DE525155C - Verfahren zum Trocknen in Kanaltrocknern - Google Patents

Verfahren zum Trocknen in Kanaltrocknern

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DE525155C
DE525155C DEST42082D DEST042082D DE525155C DE 525155 C DE525155 C DE 525155C DE ST42082 D DEST42082 D DE ST42082D DE ST042082 D DEST042082 D DE ST042082D DE 525155 C DE525155 C DE 525155C
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dried
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DEST42082D
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Stettiner Chamotte Fabrik A G
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Classifications

    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26—DRYING
    • F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B15/00—Machines or apparatus for drying objects with progressive movement; Machines or apparatus with progressive movement for drying batches of material in compact form

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Trocknen in Kanaltrocknern Beim Trocknen keramischer Erzeugnisse, z. B. Ziegel, Klinker, feuerfester Steine usw., in Kanaltrocknern, in denen die zu trocknende Ware sich im Gegenstrom zu den Trocknungsgasen bewegt, war es bisher nicht möglich, rissefreies Trocknungsgut zu erhalten.
  • Nach der Erfindung ist die Rißbildung dadurch vermieden, daß die auch nach ihrer Sättigung der zu trocknenden Ware entgegengeführten Trocknungsgase bei Erreichung ihrer Sättigung eine Temperatur haben, die unterhalb der Verdampfungstemperatur der in der Ware enthaltenen Flüssigkeit liegt. Wird beim Betrieb des Kanaltrockners diese Regel eingehalten, so werden die zu trocknenden Waren durch die gesättigten Trocknungsgase angewärmt, was zur Folge hat, daß die Feuchtigkeit aus dem Innern der zu trocknenden Körper infolge Kapillarwirkung nach außen tritt, ohne daß diese Feuchtigkeit verdampfen kann. Die Rißbildung z. B. beim Trocknen von Steinen in den üblichen Kanaltrocknern war offenbar darauf zurückzuführen, daß die Steine mit gesättigten Trocknungsgasen in Berührung kamen, deren Temperatur oberhalb der Verdampfungstemperatur der Flüssigkeit liegt. In diesem Falle entwickeln sich im Kern der Ware Dämpfe, die unter einem gewissen Druck stehen. Diese Dämpfe suchen sich gewaltsam einen Ausweg, was zu einem teilweisen Sprengen des Steins führt. Wird dagegen diese Dampfbildung unter Druck im Innern des Steins verhindert, so tritt lediglich die im Kern befindliche Flüssigkeit an die Oberfläche, wo sie erst verdampft, wenn die Steine mit den ungesättigten Trockengasen in Berührung kommen, welche diese Feuchtigkeit aufnehmen.
  • Bei diesem Verfahren schlägt sich auf die zu trocknende Ware Flüssigkeit aus den gesättigten, kühler werdenden Trocknungsgasen nieder. Diese Flüssigkeit muß zwar bei der Durchführung der Ware von den ungesättigten Trocknungsgasen wiederaufgenommen werden, jedoch spielt der dadurch bedingte größere Wärmeverbrauch gegenüber dem Vorteil der Rißfreiheit der Steine keine Rolle. Es ist auch schon in der Literatur darauf hingewiesen, daß man die zu trocknende Ware den gesättigten Trocknungsgasen entgegenführen könnte, wobei sich aus den Gasen Flüssigkeit abscheidet und auf der Ware niederschlägt. Dieses Verfahren ist dort als ein Übelstand bezeichnet. Die Temperaturen, welche die gesättigten Trocknungsgase dabei haben müssen, sind nicht angegeben; es ist somit bei Anwendung dieses Verfahrens keine Gewähr dafür gegeben, daß rissefreie Steine erhalten werden, da die Temperatur der gesättigten Gase auch oberhalb der Verdampfungstemperatur der in der Ware enthaltenen Flüssigkeit liegen kann.
  • Die Zeichnung stellt schematisch ein Ausführungsbeispiel dar, bei dem ein im Kreislauf strömendes Trockenmittel angewendet wird. Die zu trocknende Ware tritt bei a in die Anwärmezone b des Kanaltrockners c ein und wird langsam durch die Anwärmezone b hindurch in die Trockenzone d gefahren, vorteilhaft in bekannter Art auf Planwagen, und tritt nach Durchgang der Trockenzone d bei e aus dem Kanaltrockner c. Die Amvärmezone b hat zweckmäßig den gleichen Querschnitt wie die Trockenzone d, damit von dem Wagen die Anwärmezone ohne besondere Betriebsvorrichtungen durchlaufen werden kann. Das Trockenmittel, z. B. erhitzte Luft, kommt aus der Warmluftleitung f, tritt bei e in die Trockenzone d des Kanaltrockners c ein und durchstreicht diese bis zum Anfang g der Trockenzone d. Auf diesem Wege nimmt die heiße Luft die aus der Ware an die Oberfläche tretenden Flüssigkeitsmengen auf, trocknet also die Ware und füllt sich mit Feuchtigkeit an. Sobald die heiße Luft das Ende g der Trockenzone d passiert hat, ist sie so mit Feuchtigkeit gesättigt, daß sie, praktisch genommen, nicht mehr imstande ist, neue Feuchtigkeit aufzunehmen. In diesem Zustande tritt die nunmehr auch schon abgekühlte heiße Luft in die Anwärmezone b ein. Hier gibt sie die ihr noch innewohnende Wärme an die entgegengeführte Ware ab, erwärmt diese, nimmt aber infolge ihrer bereits erfolgten Sättigung mit Feuchtigkeit keine Flüssigkeitsmengen mehr- von der Oberfläche der Ware an. Die Trockenzone d ist so lang gemacht, daß die gesättigte Luft bei g eine Temperatur hat, die unterhalb der Verdampfungstemperatur der in der 'Ware enthaltenen Flüssigkeit liegt, also bei Wasser unterhalb iooo C. Hierdurch ist vermieden, daß im Kern der Ware befindliche Flüssigkeit ins Sieden gerät, so daß höhere Dampfspannungen entstehen, die zu einem Sprengen der Ware führen.
  • Im Anfang -a der Anwärmezone b wird die mit Feuchtigkeit.gesättigte Luft z. B. durch einen Ventilator h abgesaugt und m einen Kondensator i geführt, in dem sie durch Abkühlung oder andere Mittel ganz oder teilweise von der mitgeführten Feuchtigkeit befreit wird. Aus dem Kondensator i wird die Luft mit Hilfe des Ventilators la in eine Leitung k gedrückt, die zu einem Wärmeaustauschapparat l führt, wo sie durch die Abgase eines Brennofens »z o. dgl. wieder erhitzt wird. n ist ein Ventilator für die Abgase des Brennofens m. Statt der Abgase eines Brennofens kann natürlich auch irgendeine andere Wärmequelle benutzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Trocknen insbesondere keramischer Waren in Kanaltrocknern, in denen die zu trocknende Ware sich im Gegenstrom zu den Trocknungsgasen bewegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der auch nach ihrer Sättigung der zu trocknenden Ware entgegengeführten Trocknungsgase so geregelt wird, daß sie bei Erreichung der Sättigung unterhalb der Verdampfungstemperatur der in der Ware enthaltenen Flüssigkeit liegt.
DEST42082D 1927-01-12 1927-01-12 Verfahren zum Trocknen in Kanaltrocknern Expired DE525155C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1083187B (de) * 1954-01-18 1960-06-09 Jonas Sandbaeck Verfahren zum Trocknen von Holz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1083187B (de) * 1954-01-18 1960-06-09 Jonas Sandbaeck Verfahren zum Trocknen von Holz

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