DE524231C - Verfahren zur Herstellung eines ligninfreien Futtermittels durch Hydrolyse von Holz - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines ligninfreien Futtermittels durch Hydrolyse von Holz

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DE524231C
DE524231C DEI30650D DEI0030650D DE524231C DE 524231 C DE524231 C DE 524231C DE I30650 D DEI30650 D DE I30650D DE I0030650 D DEI0030650 D DE I0030650D DE 524231 C DE524231 C DE 524231C
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/30Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms
    • A23K10/32Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms from hydrolysates of wood or straw

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines ligninfreien Futtermittels durch Hydrolyse von Holz Es ist bekannt, daß man aus Holz und anderen cellulosehaltigen Stoffen vermittels Hydrolyse mit hochkonzentrierter Salzsäure Zucker gewinnen kann. Es wurde auch bereits vorgeschlagen, den auf diese Weise gewonnenen ligninfreien Zucker für Futterzwecke zu benutzen.
  • Die bei der Hydrolyse der Cellulose entstehenden Hydrolyseprodukte bestehen aber nur zum kleinen Teil, etwa bis zu 2o%, aus Glukose, während die Hauptmasse der Umsetzungsprodukte aus chemischen Verbindungen besteht, die als polymere Zucker anzusprechen sind. Um ein einheitlich aus Glukose bestehendes Zuckerprodukt zu gewinnen, mußte das Hydrolyseprodukt einem bekannten Invertierungsprozeß unterworfen werden.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß es für die Gewinnung eines ligninfreien Futtermittels der Umwandlung der polymeren Zucker, wie sie in den Celluloselösungen entstehen, nicht bedarf, daß viehmehr der Futterwert der nicht umgewandelten polymeren -Zucker denjenigen der Glukose in dem einheitlichen invertierten Produkt übertrifft. Auf dieser Erkenntnis beruht die vorliegende Erfindung, derzufolge die von Salzsäure befreiten Hydrolyseprodukte der Cellulose unmittelbar zur Trockne eingedampft und der Verwendung als Futtermittel zugeführt werden, vorzugsweise nach voraufgegangener Abstumpfung von Salzsäureresten.
  • Für die Produkte der Druckkochung von Holz o. dgl. mit stark verdünnter Salzsäure hat man bereits vorgeschlagen, sie nach Befreiung der Säure unmittelbar zur Trockne einzudampfen und als Futtermittel zu verwenden. Von diesem Verfahren unterscheidet sich das neue sowohl hinsichtlich der Ausbeute als auch der Beschaffenheit der Produkte. Wenn man nämlich Holz bei hohem Druck mit dünner, wäßriger Säure kocht, wird nur ein kleiner Teil der darin enthaltenen Kohlehydrate löslich gemacht, zugleich aber bis auf die Stufe der einfachsten Zuckerart, der freien Glukose, abgebaut. Eine nachträgliche Invertierung kommt hierbei natürlich nicht in Frage.
  • Die nach der Erfindung verwendete konzentrierte Salzsäure führt dagegen die Kohlehydrate des Holzes quantitativ in lösliche Produkte über, baut sie jedoch nicht bis zur Glukose ab. Es wird also nach der Erfindung ein Vielfaches an löslichen Kohlehydraten gewonnen, und diese sind in einem Zustande, in dem sie leicht verdaut werden, ohne, wie die monomere Glukose, beim Verfüttern in größeren Mengen Verdauungsstörungen hervorzurufen.
  • Ausführungsbeispiel i Teil feines Holzmehl wird bei gewöhnlicher Temperatur mit 7 Teilen hochkonzentrierter Salzsäure (Dichte 1,212 bei 15°) eine halbe Stunde lang verrührt, sodann eine Viertelstunde bis eine halbe Stunde stehen gelassen. Die Flüssigkeit wird darauf vom unlöslichen Lignin abfiltriert, das Filtrat von Salzsäure befreit _ und -zur Trocknung eingedampft.
  • Für das Arbeiten im großen wird der Aufschließungsprozeß besser nach den bekannten vervollkommneten Verzuckerungsverfahren, z. B. nach der Patentschrift 382 463, KI.8gi, durchgeführt. Man bringt dabei die durch Auflösen von Cellulose erhaltene saure Kohlehydratlösung wiederholt mit frischem cellulosehaltigem Material in Berührung.
  • Die Befreiung des Hydrolyseproduktes von Salzsäure kann in der üblichen Weise durchgeführt werden, z. B. durch Hitzebehandlung vorzugsweise unter Vakuum.
  • Die Abstumpfung des verbleibenden Salzsäurerestes geschieht zweckmäßig durch Soda oder Kalk, wobei sich Kochsalz oder Chlorcalcium bildet, was dem tierischen Organismus zuträglich ist.
  • Die Ausbeute beträgt nach der Erfindung etwa 65% an wirklicher Kohlehydratsubstanz, das entspricht über 70% an noch etwas. wasserhaltigem Futtermittel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines ligninfreien Futtermittels durch Hydrolyse von Holz mittels hochkonzentrierter Salzsäure, dadurch gekennzeichnet, daß die von Salzsäure befreiten Hydrolyseprodukte unmittelbar zur Trockne eingedampft werden.
DEI30650D 1927-03-17 1927-03-17 Verfahren zur Herstellung eines ligninfreien Futtermittels durch Hydrolyse von Holz Expired DE524231C (de)

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