DE530913C - Stereomessgeraet, insbesondere fuer Roentgenzwecke - Google Patents

Stereomessgeraet, insbesondere fuer Roentgenzwecke

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DE530913C
DE530913C DEST42182D DEST042182D DE530913C DE 530913 C DE530913 C DE 530913C DE ST42182 D DEST42182 D DE ST42182D DE ST042182 D DEST042182 D DE ST042182D DE 530913 C DE530913 C DE 530913C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C11/00Photogrammetry or videogrammetry, e.g. stereogrammetry; Photographic surveying

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)

Description

  • Stereomeßgerät, insbesondere für Röntgenzwecke Bekannt sind Stereomeßgeräte, bei welchen mit Hilfe von Parallelführungen, Marken und Schiebern auf dem Wege optischer Einstellung die Marken auf korrespondierende Punkte gebracht werden, so daß Tiefenmessungen möglich sind. Diese Apparate benützen in der Regel den Augenabstand oder sonst eine feste Strecke als Basis der Messungen. Für die Röntgenaufnahmen ist die Strecke des Augenabstandes als Basis der Stereoparallaxe, abgesehen von den individuellen Schwankungen derselben, in Rücksicht auf die Projektionsverhältnisse nicht immer günstig. Überhaupt ist aus denselben Gründen die Festlegung auf eine bestimmte Parallaxenbasis untunlich. Es bedeutet daher einen technischen Fortschritt, wenn es gelingt, die Stereomeßgeräte ohne viel Umstände auf beliebige Aufnahmebedingungen umstellen zu können und so unabhängig vom Augenabstand und anderen festgelegten Faktoren zu werden. Dieser Fortschritt wird durch die Erfindung erreicht. Der Grundgedanke ist dabei, durch Einsetzen einer auswechselbaren Parallaxenschablone, welche die Stellung der den Bildern dicht anliegenden Meßmarken reguliert, die Messung zu ermöglichen.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung dargestellt. Es bedeuten a und b zwei von hinten beleuchtete Röntgenstereobilder, die nebeneinander auf dem Gestell c aufliegen. Hierbei ist es gleichgültig, ob diese Bilder zur Arbeitsfläche des Gerätes senkrecht stehen oder zur leichteren Beobachtung (Sehachse annähernd senkrecht zur Bildebene) nach hinten geneigt angeordnet sind.
  • Vor dem Gestell befinden sich auf der Grundplatte d zwei Schienen e und f, auf welchen ein Wagen, bestehend aus den zueinander senkrechten Streben ä und h, vermittels der drei Räder i, k, L verschoben werden kann.
  • Mit der Strebe g fest verbunden ist eine Fahne m aus durchsichtigem Material mit der eingeritzten Linie n. Diese Fahne schleift auf dem Bild b. Auf der Strebe h kann ein Schlitten o gleiten, der # einerseits einen Schreibstift p trägt und mit dem andererseits eine leicht auswechselbare Schablone q verbunden ist.
  • Diese vorn schmale, nach hinten breiter werdende Schablone ist in ihren Abmessungen nach den Parallaxen berechnet. Denkt man sich zwei Stereoröntgenaufnahmen auf ein und derselben Fläche zu gleicher Zeit übereinander photographiert, so werden diejenigen Teile, welche der Bildebene unmittelbar aufliegen, nur einmal wiedergegeben sein, alle anderen Teile des Objektes werden doppelt erscheinen, wobei die Entfernung identischer Punkte der Doppelbilder (Parallaxe) um so größer ist, je weiter sie von der Bildebene entfernt liegen. Diese Entfernung ist der Berechnung zugänglich, denn infolge ähnlicher Dreiecke verhält sich die Röhrenverschiebung zur Parallaxe wie die Entfernung vom Foküs bis zum Objektpunkt zur Entfernung vom Objektpunkt bis zur Bildebene.
  • So erhält man z. B. für eine Röhrenverschiebung von 7 cm folgende Tabelle:
    Objektpunkt Objektpunlitbild Parallaxe Schablonen-
    Fokus Ebene länge
    700 mm o mm o mm o mm
    Ego - 1o - 7o X 1o: 69o - 1,o=45 - 1o -
    68o - Z0 - 7o X zo: 68o - 2,o6 - 2o -
    670 - 30 - 70 X 30: 670 - 3,135 - 30 _
    66o - 40 - ,70 X 40:66o - 4,245 - 40 -
    Die Parallaxzahlen ergeben eine Kurve, nach welcher die Schablone q ausgearbeitet ist. Da der Rechnungsannahme entgegen die Stereobilder nicht übereinander, sondern getrennt aufgenommen und nebeneinander gestellt werden, so kommt zur Parallaxe noch der Abstand von Bildmitte zu Bildmitte als konstanter Faktor für die Entfernung n von t hinzu. Für andere Aufnahmeverhältnisse sind die Kurven neu zu berechnen und je eine andere auswechselbare Schablone :2 herzustellen. Gegen den gebogenen Teil der Schablone q wird durch eine Feder r ein Stabs angedrückt, der in zwei Lagern parallel geführt wird. Mit s ist durch eine Schraube in beliebiger Weise feststellbar eine zweite Fahne m' aus durchsichtigem Material verbunden, welche die eingeritzte Linie t trägt. Eine Bewegung des Schlittens o bei stillstehendem Wagen wird also eine durch die Schablone q festgelegte Entfernungsänderung der beiden Linien n und t zur Folge haben.
  • An der Strebe g befindet sich ferner ein Bolzen mit Drehlager u, in welchem. eine Stange v drehbar gelagert ist. Diese Stange ist außerdem drehbar und in ihrer Längsrichtung verschiebbar in w gelagert, einem Punkt, der mit der Grundplatte d durch Streben in einstellbarer Entfernung verbunden ist. Auf der Leitstange v gleitet ein Schieber x, welcher einerseits einen Bleistift y trägt und der andererseits durch eine drehbar angebrachte Stange z in der Weise mit dem Schlitten o durch eine Gleitbüchse verbunden ist, daß die beiden Schieber x und o stets die gleiche Entfernung von der Strebe g einhalten müssen.
  • Die Arbeitsweise des Gerätes ist folgende: Man stellt in der Stellung I der Schieber die Linien n und t auf solche Schattenpunkte der Bilder, von denen man weiß, daß sie bei der Aufnahme der photographischen Schicht benachbart waren. Hernach rückt man durch Wagenverschiebung die Linie n auf die Stelle, die man lokalisieren will, und bringt nun den Strich t der zweiten Fahne zri durch Bewegen des Schiebers o oder x mit dem entsprechenden Punkt der Platte a in Deckung. Ist dies in Stellung II der Fall, so ist die Entfernung I-II die gesuchte Tiefe. War die Stange v bei Beginn der Untersuchung so eingestellt, daß v dann senkrecht zu der Strebe g, wenn der Strich n auf dem dem Zentralstahl des Bildes b entsprechenden Punkt eingestellt ist, so wird der Bleistift y die jeweilige Seitenlage stets in richtiger Proportion markieren.
  • Die vorstehend beschriebene Konstruktion gestattet .also eine objektive binokulare oder objektive monokuläre Ausmessung des Stereobilderpaares ohne Mittel zum stereoskopischen Sehen durch einzeln nacheinander erfolgendes Einstellen der beiden Strichen und t. Man kann jedoch die beiden Stereobilder mit Hilfe eines geeigneten optischen Gerätes zur 'stereoskopischen Deckung im Sehorgan des Untersuchers bringen und dann durch die Bewegung des Wagens g, bt mit dem Führüngstift p die Messung auf Grund des stereoskopischen Effektes vornehmen, wobei die beiden Marken n, t, sich stereoskopisch deckend, eine im Bildraum wandernde Marke darstellen, wodurch die Messung besonders genau wird. Dadurch, daß die Schablone q gegen eine oder mehrere andere leicht auswechselbar ist, denen andere Aufnahmebedingungen zugrunde liegen, kann man diese ganz den jeweils erforderlichen Verhältnissen anpassen.
  • Aus vorstehendem geht das Prinzip des Gerätes wie folgt hervor: Die zwei in bekannter Weise erhaltenen Stereobilder, aufgenommen nach den Bedingungen der jeweils eingesetzten Parallaxschablone q, werden nebeneinander aufgestellt. Je eine durchsichtige Fahne mit eingeritzter Markenlinie kann auf der Schicht der Bilder schleifen, und zwar sind beide Fahnen gemeinsam miteinander in horizontaler Richtung verschieblich. Außerdem ist die Entfernung der Markierungslinien voneinander durch eine zur ersten Richtung senkrechte Bewegung in der Weise veränderlich, daß je ein Zentimeter Schreibstiftbewegung von hinten nach vorn die Entfernung der Fahnen voneinander um den Betrag der jeweiligen Parallaxe ändert durch Abdrängung der Markierungslinie t, deren Fahnem federnd gegen die Parallaxschablone o gedrückt wird. Hierdurch ergibt sich die Objekttiefenlage.
  • Durch mechanische Kupplung eines zweiten Markierungsstiftes y entlang einer um einen Fixpunkt zur drehbaren Stange v, deren Richtung jeweils im gleichen Winkel verläuft wie bei der Röhrenaufnahme der schattengebende Strahl, wird der Vorteil erzielt, daß man mit dem Gerät nicht nur die Tiefenwerte, sondern auch die wahren Seitenwerte in zwangsläufiger, richtiger Weise aufzeichnet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Stereomeßgerät, insbesondere für Röntgenzwecke, bei welchem die Stereobilder nebeneinander angeordnet sind, und bei welchem durch eine dieser Anordnung parallel verlaufende Wagenführung zwei Meßlinien, auf jedem Teilbild eine, unmittelbar vor oder hinter den Bildern gleiten, derart, daß die Parallaxe dieser Meßlinien durch einen an demselben Wagen angebrachten, senkrecht zur Wagenverschiebung beweglichen, mit Markierungseinrichtung versehenen Schieber geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die zwangsläufige Kupplung von Schieberstellung und Abstandsänderung der Meßlinien (n, t) durch das Einsetzen fester oder einstellbarer Schablonen, die den jeweiligen Aufnahmebedingungen der Röntgenbilder entsprechen, erfolgt.
  2. 2. Stereomeßgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an dem die Meßlinien (ii, t) führenden Wagen eine Leitstange (v) angelenkt ist, welche in einem dem Aufnahmeabstand entsprechend einstellbaren Drehzapfen, (w) ein zweites, festes Lager besitzt, so daß sie jeweils dieselbe Richtung einnimmt wie die Projektion eines bildwerfenden Aufnahmestrahles auf die zur Verschieberichtung parallele, zur Aufnahmefläche senkrechte Ebene.
  3. 3. Stereomeßgerät nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß entlang der Leitstange (v) ein mit Schreibstift (y) versehener Schieber (x) gleitet, der durch einen Mitnehmer (z) mit dem den Meßlinienabstand regelnden Mechanismus so gekuppelt ist, daß der Leitstangenschieber alle Bewegungen, die senkrecht zur Wagenverschiebung erfolgen, also die jeweilige Tiefenlage kennzeichnen, mitmacht zum Zwecke maßgetreuer Wiedergabe der Tiefen und Seitenabstände.
DEST42182D 1927-01-28 1927-01-28 Stereomessgeraet, insbesondere fuer Roentgenzwecke Expired DE530913C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741596C (de) * 1941-07-18 1943-11-13 Dr Med Walter Enderle Verfahren und Vorrichtung zur Durchleuchtung von Koerpern aller Art

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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