DE528564C - Verfahren zum Ausziehen des Rohrzuckers mittels Essigsaeure aus Melasse oder Sirup - Google Patents

Verfahren zum Ausziehen des Rohrzuckers mittels Essigsaeure aus Melasse oder Sirup

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DE528564C
DE528564C DED51079D DED0051079D DE528564C DE 528564 C DE528564 C DE 528564C DE D51079 D DED51079 D DE D51079D DE D0051079 D DED0051079 D DE D0051079D DE 528564 C DE528564 C DE 528564C
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Germany
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acetic acid
molasses
sugar
cane sugar
syrup
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DED51079D
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Usines de Melle SA
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Usines de Melle SA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B35/00Extraction of sucrose from molasses

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zum Ausziehen des Rohrzuckers mittels Essigsäure aus Melasse oder Sirup Man hat schon vorgeschlagen, die Essigsäure zum Ausziehen der in der Melasse oder den Sirupen der Zuckerfabriken enthaltenen Saccharose zu verwenden. Nach diesem bekannten Verfahren wird die auf 98 bis 991/u konzentrierte Essigsäure mit einer gewissen Menge Melasse vermischt. Die bei der Zuckerfabrikation erhaltene Melasse enthält ungefähr 25 bis 28',', Wasser. Die Zuckerfabriken können aber auch in bekannter Weise die Melasse im voraus eindicken, so daß sie nur noch io bis 12°o Wasser enthält. Das innige Gemisch von Melasse und Essigsäure wird geschüttelt, hierauf einer längeren Ruhe überlassen, und durch langsame Kristallisation erhält man in ungefähr io bis 15 Stunden 6o bis 8o "i" der rückständigen Saccharose.
  • Diese unvollständige Ausbeute ist, wie festgestellt wurde. den folgenden beiden Ursachen zuzuschreiben: i. Die kleine, in dem Gemisch übrigbleibendeWassermenge hält eine gewisse Menge der Saccharose in Lösung zurück, und ferner veranlaßt die Essigsäure die Bildung von Invertzucker, sobald die Temperatur eine gewisse Höhe übersteigt.
  • 2. Die Saccharose ist in Eisessig bei Anwesenheit von Nichtzucker nicht ganz unlöslich. Außerdem ist bekannt, daß die Schwerflüssigkeit des Gemisches die Bildung der Kristalle hindert und verlangsamt.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese beiden Übelstände dadurch beseitigt werden können, daß man dein Gemisch von Essigsäure und Melasse eine gewisse Menge von entwässertem Äthylacetat zufügt, derart, daß die Saccharose in der Masse vollständig unlöslich wird, wobei die Invertierung des Zuckers verhindert und die Schwerflüssigkeit der Masse vermindert wird.
  • An Stelle der Verwendung von Äthylacetat kann man auch andere Verbindungen benutzen, welche die obengenannte Eigenschaft allein oder in Mischung besitzen, wie z. B. das Methyl-, Propyl-, Isopropyl- oder Butylacetat.
  • Es ist bereits auch vorgeschlagen (Chem. Zentralblatt 1925, Teil I, Heft 7, S. io22), die Ausscheidung des Zuckers aus der Mietasse mittels Eisessig durch Zugabe von Benzol zu erleichtern. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß auch bei Verwendung von Benzol und Essigsäure nicht der gesamte rückständige Zucker aus der Melasse gewonnen werden kann; vielmehr übersteigt die Menge des niedergeschlagenen Zuckers unter diesen Bedingungen keine 85 °/a des in der Melasse enthaltenen Gesamtzuckers. Außerdem muß man das Verfahren auf eine Dauer verlängern, die mit industriellen Bedürfnissen nicht vereinbar ist.
  • Auch die Beimischung von Methyl- und Äthylalkohol zur Essigsäure ist bekannt (Jahresbericht über die Untersuchungen und Fortschritte auf dem Gesamtgebiete der Zuckerfabrikation, igo9, S. 2o9), ohne daß durch deren Mitverwendung die genannten Nachteile vollkommen beseitigt werden. Fügt man dagegen, wie bereits angegeben, dem Gemisch aus Melasse und Essigsäure nach den Bedingungen und Verhältnissen des vorliegenden Verfahrens Acetate zu, so wird der Zucker vollständig und schnell niedergeschlagen. Die Rückgewinnung der verwendeten Extraktionsmittel, nämlich der Essigsäure und der Acetate, erfolgt ohne Schwierigkeit durch die bekannten, bei der Destillation benutzten Hilfsmittel.
  • Nachstehend sind ein Beispiel einer zweckmäßigen Ausführung des vorliegenden Verfahrens und einige Vergleichsversuche der Gewinnung des Zuckers aus Melasse unter Verwendung von Essigsäure und Äthylacetat einerseits und Essigsäure und Benzol andererseits angeg=eben, die die Vermehrung des Wirkungsgrades und den wesentlichen Unterschied der Anwendung der Acetate gegenüber der des Benzols veranschaulichen.
  • Die Vergleichsversuche wurden mit 2 kg Standardmelasse, die auf verschiedene Grade entwässert wurde, durchgeführt. Der Gehalt der für die Versuche benutzten Melasseprobe an Saccharose betrug 43,2 °/o. Die Zuckergehaltsbestimmung wurde nach der bekannten Methode von C 1 e r g e t (Analyse Chimique en Sucrerie, par Tribourg, S. zog; Editeurs Dunod et Pinat, Paris) durchgeführt.
  • Ausführungsbeispiel Zu roo Teilen im voraus durch bekannte Mittel möglichst eingedickter Melasse, welche auf 5o bis 70° angewärmt ist, werden unter heftigem Rühren 5o bis 6o Teile Eisessig beigemischt. Dem so erhaltenen innigen Gemisch fügt man dann nach und nach unter ständigem Rühren 5o bis 6o Teile entwässertes Äthylacetat zu. Man überläßt das Ganze der Ruhe, und nach 2 bis 3 Stunden ist die sämtliche Saccharose ausgefällt.
    Vergleichsversuche
    i. Versuche mit Athylacetat
    Versuch T a s 3
    Gewicht der Ausgangsmelasse .... @ 2000 g 2000 g 2000 g 2000 g
    Entferntes Wasser . . . . . . . . . . . . . 300 g 56o g 4009 4409
    Zugesetzte Essigsäure. . . . . . . . . . . i ooo ccm 1000 ccm 1000 ccm 1000 ccm
    Zugesetztes Äthylacetat . . . . . . . . . 1500 ccm 1200 ccm 1200 ccm 1200 ccm
    Einwirkungsdauer . . . . . . . . . . . . . . 3 Std. 3 Std. 3 Std. 2 Std.
    Ausgefällter Zucker in 01l0 des Ge-
    samtzuckers . . . . . . . . . . . . . . . . . 1000/0 I 990/0 1000/0 10011/1
    2. Versuche mit Benzol
    Versuch i a 3
    Gewicht der Ausgangsmelasse.. . ...... 2000 g 200o g 2o00 g
    Entferntes Wasser . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4409 4209 420 g
    Zugesetzte Essigsäure . . . . . . . . . . . . . . . 1000 ccm i ooo ccm 60o ccm
    60o ccm Alkohol
    Zugesetztes Benzol. . . .. . . . . . . . . . . . . . 60o ccm 400 ccm 400 ccm
    Einwirkungsdauer. . . . . . . .. . .. . . ..... 15 Std. 36 Std. 14 Std.
    Ausgefällter Zucker in °% des Gesamt-
    zuckers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82,7% 830/0 85,80/,

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Ausziehen des Rohrzuckers mittels Essigsäure aus Melasse oder Sirup, dadurch gekennzeichnet, daß der weitgehend entwässerten Melasse Acetate, wie Äthyl=, Methyl-, Propyl-, Isopropyl- oder Butylacetat, in dem Maße - zweckmäßig ungefähr z Teil Acetat auf z Teil Essigsäure - zugesetzt werden, daß eine möglichst vollständige Ausfällung des Rohrzuckers erfolgt.
DED51079D 1925-09-05 1926-08-18 Verfahren zum Ausziehen des Rohrzuckers mittels Essigsaeure aus Melasse oder Sirup Expired DE528564C (de)

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BE528564X 1925-09-05

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DED51079D Expired DE528564C (de) 1925-09-05 1926-08-18 Verfahren zum Ausziehen des Rohrzuckers mittels Essigsaeure aus Melasse oder Sirup

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DE (1) DE528564C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969470C (de) * 1951-10-18 1958-06-04 Basf Ag Verfahren zur Gewinnung von Zucker aus Melasse
US3295327A (en) * 1964-10-21 1967-01-03 Halliburton Co Underground structure

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969470C (de) * 1951-10-18 1958-06-04 Basf Ag Verfahren zur Gewinnung von Zucker aus Melasse
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