DE529599C - Anlage zur Verarbeitung von Zuckerfuellmasse - Google Patents
Anlage zur Verarbeitung von ZuckerfuellmasseInfo
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Description
- Anlage zur Verarbeitung von Zuckerfüllmasse Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Anlage zur Verarbeitung von Zuckerfüllmasse.
- Es handelt sich bei dieser Verarbeitung um die Trennung des Sirups von den Zuckerkristallen, die vorzugsweise in Zentrifugen vorgenommen wird. Mit diesem Vorgang wird häufig das Reinigen der Zuckerkristalle in der Zentrifuge durch Aufgabe einer geeigneten Reinigungsflüssigkeit verbunden; hierzu kann Wasser oder eine mehr oder weniger reine Zuckerlösung verwendet werden. Der der Füllmasse anhaftende Sirup ist dann durchweg von geringerer Reinheit als der Sirup, der später abgeschleudert wird, nachdem der zweite Vorgang, das Reinigen der Kristalle, durch Aufgabe der sogenannten Decke eingesetzt hat. Man ist daher bestrebt, diese beiden Siruparten getrennt abzufangen. Zu diesem Zwecke muß bisher der die Zentrifuge bedienende Arbeiter eine Schwenkrinne umstellen, wenn das Abschleudern des sogenannten grünen Sirups beendet ist und mit Einsetzen des Deckvorganges der gedeckte Sirup abgeschleudert wird.
- Dieses Verfahren macht die Trennung der Sirupe von der Aufmerksamkeit des Arbeiters abhängig. Die vorliegende Anlage bezweckt, das Moment der Unsicherheit, das hierin liegt, auszuschalten; hierzu wird das Umlegen der Schwenkrinne selbsttätig gleichzeitig mit dem Deckvorgang vorgenommen. Es ist bereits eine Anlage bekannt geworden, die die verschiedenen Abläufe automatisch trennen soll; dies wird indes nicht durch das Umlegen einer Schwenkrinne, sondern mit Hilfe eines Mehrwegventils und von Elektromagneten erreicht, die in komplizierter Schaltung miteinander gekoppelt sind. Demgegenüber sind gemäß der vorliegenden Erfindung unter einer Schwenkrinne zwei Ablaufrinnen angebracht. Durch die Kraft einer Feder o. dgl. wird die Schwenkrinne über der einen Ablaufrinne festgehalten, bis sie unter der Wirkung von Druckluft, die der Feder entgegenwirkt, über die andere Ablaufrinne geschwenkt wird. Die Druckluft wird durch das Gefäß geleitet, aus dem die Deckflüssigkeit der Zentrifuge zugeführt wird; hierdurch wird erreicht, daß sie den Druck der erwähnten Feder dann überwindet und die Schwenkrinne über die andere Ablaufrinne schwenkt, wenn das Decken vorgenommen bzw. das Meßgefäß gefüllt wird.
- In den beiliegenden Abb. i und z bezeichnet A das Meßgefäß, aus dem die Decke durch das Ventil la der Düse i in der Zentrifuge zugeführt wird. Durch das Ventil a ist das Meßgefäß mit der Druckluftleitung verbunden, die zweckmäßig einen Druck von q. bis 5 Atm. aufweist, gegebenenfalls könnten die Ventile a und h so eingerichtet sein, daß sie nur gleichzeitig geöffnet und geschlossen werden können. Ein Druckzylinder B, in dem ein eingeschliffener Kolben c arbeitet, ist mit dem oberen Teil des Meßgefäßes A durch eine stets offene Leitung b so verbunden, daß der Druck von etwa 4 bis 5 Atm., der durch Öffnen des Ventils a beim Beginn des Deckvorganges in dein Behälter A entsteht, sich in diesen- Druckzylinder -B fortpflanzt und hier bewirl,#t, daß der Kolben c unter Zusammendrücken der Feder d vbrgeschoben wird. Vermittels des Gestänges, welches. die Kolbenstange mit der Schwenkrinne g verbindet, wird ein Umstellen dieser Schwenkrinne in solcher Weise herbeigeführt, daß sie bei vollständigem Zusammendrücken der Feder d über die Ablaufrinne e zu stehen kommt. Wird der Druck aus dem Meßbehälter A genommen, so drückt die Feder d die Schwenkrinne g in ihre Lage über die Ablaufrinne f; dies kann frühestens nach Beendigung des Deckvorganges erfolgen, da ja die Deckflüssigkeit erfindungsgemäß unter der Wirkung der Druckluft in- die Zentrifuge geblasen wird; es muß spätestens beim Neufüllen des Behälters A erfolgen, da hierzu das Ventil a geschlossen werden muß.
- Durch diese Anordnung wird erreicht, daß völlig selbsttätig während desDeckens und bis zum Neufüllen des Behälters A der gedeckte Ablauf in die Ablaufrinne e fließt, während beim Schleudern der Füllmasse ohne Aufgabe von Decke der grüne Ablauf in die Rinne f fließt.
- Zweckmäßig wird die Druckluft, die dazu dient, die Decke in die Zentrifuge zu blasen und die Schwenkvorrichtung zu betätigen, zugleich auch dazu benutzt, die Menge der Deckflüssigkeit selbsttätig zu dosieren. Denn da es unvermeidlich ist, daß durch die Deckflüssigkeit die Zuclcerlcristalle abgewaschen werden und daher die Ausbeute an geschleudertem Kristallzucker verringert wird, ist es wünschenswert, die Menge der Deckflüssigkeit möglichst gering zu halten und nur so viel aufzugeben, daß die gewünschte Wirkung des Abwaschens der Kristalle und ihre Befreiung von Sirup gerade erreicht wird.
- Vorrichtungen, die Druckluft zum Dosieren der Deckflüssigkeit beim Abschleudern von Zuckerfüllmasse benutzen, sind an sich bekannt. In Abb.2 ist eine Anlage dargestellt, in *der eine derartige Vorrichtung in vorteilhafter Weise mit der Vorrichtung gekoppelt ist, die unter Verwendung von Druckluft, also derselben Kraftquelle, die Schwenkvorrichtung in Abhängigkeit von dem Deckvorgang betätigt.
- Der Behälter A wird aus dem. zweckmäßi= gerweise -erhöht angebrachten Vorratsbehälter D durch die Leitung h mit dem Ventil l gefüllt: Es sind an ihm. in verschiedener Höhe Auslässe i, 2, 3 angebracht, die durch Hähne verschließbar sind. Sie werden als Überläufe benutzt, so daß das Gefäß A je nachdem bis zur Höhe i, 2 oder 3 gefüllt werden kann und das Abmessen einer gewünschten Menge Deckflüssigkeit ermöglicht wird. Mehrere Überläufe anzubringen ist deshalb ratsam, weil die wechselnde Zusammensetzung der Füllmasse eine Änderung der Deckflüssigkeitsmenge erforderlich machen kann. Gegebenenfalls können die Überläufe so eingerichtet sein, daß sie nur gleichzeitig mit dem Ventil L geöffnet und geschlossen werden können.
- Die aus den Überläufen austretende Deckflüssigkeit wird in einem Trichter C gesammelt und durch eine Pumpe P dem Druckbehälter B wieder zugeführt.
- Soll die in dem Behälter A befindliche Flüssigkeit zum Decken verwandt werden, so wird das Zuströmen weiterer Deckflüssigkeit durch Schließen des Ventils l unterbrochen, der in Frage kommende Überlauf geschlossen und das am Boden des Gefäßes- A befindliche Ventil h, das die Verbindung mit der in der Zentrifuge befindlichen Düse herstellt, geöffnet. Gleichzeitig wird das am Deckel des Behälters A befindliche Ventil a geöffnet, das nun die Druckluft in den Behälter A eintreten läßt. Der Drück der Luft bewirkt gleichzeitig das Umschwenken der Rinne g über die Ablaufrinne e und das Austreten der Deckflüssigkeit und-deren Zerstäubung in der Düse i.
- Ist die gesamte.Deckflüssigkeit durch die Düse hindurchgedrückt, so bläst die Druckluft durch die Düse nach, was für den in der Zentrifuge ausgedeckten Zucker keinerlei Nachteile mit sich bringt, jedoch zu einer Säuberung der Düse beiträgt.
- Ist eine Zentrifuge fertiggeschleudert, so wird das Druckventil a und das Austrittventil h geschlossen, der in Frage kommende Überlauf und ebenso das Ventil l geöffnet, wodurch die Schwenkrinne g wieder über die Ablaufrinne f rückt und außerdem die erneute Füllung des Meßgefäßes A für das Abschleudern der nächsten Zentrifugenfüllung erfolgt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Anlage zur Verarbeitung von Zukkerfüllmasse, bei der das Ableitungsrohr der Zentrifuge als Schwenkrinne ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkrinne unter der Wirkung mechanischer Hilfsmittel, wie einer Feder, während des Ablaufens des grünen Sirups über einer Ablaufrinne gehalten wird und unter der Gegenwirkung von Druckluft während des Ablaufens von gedecktem Sirup über einer anderen Ablaufrinne.
- 2. Anlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluft über ein -Ventil (a) einem Behälter (A) zugeführt wird, aus dem sie durch ein tiefgelegenes, mit dem Zuführungsventil (a) gegebenenfalls gekuppeltes Ventil (h) die Deckflüssigkeit in die Zentrifuge drückt, während andererseits eine stets offene Leitung (b) von dem oberen Teil des Behälters (A) zu der Schwenkvorrichtung führt, in der die Druckluft den mechanischen Mitteln, z. B. einer Feder (d), entgegenwirkt, um die Umlegung der Schwenkrinne zu bewerkstelligen.
- 3. Anlage nach Ansprüchen i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluft zugleich das Dosieren der Deckflüssigkeitsmenge bewirkt, indem z. B. das Meßgefäß (A) mit als Überlauf wirkenden Auslässen (i, a, 3) versehen ist und aus einem zweckmäßig erhöht angeordneten Behälter (D) unter Vermittlung einer Leitung (k) und eines gegebenenfalls mit den Auslässen gekuppelten Ventils (L) gefüllt wird, wobei die aus dem jeweils betätigten Überlauf fließende Flüssigkeit durch eine Pumpe zu dem Behälter (D) zurückgebracht werden kann. q.. Verfahren zur Betätigung der Anlage nach den Ansprüchen r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Abschleudern des grünen Sirups und nach Füllung des Meßgefäßes (A) mit der gewünschten Menge Deckflüssigkeit gleichzeitig das tiefgelegene Ventil (h), das das Meßgefäß mit der Zentrifuge verbindet, und das Ventil (a) -der Druckluftleitung geöffnet wird, so daß die Schwenkrinne vor dem Abfließen des gedeckten Ablaufs über eine andere Ablaufrinne zu liegen kommt als während des Abfließens des grünen Sirups.
Applications Claiming Priority (1)
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE529599C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1143299B (de) * | 1953-12-05 | 1963-02-07 | Ernst Gelinsky Dr Med | Zweischichtiger Verbandstoff |
-
1930
- 1930-04-29 DE DE1930529599D patent/DE529599C/de not_active Expired
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| DE1143299B (de) * | 1953-12-05 | 1963-02-07 | Ernst Gelinsky Dr Med | Zweischichtiger Verbandstoff |
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