DE531890C - Verfahren zur Gewinnung von an Rubidium und Caesium angereicherten Carnalliten - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von an Rubidium und Caesium angereicherten Carnalliten

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DE531890C
DE531890C DE1930531890D DE531890DD DE531890C DE 531890 C DE531890 C DE 531890C DE 1930531890 D DE1930531890 D DE 1930531890D DE 531890D D DE531890D D DE 531890DD DE 531890 C DE531890 C DE 531890C
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carnallites
rubidium
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DE1930531890D
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Dr Rudolf Hake
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Kali Forschungs Anstalt GmbH
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Kali Forschungs Anstalt GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D17/00Rubidium, caesium or francium compounds

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von an Rubidium und Cäsium angereicherten Carnalliten Es ist ein Verfahren bekannt zur Darstellung von Rubidiumsalzen, nach dem der aus den Endlaugen der Kaliindustrie kristallisierende künstliche Carnallit durch heißes Lösen und Verdampfen der Mutterlaugen unter Gewinnung neuen Carnallits bei der Kristallisation verarbeitet wird, wobei in dem an zweiter oder bei Wiederholung dieser Operationen auch an dritter, vierter Stelle erhaltenen Carnallit eine immer weitergehende Anreicherung an Rubidiumsalz stattfindet. Bei dieser Arbeitsweise geht-man von einer gewissen Menge künstlichen Carnallits aus, der dann für sich der Anreicherung unterworfen wird.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren soll der Carnallit durch Rühren mit kaltem Wasser zexsetzt werden, wodurch ein unnötiger Wärmeaufwand vermieden wird. Das neue Verfahren soll weiterhin so ausgestaltet werden, daß es sich den Betriebsverh;ältnissem der Kaliindustrie gut eingliedert und die iMassenverarbeitung in. diesen Betrieben nnicht stört. Der übliche künstliche Carnallit i wird mit kaltem Wasser verrührt und reines Chlorkalium als Handelsprodukt erhalten. Die bei dem Verrühren erhaltene Zersetzungslauge i wird verdampft und liefert bei der Kristallisation einen Carnallit 2 und eine Mutterlauge (Endlauge), welche verworfen wird. Der Carnallit 2 wird in gleicher Weise mit kaltem Wasser unter Gewinnung von Handels-Chlorkalium zersetzt, und die hierbei erhaltene Zersetzungslauge 2 verdampft, wobei als Kristallisat ein Carnallit 3 und wertlose Endlauge erhalten wird; diese Art der Verarbeitung wird mehrmals wiederholt. Unter Anreicherung an Rubidium werden dabei aber die Mengen der so erhaltenen Carnallite bzw. der bei der Zersetzung derselben anfallenden Laugen immer geringer. Um sie mit den großen Apparaturen des Fabrikbetriebes aufarbeiten zu können, werden die Zersetzungslaugen i, 2, 3 usf. gesondert gespeichert und, besonders in den Fraktionen höheren Anreicherungsgrades, erst nach Ansammlung einer gewissen Menge gesondert verdampft.
  • Die Carnallite verschiedenen Anreicherungsgrades werden gleichfalls voneinander getrennt gehalten und die gleichen KonzentrationsgraJes vereinigt. Auch sind die Kristaillisierkästen, aus denen die Carnallite verschiedenen Anreicherungsgrades sich bei der Abkühlung der verdampften Laugen abscheiden, getrennt zu halten. So wird eine systeimatische Anreicherung des Rubidiums erreicht. Diese räumliche Trennung der Fraktionen, bedingt aber keinen größeren Raumbedarf in den Chlorkaliumfahriken der Kaliindustrie, weil die verarbeiteten Mengen an Salz und Lauge dieselben bleiben und sich das Verfahren somit in den üblichen Gang der Carnallitverarbeitung gut eingliedert. Bei der üblichen Verarbeitung der Kalirohsalze werden alle im -Betriebe anfallenden Laugen 'J'ölien Chlormagnesiumgehalts, Mutterlaugen, SVerrührlaugen-usw., gemeinsam verdampft, und die an R,ubidium angereicherten Laugen werden hierbei immer wieder durch fast rubidiumfreie verdünnt und verarmen an Rubidium. Darum läBt sich eine Rubidiumsalzherstellung nicht in den normalen Carnallitbetrieb eingliedern. Demgegenüber sollen nach dem vorliegenden Verfahren alle Laugen gleicher Anreicherungsstufe gemeinsam und getrennt von anderen Laugen verdampft und die hierbei erhaltenen angereicherten Carnallite gleicher Anreicherungsstufe gemeinsam kalt verrührt werden. Hierbei wird handelsfähiges Chlorkalium und um. eine Stufe mehr angereicherte rubidiumhaltige Lauge erhalten, welche wieder mit Lauge] gleicher Stufe verdampft wird. Auf diesem Wege gelingt eine Gewinnung des gesamten im Rohcarnallit enthaltenden Rubidiumsalzes durch systematische Anreicherung des Rubidiums im künstlichen Carnallit im Rahmen einer normalen Verarbeitung von Rolicarnallit für den Chlorkaliumfabriken der Kaliindustrie.

Claims (1)

  1. PATENTANSYRUCI1: Verfahren zur Gewinnung von an kubidium und Cäsium angereicherten Carnalliten bei der Verarbeitung von Rohcarnalli;t, dadurch gekennzeichnet, daß man die bei der kalten Zersetzung der künstlichen Carnallite auf Chlorkalium erhaltenen Laugen immer wieder für sich eindampft und die auskristallisierenden künstlichen Carnallite immer wieder für sich kalt zersetzt.
DE1930531890D 1930-05-28 1930-05-28 Verfahren zur Gewinnung von an Rubidium und Caesium angereicherten Carnalliten Expired DE531890C (de)

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