DE526140C - Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln aus Kakaoabfaellen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln aus Kakaoabfaellen

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DE526140C
DE526140C DESCH89752D DESC089752D DE526140C DE 526140 C DE526140 C DE 526140C DE SCH89752 D DESCH89752 D DE SCH89752D DE SC089752 D DESC089752 D DE SC089752D DE 526140 C DE526140 C DE 526140C
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/10Animal feeding-stuffs obtained by microbiological or biochemical processes
    • A23K10/12Animal feeding-stuffs obtained by microbiological or biochemical processes by fermentation of natural products, e.g. of vegetable material, animal waste material or biomass

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln aus Kakaoabfällen Bei der Kakaofabrikation fallen reichliche Mengen ab, und zwar der sogenannte Kakaogrus, Kakaoschalen usw., die sowohl verdauliches Eiweiß als auch Rohprotein enthalten und die infolgedessen an sich als Viehfutter geeignet erscheinen. Trotzdem war es aber seither.nicht möglich, diese Stoffe für diesen Zweck zu verwenden, weil sie selbst bei geringen Gaben von 5oo g täglich erhebliche Verdauungsstörungen verursachen. Kühe, welche 3 Tage lang 5oo g derartige Kakaoabfälle gemischt mit Melasse erhielten, drohten einzugehen, so daß die Fütterungsversuche schleunigst eingestellt werden mußten.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, eiweißreiche Futtermittel durch Tränken faseriger Unterlagen mit einer amidreichen Nährflüssigkeit und Überführung der Amidein Eiweißstoffe durch Gärung mittels Hefe zu gewinnen. Dagegen ist es neu, daß sich bei Verwendung von Kakaoabfällen zur Ausführung dieses Verfahrens im Gegensatz zu den früheren ungünstigen Erfahrungen beim Verfüttern von Kakaoschalen u. dgl. ein brauchbares Futtermittel herstellen läßt, wodurch gleichzeitig eine Verwertung des in diesen Stoffen enthaltenen Eiweiß möglich ist.
  • Die Kakaoabfälle können so verarbeitet werden, wie sie anfallen oder nachdem Theobromin und Fett in bekannter Weise entzogen worden sind. Man unterwirft sie dann einer Milchsäure- und Hefegärung oder einer dieser beiden Gärungen. Diese Gärung wird bei einer den angewandten Bakterien und Hefen entsprechenden Temperatur durchgeführt. Hierdurch wird das in dem Abfall vorhandene verdauliche Eiweiß, welches ursprünglich o, 6 % beträgt, auf etwa i o % angereichert; das Futtermittel wird von dem Rindvieh gern gefressen und gut verwertet. Insbesondere ist es dazu berufen, einen Teil der erheblich teuereren, als Kraftfuttermittel dienenden Ölkuchen zu ersetzen. Bei den längere Zeit durchgeführten Fütterungsversuchen erhielten die Kühe täglich 2i/2 bis 3 kg dieses Futtermittels.
  • Zur Ausführung des Verfahrens verfährt man beispielsweise wie folgt: 75o kg Kakaoabfälle und 250 kg Rohmelasse werden mit zooo kg Wasser zu einem Brei angerührt; hierzu werden i o kg eines Ansatzes von Milchsäurebakterien und Bäkkereihefe gegeben, worauf man das Gemisch 2q. Stunden lang bei einer Temperatur von 2o° C stehenläßt. Nunmehr ist die Umsetzung beendet. Das Futtermittel wird getrocknet, was z. B. in zweckmäßiger Weise dadurch geschehen kann, daß man es mit anderen Futtermitteln mischt, wie z. B. Weizenrandmehl, Kleie oder Sojaschrot, und über Trommel- oder Walzentrockner schickt.

Claims (1)

  1. PATEN TANSYRUCII: Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln durch Vergären der mit Melasse vermischten faserigen Stoffe und darauffolgendem Trocknen, dadurch gekennzeichnet, daß Kakaoabfälle für diesen Zweck Verwendung finden.
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