DE525162C - Verfahren zur Herstellung festen, fast vollkommen wasserdichten, gleitfreien Leders, insbesondere von Sohlleder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung festen, fast vollkommen wasserdichten, gleitfreien Leders, insbesondere von Sohlleder

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DE525162C DEK104779D DEK0104779D DE525162C DE 525162 C DE525162 C DE 525162C DE K104779 D DEK104779 D DE K104779D DE K0104779 D DEK0104779 D DE K0104779D DE 525162 C DE525162 C DE 525162C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes
    • C14C9/02Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes using fatty or oily materials, e.g. fat liquoring

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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung festen, fast vollkommen wasserdichten, gleitfreien Leders, insbesondere von Sohlleder Es ist bekannt, zwecks Herstellung festen, fast vollkommen wasserdichten, gleitfreien Leders das vegetabilisch gegerbte oder mineralisch durchgegerbte und vegetabilisch abgefärbte Leder mit Mischungen von verseifbaren und unverseifbaren Fettstoffen zu sättigen. Das so imprägnierte Leder wird zwecks Verseifung der in seiner Oberfläche befindlichext Imprägnierstoffe einer Behandlung mit starken alkalischen Lösungen unterworfen, dann mit schwacher Schwefelsäurelösung behandelt und schließlich abermals in vegetabilischen Brühen leicht nachgegerbt, worauf eine Behandlung mit Metallsalzen, die unlösliche Seifen bilden, nachfolgen kann.
  • Es wurde nun gefunden, daß dieses Verfahren wesentlich vereinfacht werden kann, wenn man das vegetabilisch durchgegerbte oder mineralisch durchgegerbte und lohbraun abgefärbte Leder nur mit unverseifbaren Stoffen imprägniert und hierauf durch mechanische Behandlung, z. B. durch Abbürsten mit heißem Wasser, die Imprägnierstoffe oberflächlich entfernt. Das so behandelte Leder kann gegebenenfalls, wie weiter gefunden wurde, mit Gerbstoff und Säure behandelt werden, indem es hieran anschließend unmittelbar in eine Gerbstofflösung gebracht wird, die gleichzeitig noch Säure enthalten kann. Beispiel Die wie üblich vorbereiteten Blößen werden vegetabilisch, wie üblich, durchgegerbt oder mineralisch, z. B. mit Hilfe von Chrom, Alaun usw., und hierauf einer Abfärbung mit vegetabilischen Gerbstofflösungen unterzogen, hierauf durch Einbrennen mit unverseifbaren Stoffen, z. B. von Ceresin, Paraffin, bis zur Sättigung imprägniert und alsdann durch gründliches Ausbürsten- unter Verwendung von heißem Wasser in den Außenschichten mechanisch von dem Imprägnierstoff befreit. Gegebenenfalls kann hieran unmittelbar anschließend das Leder noch in ein färbendes Gerbstoffbad von 3 bis 5° B6 von sulfitiertem Quebracho, Gambir oder ähnlichen Gerbstoffen, dem Säure, wie Schwefelsäure (z. B. 20 I von 6o° Be pro cbm Gerbstofflösung), Salzsäure, Naphthahnsulfosäure usw., zugesetzt ist, gebracht werden.
  • Die Vorteile des neuen Verfahrens bestehen darin, daß die Entfernung der lmprägnierstoffe aus den Außenschichten des Leders durch einfache mechanische Behandlung, wie z. B. durch Bürsten mit heißem Wasser, unter Umgehung der Alkalibehandiung erfolgt. Außerdem ist die bei einer Alkaiibehandlung des Leders zur Neutralisation bzw. Unschädlichmachung des in den Außenschichten des Leders noch befindlichen freien Alkalis unbedingt erfQrderliche Säurebehandlung hier überflüssig. Ledigliciz zur Aufhellung des Leders kann nach dem neuen Verfahren noch nachträglich eine vegetabilische Nachgerbung mit einer Gerbstofflösung, die einen Zusatz von Säure enthält, erfolgen. Die so hergestellten Leder sind im Gegensatz zu den bisher bekannten Ledern besonders widerstandsfähig, da durch die Umgehung der Behandlung mit starken Alkalilaugen alle die mit dieser Behandlung verbundenen schädlichen Einwirkungen auf das Leder vermieden werden.
  • Die Nachbehandlung mit Säurelösung und vegetabilischen Gerbstofflösungen erfolgte bisher in getrennten Arbeitsgängen, und es ist in der Gerbereitechnik noch kein Fall bekannt, in dem man Bäder mit Mineralsäure zusammen mit vegetabilischen Gerbstofflösungen verwendet, um ein Leder zu bleichen und gleichzeitig nachzugerben. Demgegenüber bringt die Behandlung des Leders mit Säure und Gerbstoff in einem Arbeitsgang eine wesentliche Vereinfachung des 'bisher bekannten Verfahrens mit sich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCiir,: i. Verfahren zur Herstellung festen, fast vollkommen wasserdichten, gleitfreien Leders, insbesondere von- Sohlleder, aus vegetabilisch vorgegerbten oder aus mineralisch durchgegerbten und vegetabilisch nachgegerbten Häuten, dadurch gekennzeichnet, daß das Leder üi an sich bekannter Weise mit unverseifbaren Stoffen durch Einbrennen gesättigt wird, worauf die Fettstoffe aus der Oberfläche durch mechanische Behandlung entfernt werden. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Leder nach der mechanischen Entfernung der Imprägnierstoffe aus den Außenschichten unmittelbar noch einer Nachbehandlung mit vegetabilischer Gerbstofflösung, der Säure zugesetzt ist, unterworfen wird.
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