DE524702C - Drehvorrichtung fuer schwere Wellen - Google Patents
Drehvorrichtung fuer schwere WellenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02N—STARTING OF COMBUSTION ENGINES; STARTING AIDS FOR SUCH ENGINES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F02N15/00—Other power-operated starting apparatus; Component parts, details, or accessories, not provided for in, or of interest apart from groups F02N5/00 - F02N13/00
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Description
Es gibt eine Reihe von Betriebsfällen, in denen man schwere Wellen, Rotoren oder
andere Schwungmassen mit einer gegenüber der betriebsmäßigen Drehzahl stark verringerten
Drehzahl laufen lassen muß. Hierzu gehört z. B. das langsame Drehen von schweren Übersetzungsgetrieben bei der Prüfung
auf Abnutzung und Beschädigung oder der langsame Lauf von Dampfturbinen in Betriebspausen oder beim Anwärmen oder
Abkühlen. Bei den großen in Frage kommenden Gewichten ist ein Drehen der Teile von Hand meistens ausgeschlossen, so daß
man zum Motorantrieb greifen muß. Der
1S Motorantrieb ist aber nur sehr selten in Betrieb,
so daß man eine möglichst kleine Type wählt, um die Anlagekosten zu verringern. Man schaltet dann eine entsprechend große
Übersetzung zwischen.
Es ist nun bekannt, daß die Reibung beim Übergang von der Ruhe in die Bewegung erheblich
größer ist als während der Bewegung selbst. Die ruhende Reibung ist daher maßgebend
für die Größe des Drehmotors. Dieser müßte, wenn man nicht besondere Vorkehrungen
trifft, für die Überwindung der ruhenden Reibung bemessen sein. Zur Verringerung
der Motorgröße hat man deshalb Einrichtungen vorgesehen, mit denen man zunächst die Reibung der Ruhe überwindet, ehe
man den Motor selbst arbeiten läßt. So ist vorgeschlagen worden, außer der normalen
Drehvorrichtung eine durch Drucköl angetriebene Klinkvorrichtung zu verwenden. Solche Zusatzeinrichtungen sind aber teuer
und außerdem auch nicht immer leicht unterzubringen.
Um die Reibung der Ruhe des zu drehenden Teiles (Welle, Rotor o. dgl.) zu überwinden,
wird gemäß der Erfindung bei einer mit einem Schneckengetriebe arbeitenden Drehvorrichtung
die Schnecke axial verschiebbar gelagert, so daß sie als Zahnstange auf das Schneckenrad
arbeiten kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Abbildung dargestellt, und zwar handelt
es sich darum, die Welle a, die z. B. eine Turbinenwelle sein kann, in langsame Drehung
zu versetzen. Zum Antrieb der Welle dient ein auf ihr befestigtes Schneckenrad 1,
das durch eine Schnecke 2 angetrieben wird. Die Spindel 12 der Schnecke 2 trägt ein weiteres
Schneckenrad 5, das durch die Schnecke 14 bewegt wird. Zum Antrieb der Schnecke
14 dient der Motor 6.
Um die Reibung der Ruhe zu überwinden, ist die Schnecke 2 nicht fest gelagert, sondern
axial verschiebbar. Eine am Schneckenrad 5 liegende Feder greift in eine Nut der Spindel
12 ein, so daß der Antrieb der Schnecke 2 möglich ist. Die Schnecke 2 dient gemäß der
Erfindung dazu, um die Reibung der Ruhe zu
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Alfred Bierend in Mülheim, Ruhr.
überwinden. Zu diesem Zwecke ist auf die Spindel 3 ein Kraftkolben 4 aufgesetzt; der
gleitet in einem Zylinder, dem durch die Leitungen 8 und 9 Drucköl zugeführt werden
kann. Ein Vierwegehahn 7 dient dazu, die Leitungen 7 und 8 entweder an die Zulaufleitung
10 des Drucköles oder an seine Ablauf leitung 11 anzuschließen.
Die Abbildung zeigt die Anordnung im Zustände
der Bewegung des Motors 6. Zu Beginn der Bewegung ist die Schnecke 2 abwärts
verschoben zu denken, so daß der Kolben 4 dicht oberhalb des unteren Zylinderbodens
liegt. Wird in dieser Lage der Vierwegehahn 7 in die eingezeichnete Stellung gebracht,
so kann das durch die Leitung 10 zuströmende Drucköl über die Leitung 9 auf die
Unterseite des Kolbens 4 gelangen und diesen mitsamt der Spindel 3 und der Schnecke 2 in
ao die dargestellte Lage bringen. Bei der nun folgenden Abwärtsbewegung der Schnecke 2,
die im Eingriff mit dem Schneckenrad 1
bleibt, wirkt sie als Zahnstange und nimmt dadurch über das Schneckenrad 1 die Welle a
mit. Hierdurch wird die Reibung der Ruhe überwunden. Jetzt kann der Motor 6 eingeschaltet
und die Welle α von ihm weitergedreht werden.
Claims (3)
1. Mit einem Schneckengetriebe arbeitende Drehvorrichtung für schwere Wellen,
Rotoren und andere Schwungmassen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnecke (2)
axial verschiebbar ist, so daß sie als Zahnstange auf das zugehörige Schneckenrad
(1) arbeiten kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zum axialen \rerschieben der Schnecke (2) ein hydraulisches
oder pneumatisches Kraftgetriebe dient.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftgetriebe
aus einem oder mehreren von der Schneckenspindel (3) getragenen Kolben
(4) besteht, die mit Drucköl beaufschlagt werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES90394D DE524702C (de) | 1929-03-10 | 1929-03-10 | Drehvorrichtung fuer schwere Wellen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES90394D DE524702C (de) | 1929-03-10 | 1929-03-10 | Drehvorrichtung fuer schwere Wellen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE524702C true DE524702C (de) | 1931-05-13 |
Family
ID=7515784
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES90394D Expired DE524702C (de) | 1929-03-10 | 1929-03-10 | Drehvorrichtung fuer schwere Wellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE524702C (de) |
-
1929
- 1929-03-10 DE DES90394D patent/DE524702C/de not_active Expired
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