DE523096C - Verfahren zur Herstellung leichterer Kohlenwasserstoffe aus schweren Kohlenwasserstoffoelen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung leichterer Kohlenwasserstoffe aus schweren Kohlenwasserstoffoelen

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DE523096C
DE523096C DES66005D DES0066005D DE523096C DE 523096 C DE523096 C DE 523096C DE S66005 D DES66005 D DE S66005D DE S0066005 D DES0066005 D DE S0066005D DE 523096 C DE523096 C DE 523096C
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vapors
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heavy hydrocarbon
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G11/00Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G11/02Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils characterised by the catalyst used
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung leichterer Kohlenwasserstoffe aus schweren Kohlenwasserstoffölen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung leichterer Kohlenwasserstoffe aus schweren Kohlenwasserstoffölen, wie Erdölen, Schief erölen o. dgl.., sowie deren Destillationsprodukten unter Verdampfen des öls., überhitzen der Dämpfe in Gegenwart von katalytisch wirkenden Metallspänen und Entspannung und Kühlung der Dämpfe in mehreren hintereinander angeordneten Kühlapparaten unter Verwendung von siedendem Wasser als Kühlflüssigkeit.
  • Die Neuerung besteht darin, daß die in der zweiten und den weiteren Entspannungs- und Kühlpha,sen kondensierten Kohlenwasserstoffe von neuem der Wirkung der vorhergehenden Entspannungs- und Kühlphase unterworfen werden, und daß sie zweckmäßig zuerst in geeigneter Weise wiedererhitzt und verdampft werden, indem sie z. B. mit den heißeren Kondensaten. aus letzterer Phase gemischt werden und dann unter Verdampfen in den vorhergehenden Kühlapparat zurückgeführt werden.
  • Die Zeichnung veranschaulicht schematisch eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens. Abb. i zeigt die ganze Anlage, und Abb. 2 ist ein Einzelteil in vergrößertem Maßstabe.
  • Es soll das Verfahren beispielsweise für die Behandlung eines Rohpetroleums beschrieben werden, dessen Dichte bei 15' C 0,897 beträgt und dessen Entflammungspunkt (im offenen Tiegel) bei 8o' C liegt.
  • Durch fraktionierte Destillation verdampft bis 140' C nichts, bis 2oo' C 5#!o, bis 300' C 33#,o, bis 350'C 85#lo, wobei der Rückstand von 15#!o aus trockenem Teer besteht.
  • In einem Verdampfungskessel v, der durch irgendeinen Brennstoff beheiztwird, führt man kontinuierlich das vorher, wie später erklärt, in normalem Gang auf 2oo'C gebrachte Petroleum ein. Dieses Petroleum wird in dem Kessel verdampft, und die so erzielten kohlenwasserstoffhaltigen Dämpfe werden dann in einer im Patent 472 734 beschriebenen Anlage behandelt. Die Dämpfe gelangen durch das Rohr a in den unteren Teil der Rütorte A (Abb. i), ziäen von unten nach oben in den Ringraum, der durch Platten c unterteilt ist, und durchqueren auf ihrem Wege Metallspanschichten, die auf diesen Platten lagern, wie in Patent 472 734 beschrieben und in Abb. 5 derselben Patentschrift dargestellt. Diese Art der Fortleitung ermöglicht eine schrittweise und methodische Erbitzung der schweren Kohlenwasserstoffdämpfe bis auf eine bestimmte und leicht regelbare Temperatur, ohne Gefahr einer plötzlichen Dissoziation, wie dies bei dem Krackverfahren der Fall ist. Die Metallspäne, auf die die Dämpfe auf ihrem Weg trefren, regulieren einerseits die durch das Rohr 1 übertragene Temperatur, und andererseits depolymerisieren sie die Kohlenwasserstoffe durch katalytische Wirkung. Die Kohlen--wasserstoffdämpfe werden so auf eine Temperatur zwischen S2o und 53o' C gebracht, wobei sie eine molekulare Veränderung infolge der NVirkung der Katalysatoren erfahren.
  • Die Dämpfe, die aus der Retorte austreten, werden durch, eine Reihe von Kühlapparaten geleitet, die, je nach der Zusaminensetzung des zu behandelnden Stoffes, aus zwei, drei oder mehr hintereinander angeordneten Einzelapparaten bestehen kann.
  • Der übersichtlichkeit halber ist auf der Zeichnung nur eine Reihe von zwei ApparatenB und C dargestellt. Bei dieser Anordnung 'gelangen die Dämpfe in den ersten KühlerR, der aus zwei kegelstumpfartigen Blechen d, d' besteht, welche einen doppelten Mantel und einen inneren zylindrischen Körpere bilden, der durch die Röhren./ und /' mii: dem durch den doppelten Mantel gebildeten ringförmigen Behälter verbunden ist. Die Kohlenwasserstoffdämpfe treten frei in den zentralen unteren Teil des Ke#zelstumpfes d ein und strömen nach oben um die Röhrenf, die Querplatteng, die auch katalytiscli wirkende Metallspäne tragen, und die Röhren/' und dann nach dem KühlerC, wie durch die Pieile in Abb. i dargestellt. Durch die teilweise Kondensierung der Dämpfe erhitztes Wasser wird so am Sieden und unter einem Druck von i o bis 12 kg, in dem Ringraum d, d' und ü-1 dem zylindrischen Körper c gehaltene derart, daß in dem Teil, durch welchen die Kohlenwasserstoffdämpfe ziehen, eine konstante Temperatur zwischen --,oo und: 22o'C herrscht.
  • In diesem KühlerB wirken zwei einander entgegenwirkende Einflüsse auf die Kohlenwasserstoffdämpfe: einerseits die molekulare Entspannung oder Ausdehnung, die durch die Änderung des Volumens, welche die Dämpfe einnehmen, verursacht wird, und andererseits die Zusammenziehung als Folge der schnellen Kühlung.
  • Die Kohlenwasserstoffdämpfe treten am Boden des KühlersB in den zentralen Raum ein, der einen Durchmesser zehn- bis fünfzehnmal größer als denjenigen der öffnung hat, durch die sie eingeführt werden, wobei die diese Dämpfe bildenden Moleküle sich gewisse-rmaßen ausdehnen -und aus diesem Grund viel voluminöser werden, d. h. eine molekulare Entspannung oder Ausdehnung stattfindet. Bei einer Temperatur von 530' C und nachdem das kochende Wasser unter Druck zwi-SChen 2 10 und 22o' C gehalten wird, werden dieselben Kohlenwasserstoffdämpfe einer sehr schnellen Kühlung unterworfen, wobei ihre Temperatur unmittelbar von 530 auf --50' C fällt, woraus sich also eine starke molekulare Zusammenziehui#X ergibt. Das 01 wird nicht vollständig depc#fymelisiert, vielmehr bleibt ein Teil als mehr oder weniger schwerer Kohlenwasserstoff zurück. Der Teil, der über 1-4o bis 25o' C destilliert, wird kondensiert und fällt in den unteren Teil des Kühlers B, von wo er durch das Rohr A iii den Kessel oder Verdampfungsapparat v zurückgeführt wird, nachdem er nach Bedarf mit einem Teil des noch. nicht behandelten Petroleums gemischt -worden ist, der durch das Rohr 1 eintritt und bis auf eine Temperatur von ungefähr 2oo' C erwärmt wird. Da die Kohlenwasserstoffe unter 25o' C im Dampfzustand verbleiben, so tritt der größte Teil der leichten Produkte, die man herstellen will, in einen zweitenKühler C, der dem ersteren hinsichtlich seiner Bauart glei g ' cli ist, bei dem aber der Druck des kochenden Wassers auf 3 kg pro Quadratzentüneter gehalten wird, das ist auf Beine Temperatur von ungefähr 135? C.
  • Hier treten dieselben physikalischen und katalytischen'Einflüsse auf, jedoch wirken sie dieses Mal, nur auf Kohlenwasserstoffe, die nur unter 25o' C destillieren und deren größter Teil schon einer totalen Umwandlung oder einer teilweisen Spaltung unterworfen war. Es hat dies zur Folge, daß die katalytische Wirkung in den beiden Entspannungskühlern vereinfacht und nur eine end-Cr - ilisierung im Innern der Kohlen-J.,ültige Stabi wasserstoffe bewirkt wird, wo ihre Kohlen-und Wasserstoffatome oder die Gruppen von kohlenwasserstoffhaltiggen Molekülen noch nicht in einem vollkommen stabilen Zustand sich befinden.
  • Diejeniggen dieserKohlenwasserstoffe, welche über 18 o' C destillieren, werden kondensiert und fallen auf den Boden des zweiten Kühlers C, von wo sie durch das Rohr m nach dem unteren Teil des ersten Kühlers B zurückgeführt werden.
  • Wie die Abb. 2 erkennen läßt, geht das Rohrrn in das Rohrli über, durch das die im Kühler B kondensierten Kohlenwasserstoffe zum Kessel v zurückgeführt werden. Diese aus dein KühlerB kommenden Kohlenwasserstoffe haben abex# wie bereits oben bemerkt, noch eine Temperatur von 2 5 o' C, während die dürch das Rohrin hinzutretenden Kohlenwasserstoffe nur eine Temperatur unter i So' C besitzen. Da dies diejenigen Kohlenwasserstoffe sind, deren Siedepunkt zwischen i8o0 und 25o`C liegt, so werden sie b#eini Zusammentreffen init den aus dem KühlerB konimenden Kohlenwasserstoffen von 2So' Wärme -nicht im Kohrlz rhitgehen, sondern nochmals verdampft werden und in Dampfform -, wie der Pfeil in Abb. 2 anzeigt, in dcli Kühler B zurückkehren. Hier mischen sie sich dann mit den von der Retorte A durch da.9 RolirI( zugeleiteten Dämpfen, werden von I diesen noch weiter erwärmt und erfahren von neuem eine starke Entspannung und Abkühlun- im KühlerB.
  • C Die Hähne ol, :o-' und o# dienen dazu, von Zeit zu Zeit Proben der von B Lind C kommeinden Flüssigkeiten zur Untersuchung entnehmen zu können.
  • Die nicht kondensierten Kohlenwasserstoffe in dem zweiten KühlerC gelangen in einen Z, Kühlerr mit Wasser- oder Luftzirkulation, in welchem die erzeugten Benzindämpfe kondensiert werden. Das Produkt wird du-in mittels des Hahnesti in den einen der üblichen Behälter abgelassen, wie sie zum Aufspeichern oder Transportieren von Benzin, Gasolin oder anderen flüchtigen flüssigen Produkten be- nutzt werden.
  • Das nach den beschriebenen Verfahren erhältliche Produkt hat einen Flammpunkt, der etwas tiefer als derjenige des üblichen Petroleumbenzins liegt, wobei es jedoch eine "rößere Dichte als dieses hat. Es hat in bezu- auf Wasserstoff und Kohlenstoff dieselbe prozentuale Zusammensetzung wie die nicht Z, entflammbaren und mehr oder weni,Yer schweren oder viskosen öle, aus denen '7> es erzeugt wird, und die, abgesehen von ihrem Gehalt an Sauerstoff, Schwefel usw., gewöhnlich 88 bis 89 Gewiclitsteile Kohlenstoff bei 12 bis i i Teilen Wasserstoff enthalten, während die ,-[eiche Zusammensetzung des üblichen Benzins 85 bis 86 Gewichtsteile Kohlenstoff bei 15 bis 14 Teilen Wasserstoff aufweist. Außerdem sind die Bestandteile des neuen Produkts überwiegend nichtgesättigte Kohlenwasserstoffe, wäUrend die üblichen. Benzine zum Urößten Teil aus -esättigten Kohlenwasser-J, Z, stoffen bestehen.
  • Eine unmittelbare Folge davon ist die, daß das neue Produkt Adel empfindlicher gegenüber der Wirkung gewisser chemischer Agenzien ist, als es die Benzine der üblichen Art sind. Aber auch in anderer Hinsicht zeigt es ein wesentlich anderes Verhalten in chemischer und physikalischer Beziehung als die bekannten Benzine.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH. Verfahren zur Herstellung leichterer Kohlenwasserstoffe aus schweren Kohlenwasserstoffölen, wie Erdölen, Schieferölen o. dgl., sowie deren Destillationsprodukten unter Verdampfen des Ols, überhitzen der Dämpfe in Gegenwart von katalytisch wirkenden Metallspänen sowie Entspannung und Kühlung der Dämpfe in mehreren hintereinandergeschalteten Kühlapparaten unter Verwendung von siedendern Wasser als Kühlflüssigkeit, dadurch ge.-kennzeichnet, daß die in der zweiten oder den weiteren Entspannungs- und Kühlphasen kondensierten Kohlenwasserstoffe von neuem der Wirkung der vorhergehenden Entspannungs- und Kühlphase unterworfen werden, und daß sie zweckmäßig zuerst in geeigneter Weise wiedererhitzt und verdampft werden, indem sie z. B. mit den heißeren Kondensaten aus der Kühlphase gemischt und ciann unter Verdampfen in den vorhergehenden Kühlapparat zurückgeführt werden.
DES66005D 1923-05-19 1924-05-13 Verfahren zur Herstellung leichterer Kohlenwasserstoffe aus schweren Kohlenwasserstoffoelen Expired DE523096C (de)

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