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Zeitmeßverfahren und -gerät, insbesondere für Echolotungen Für den
Seefahrer und Luftschiffer genügen zur Bestimmung von Wassertiefen und Flughöhen,
solange er sich im großen Abstande vom Meeresboden oder von der Erde befindet, zwecks
Auffindung .des Schiffsortes und zur Vermeidung der Gefahr der Bodenberührung einzelne
Lotungen. Erst wenn Tiefen und Flughöhen stark abnehmen, wird eine schnellere Aufeinanderfolge
von Lotungen nötig. Auf allerkleinsten Tiefen besteht nicht nur das Bedürfnis nach
größter Genauigkeit der Lotung, sondern es ist auch neben schnellster Anzeige der
Messung eine Wiederholung derselben in sehr kurzen Zeitabständen erforderlich. Dies
zu erreichen, ist der Zweck des den Gegenstand der Erfindung bildenden Meßgerätes.
Die Einrichtung und Wirkungsweise des neuen Meßgerätes sowie die daraus sich ergebenden
Vorteile lassen sich am besten an der Hand eines Ausführungsbeispiels beschreiben,
das in den A.bb, i und 2 dargestellt ist.
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In Abb. i ist i eine elektrische Lampe mit möglichst punktförmigem
Leuchtkörper (z. B. eine Taschenlampenglühbirne), die ihr Licht auf eine kleine
kugelförmige Linse 2 wirft. Diese ist am Ende eines Stäbchens 3 angeordnet, welches
an einer Blattfeder q. befestigt ist, die unter dem Einfluß eines Magneten 5 steht.
Dieser Magnet 5 liegt unmittelbar oder über einen Transformator in einem Stromkreise,
in dem das Ereignis, dessen Dauer oder Stärke gemessen werden soll, eine Stromänderung
hervorruft, d. h. also bei Echolotungen z. B. im Stromkreise des Echoempfängers.
Durch ein mikroskopisches Objektiv 6 wird das von der Kugellinse 2 entworfene kleine
Bild der Lampe i stark vergrößert und über einen Spiegel io als Lichtpunkt 13 auf
eine Mattscheibe 7 geworfen, die eine Fensteröffnung im Gehäuse 8 verschließt. Da
die Kugellinse 2 eine sehr kleine Brennweite besitzt, bleibt das Bild der Lampe
i für das Auge desBeobachters punktförmig auch dann, wenn es einer starken Vergrößerung
unterworfen wird. Die Lichtstärke des Lichtpunktes 13 ist im übrigen ausreichend
groß, so .daß der Lichtpunkt 13 auch bei seiner Bewegung gut sichtbar bleibt. Ein
an der Mattscheibe 7 angeordneter L ichtschirm g schützt die Mattscheibe vor falschem
Licht. Der in den Strahlengang der Projektion der Lichtquelle eingeschaltete Spiegel
io sitzt auf der Achse einer Scheibe 15, die in bei Kurzzeitinessern bekannter
Weise sehr leicht drehbar gelagert ist und durch einen Abgangsmagneten i i und eine
Feder 12 in Umdrehung versetzt werden kann. Zu Beginn einer Messung wird der Abgangsmagnet
i i beispielsweise durch Erregen eines in seinem Stromkreise liegenden Mikrophons
oder auch durch Öffnen eines Kontaktes stromlos gemacht. Er gibt dann die als Anker
wirkende Nase 14 des Kurzzeitmesserrades i s frei, und die Feder 12 versetzt das
Rad 15 im Sinne des Pfeiles x in Umdrehung. Dabei wandert der Lichtpunkt
13
durch den mit der Scheibe 15 umlaufenden Spiegel von unten nach oben über die Mattscheibe
7 und erscheint dem Auge als einfacher gerader Lichtstrich. Wenn nun zu gleicher
Zeit die Kugellinse 2 senkrecht zur Zeichnungsebene des oberen Seitenrisses der
Abb. i schwingt, so erfährt der Lichtpunkt 13 eine seitliche Ablenkung, die zu seiner
Bewegungsrichtung senkrecht steht, und beschreibt auf der Mattscheibe statt eines
geradlinigen Lichtstriches eine Kurve. Das in Umdrehung versetzte zeitmessende System
15 stößt schließlich mit der Nase i9 gegen einen Kontakt 16 und öffnet diesen. Dadurch
wird ein Relais 17 betätigt, das auf ein Relais 18 wirkt, welches während des Rücklaufes
der Scheibe 15 die Lampe i zum Verlöschen bringt. Statt dessen kann die Einrichtung
auch so getroffen sein, daß das Relais 18 nur einen Widerstand in den Stromkreis
der Lampe i einschaltet, der die Lampe bloß verdunkelt, oder daß dieses Relais eine
Blende zum Abfangen des Lichtes in den Strahlengang der Lampe hineinschiebt. Die
beiden Relais bewirken weiter, daß während des Rücklaufes eine Verstärkung des im
Magneten i i fließenden Stromes eintritt, damit das Ankerblech 14. trotz der Gegenwirkung
der Feder 12 vom Magneten i i wieder angezogen wird. Beim Anziehen des Ankers 14
werden durch eine Nase 2o der Scheibe 15 drei Kontakte 21, 22, 23, die vor einem
festen, die Radverdrehung in der Anfangsstellung begrenzenden Anschlag 24 liegen,
nacheinander geschlossen. Hierdurch wird in Zusammenarbeit mit den Relais 17 und
i8 bewirkt, daß der zusätzliche Strom des Magneten 11 wieder ausgeschaltet wird
und die Lampe i wieder aufleuchtet, und daß ein Widerstand, der während der Zeit
der Messung ausgeschaltet war und die Lampe i mit Überspannung brennen ließ, wieder
eingeschaltet wird, so daß die Lampe für die Zeit, in der der Lichtpunkt sich in
Ruhe befindet, mit normaler Spannung brennt.
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Die Arbeitsweise des Gerätes ist also zunächst die, daß zu Beginn
einer Messung durch ein Unterbrechen oder durch ein Herabsetzen der Intensität des
im Magneten i i fließenden Stromes die Scheibe 15 mitsamt dem Spiegel io in Bewegung
gesetzt wird. Dies geschieht, wie bekannt, praktisch fast ohne Anlaufzeit und mit
größter Zeitgenauigkeit, da die Scheibe 15 ihre volle Geschwindigkeit in dem kurzen
Augenblick erreicht, die die Blattfeder zum Entspannen braucht, weil die Kraft des
Magneten i i nur gerade so groß gemacht ist, daß sie die Kraft der Feder 12 eben
überwindet. Bei wissenschaftlichen Messungen genügen sonach schon ganz geringe Kräfte,
um eine zeitgenaue Aus-Lösung des zeitmessenden Systems zu bewirken. Auch der Lichtpunkt
13 wird nun mit der gleichen Zeitgenauigkeit über die Mattscheibe 7 geführt, auf
der man eine in beliebige Zeitwerte (z. B. in Tiefen- oder in Höhenmeter) eingeteilte
Skala4o anbringen kann. Die Ruhestellung des Lichtpunktes 13 fällt in diesem Falle
mit dem Nullpunkt der Skala q.o zusammen.
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In Abb. 2 ist das Schaltschema des Ausführungsbeispieles nach Abb.
i dargestellt. Wenn bei Beginn der Messung das Abgangsinikroplion 25 z. B. durch
das Lotsignal erregt und stromlos gemacht wird, wird der Strom der Spule 26 des
Magneten i i, die mit Selbstunterbrechung über eine Nase 20 und über einen federnden
Kontakt 21 über die Batterie 27 geschaltet ist, gänzlich ausgeschaltet oder doch
soweit herabgesetzt, daß die Anziehungskraft des Magneten i i kleiner wird als die
Federkraft der Feder 12. Die Feder 12 kann sich nunmehr entspannen und versetzt
das Kurzzeitinesserrad 15 in Umdrehung. Dabei öffnen sich die Kontakte 21, 22 und
23, und der Strom der Spule 26 wird ganz ausgeschaltet. Das Rad 15 wird nun mit
großer Geschwindigkeit in der Pfeilrichtung x herumgeworfen und schlägt schließlich
mit der :Nase i9 den Kontakt 16 für einen Augenblick auf. Dadurch wird das mit Selbstunterbrechung
geschaltete Relais 17 stromlos. Es öffnet sich infolgedessen .die Kontaktverbindung
28, 29, und der Kontakt zwischen 29 und 30 wird geschlossen. Hierdurch wird
nunmehr das Relais 18 unter Strom gesetzt, .das einen Kontakt zwischen 31 und 32
öffnet und einen anderen zwischen 32 und 33 schließt. Durch das Öffnen des Kontaktes
31. 32 verlöscht die Lampe i, die bisher vom Augenblicke der Ingangsetzung der Scheibe
15 durch Öffnen des zum Widerstande 34 parallel liegenden Kurzschlußkontaktes 22
mit Überspannung gebrannt hatte. Durch das Schließen des Kontaktes 32, 33 wird die
Spule 35 - des Magneten i i unter Strom gesetzt. Der Magnet i i wird idamit erregt,
und das in der Zwischenzeit vom Federkontakt 16 zurückgeworfene Rad 15 dreht sich
unter Spannung der Feder 12 so weit zurück, bis,der Anker 14 vom Magneten i i unter
Spannen der Abschnellfeder 12 angezogen wird. Dabei wird die Nase 2o gegen den festen
Anschlag 24 gedrückt, wobei die Kontakte 21, 22 und 23 wieder geschlossen werden.
Da nun der Kontakt 23 parallel zum Selbstunterbrechungskontakt 28, 29 des Relais
17 liegt, wird dieses Relais dadurch wieder in Anzugstellung gebracht. Hierdurch
wird aber andererseits das Relais 18 wieder stromlos, wodurch der Kontakt 31, 32
geschlossen wird und die Lampe i wiederum aufleuchtet und mit normaler Spannung
brennt.
Der Kontakt 32, 33 macht durch sein öffnen die Magnetspule 35 stromlos, so daß der
Magnet i i nunmehr allein durch den Strom erregt bleibt, der durch Schließen des
Kontaktes 2 1 bei der Ruhestellung des Rades 15 in der Spule 26 fließt. Die
Ausschaltung der Spule 35 ist für genaue Messungen notwendig, damit sich durch g;
ringe Stromänderung im Kreise der Magnetspule 26 ein Abschnellen des Rades
15 vom Magneten ii zeitgenau bewirken läßt. Die Kontakte 21 und 23 müssen
so angeordnet sein, daß bei der Rückdrehung des Rades zuerst der Kontakt 21 und
dann erst der Kontakt 23 geschlossen wird, damit die Magnetspule 26 früher unter
Strom gesetzt wird, als der Strom in der Spule 35 verschwindet.
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Durch die beschriebene Schaltungsweise wird also erreicht, daß beim
Stromloswerden der Magnetspule 26 das Rad 15 mit dem Spiegel io herumfliegt,
von seiner federnden Begrenzung 16 zurückgeworfen wird, die Antriebsfeder 12 wieder
spannt und in seiner Anfangsstellung in Ruhe verbleibt. Dieser Vorgang wiederholt
sich so oft, wie man den Magneten i i stromlos macht, selbst wenn dies in einer
Sekunde mehrmals geschehen sollte. Die Scheibe 15 vermag zufolge ihrer geringen
Maße und der kräftigen Federn 12 und 16 sowohl den Hin- wie den Rückgang sehr schnell
auszuführen. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Scheibe 15 dreht, läßt
sich verändern, wenn man die Antriebsfeder 12 mehr oder weniger spannt. Es können
dabei Einrichtungen getroffen sein, die durch Einstellen eines Zeigers 36 gegenüber
einer Teilung 37 stufenweise eine bestimmte Spannung der Feder 12 einzustellen gestatten,
so daß jeder Stellung des Zeigers 36 eine bestimmte Geschwindigkeit des Rades 15
entspricht. Dabei ist es das zweckmäßigste, die Stufen so zu wählen, daß man, um
eine einzige Skala 4o benutzen zu können, die Geschwindigkeit so steigert, claß
sie ein gerades oder ungerades ganzes Vielfaches der vorhergehenden Geschwindigkeit
beträgt. Selbstverständlich kann man aber auch für jede eingestellte Geschwindigkeitsstufe
eine besondere Skala. anordnen.
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Der Stromverlauf der Einrichtung, die den Lichtpunkt 13 seitlich
ablenkt (Kurve nach Abb.4a), ist ebenfalls in Abb.2 dargestellt. Die oben bereits
erwähnte, die Kugellinse 2 tragende Feder 4 von hoher Schwingungszahl und großen
Ausschlägen schwingt samt der an ihr befestigten Kugellinse 2 nahe vor dem Pol des
ebenfalls oben schon erwähnten zweipoligen Magneten 5, und zwar am besten so, daß
sie, wie Abb. i oben erkennen läßt, zwischen die Pole mit äußerst geringem Abstand
hineinschwingen kann. Die Feder 4 kann dabei durch Verschieben des Magneten so eingestellt
werden, daß ihre Spannung ein Maximum wird. Dadurch erreicht man einerseits, daß
die geringste Stromherabsetzung in der Spule des Magneten 5, beispielsweise durch
ein Mikrophon 38 bei dessen Erregung durch das zurückkehrende Echo, bewirkt, daß
die Feder 4 sich sofort vom Magneten entfernt und daß andererseits der hierbei entstehende
Ausschlag ein Maximum wird. Zur Erzielung recht großer Ausschläge empfiehlt es sich
deshalb, die Linse 2 nicht unmittelbar an der Feder 4 anzuordnen, sondern, wie erwähnt,
unter Zwischenschaltung eines dünnen Stäbchens 3, dessen Schwingungszahl auf die
Schwingungszahl der Feder 4 abgestimmt sein kann. Dabei kann die Linse 2 von einer
leichten lichtundurchlässigen Blende 39 eingefaßt sein, damit falsches Licht von
der Projektionsfläche ferngehalten wird. .Um die Skalenteile gut erkennen zu können,
kann man dann zur Ablesung im Dunkeln eine nicht dargestellte Innenbeleuchtung vorsehen.
Will man bei Echolotungen, bei denen Mikrophone zum Steuern benutztwerden, dieEinwirkung
langsamer Stromschwankungen ausschalten, so empfiehlt es sich, in an sich bekannter
Weise bei dem Magneten 5 zwei Wicklungen zu verwenden, von denen die eine durch
einen Lokalstrom erregt wird, während das Mikrophon über einen Transformator auf
die andere Spule wirkt.
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Die beschriebene Einrichtung mit schwingender Kugellinse 2 besitzt
naturgemäß eine stark ausgeprägte Neigung zu Eigenschwingungen, die bei manchen
Messungen, bei denen der ganze Meßapparat wie auf Flugzeugen starken Schwankungen
und Erschütterungen ausgesetzt ist, zu Schwierigkeiten führen kann, die das Meßergebnis
unbrauchbar machen können. In solchem Falle empfiehlt es sich, die Schaltung der
Spule des Magneten 5 so auszuführen, daß man die Feder mit einem Anker versieht,
der sich gegen den Magnetpol anlegt und hierbei einen Selbstunterbrechungskontakt
im Stromkreise des Magneten 5 schließt (auf der Zeichnung nicht dargestellt). Bewirkt
man auch hier die Einstellung so, daß die Federspannung ein Maximum wird, dann lassen
sich sehr scharf einsetzende und sehr große zeitgenaue Ausschläge erreichen. Bei
dieser Anordnung werden, wenn die Feder 4 am Kontakt anliegt, die durch mechanische
Erschütterungen hervorgerufenen Schwingungen der Feder 4 sehr stark gedämpft und
unter Umständen ganz aufgehoben. Die eben beschriebene Schaltung wird sich besonders
auch dann mit Vorteil anwenden lassen, wenn das Echo in seiner Wirkung schon sehr
schwach geworden ist und geringe Ausschläge liefert, da alsdann das Echo nur auslösend
wirkt und Ausschläge
beliebiger Größe erhalten werden können. Endlich
eignet sich diese Schaltung auch besonders gut für wissenschaftliche Messungen.
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In Abb. .Ia ist nun ein Schaubild einer Lichtkurvenablesung dargestellt,
wie sie die Einrichtung nach Abb. i und 2 mit federnder Linse und unmittelbar in
den Stromkreis des Echomikrophons 38 eingeschaltetem Magneten 5 ergibt, und
zwar bei Ausführung einer Echolotung, bei der auch die direkten Schallwellen des
Echosignals auf den Echoempfänger -schwach einzuwirken vermögen. Wie die Kurve 4a
erkennen läßt, steigt bei einer vorgenommenen Lotung der Lichtpunkt 13 zunächst
von der Nullinie bis zum Punkte« senkrecht hoch. Diese geratdliitige Bewegung wird,
wie oben erklärt wurde, dadurch hervorgerufen, daß der Spiegel io bei Abgabe des
Echonotsignals infolge von dessen Einwirkung auf das Abgangsmikrophon 25 mit der
Scheibe 15 in Drehung versetzt wird. Gelangen nun die Schallwellen des Signals um
den Schiffsboden herum zum EchoempfangsmikrophOn 38, so wirken sie, wenn auch schwach,
weil zweimal gebeugt, auf dieses ein. Infolgedessen wird der Magnet 5 auf einen
kurzen Augenblick stromlos, die Ankerfeder .I sowie die Kugellinse 2 schnellen vom
Magneten etwas ab und führen einige kleine Schwingungen aus, die sich in Abb. 4a
zwischen o und i der Skala 40 in der Lichtkurve deutlich von a an bemerkbar machen.
Die Feder,4 mit der Kugellinse beruhigt sich dann wieder, der Anker ist wieder in
seine Anfangslage angezogen, und der Lichtstrich läuft, sich der Anfangsrichtung
wieder nähernd, in etwa einer Geraden weiter, bis sich bei ß der Echoschall mit
erheblich größerer Intensität bemerkbar macht. Die Ankerfeder schnellt nun, da der
Magnet erneut stromlos geworden ist, wieder, und zwar dieses Mal entsprechend der
größeren Schallintensität des Echos, viel stärker seitlich aus, wobei er die Kugellinse
mitnimmt. Der Lichtstrich zeigt deshalb von ß eine große seitliche Lage, in der
er Schwingungen ausführt, die mit dem Auge sehr gut zu erkennen sind. Der Lichteindruck
auf das Auge bleibt selbst nach dem Erlöschen der Lampe bei y noch bestehen. Die
Kugellinse 2 bzw. deren Lichtpunkt 13 schwingt so einige Male hin und her und kommt
dann ebenfalls wieder zur Ruhe; die Lichtkurve nähert sich dann allmählich wieder
der ursprünglichen Bahn, bis sie bei y plötzlich verschwindet, weil die Lampe, wie
erwähnt, erlischt, wenn die Nase i9 den Federkontakt 16 aufschlägt. Der Beobachter
kann also aus der Lage des großen Ausschlages bei ß sehen, daß die gelotete Tiefe
je nach der verwendeten Eichung 25 cm oder 2111, m oder 25 in beträgt.
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In Abb.4b ist die Ablesung einer Echolotung dargestellt, bei der die
direkten Schallwellen keine Einwirkung auf den Echoempfänger auszuüben vermögen,
sei es, daß die Abschirmung seht vollkommen ist, oder daß eine Abschaltung des Echoempfangsmikrophons
angewendet wurde. Hier läuft die Kurve vom Nullpunkt der Skala in gerader Linie
hoch bis zu ß, d. h. bis zu dem ."#,ugen.blicle, wo das Echo einsetzt, weil die
Schwingungseinwirkung der direkten Schallwellen, die in Abb. 4a bei a zu erkennen
war, hier fehlt.
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Der zeitgenaue Lauf und die Helligkeit'der Ablesung ermöglichen es,
die Ablesung der geloteten Tiefe an der Skala 4o sehr genau vorzunehmen, und da
mit abnehmender Tiefe die Intensität des Echos zunimmt, so werden die bei ß beginnenden
waagerechten Strecken mit abnehmender Tiefe immer länger. Die Größe des Ausschlages
beträgt beispielsweise bei i _i Flughöhe- bereits etwa 2o mm und mehr. Dies ist
b--sonders wichtig zur Ablesung innerhalb der Flughöhe von i m bis herunter zu o,
weil das genaue Ablesen dadurch mit abnehmender Tiefe immer mehr erleichtert wird.
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Eine zweckmäßige Art, das neue Zeitmeßgerät nach Abb. i und 2 zu betreiben,
ist die, daß man das zeitmessende System sofort, nachdem es den Rückwärtslauf beendet
hat, sich selbsttätig wieder auslösen läßt, so daß es dieses Spiel dauernd wiederholt.
Zu diesem Zwecke genügt es, wenn man den Stromkreis der einen Wicklung 26 der Spule
i i dauernd offenhält, da dann die Spiegelachse dauernd pendelnde Schwingungen ausführt.
Der alsdann überflüssig gewordene Kontakt 2i kann dazu benutzt werden, einen Schall-
oder Knallsender zu steuern. Richtet man es dabei so ein, daß die Feder dieses Kontaktes
21 um die Achse des Rades 15 verstellbar ist, dann kann man sie in der Richtu=ng
des Vorwärtslaufes des Rades etwas verstellen, so daß die Zeit gerade ausgeglichen
wird, die der Schallsender zum Anlaufen braucht. In dieser Form führt das neue Gerät
durch einfaches Umlegen eines Schalters vollkommen selbsttätig ohne Bedienung durch
Menschenhand Echolotungen aus. Die Zeitintervalle zwischen den einzelnen Lotungen
lassen sich dabei auf zweifache Weise während des Betriebes ändern, entweder dadurch,
daß man den federnden Endkontakt 16 um die Spiegelachse verstellt oder indem man
bei fester Stellung dieses Kontaktes die Spannung der Feder 12 mittels der Einstellvorrichtung
36, 37 ändert. Vorteilhaft ist es sogar, beides gleichzeitig zu machen, damit man
für die kleinen Tiefen nicht nur eine schnellere Signalfolge, sondern auch größere
Ausschläge erhält, die an einer
dazu passenden Skala abgelesen werden
können.
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In Abb. 3 ist eine andere Vorrichtung zur seitlichenAblenkung des
Lichtpunktes mittels Kugellinse dargestellt, die fast aperiodisch schwingt, trotzdem
aber empfindlich ist und große Ausschläge ergibt. Sie soll an Stelle der Vorrichtung
2, 3, 4 in Abb. i und 2 treten. Diese Vorrichtung ist besonders bei solchen Echolotgeräten
am Platze, bei denen man wie auf Flugzeugen mit starken Erschütterungen und Schwankungen
zu kämpfen hat und trotzdem die größte Zeitgenauigkeit und große und deutlich sichtbare
Ausschläge benötigt. Ein Spiegel 41 ist hier um eine Achse 42 drehbar, die so nahe
wie möglich am Magnetpol 5 angeordnet ist. Eine Feder 43, die dicht an der Achse
angreift, selbst aus magnetischem Material besteht oder doch einen solchen Anker
trägt und vor den Polen schwingt oder zwischen sieh.ineinzuschwingen \-ermag, wird
durch den Magneten 5 gespannt und erteilt dem Spiegel einen Drehimpuls, sobald der
Magnet 5 stromlos gemacht oder geschwächt wird. Ferner ist eine Feder 44 angeordnet,
die den Spiegel 42 gegen die Feder 43 andrückt und der Rückdrehung des Spiegels
nach einem Ausschlage dient. Der Spiegel 41 einer solchen Vorrichtung führt nicht,
wie die Feder 4 des ersten Ausführungsbeispiels Schwingungen aus, da die Feder 43
ihn nur zu drehen vermag, wobei die Feder 44, die nicht unter dem Einfluß des Magneten
steht, den Spiegel stützt und ihn, ohne wesentliche Schwingungen zuzulassen, wieder
in seine Ruhelage zurückschwingt. Auch hier ist zur Erzielung größerer Ausschläge
durch geringe Intensitäten die Anwendung der Selbstunterbrechungsschaltung möglich
und zweckmäßig, die bereits weiter oben bei der Beschreibung des Apparates mit schwingender
Kugellinse beschrieben worden ist.
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Die Einrichtung nach Abb. 3 ist besonders geeignet für Echolotungen,
bei denen mit gerichteten Schallwellen, Abschirmung und festgehaltenen oder abgeschalteten
Empfängern gearbeitet wird, da hierbei die Einwirkung der Signalabgabe auf das Meßgerät
gleich Null oder doch stets schwächer ist als die des Echos.
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In Abb.4c ist eine Ablesung dargestellt wie in Abb.4a, jedoch unter
Benutzung der Einrichtung nach Abb. 3 mit Spiegelablenkung der Lichtkurve. Die gelotete
Tiefe ist 2 m (oder auch 2o cm), und die Kurve läßt erkennen, daß der Spiegel nur
ganz leichte Schwingungen, aber deutlich erkennbare seitliche Lageänderungen ausgeführt
hat. Das neue Meßgerät ist natürlich in seiner Konstruktion nicht auf elektrische
Ablenkungsvorrichtungen beschränkt, es lassen sich vielmehr an deren Stelle auch
alle bekannten, unmittelbar akustisch arbeitenden Ablenkungsvorrichtungen, wie schwingende
Stimmgabeln mit Spiegeln oder Membranen mit Spiegeln mit oder ohne Resonantoren
usw., verwenden.
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Es ist ein besonderer Vorteil des neuen Gerätes, daß man an der Größe"
des seitlichen Kurvenausschlages erkennen kann, ob das abgegebene Lotsignal die
richtige Stärke hatte und ob es scharf genug einsetzte. Dieses ist bei Lotungen
mit abgebremstem Kurzzeitmesser nicht erkennbar, weil der Einfall der Bremse bei
schwachem und starkem Lotsignal gleicherweise erfolgt.
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Die den Erfindungsgegenstand bildende Meßvorrichtung läßt sich bei
Echolotungen besonders vorteilhaft mit solchen Schallempfängern betreiben, die keine
mikrophonischen Kontakte besitzen, wie Glimm-, Glüh-oder Kondensatormikrophone,
elektrostatische und elektrodynamische sowie elektromagnetische Schallempfänger.
Verwendet man Schallempfänger, deren Erregung möglichst proportional der Echostärke
ist, so läßt sich die Teilung .der Skala des Meßgerätes so ausführen, daß neben
einer Zeitteilung, die für Flugzeuge als Höhenteilung, für Schiffe als Tiefenteilung
direkt in Metern geeicht sein kann, senkrecht zu dieser eine Intensitätsskala angeordnet
ist, die mit der Zeitskala denselben Nullpunkt hat. Eine solche in waagerechter
Richtung von o bis 5 aufgetragene Skala ist in Abb.5a dargestellt. Die in 5a dargestellte
Kurve J ist eine sogenannte Normalintens.itätskurve, d. h. eine Kurve, die bei normaler
Beschaffenheit des Lotsignals die zu den jeweiligen Tiefen (i bis 7) gehörigen normalen
Intensitätsausschläge angibt.
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Abb. 5b zeigt eine Skala mit drei Normalintensitätskurven J', J=,
J3 des Echos für bestimmte Bodenbeschaffenheit der Reflexionsfläche, z. B. feste
Erde oder Wasserflächen oder Schneefeld, die zu erkennen gestatten, ob die Intensität
des Echos bei normaler Stärke und Beschaffenheit des Schallsignals und der jeweiligen
Flughöhe normal ist. Eine Abweichung davon läßt auf eine Änderung der Bodenbeschaffenheit
schließen. Es können auf ein und derselben Skala also je nach dem Verwendungszweck
des Lotgerätes mehrere Intensitätskurven zweckmäßig in verschiedenen Farben aufgetragen
sein. Sie sind in der Abb. 5b durch verschiedene Darstellung (ausgezogen, gestrichelt
und strichpunktiert) kenntlich gemacht und entsprechen dem jeweiligen Reflexionsvermögen
der verschiedenen Bodenarten (Erde, Wasser, Schnee), die ebenso wie Eisflächen,
bewachsene Felder,
Baumkronen und Wälder die Stärke des Echos wesentlich
beeinflussen und so bis zu einem ge-,vissen Grade an dem Echolotapparat erkennbar
sind. Voraussetzung ist dabei, daß die Intensität der ausgesandten Schallwellen
stets die gleiche ist. Zu diesem Zwecke ordnet man, wie Abb. Sb erkennen läßt, unterhalb
und am besten parallel zur Intensitätsskala noch eine besondere Teilung an, deren
Länge der normalen Schallintensität des Gebers entspricht und auf der ein besonderer
Schallstärkenmesser die Intensität des Geberschalles bei jeder Lotung anzeigt. Dieser
Schallstärkenmesser kann in der gleichen Weise ausgebildet sein wie die schon erwähnte
Ablenkungsvorrichtung 2, 3, 4, 5 nach Abb. i.
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Es hat sich des physiologischen Eindruckes wegen besonders bei Luftfahrzeugen
als zweckmäßig erwiesen, daß man den Nullpunkt der Höhenskala an das untere Ende
derselben verlegt, damit der beim Landen allmählich immer mehr sinkende waagerechte
Lichtzeiger gewissermaßen den Vorgang des Landens eines Flugzeuges nachahmt. Um
diesen Eindruck noch zu erhöhen, ist, wie ebenfalls in Abb. Sb dargestellt, der
unterhalb der Nullinie liegende Teil der Skala durch Färbung oder Strichelung (bei
Schiffen als Grund, bei Flugzeugen als Erdboden) kenntlich gemacht, wobei es zweckmäßig
ist, die Projektionsebene an dieser Stelle undurchsichtig zu machen -und ein Fenster
für die Nullstellung des Lichtzeigers (die nicht unbedingt mit dem Nullpunkt der
Skala zusammenzufallen braucht) ausspart. Die Projektion der Ablesung kann sowohl
in der Durchsicht wie in der Draufsicht erfolgen. Dabei kann die Skala 4o auch gekrümmt
sein. In Abb. 6 ist eine derartige Skala für Draufsicht dargestellt, deren Fläche
eine Kegelfläche darstellt. Eine Ablesung mittels Spiegels ergibt bei derartigen
Geräten, wenn man nicht eine große Anzahl derselben verwenden will, im günstigsten
Falle die Möglichkeit, eine Winkelverdrehung der Achse bis etwa i8o° auszunutzen.
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Abb. 7 zeigt, wie man eine volle Umdrehung der Spiegelachse bei den
neuen Meßgeräten dadurch ausnutzen kann; daß man das vom Echo beeinflußte Schwingungssystem
unmittelbar auf die Kurzzeitmesserachse setzt. Dabei sorgen zwei Spiegel 46 und
47 dafür, daß das Licht der fest mit dem Spiegel 46 verbundenen Lampe 45, nachdem
es durch die Schwingungsvorrichtung, bestehend aus der schwingenden Kugellinse 2
und dem Objektiv 6, hindurchgegangen ist, auf die Projektionsfläche geworfen wird,
die in diesem Falle mit einer Kreiseinteilung versehen ist und sowohl eben als auch
zylinderförmig, 40a, gestaltet sein kann. In letzterem Falle ist der Strahlengang
in gestrichelter Darstellung veranschaulicht. Statt der schwingenden Kugellinse
2 kann natürlich auch die Spiegelschwenkeinrichtung nach der Abb.3 unmittelbar auf
der Kurzzeitmesserachse angeordnet werden.
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Eine für Flugzeuge bestimmte, möglichst gedrungene und wenig Raum
erfordernde Ausführungsform ist in Abb.8 dargestellt. Auf der sich zeitgenau verdrehenden
Spiegelachse 48, die den Spiegel 49 trägt, ist ein bei Behmzeitmessern bekanntes
Glasrad So mit Gradteilung angeordnet, die von einer Birne 51 mittels einer Linse
52 und einer Anzahl von Spiegeln, von denen nur einer mit 53 in der Zeichnung wiedergegeben
ist, auf ein in Abb. 9 dargestelltes kreisförmiges Fenster 54 im Gehäuse 8 projiziert
wird. Die Einstellung der Glasskala wird, wie bei Behmzeitmessern bekannt ist, an
einem festen Nullstrich abgelesen. Die Ablesung der Lichtpunktkurve erfolgt an einer
zweiten Skala 4o, wie in Abb. 9 unten dargestellt ist. Die Arbeitsweise dieser Ausführungsform
des Erfindungsgegenstandes ist folgende: Für geringe Tiefen erfolgt die Ablesung
auf der Skala 40 mittels der dort erscheinenden Lichtkurve. Da hierbei eine Beleuchtung
des Fensters 54 stören würde, ist beispielsweise durch einen Schleifkontakt 55 (Abb.
8) auf der Spiegelachse dafür gesorgt, daß die der Projektion dienende Lampe 51
während der Winkelverdrehung, wo der Kurvenlichtzeiger auf der Skala 40 (Abb. 9)
sichtbar ist, dunkel bleibt. Ein weiterer Schleifkontakt 56 (Abb. 8) sorgt durch
Kurzschließen oder Ausschalten eines Stromkreises dafür, daß die zum Abbremsen in
bekannter Weise angeordnete Bremsvorrichtung 57 erst dann in Tätigkeit zu treten
vermag, wenn der Lichtzeiger am vorletzten Teilstrich der Skala 40 steht. Die Einstellung
des Schleifkontaktes 55 ist so gewählt, daß zu diesem Zeitpunkt auch die Lampe 51
aufzuleuchten vermag. Dabei ist an der Bremse noch die Einrichtung getroffen, daß
gleichzeitig mit der Erregung der Bremse oder durch ihren Einfall selbst ein nicht
dargestelltes Zeitverzögerungsrelais in Tätigkeit tritt, das die Bremsung beispielsweise
nach einer halben oder ganzen Sekunde wieder aufhebt, so daß genügend Zeit zur Ablesung
der Skala vorhanden ist. Die Spiegelachse wird nach Aufhebung der Bremsung durch
eine Spiralfeder wieder in die Nullstellung zurückgedreht. So wird es möglich, auch
für größere Höhen oder Tiefen, als für welche die Kurvenskala 4o allein eingerichtet
ist, unter Abbremsung der Spiegelachse kontinuierliche Lotungen zu erhalten.
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Es ist auch möglich, das beschriebene Gerät nach Abb. 8 so zu betreiben,
daß man die
zeitgenaue Verdrehung der Spiegelachse dadurch bewerkstelligt,
daß durch das ausgesandte Schallsignal der Spiegel im Augenblick der Schallentstehung
in den Lauf eines zeitgenau laufenden Feder- oder Elektrotnotors durch ein akustisches
Relais eingekuppelt und nach einer Umdrehung selbsttätig wieder ausgekuppelt wird.
Bei weniger genauen Messungen kann man den Betrieb des neuen Gerätes auch so einrichten,
daß man den Antrieb der Spiegelachse nicht durch das akustische Signal auslöst,
sondern die Auslösung anderweitig bewirkt und alsdann ein von der Spiegelachse gesteuerter
Kontakt die Echolotsignalauslösung bewirkt. Bei Benutzung von Schallsendern, die
mit Druckluft, also mit Ventilen arbeiten, wie Nebelhörnern, Pfeifen, Sirenen, entstehen
dabei konstante Verzögerungsfehler, die man in ihrem Einfluß auf die Messung dadurch
beseitigen kann, daß man dein auslösenden Kontakt eine solche Stellung gibt, daß
die Auslösung des Schallsignals so früh erfolgt, daß die wirksame Schallerzeugung
mit dem Nullpunkt der festen Skala zusammenfällt, fler in diesem Falle also nicht
mit dem Bewegungsbeginn des Lichtpunktes zusammenfallen darf.
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Die beschriebenen Geräte sind in erster Linie für Echolotungen bestimmt;
sie sind jedoch auch außerhalb dieses Rahmens für beliebige Zeitmessungen zu verwenden,
einerlei ob sie physikalischer, akustischer, ballistischer oder allgemein wissenschaftlicher
Natur sind, wozu das Gerät auch deshalb geeignet ist, weil mit ihm nicht nur der
Eintritt eines "Leitereignisses (beispielsweise eines Echos), sondern auch die Dauer
eines solchen sowie seine Intensität bestimmt werden kann, einerlei ob eine Knall-
oder Tonwelle dasselbe verursacht hat. Vor allem aber gestattet das Gerät, allerkleinste
Zeiten mit allerhöchster Genauigkeit zu messen, was gerade bei Echolotungen von
Flugzeugen aus oder für Schiffe, die in ganz seichtem Wasser fahren, von größter
Bedeutung ist. Flughöhen lassen sich dabei selbst dann äußerst zeitgenau bestimmen,
wenn sie unterhalb eines Meters liegen und nur nach Dezimetern messen. In der Zeitfolge
der Lotung ist es in keiner Weise beschränkt oder festgelegt, da es durch das Aussenden
der Schallsignale selbst gesteuert wird, indem das Gerät im Rhvthmus der Ton-oder
Knallfolge arbeitet. Man kann daher Einzelmessungen in beliebig langen Zeitabständen
ausführen und diese Zeitabstände allmählich kürzen oder steigern, wie die augenblicklichen
Bedürfnisse des Fahrens oder des Landens es erfordern. Auch kann man einer Reihe
in allerschnellster Zeitfolge abgegebener Schallsignale plötzlich wieder Einzelmessungen
in großen Zeitabständen folgen lassen. Ein weiterer Vorteil dieses Gerätes ist es,
daß man bei Echolotungen mit ihm auch die Echointensität (besonders bei Luftlotungen
zur Prüfung der Beschaffenheit des Geländes in bezug auf seine Eignung für Landung)
messen kann. Mit ihm kann man auch die Intensität des ausgesandten Schallsignals
in bezug auf seine richtige Stärke kontrollieren, denn nur für diesen Fall lassen
sich aus der Echointensität Schlüsse auf die Beschaffenheit der Erdoberfläche oder
des Meeresgrundes ziehen.
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Neben diesen zahlreichen Vorteilen besitzt die neue Zeitmeßvorrichtung
noch den, daß man in sehr einfacher Weise, ohne die Umlaufgeschwindigkeit des Spiegels
verändern zu müssen, den Meßbereich des Instruments verändern kann, indem man den
in Abb. i dargestellten federnden Endkontakt 16 um die Spiegelachse als Mittelpunkt
einstellbar macht. Die Verschiebung dieses Kontaktes kann allmählich oder in Stufen
geschehen, aber auch gleichzeitig mit einer Änderung der Umdrehungsgeschwindigkeit
erfolgen. Der dadurch erzielte Vorteil liegt darin, daß Lotungen bei kleinen Abständen
sehr schnell erfolgen können, da das Instrument alsdann nur eine geringe Winkelverdrehung
auszuführen hat. Durch das neue Zeitmeßger ät ist es möglich, auch Sirenen, Pfeifen.
Nebelhörner und alle nicht elektrisch betriebenen Schallsender zu dauernden Echolotungen
zu verwenden, da es vom Sender selbst gesteuert werden kann und nicht einen Sender
steuern muß.
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In Abb. i i ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der die projizierte
Glasskala 50 nach Abb. 8 innerhalb einer Kegelmantelskala nach Abb.6 für den Kurvenzeiger
liegt. Abb. io zeigt die Anordnung der Teile des dazu notwendigen Gerätes. 5o ist
die mit Gradteilung versehene Glasscheibe, d9 der rotierende Spiegel, .Io die Kegelmantelskala,
51 die Lampe zur Beleuchtung der Glasteilung, 52 ein Objektiv, 53 und
58 zwei Spiegel, 54 ein rundes Mattscheibenfenster, das in eine durchsichtige
Glasscheibe 59 eingesetzt ist.
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Ein- Hauptwert des beschriebenen Gerätes besteht noch darin, daß die
großen Flughöhen und Wassertiefen durch mehrmalige Umdrehung der Spiegelachse und
Projektion der an der Achse befestigten Glasteilung unter gleichzeitiger Umdrehungszählung,
die mittleren Tiefen durch einmalige Umdrehung dieser Teilung und die ganz kleinen,
bis zu den allerkleinsten Tiefen und Höhen an der neuartigen Kurvenskala unter gleichzeitiger
Ablesung der Echo- sowie der Geberintensität, die einen Rückschluß auf die Grund-
und
Bodenbeschaffenheit zuläßt, gemessen werden können. Dabei arbeitet
das neue Gerät auf das ausgesandte Schallsignal hin vollkommen selbsttätig und kann
durch Betätigen eines Umschalters, der den im Stromkreis der Magnetspule 26 (Abb.
2) liegenden Schallempfänger ausschaltet und den Kontakt 21 auf einen Schallsender
umschaltet, augenblicklich in eine automatische Echoloteinrichtung verwandelt werden,
die nun auch die Schallaussendung selbsttägig vornimmt. Dabei ist es möglich, die
Zeitfolge der Signale beliebig zu regeln und für kleinere Tiefen größere Skalenteile
als auf großen zu benutzen.
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Für Landungszwecke von Flugzeugen kann auf der Skala des Zeitmeßgerätes
noch ein besonderer Zeiger, etwa in Form eines horizontalen Striches bei waagerechter
Lage des Flugzeuges oder eines Flugzeugschattenbihdes, angeordnet werden, der in
bekannter Weise die Schräglage des Flugzeuges in der Längsrichtung, gegebenenfalls
auch in der Querrichtung kenntlich macht. Dieser Zeiger kann auf der Skala angeordnet
sein, er kann je-
doch auch als Lichtbild auf die Skala projiziert werden.
Dieses Projizieren der Lage des Flugzeuges ist deshalb sehr wichtig, weil bei ganz
niedrigen Landungsflughöhen die Flügel oder der Schwanz des Flugzeuges leicht den
Boden streifen können, was der Pilot so zu vermeiden in der Lage ist. Will man bei
Flugzeuglotgeräten die Zeitfolge der auszusendenden Lotsignale so gestalten, daß
bei größeren Fluggeschwindigkeiten eine größere Zahl und bei geringeren Fluggeschwindigkeiten
eine kleinere Zahl von Lotsignalen ausgesandt wird, so kann man die Abgabe der Lotsignale
z. B. durch ein vom Wind angetriebenes Flügelrad steuern.