufser Eingriff mit der verzahnten Ventilscheibe J1 gehalten und selbsttätig eingerückt werden, sobald durch die vom Feuer bewirkte Wärmezunahme die elektrische Auslösung in Wirkung gesetzt wird.
Zu diesem Zwecke ist auf der Zahnstange J'2 eine parallel zu dieser liegende Stange Ja befestigt; über dieser Stange Ja ist ein Hebel Ja drehbar angeordnet, an dessen einem Ende ein Bügel J7 hängt, durch welchen die Stange J6 hindurchgeht. Wenn die Zahnstange J2 mit dem sie tragenden Bügel J~ gehoben ist, wird der andere Arm des Hebels J8 herabgedrückt und festgelegt, indem das untere Ende eines Hebels J9 gegen ihn aufgestemmt wird. Die Zahnstange J'2 ist nun aufser Eingriff mit der Scheibe J1 und kann bei Druckschwankungen im Rohr C1 durch den Kniehebel J3 hin- und hergeschoben werden, ohne das Ventil J1 zu drehen; die Stange J0 gleitet lose im Bügel J7.
Am oberen Ende des Hebels J9 ist eine Spiralfeder J{1 befestigt, welche das Bestreben hat, den Hebel aufser Eingriff mit dem Hebel J8 zu ziehen; dieser Wirkung der Feder setzt sich jedoch die von den Elektromagnetspulen J10 auf den als Anker der Spulenkerne gestalteten Hebel J9 ausgeübte Anziehung entgegen und hält den Hebel J9 fest, so lange der Stromkreis geschlossen ist. Bei Stromunterbrechung hört diese Anziehung auf, die Feder J11 zieht den Hebel J9 vom Hebel J8 ab, letzterer schwingt unter dem Zug der Zahnstange J- um seinen Drehpunkt und die Zahnstange fällt in Eingriff mit der Zahnscheibe J1. Um die Zahnstange in ihrer ausgerückten Stellung zu halten, wenn eine zufällige Stromunterbrechung stattfindet, oder wenn das Feuer gelöscht ist, kann ein an geeigneter Stelle befestigter Haken J12 angebracht sein, der in die Stange J6 oder direct in die Stange J'2 fafst und sie emporhält.
In Fig. ι und 3 ist K die elektrische Hauptbatterie, die sich in der Wachtstube oder im Local der Feuerwehr befindet und von welcher Leitungsdrähte K1 nach allen Spritzapparaten E führen; K2 ist der andere Poldraht der Batterie; K3 ist das Alarmläutewerk und K4 das gebräuchliche Register auf der Feuerwehrstation. ist die Alarmglocke im Gebäude selbst.
Von dem Leitungsdraht K1 ist ein Draht L abgezweigt, der bis nahe an den anderen Poldraht K2 herangeführt ist; zwischen beide Drähte ist der Stromunterbrecher Z,1 eingeschaltet, welcher, weil bekannt, nicht im Einzelnen beschrieben zu werden braucht. Auf der Achse L'2 des Stromunterbrechers sitzt eine Scheibe Z-3, deren Umfang mehrere Zähne Z3 trägt, die in bestimmten Zwischenräumen Contact machen und die Nummer des Gebäudes oder des Raumes angeben, wo das Feuer entstanden ist. Auf einer Seite der Scheibe L3 befindet sich auf der Achse L2 eine gegen diese isolirte Nabe Z,4, welche an der dem Poldraht K1 zugewendeten Seite einen Ausschnitt oder eine Isolirung /4 hat. Eine Feder oder ein Gewicht L5 hat das Bestreben, das Rad in der Richtung des Pfeiles zu drehen, aber diese Drehung wird verhindert durch den Eingriff eines von der Achse L2 herabhängenden Armes Z,8 mit einem um einen Drehzapfen schwingenden Haken Z,7, welcher rechtwinklig zum Arm L6 angeordnet und von einem . Elektromagneten Ls festgehalten ist. Eine unten am Haken L7 befestigte Feder V hat das Bestreben, den Haken von dem Arm Z,6 fortzuziehen, und dies geschieht, sobald der Elektromagnet stromlos wird. Der zwischen dem Rade L1 und der Batterie befindliche Theil des Leitungsdrahtes K2 ist an einem Ende der Achse L2 befestigt, und der von der entgegengesetzten Richtung nach dem Rade führende Theil des Drahtes K2 ist nach einem isolirten Punkt L9 geführt, wo er mit einer Feder /9 Berührung hat, deren freies Ende gegen die Zähne I3 auf der Scheibe Z,3 anliegt und auf diese Weise die leitende Verbindung zwischen dem oberen und unteren Theil des Drahtes K2 herstellt.
Z,10 ist ein Draht, welcher vom Leitungsdraht K2 abzweigt und von einem Punkt unmittelbar über dem Rade Z.1 um dieses herumgeführt und mit einer Feder Z10 in Berührung gebracht ist, die, auf einem isolirten Block Z,11 befestigt, in den Ausschnitt /4 der Nabe Z.4 eintritt, aber die letztere nicht berührt. Bei dieser Anordnung der Drähte besteht keine Stromverbindung durch die Zweigleitung L. Wird jedoch der Stromkreis K1 K2 an irgend einem Punkte über dem Rade L1 und der Leitung L unterbrochen, so dreht sich das Rad in der Richtung des Pfeiles, und die inneren Enden der Federn Z10 und Z11 treten mit der Nabe L4 in Berührung, wodurch ein Stromkreis durch LeitungZ,, Feder Z11, Nabel,4, Feder Z10, DrahtZ,10, den unterhalb des Drahtes L10 befindlichen Theil des Leitungsdrahtes K2, Feder Z9, Scheibe Ls, Achse L-, den Theil des Leitungsdrahtes K2 zwischen der Achse und Batterie, die Batterie und den Theil des Leitungsdrahtes K^ zwischen der Batterie und Leitung L geschlossen wird. Dieser Stromkreis wird unterbrochen, so oft bei der Drehung des Rades L1 einer der Zähne Z3 aufser Berührung mit dem inneren Ende der Feder Z9 tritt. In
der Zeichnung ist eine Einrichtung für nur eine Umwälzung des Rades L1 angenommen, es kann aber ebensowohl eine mehrmalige Umdrehung stattfinden.
Um das Ventil C auf elektrischem Wege von dem Raum aus, wo der Wasserergufs stattgefunden hat, nach Löschung des Feuers wieder schliefsen zu können, ist an den Leitungsdraht i£2, zu beiden Seiten des Elektromagneten J, eine Leitung M. angeschlossen und neben einander herlaufend nach den einzelnen Räumen geführt, woselbst ein Umschalter oder Druckknopf N- angebracht ist. In diese Leitung M wird eine Hülfsbatterie M1 eingeschaltet, so dafs ein offener Nebenstromkreis mit den Leitungsdrähten gebildet wird; dieser Stromkreis kann durch die Magnete / geschlossen werden, wenn der Haüptstromkreis offen ist; dies geschieht durch Schliefsung eines der Umschalter N. Die Wirkung ist die, dafs der Anker I1 der Elektromagneten M angezogen und dadurch das Ventil C geschlossen, folglich die Wasserausströmung aus der Leitung B JE unterbrochen wird.
Fig. 3 zeigt im wesentlichen, dieselbe Anlage, jedoch mit offenem Stromkreis. Von der Batterie K führt ein Leitungsdraht Kl nach den verschiedenen, durch Stromschlufs in Wirkung zu setzenden Organen, und überall, wo Stromschlufs bewirkt werden soll, wird die Verbindung mit Erde durch die Wasserleitungsrohre selbst hergestellt, mit Ausnahme der Abzweigung L, welche vom Rade L1 direct nach Erde geführt ist.
Der Hebel J9 wird im Eingriff mit Hebel J8 durch die Feder J11 gehalten, jedoch durch Anziehung der Magneten J10 ausgelöst, sobald Stromschlufs erfolgt, wie aus der Zeichnung ohne Weiteres erkennbar ist.
An dem Ventil C wird der Hebel 71 in seiner gegen das Ventil wirkenden Stellung durch einen kurzen Winkelhebel I3 mit hakenförmiger Umbiegung festgehalten, bis Stromschlufs erfolgt; dieser bewirkt die Anziehung des den Magneten I als Anker dienenden Hebels /3, wodurch der Haken dieses Hebels den Hebel I1 losläfst und dieser nunmehr dem Druck der Stange C5 nachgeben kann'. Am Hebel J1 kann eine Stellschraube z1 angebracht sein, welche den Druck des Hebels gegen den Ventilkopf c9 regulirt.
Am Bremsrad hält eine Feder V den Hebel L1 in Eingriff mit dem Arm L6, während der nach Erde führende Leitungsdraht L in den Ausschnitt I* der Nabe L* eingreift, um bei Drehung des Rades Contact zu bilden.
Wie bereits beschrieben, sind Einrichtungen getroffen, um an den Wasserausspritzapparaten E Stromschlufs zu bewirken. Die Apparate jedes einzelnen Raumes können an einen Leitungsdraht K'2 angeschlossen sein, die Apparate eines anderen Raumes an einen ähnlichen Draht; alle diese Drähte kufen in einen Meldeapparat K6 zusammen, oder sie können nach der Feuerwehr- und Centralwachtstube geführt und dort in einen Meldeapparat K5 geleitet sein.
In Fig. 13, 14 und 15 ist endlich noch eine veränderte Einrichtung des Wasserspritz- oder Vertheilungsapparates E angegeben. Auf den Rohransatz jB1 der Wasserleitung B ist der Rahmen E3 mittelst Muffes E'2 aufgeschraubt; der Rahmen besteht auch hier zweckmäfsig aus nur zwei senkrechten Armen, welche unten durch ein Querstück verbunden sind; über dem letzleren befindet sich jedoch noch ein zweiter Steg, welcher in senkrechter Ebene mit länglichem Ausschnitt durchbrochen ist und in welchem das theilweise verzahnte Segment R drehbar gelagert ist. Dieses Segment ist so angeordnet, dafs das eine Ende seiner Bogenfläche gegen den Ansatz R1 des die Rohrmündung -B1 verschliefsenden Ventils wirkt.
An der der Verzahnung r gegenüberliegenden Seite hat das Segment R einen Arm R 2, gegen den der Kolben G2 des Apparates G1 wirkt, sobald durch Ausdehnung der in der Kammer G1 befindlichen Substanz der Kolben emporsteigt. Es wird dann das Segment so gedreht, dafs seine den Ventilschaft R1 stützende Fläche unter dem Schaft R1 fortgleitet, worauf das Ventil so weit herabfällt, um das Ausströmen des Wassers zu gestatten. Der Ansatz i?1 hat unten einen Randwulst r1, und an den Arm R2 ist ein gegabelter Haken R2 angeformt, der nach dem Ansatz R1 hin gebogen ist und mit seinen Zinken r3 den Wulst r1 umfafst, wenn der Arm R'2 gehoben wird. Das Ventil wird auf diese Weise durch den in Drehung gesetzten Arm R2 mit Gewalt herabgezogen. Diese Einrichtung empfiehlt sich, um das etwa an dem Rohransatz zu fest anhaftende Ventil, wenn es sich durch eigene Schwere und den Wasserdruck nicht löst, sicher herabzuziehen. T ist eine am Rahmen E3 isolirt befestigte Metallzunge, welche bis etwas unterhalb des untersten Zahnes r des Segmentes herabreicht, aber (bei offenem Stromkreis) mit letzterem nicht Berührung hat. Bei der Drehung des Segmentes R werden die Zähne desselben nach einander Contact mit der Metallzunge T erhalten, wobei nach dem Vorbeigleiten jedes Zahnes eine Unterbrechung stattfindet. Diese Zähne können entweder einfach einen Schleifcontact bilden, der, mehrfach wiederholt, das Alarmsignal mit Sicherheit ertönen läfst, oder sie können in gewissen Zwischenräumen oder Gruppen angeordnet sein, so dafs die einzelnen Segmente je ein Signal verschiedener Art abgeben, woraus der Ort der Herkunft zu erkennen ist. Aus der Zeichnung ist ohne Weiteres ersichtlich, dafs das Segment bei seiner
Drehung erst einen gewissen Weg zurücklegen mufs, bevor es unter dem Schaft R1 des Ventils hinweggleitet und letzteres öffnet, während der Stromschlufs, eventuell die Stromunterbrechung durch Contact mit der Metallzunge T sofort erfolgt; es wird folglich das Alarmsignal der Wasserausströmung stets vorausgehen, was bei geringem, noch im Entstehen begriffenen Feuer von Wichtigkeit ist. Das Segment kann bei seiner Drehung auch direct auf mechanischem Wege Alarmsignale in Wirkung setzen.
Wie schon bemerkt, kann an Stelle des als Feuerlöschmittel gewöhnlich verwendeten Wassers auch ein anderes flüssiges oder auch dampf- oder gasförmiges Löschmittel durch die Rohrleitung und die Ausströmungs- oder Vertheilungsapparate E verbreitet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine selbstthätige Feuerlöscheinrichtung, gekennzeichnet durch den bei Ueberschreitung der normalen Temperatur und die dadurch verursachte entsprechende Ausdehnung einer geeigneten Substanz bewirkten allmäligen Vorschub eines Kolbens, welcher das die Ausströmungsöffnung der das Löschmittel enthaltenden Leitung verschliefsende Ventil dadurch öffnet, dafs er entweder auf den die Ventilkappe stützenden Schaft (E1) oder auf eine Kniehebelverbindung (E9, Fig. 4 und 5) oder auf ein mit einem Hebelarm verbundenes Segment (R, Fig. 1 3, 14 und 1 5) wirkt, und welcher gleichzeitig auch noch nach Wahl folgende Verrichtungen aus- ' üben kann:
    a) die Bethäfigung eines Alarm-Apparates entweder vor Oeffnung des Ventils oder gleichzeitig durch Herstellung eines elektrischen Stromschlusses;
    b) das Oeffnen des Ventils (C) zwischen Zuflufs- und Steigerohr durch Herstellung eines elektrischen Stromschlusses oder durch Unterbrechung desselben, in welchen Stromkreis Elektromagnete eingeschlossen sind, deren Anker die Ventilstellung beherrschen;
    c) das Oeffnen und Schliefsen des der Dampfpumpe den Dampf zuführenden Ventils (J1), entsprechend dem im Speiserohr (C1) herrschenden Druck, ebenfalls durch Schliefsung oder Unterbrechung eines elektrischen Stromkreises mit von diesem bethä'tigten Elektromagneten.
    Eine selbstthätige Feuerlöscheinrichtung der im Anspruch i. bezeichneten und mit der unter b) gekennzeichneten Einrichtung versehenen Art, in Verbindung mit einer Hülfsbatterie (M1) und einem Nebenstromkreis (MM), zu dem Zwecke, das Ventil (C) zwischen Zuflufs- und Steigerohr auch unabhängig von der Kolbenbewegung des Apparates (E) elektromagnetisch in Wirkung setzen zu können.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT52184D Selbstthätige Feuerlöscheinrichtung Expired - Lifetime DE52184C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US12377300B2 (en) 2012-12-20 2025-08-05 Victaulic Company Dry sprinkler

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US12377300B2 (en) 2012-12-20 2025-08-05 Victaulic Company Dry sprinkler

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