DE524165C - Fliehkraftschalter - Google Patents
FliehkraftschalterInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K27/00—AC commutator motors or generators having mechanical commutator
- H02K27/04—AC commutator motors or generators having mechanical commutator having single-phase operation in series or shunt connection
- H02K27/10—AC commutator motors or generators having mechanical commutator having single-phase operation in series or shunt connection with switching devices for different modes of operation, e.g. repulsion-induction motor
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Motor Or Generator Current Collectors (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
2. MAI 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 d2 GRUPPE
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*)
■ Fliehkraftschalter Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. März 1927 ab
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fliehkraftschalter, der insbesondere zum Kurzschließen
der Kommutatorsegmente für elektrische Maschinen dient. Um das Kurzschließen zu erreichen, werden bei einem bekannten
Fliehkraftregler die Schwunggewichte durch Kugeln gelenkt, wodurch der den Kurzschluß
bewirkende Schalterteil axial bewegt wird. Man kann diesen Zweck einfacher dadurch
erreichen, daß die Schwunggewichte zwischen einem in Achsrichtung unverschiebbaren und
einem in Achsrichtung verschiebbaren Maschinenteil derart gelagert sind, daß beim
Herausfliegen der Schwunggewichte der verschiebbare Teil den gewünschten Arbeitsvorgang
entgegen der Wirkung eines Kraftspeichers bewirkt.
Soll der Fliehkraftschalter zum Kurzschließen der Kommutatorsegmente einer
elektrischen Maschine verwendet werden, so kann man z. B. auf der Maschinenwelle zwei
Scheiben, eine axial verschiebbare und eine axial unverschiebbare, vorsehen, zwischen denen
kugelförmige Schwunggewichte gelagert sind. Die bewegliche Scheibe kann federnd am Kommutator abgestützt und mit einer
zum Kurzschließen der Kommutatorsegmente dienenden Kontaktscheibe verbunden sein.
Die kugelförmigen Schwunggewichte läßt man auf schräge Flächen zur Erzeugung der
Axialbewegung einwirken. Mit diesen bekannten Einrichtungen läßt sich aber im allgemeinen
kein genügender Kontaktdruck erzielen.
Zur Vermeidung dieses Übelstandes sind die schrägen Flächen zur Erzielung der
Axialbewegung in zwei oder mehrere Einzelflächen zerlegt, die verschiedene Neigung zur
Wellenachse haben; diese Flächen können aber auch kurvenförmig ausgebildet sein.
Bei entsprechender Wahl dieser Neigungen oder Kurven läßt sich eine besondere Wirkung
des Fliehkraftschalters erzielen. Ist beispielsweise die Anfangsneigung zur Drehachse
gering, die sich daran anschließende dagegen groß, so wird bei geringen und mittleren
Drehzahlen nur ein verhältnismäßig kleiner Betrag der Fliehkraft in axialer Richtung
wirksam. Haben aber die Kugeln bei höherer Drehzahl jene Fläche erreicht, die mit der
Drehachse einen größeren Winkel bildet, so wird eine größere Komponente der Fliehkraft
in der Achsrichtung wirksam. Das Einschalten erfolgt jetzt plötzlich, um so mehr, da sich
auch die Fliehkraft mit zunehmendem Abstand der Kugeln von der Drehachse vergrößert.
Es ist daher auch ein bedeutender Kraftüberschuß zur Erzeugung der Axialbewegung
vorhanden.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des neuen Fliehkraftschalters beispielsweise,
und zwar im Längsschnitt, dargestellt, die zum Kurzschließen der Kommutatorsegmente
einer elektrischen Maschine dient, a be-
'■■>
Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Ernst Märker in Berlin-Charlottenburg und Heinrich Schult^ in Berlin.
zeichnet die Welle der elektrischen Maschine, die den Kommutator h und die Scheibe b
trägt. Die Scheibe b ist durch einen Sprengring s gegen axiale Verschiebung gesichert.
d ist eine konische Scheibe, die hier zwei verschieden gegen die Wellenachse geneigte ringförmige
Flächen besitzt und längsverschiebbar auf der Maschinenwelle sitzt. Zwischen den Scheiben & und d liegen -die als Kugeln
ίο ausgebildeten Schwunggewichte c. e ist eine
Kontaktfederscheibe, die mit der konischen Scheibe d fest verbunden ist. f bezeichnet
eine Spiralfeder, die sich einerseits am Kommutator, andererseits an der verschiebbaren
Konusscheibe abstützt. Sie wirkt der durch die Kugeln beim Umlaufen der Maschinenwelle
erzeugten Fliehkraft entgegen und kann verhältnismäßig schwach ausgebildet sein,
im Ruhezustande nehmen alle Teile die in der Zeichnung dargestellte Lage ein. Bei geringen und mittleren Drehzahlen der Maschinenwelle kann die Fliehkraft der Kugeln nur eine langsame und geringfügige axiale Verschiebung der Konusscheibe d und damit auch der Kontaktscheibe e bewirken. Ist dagegen die Berührungslinie der beiden verschieden geneigten konischen Ringflächen der Scheibe d überschritten, so vollzieht sich der übrige Schaltweg mit hoher Geschwindigkeit und unter großer Kraftäußerung.
im Ruhezustande nehmen alle Teile die in der Zeichnung dargestellte Lage ein. Bei geringen und mittleren Drehzahlen der Maschinenwelle kann die Fliehkraft der Kugeln nur eine langsame und geringfügige axiale Verschiebung der Konusscheibe d und damit auch der Kontaktscheibe e bewirken. Ist dagegen die Berührungslinie der beiden verschieden geneigten konischen Ringflächen der Scheibe d überschritten, so vollzieht sich der übrige Schaltweg mit hoher Geschwindigkeit und unter großer Kraftäußerung.
Die Kontaktscheibe e ist mit Einschnitten versehen, wodurch einzelne Kontaktzungen
entstehen, die eine gute Federung gewährleisten. Die äußeren Enden der federnden Kontaktzungen
sind so gebogen, daß sie einen Winkel mit der Wirkrichtung der Fliehkraft
einschließen. Die Kommutatorsegmente k sind an den Berührungsenden unter demselben
Winkel wie die äußeren Enden der Kontaktzungen ausgedreht. Die federnden Kontaktzungen
sind ebenfalls der Fliehkraftwirkung beim Umlaufen der Maschinenwelle ausgesetzt.
Dadurch wird bewirkt, daß der Kontaktdruck zwischen den Kontaktzungen und den Segmenten des Kommutators erhöht wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Fliehkraftschalter mit einer in der Achsenrichtung verschiebbaren und einer in der Achsenrichtung unverschiebbaren Scheibe, zwischen denen die Schwunggewichte gelagert sind, insbesondere zum Kurzschließen der Kommutatorsegmente elektrischer Maschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche einer der Scheiben zwei oder mehrere Male unter verschiedenen Winkeln gegen die Welle geneigt oder kurvenförmig gebogen ist, so daß mit jedem zunehmenden Ausschlag der Schwunggewichte stets eine größere Komponente der Fliehkraft als die den vorhergehenden Ausschlag entsprechende Komponente zur Wirkung kommt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA50399D DE524165C (de) | 1927-03-22 | 1927-03-22 | Fliehkraftschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA50399D DE524165C (de) | 1927-03-22 | 1927-03-22 | Fliehkraftschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE524165C true DE524165C (de) | 1931-05-02 |
Family
ID=6937383
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA50399D Expired DE524165C (de) | 1927-03-22 | 1927-03-22 | Fliehkraftschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE524165C (de) |
-
1927
- 1927-03-22 DE DEA50399D patent/DE524165C/de not_active Expired
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